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Thema: Ich habe so viele schulden

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich habe so viele schulden

    Ich weiss nicht wie ich anfangen soll.Ich habe durch alkohol mein ganzes leben versaut und habe in dieser zeit wo ich getrunken habe (weil mir alles egal war ) um die 40.000 schulden gemacht. bin damals auch kriminel gewesen worauf ich nicht stolz bin .Jetzt hab ich alles im griff überwiegend ,trinke nicht habe eine neue wohnung aber mir wird klar das ich sehr viele Fehler gemacht und ich mache mir sorgen das ich in diesen leben nichts mehr erreichen werde.ich fühle mich manchmal als ob ich nichts wert wäre, muss mich damit abfinden das ich immer am existensminimum leben werde weil mir alles gepfändet wird.

    Habt ihr vileicht ein Rat wie ich mich damit abfinden soll ?

    Kennt ihr jemanden der ahnliches durch hat und trotzdem Lebensfroh ist?


    M

    25 jahre alt

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    muss mich damit abfinden das ich immer am existensminimum leben werde weil mir alles gepfändet wird
    Warum? Wenn Du Privatinsolvenz anmeldest, dann bist Du 6 Jahre später voraussichtlich schuldenfrei.

    Bist Du in therapeutischer Behandlung? Wäre wohl sinnig, wenn Du nicht rückfällig werden willst. Du musst ja erstmal lernen, wie Leben ohne Alk und Dummheiten ist und woran man sich da überhaupt freuen kann.

  3. #3
    Schreiberling
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    Hallo,
    warst du schonmal bei der Schuldnerberatung?
    Die können dir in sachen Schulden bestimmt weiter helfen.
    Ich denke auch das es wichtig wäre eine Therapie zu machen.
    Du musst erstmal herrausfinden wie du mit stress oder Konflikten umgehst wenn dir der Alk nicht mehr zu seite steht.
    Zu dem denke ich das die Aussage

    ich fühle mich manchmal als ob ich nichts wert wäre, muss mich damit abfinden das ich immer am existensminimum leben werde

    zu einer depression passt.
    Ich will jetzt nicht sagen das du eine hast aber vielleicht führ dieses gefühl bald dahin.
    liebe grüße licht

  4. #4
    Schreibkraft
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    hallo,

    Du bist noch jung und hast es geschafft das Trinken aufzugeben. Ich finde, das ist sehr toll. Außerdem machen die meisten Menschen mal Fehler, die sie zurückwerfen können in ein Loch, das Depression heißt.
    Eine Therapie wäre hilfreich, denn Du solltest vorsichtig sein, dass Du nicht irgendwann anfangen musst, Dich selbst zu behandeln (mit Alk).

    Außerdem kannst du schon aus dem Schuldenloch kommen, wie aus allen anderen Löchern auch. Die meisten Menschen schaffen das jedoch nicht ganz allein, daher eine umfassende Lebensberatung anleiern.

    Du wirst das bestimmt schaffen, denn Du bist ja jetzt auch bis hierhin gekommen.
    LG
    Ibag

  5. #5
    Neuling Avatar von Andreas Frese
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    Hi!

    Ja, so ungefähr kenne ich da jemanden ziemlich gut. Der begegnet mir jeden Tag morgens beim Zähneputzen. Meine Geschichte hat zwar einen anderen Hintergrund aber das Ende ist vergleichbar...

    Ich hatte mein Hobby zum Beruf gemacht und eine Sportschule gegründet. Das war mein Traum. Fünf Jahre ungefähr war ich am aufbauen, immer darauf bedacht das es sich ja um meinen Traum handelte. Ich lies mich nicht verbiegen und so sicher auch eine Menge Geld liegen weil ich nicht jede Möglichkeit nutze. Aber es funktionierte und wuchs. War bis dahin ganz toll. Doch dann kamen diverse Faktoren zusammen die ich jetzt hier nicht im Detail beschreiben will weil's sonst ein Roman wird aber eines stand am Ende fest: Traum kaputt und eine Menge Schulden am Hals. Kredite waren noch nicht abbezahlt und das Finanzamt darf man auch ganz legitim mit Verzögerung bezahlen. Solange die Einnahmen weiterfließen ist das auch kein Ding. Aber hier kam nichts mehr...

    Ich werde den Tag beim Finanzamt nie vergessen als mir der Sachbearbeiter damals in die Augen guckte und sagte: Herr Frese, Sie sind Insolvent. Nicht mehr Zahlungsfähig. Verdammt hätte ich heulen können. Klar, im Grunde war es logisch. Die Schule war bereits geschlossen aber ich hatte die Hoffnung nicht aufgegeben. Gott, war das ein Stress die ganze Zeit. Das Telefon klingelte und ich zuckte zusammen, wenn es unangemeldet an der Tür klingelte war es noch schlimmer und zum Briefkasten wollte ich gar nicht mehr gehen. Es gab aber kein zurück.

    Ich sprach mit einem Bekannten über eine Insolvenz. Der meinte schon Verständnisvoll, dass es kein leichter Schritt ist. Aber hinterher würde es einem besser gehen, denn der ganze Druck und der Stress wäre weg. Gut, man muss ein Zeit lang mit weniger Geld auskommen aber man hat die Chance auf einen Neuanfang. Und ich finde das ist es was zählt.

    6 Jahre "Wohlverhaltensphase" sind eine lange Zeit, keine Frage. Aber danach steht alles wieder auf Null. Das ist eine ziemliche Chance. Mein Vater hat früher eine Privatinsolvenz anmelden müssen. Und damals lief die 30 (!!!) Jahre. Der ist aus diesem Loch nie richtig rausgekommen weil immer wieder was schiefgegangen ist (was dann eine ganz andere Geschichte ist).

    Ich habe jetzt drei Jahre rum. Und ich genieße die Ruhe mehr als das mich das wenige Geld stört.

    Schon mal drüber nachgedacht?

    Gruß
    Andreas

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Andreas Frese für den sinnvollen Beitrag:

    raskowitz (04.03.2011)

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