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Thema: Ich kann nicht mit der Trauer umgehen (Triggergefahr)

  1. #9
    Kwerschlag
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    Mein herzliches Beileid.

  2. #10
    Roman Verfasser
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    Vielen lieben Dank nochmal. Schade dass sich gerade so viele hier verabschieden.
    fairytales don´t always have a happy ending, do they?

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Cailynn für den sinnvollen Beitrag:

    ecazareztheda (10.09.2016)

  4. #11
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    Hallo Cailynn,

    kann ich gut nachfühlen, bei mir ist vor einigen Jahren mein Vater eigentlich Stiefvater (aber der Erzeuger zählt nicht) gestorben und das überraschend. Seit da an ist die Familie auseinander gebrochen und ich habe auch seit 3 Jahren keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter. Tröste Dich mit dem Gedanken was du noch hast und du im Leben noch erreichen möchtest. Nachdem ich gelesen habe das es Deiner Oma auch gesundheitlich nicht mehr gut ging, ist das auch ein menschlicher Weg und sie hatte bestimmt ein schönes erfülltes Leben. (im übrigen hatte ich sogar auch noch am Sterbebett auf Gott gehoft, ab diesem Zeitpunkt wars das für mich mit Religionsgedussel)
    Denke nicht an gestern sondern lebe für das Morgen.

    Grüße

  5. #12
    Roman Verfasser
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    Hi Loderon,

    danke für deine Antwort. Es sind eben zwei Seiten in mir. Einmal der Verstand, der weiß dass es für meine Oma eine Erlösung war, dass sie jetzt nicht mehr leidet und ein langes Leben hatte. Der Verstand ist darüber glücklich sie jetzt in "Ruhe" zu wissen.
    Aber das Herz leidet natürlich...trauert ihr nach, denn sie war seit meiner Geburt immer für mich da, wie eine Mutter. Und das tut schon sehr weh. Auch meinen Opa leiden zu sehn tut weh. Am 22.9. fährt er mit einer Gruppe Senioren nach Venedig... für 4 Tage, finde ich cool. Er gibt wirklich sein Bestes.

    Mit Religionen habe ich auch nichts am Hut. Religionen sind mir zu manipulativ und menschengemacht. Ich glaube schon an eine höhere Macht oder so aber von Religion halte ich mich schööön fern....
    fairytales don´t always have a happy ending, do they?

  6. #13
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    Liebe Cailynn,

    auch von mir mein herzlichstes Beileid,
    es tut mir leid, im August hatte ich das nicht gelesen.

    Das tut sehr weh, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat, wie du sagst, deine Oma war immer für dich da.
    Man kann es sich kaum vorstellen, das dieser Mensch nun nicht mehr da sein soll-
    Das braucht Zeit, um es akzeptieren zu können.

    Bestimmt geht es ihr nun besser, da sie nun gegangen ist.
    Man kann an geliebte Menschen denken und sie können da sein und bekommen das mit, denke ich.

    Trauer zuzulassen ist sehr wichtig und sich Zeit lassen.

    Es ist nunmal ein großer Schmerz, nicht mehr den Menschen, der dich so lange begleitet hat, besuchen zu können, ihn nicht mehr sehen zu können.
    Das dauert, um es akzeptieren zu können, wahrscheinlich auch, um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

    Ich drück dich!

  7. #14
    Roman Verfasser
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    Zitat Zitat von Ringelblume Beitrag anzeigen
    Liebe Cailynn,

    auch von mir mein herzlichstes Beileid,
    es tut mir leid, im August hatte ich das nicht gelesen.

    Das tut sehr weh, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat, wie du sagst, deine Oma war immer für dich da.
    Man kann es sich kaum vorstellen, das dieser Mensch nun nicht mehr da sein soll-
    Das braucht Zeit, um es akzeptieren zu können.

    Bestimmt geht es ihr nun besser, da sie nun gegangen ist.
    Man kann an geliebte Menschen denken und sie können da sein und bekommen das mit, denke ich.

    Trauer zuzulassen ist sehr wichtig und sich Zeit lassen.

    Es ist nunmal ein großer Schmerz, nicht mehr den Menschen, der dich so lange begleitet hat, besuchen zu können, ihn nicht mehr sehen zu können.
    Das dauert, um es akzeptieren zu können, wahrscheinlich auch, um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

    Ich drück dich!
    Danke du Liebe

    Ich komme eigentlich mittlerweile ganz gut zurecht. Tröste mich mit dem Gedanken dass es ihr nun besser geht und sie über uns wacht. Es gibt Tage und Momente, da vermisse ich sie ganz schlimm. Aber ich wehre mich nicht dagegen, ich lasse die Trauer dann über mich kommen. Mir hilft es sehr dann mit einem Freund darüber zu reden, generell hilft es mir offen mit der Trauer umgehen zu dürfen, ohne das Gefühl zu haben das meine Mitmenschen davon abgenervt sind.
    Mein Opa hat im Garten eine wunderschöne Gedenkstätte für sie errichtet, so wie sie das wollte. Wenn ich sie sehr doll vermisse, ziehe ich mich dort hin zurück.

