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Thema: Ich habe Angst vorm einschlafen.

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich habe Angst vorm einschlafen.

    Hallo,
    mit schwerer Überwindung wage ich diesen Schritt aus Verzweiflung, weil ich keinen Ausweg mehr sehe,wo ich mir selbst helfen kann, ich brauche unbedingt Hilfe.

    Traum: Ich bin in der letzten Nacht aufgewacht und habe eine Glascheibe meiner Zimmertür mit meiner Hand zerschlagen, mysteriös ist, dass ich meine rechte Hand benutzt habe, obwohl ich eindeutig Linkshänder bin. Danach bin ich an mein Fenster gegangen und habe es geöffnet, dabei ist der Teller auf meinen Fuß gefallen und in 2 Stücke zerbrochen, anschließend habe ich meine Decke genommen und mich in die Mitte des Raumes gestellt und verdammt laut geschrien.

    Das alles kann ich aus Schlussfolgerungen ziehen, denn von dem Traum bzw. von den Handlungen habe ich nichts bewusst mitbekommen.
    Meine Mutter hat meine lauten Schreie gehört und mich dann in der Mitte des Raumes geweckt, wo ich ich dann bewusst mitbekommen habe, dass ich in meinem Zimmer stehe.
    Das einzige, wo ich denke, mich zu erinnern ist, dass der Teller auf meinem Fuß gefallen ist, denn am morgen wo ich dann richtig aufgestanden/aufgewacht bin, war das Fenster zu.

    Die Wunde war heute so tief, dass diese genäht werden musste.
    Wenn ich bei Freunden/Verwanden/Bekannten bin, wird mir sehr oft gesagt, dass ich Nachts extremst laut schreie.
    Ich habe dann Ausreden, dass das nur ein Albtraum war, aber es ist dann sehr peinlich, wenn das dann 5 Tage hintereinander passiert. Ich spreche dann auch mit Wänden und stöhne wohl sehr intensiv beim schlafen.

    Das schlimmste, ich kann das nicht steuern und ich weiß Morgens nichts, keinen Funken von dem was passiert ist.

    Wenn ich mich Abends/Nachts hinlege, habe ich Angst, wieder irgendwelche Handlungen zu machen und ich habe auch vor den teilweise richtig heftigen Träumen Angst, an die ich mich sehr selten erinnern kann, ich wache nur sehr oft mit einem heftigen Atmen auf, bin extrem verschwitzt, fühle mich so, als hätte ich sehr viel Sport gemacht, also eine Art Muskelkater und diese leere und vorallem nicht zu wissen, was in meinem Kopf vorgeht. Ich habe seltenst durchgehende Nächste, fühle mich morgens manchmal schlimmer, also wenn ich erschöpft Abends ins Bett gehe und vom Sport komme.
    Oft nach der Schule lege ich mich nochmal hin, da kann ich durchschlafen und wache, wenn ich am Tage schlaf nicht auf. Auch kann ich Abend westenlich besser lernen.

    Ein kleiner Ausschnitt aus meinem Leben:

