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Thema: ich habe mich geschnitten

  1. #1
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    Standard ich habe mich geschnitten

    Hallo an alle,

    ich muss das jetzt einfach loswerden! ich habe heute einen Streit mit meinem Ex freund gehabt (wir waren 3 Jahre zusammen), ich will ihn zurück, er liebt mich zwar auch noch, sieht aber keinen sinn mehr in der beziehung. Jedefalls sagte er mir, er will nicht mehr und geht jetzt nach hause und dann soll ich ihn bitte in ruhe lassen.. ich bin durchgedreht habe die türe zugesperrt, den schlüssel versteckt und ihn nicht gehen lassen! dann hab ich ihn versucht zu überreden, das er uns nochmal eine chance gibt, er war stur und wollte einfach nicht mehr.. dann hab ich rot gesehen, bin ins bad gerannt, hab mir die klinge geschnappt und einmal ganz fest quer in den arm geschnitten, VOR IHM! es ging so schnell das er garkeine zeit mehr hatte mir die klinge wegzunehmen.. dann ist das blut nur so rausgeschossen.. und er ist fast durchgedreht vor angst um mich! wir sind ins krankenhaus gefahren und es wurde genäht.. jetzt habe ich damit das erreicht was ich wollte.. er bleibt bei mir, aber auch nur aus angst das ich mich wieder so tief schneide, dennoch bin ich grade zufrieden.. Das ist ganz schön krank, das weiss ich selbst! was kann ich tun um ihn loszulassen?

  2. #2
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    Hallo heljow,

    hast Du bereits öfter Ablehnung erfahren müssen in Deinem Leben und kommst deswegen so schwer damit klar?

    Und kennst Du Dich als Person schon ein wenig, sodass Du abschätzen kannst, ob Dein Handeln erneut vorkommt?


    Wenn Du meinst, dass sich 'diese Tat' wiederholen kann, ist es vielleicht ratsam, eine Klinik sogar aufzusuchen. Mit dem Ziel, andere Verhaltensweisen erlernen, die es Dir ermöglichen, mit Ablehnung und Überforderung dieser Situationen besser umgehen zu können.

    Wie gut kennst Du Dich im therapeutischen Spektrum aus? Also sagt Dir die "DBT" (Dialektik Behaviorale Therapie) etwas? Zum Zeitpunkt ist diese Art von Therapie die Gängigste beim Problemen, wie Deinen (und anderen Problemen). Vielleicht magst Du Dich mit dem Gedanken auseinandersetzen, was nun am sinnvollsten für Dich erscheint? Vielleicht magst Du uns Deine Gedankengänge mitteilen. Auch, was Dir Angst bereitet, neue Wege zu gehen, zum Beispiel. Sprich: wenn Du meinst, dass in einer Klinik nur "Bekloppte" sind, könntest Du hier vielleicht neue Erfahrungen sammeln. Dass in einer Klinik meist Menschen sind, denen ihre Störung/Erkrankung nicht angesehen wird.



    Lieben Gruß
    und vielleicht magst Du erneut Schreiben

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei apeiron für den sinnvollen Beitrag:

    heljow (20.01.2012),Limia (20.01.2012)

  4. #3
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    Du fragst, was du tun kannst um loszulassen. Man könnte einfach sagen: Dein "Ich" (Selbst, Selbstbewußtsein) stärken. Das ist aber einfacher gesagt als getan. Ich würde dir zu einer Psychothrapie raten. Es kommt dabei weniger auf die "Schule"/"Methode" an, als auf die positive Beziehung zum Therapeuten.

    Deine starken Verlassensängst kommen nicht von ungefähr. Mit Sicherheit gibt es da einiges zu entdecken.

    Da sagst auch "das ist ganz schön krank" Nein, wenn man weiß warum du so reagierst wird es einem sehr verständlich vorkommen.

    LG Dieter

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Farnon für den sinnvollen Beitrag:

    heljow (20.01.2012)

  6. #4
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    Zitat Zitat von heljow Beitrag anzeigen
    Hallo an alle,

    ich muss das jetzt einfach loswerden! ich habe heute einen Streit mit meinem Ex freund gehabt (wir waren 3 Jahre zusammen), ich will ihn zurück, er liebt mich zwar auch noch, sieht aber keinen sinn mehr in der beziehung. Jedefalls sagte er mir, er will nicht mehr und geht jetzt nach hause und dann soll ich ihn bitte in ruhe lassen.. ich bin durchgedreht habe die türe zugesperrt, den schlüssel versteckt und ihn nicht gehen lassen! dann hab ich ihn versucht zu überreden, das er uns nochmal eine chance gibt, er war stur und wollte einfach nicht mehr.. dann hab ich rot gesehen, bin ins bad gerannt, hab mir die klinge geschnappt und einmal ganz fest quer in den arm geschnitten, VOR IHM! es ging so schnell das er garkeine zeit mehr hatte mir die klinge wegzunehmen.. dann ist das blut nur so rausgeschossen.. und er ist fast durchgedreht vor angst um mich! wir sind ins krankenhaus gefahren und es wurde genäht.. jetzt habe ich damit das erreicht was ich wollte.. er bleibt bei mir, aber auch nur aus angst das ich mich wieder so tief schneide, dennoch bin ich grade zufrieden.. Das ist ganz schön krank, das weiss ich selbst! was kann ich tun um ihn loszulassen?
    Eine Bekannte kam ca 2003 auf Besuch aus einer Psychiatrie zu mir, ich fragte sie wieso sie drin wäre, und sie erzählte, daß Sie mit ihrem Freund Schluß machen wollte, sie hatte das schon oft gesagt, und er hatte daraufhin mit Selbstmord gedroht. Sie kam also eines Tages nach Hause, und er hing in der Küche von der Decke. Er hatte sich in der gemeinsamen Wohnung erhängt während sie auf Arbeit war. Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Da wird dem Parter über den Selbstmord eine Schuld zugeschoben die er nicht hat. Das ist keine Liebe mehr, das ist Rache und Wut. Sprich, wenn es mir selbst schon schlecht geht, dann soll es dem Anderem mindestens ebenso schlechtgehen. Vielleicht springt er mir ja gar hinterher, das wäre doch toll. So ungefähr geht der Gedanke.