    LG Cailynn
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  8. #15
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    Gestern Abend habe ich ein Foto von meiner Omi, meiner Schwester und mir in die Finger gekriegt. Es ist vom Februar, als sie mich in meiner alten Wohnung besuchen kam. Ich wurde so traurig und dann ist es in einem Heulanfall geendet. Meine Stimmung war den Rest des Abends absolut im Keller. Das sind die Momente, in denen ich sie ganz schrecklich vermisse und denke, ich drehe jetzt durch weil ich das nicht aushalten kann.

    Ein paar Stunden vorher, am Nachmittag, war ich kurz bei Opa. Ich war einkaufen und hab ihm was mitgebracht. Es tut einfach nur weh zu sehn wie er leidet. Er stellt jeden Tag ein Glas Wasser und Taschentücher an Omas Sessel...als wäre sie noch da. Er geht da nicht dran, es ist für Oma. Er hat mir gestern was gezeigt. Einen Glaswürfel mit einem Hologramm von Oma drin. Das hat mich geschockt. Zum einen weil das total gut gelungen ist, sieht einfach toll aus. Zum anderen ist das Bild von Oma da drin in 3D... und wenn man den Würfel bewegt dreht sie den Kopf und guckt einem quasi hinterher. Da gings mir echt eiskalt den Rücken runter. Dieses Hologramm wirkt so lebendig und real, als ob sie da drin wäre. Es war ein schönes aber auch ganz ganz seltsames Gefühl. Ich schaue mir viele Fotos von Oma an, aber die sind alle "stumm". Und dieses Ding...da bewegt sich sich... das ist als wäre sie lebendig. Das hat ein ganz anderes Gefühl ausgelöst als normale Bilder.
    Er hat ausserdem ein Bild von ihr ins Wohnzimmer gehangen, damit er sie immer ansehen kann wenn er in ihrem Sessel sitzt. Und als er mir das so erzählt hat, hatte er Tränen in den Augen. Da könnte ich auf der Stelle mitheulen. Aber ich habe es unterdrückt, es weggedrängt. Ich wollte für ihn stark sein, ihm in diesem Moment Halt geben. Doch ich wusste einfach nicht was ich ihm antworten soll. Egal was man sagt, es tröstet nicht. Umarmen darf ich ihn auch nicht, er möchte das nicht. Dabei würde ich das in dem Moment am liebsten tun. Wenn ich keine Worte habe. Es ist schwierig für uns alle.

    Am Dienstag und Mittwoch lag ich 2 Tage im Krankenhaus. V.a. Lungenentzündung und Herzmuskelentzündung (zum Glück nicht bestätigt). Da hatte er für 2 Tage eine Aufgabe, wollte sich kümmern. Er brauch Aufgaben, ich habe das Gefühl Stillstand kann er nicht ertragen. Allein sein kann er gerade nicht ertragen. Ich versuche für ihn da zu sein, ihm Halt zu geben dabei trauere ich selbst so sehr.

    Es ist sehr schwer die Lücke auszuhalten, die jetzt da ist. Meine Oma war ein sehr mütterlicher Mensch. Sie war für mich eine Mutter. Viel mehr als meine eigene. Sie war immer da, war das für mich, was meine eigene Mutter eigentlich hätte sein sollen. Jetzt habe ich das Gefühl, gar keine Form von Eltern mehr zu haben. Mein Opa ist nicht so der emotionale Typ...ein Mann vom "alten Schlag" eben... "Männer zeigen keine Emotionen". Ich fühle mich so haltlos ohne die weiche und mütterliche Fürsorge meiner Oma. Wir haben so viele lustige Momente gehabt. Diese Lücke kann einfach niemand schließen...
    fairytales don´t always have a happy ending, do they?

  9. #16
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    Liebe Cailynn,

    wenn er Tränen in den Augen hat, warum hast du das Gefühl, du darfst nicht weinen, müsstest für ihn stark sein, meinst du er hält das nicht aus, möchte das nicht?
    Nicht dass ich das in Frage stelle, ich weiß, Männer wurden/ werden erzogen keine Gefühle zu zeigen und können es teilweise nicht aushalten, wenn andere Emotionen zeigen.
    Schade, dass ihr beiden nicht zusammen trauern könnt, dass du mit deiner Trauer so alleine bist, das ist wirklich schlimm, ihr seid doch beide traurig.

    Hast du gar keinen Kontakt zu deiner Mutter, ist dieser abgebrochen, du schriebst am Anfang ihr versteht euch nicht gut. Besucht sie dich gar nicht oder ruft dich an? Es ist ja "auch" ihre Mutter, die gestorben ist, so dass ihre Töchter nur noch ihren Opa haben, wenn sie nicht auf euch beiden zugehen kann.

    Gut dass der Verdacht sich nicht bestätigt hat, gute Besserung trotz allem.

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