    Kurz vor meiner Schuleinführung ist mein Vater durch einen banalen Arbeitsunfall ( Er ist in der Dusche ausgerutscht und mit dem Kopf auf die Fliesen gefallen) ins Wachkoma gefallen, danach ist er ins Koma gelegt wurden und selbst nicht mehr aufgewacht, bis 2004 wo er dann seine Ruhe fand.
    Von einem auf den anderen Tag hat sich das Leben meiner Mutter und die Struktur verändert.
    Ich habe noch eine ältere Schwester, 2 Großeltern, um die sie sich täglich gekümmert hat und einen behinderten Onkel und eine behinderte Tante.
    Meine Mutter hat wirklich Meisterleistungen erbracht, früh hat sie uns geweckt, wir sind dann in die Schule gegangen, in der Zeit, war sie bei meinen Großeltern, hat für diese Erledigungen gemacht, ist danach zu den beiden, die behindert sind und dann kamen wir von der Schule. Ich habe mich meistens selbstständig auf Spielplätzen mit Freunden bewegt und bin dann meistens vor der Dunkelheit nach Hause, ich hatte viele Freiräume und wenig Grenzen gesetzt bekommen. Abends, meistens gegen 19Uhr, ist meine Mutter immer zu meinem Vater gefahren, hat ihn gewaschen, ihn gepflegt, sich mit Behörden und Ärzten rumstritten, war oft am Ende.
    Ich musste oft mit ins Krankenhaus, habe es aber wohl oft aus Gefallen zu meiner Mutter getan, musste ihn streicheln und mit ihm sprechen, obwohl ich nie ein Feedback bekam und ich wollte da auch nie, es war wie ein Fremder für mich. Ich vermisste meinen Vater auch nie, denn ich kannte ihn ja nicht wirklich und außerdem habe ich keine bewussten Erinnerungen, die vor dem Unfall stattgefunden haben.
    Ich habe meinen Vater wohl sehr zeitig abgeschrieben.
    Wenn meine Mutter dann Abends aber oft auf Nachts heim kam, wenn mit meinem Vater wieder etwa war (Wiederbelebung, Verlegung ins Krankenhaus, Intensivstation) konnte ich vorher nie einschlafen, habe aus Liebe zu ihr immer so getan als würde ich schlafen und mich oft Nachts dann an den Türrahmen gestellt, wenn sie wieder geweint hat, und habe so lange dort gestanden, bis sie aufhröte und schlief.

    Das ist einer meiner Erinnerungen/Erlebnisse aus meiner Vergangenheit, einige Schickäle, wie das mein bester Freund an Astma starb, folgten.

    Pychotherapie: Vor 4 Monaten habe ich mich mit einer Pychologin unterhalten und sie nahm mich auf, ich hatte Glück, weil gerade ein Klient von ihr "fertig" war.
    Doch seit der ersten Stunde war mir dann ein unwohlsein bei ihr, aber ich sagte mir, sie soll mich ja nicht 100% wieder gesund machen, sie soll einfach ein Begleiter und ein Mensch sein, der mir Ratschläge gibt um einfach besser damit umzugehen.
    Ich habe dann, 6 Stunden probiert, mit ihr Dinge aufzuarbeiten.
    In der ersten Stunde meinte sie gleich, dass ich nicht Homosexuell wäre und hat teilweise sehr schlecht von anderen Patienten von sich (die auch Schwul waren) gesprochen. Sie meinte in der ersten Stunde auch, ich wäre nicht Homosexuell. Außerdem hat sie sich nie wirklich vorbereitet, wenn wir dann uns eine bestimme Aufgabe für das nächste mal ausgemacht haben, hatte sie nicht mehr daran gedacht oder dann wieder was völlig anderen angefangen.

    Danach habe ich das abgebrochen, dieses kurze Zeit ruhen lassen und habe dann alle Pychologen meiner Stadt probiert zu kontaktieren, doch einen Vorstellungstermin vor April 2010 bekomme ich nicht, dabei brauche ich unbedingt Hilfe.

    Ich habe wirklich jede Nacht Angst einzuschlafen, ich weiß ja nicht, was ich nächste Nacht wieder zerschlage oder anstelle.

    Liebe Grüße
    Unbekannt.
    Geändert von Unbekannt (03.11.2009 um 18:24 Uhr)

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Unbekannt,

    heftige Sache.

    Als erstes fiel mir ein, ob es nicht Sinn machen könnte, dass Du Dich mal in einem Schlaflabor beobachten lässt, und man Dir von ärztlicher Seite erstmal helfen kann, damit Du so schnell wie möglich zu einem erholsamen Schlaf wieder finden kannst.

    Natürlich muss dann auch Ursachenforschung erfolgen. Aber ich stelle mir Therapie sehr schwer vor unter der Erschöpfung, die einfach schon physisch vom Schlafmangel herrührt.