    Er ist schon längst weg, das kannst Du nicht mehr ändern, und er hat auch alles Recht zu gehen, es ist sein gutes Recht. Er ist nicht für Dich verantwortlich, Du hast kein Recht darauf ihn zu besitzen. Er hat auch keine Schuld. Du bist im Grunde ohnmächtig, hilflos, Du kannst nichts machen, Du kannst seine Meinung nicht abändern, und wenn Du dreimal abschließt und Dir in den Arm schneidest. So hast Du erstmal seine Aufmerksamkeit erzwungen, aber auf welcher Basis denn. Ich kann euch beiden nur wünschen daß er sich nicht weiter erpressen läßt und geht. Die Beziehung ist längst vorbei.

    Loslassen dauert lange, das bedeutet Schmerz, das schafft mancher über Jahre nicht. Man ist erstmal vielleicht wie erschlagen, aber das Leben geht trotzdem irgendwie weiter. Was Du erlebst ist nicht Trennungsschmerz, dafür ist nicht Dein Ex verantwortlich, sondern das ist früher Schmerz der aus Deiner Vergangenheit herrührt. Das Gefühl, so verlassen zu werden, kennst Du von früher. Die Trauer über die Beziehung solltest Du eindämmen, die ist nicht wichtig, das führt Dich nirgendwohin, in Deine Vergangenheit solltest Du schauen.

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Erwin für den sinnvollen Beitrag:

    heljow (20.01.2012)

  8. #5
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    Standard danke, für die antworten..

    erstmal zu der sache Klinik: ich war bereits dreimal in einer Klinik, es hat mich dort nur noch mehr kaputt gemacht.. ich bin abhängig von schlaftabletten und tavor geworden.. konnte mich ohne tabletten garnicht mehr beruhigen und war nach dem aufenthalt noch zerbrechlicher als davor! eine therapie habe ich auch mal angefangen, aber während den sitzungen habe ich mich nicht wohl gefühlt und das auch abgebrochen..

    kann das wirklich von früher kommen? meine mama war/ist alkoholikerin, mit 10 jahren hat mich das jugendamt ihr weggenommen und ich wurde zu meinem vater gebracht, das leben dort war die hölle.. immer wenn ich mist gebaut habe hat mir meine stiefmutter gedroht das sie mich ins kinderheim geben, mit 17 jahren hat mich mein vater dann endgültig rausgeschmissen, ich bin in eine eigene wohnung gezogen und seit dem war ich dann mit meinem ex zusammen jetzt bin ich fast 20 und er will einfach gehen.. er war in den letzen drei jahren alles für mich! er war mama, papa, schwester usw. in einem! ich kann ihn doch nicht einfach gehen lassen! er ist meine familie!

  9. #6
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    Wie schon erwähnt, wenn man weiß warum du so reagierst, kann man das verstehen. Und du hast wirklich viel Unschönes - insbesondere unverlässliche Bindungen - erlebt.

    Natürlich hast du deinen Partner mit den vielen Rollen die er einnehmen mußte überfordert, nur wer will dir daraus einen Vorwurf machen? Genauso wenig, wie ihm, dem es zu Viel wurde.

    Du wirst um eine Psychotherapie definitiv nicht herumkommen. All deine Ängste, dein Schmerz, deine Unsicherheit will behandelt werden.

    Vielleicht könnt ihr euch so gemeinsam weiterentwickeln. Du wirst ihn nicht durch Drohungen sondern nur durch persönliches Wachstum halten können. Aber da muß er mitmachen (wollen).

  10. #7
    Roman Verfasser
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    Ja, Tavor macht abhängig, das hat mir ein Freund berichtet. Kurzzeitig ist das mal ok, langfristig muß man sehen wie man auskommt.

    Das kann von noch wesentlich früher kommen als man überhaupt annimmt. Deine Historie die Du anschneidest legt das nahe. Du bist einfach kaputt, am Ende, wieder bei dem Elend von früher. Also, die Unterscheidung könntest Du wirklich machen, vielleicht erleichtert Dir das die Trennung. Du hast schwerwiegende Probleme, die liegen bei Dir, die Trennung ist nur der Auslöser und Dein Freund trägt keine Verantwortung. Daß er alles für Dich war ist verständlich, aber im Endeffekt auch das Problem, und er wird sich auch eingeengt gefühlt haben.

    Ich empfehle ja für Leute denen es richtig dreckig geht tiefenpsychologisch fundierte psychodynamische Gruppentherapien, und so ein totaler Zusammenbruch kann eine gute Basis für einen Neuanfang sein.

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