    Vll wissen die auch bessere Therapeuten. Da muss die Beziehung schon stimmen, sonst bringt das nix.

  3. #3
    Neuling
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    hallo Unbekannt,

    heftige Sache.

    Als erstes fiel mir ein, ob es nicht Sinn machen könnte, dass Du Dich mal in einem Schlaflabor beobachten lässt, und man Dir von ärztlicher Seite erstmal helfen kann, damit Du so schnell wie möglich zu einem erholsamen Schlaf wieder finden kannst.

    Natürlich muss dann auch Ursachenforschung erfolgen. Aber ich stelle mir Therapie sehr schwer vor unter der Erschöpfung, die einfach schon physisch vom Schlafmangel herrührt.

    Vll wissen die auch bessere Therapeuten. Da muss die Beziehung schon stimmen, sonst bringt das nix.
    Danke für deine Antwort, aber was ich jetzt machen könnte lese ich nicht heraus.

    Sorry, aber e muss echt was geschehen.

  4. #4
    Verleger Avatar von Waris
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    Hallo,

    das was du hier beschreibst sind ja wirklich traumatische Erlebnisse. Es klingt so, als hättest du Schudlgefühle deinem Vater gegenüber, stimmt das?
    An deiner Stelle würde ich die Termine schonmal für 2010 buchen! Denn wenn du jetzt darauf verzichtest, um was früheres zu bekommen, stehst du dann später immer noch ganz ohne da und alles verschiebt sich weiter nach hinten.
    du könntest zu einem Psychiater gehen und dir erstmal ein Medikament verschreiben lassen, um wieder normal schlafen zu können. Das würde dir über die Zeit bis zur Therapie helfen.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  5. #5
    Neuling
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    Also ich habe keine Schuldgefühle, jedenfalls nicht bewusst.

    Von Medikamente habe ich viele schlimme Dinge gehört, dass man z.B. teilweise das Wesen verändert.
    Und das will ich nicht.

  6. #6
    Verleger Avatar von Waris
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    Das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Natürlich veränderst du gewisse Wesenszüge. Das ist doch Sinn und Zweck der Sache. Sonst würde ja alles so bleiben wie es ist. Ansonsten bleibst du gleich. Da wird keine komplett Gehirnwäsche gemacht.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  7. #7
    Neuling
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    Hi Unbekannt

    Ich kann auch bloss vermuten.

    Zunächst mal: Keine Frage, der leblose Vater und die weinende Mutter waren traumatische Erlebnisse, und nach deiner Beschreibung sieht der Übergang zum Schreien und Schlagen in der Nacht ziemlich flüssig aus. Für mich sieht es nach "Ausbruchversuchen" aus. Hat vielleicht etwas damit zu tun, dass dein Vater sich nicht regen konnte und du gezwungen wurdest, ihn dir immer wieder anzusehen.

    Vorschläge? Ich will nicht mit leeren Händen dastehen, wie wäre es also damit:
    Lebst du noch immer in der Stadt, in der du während deiner Kindheit gelebt hast? Bist du noch immer eng in deine Familie eingebunden? Unter diesen Umständen könnte dir ein kompletter Ortswechsel gut tun.

  8. #8
    Neuling
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    VIelen Dank für die vielen Antworten.

    Ich wohne noch zu Hause, ja - der Ort, an dem ich aufgewachsen bin.
    Mein Vater hat damals viel in der Wohnung selbst gemacht, die Wände mit Holz verkleidet, besonders das Bad.
    Jetzt zur Weihnachtsfeier verleichen mich meine Verwandten auch immer mit meinem Vater,wie ähnlich ihm doch sehe und sowas, obwohl ich das gar nicht möchte.

    Ich möchte mindestestens noch bis April 2011 hier in Gera bleiben, weil ich zur Zeit mein Abitur auf dem 2. Bildungsweg nachhole und dieses auch machen möchte.

    Aber ihr habt recht, ich fühle mich oft unwohl hier.

    Kennt jemand vielleicht in meinem Ort eine gute/n Pychologin/en

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