psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Ich kann nur mit Tramadol ich selber sein

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    26.05.2011
    Beiträge
    4
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Ich kann nur mit Tramadol ich selber sein

    Ich habe ein grosses Problem. Frueher war ich im Arbeitsleben selbstbewusst und beliebt. Ich habe mich ständig weiterentwickelt. Habe insgesamt 2 Berufsausbildungen und ein Studium hinter mir. Dann bin ich nach Dänemark gezogen, hab eine Familie mit einer kleinen Tochter gegründet und ein Huas gekauft. Privat ist also alles bestens. Allerdings habe ich auf Arbeit mehr und mehr Probleme. Da mir Anfangs die Sprachfähigkeit fehlte, war ich sehr gehemmt, was wiederum dazu führte, das ich auf meine Kollegen teilweise einen merkwürdigen Eindruck machte. Ich zog mich mehr und mehr zurück. Und keine Ursache ohne Folge. Das Verhältnis zu den Kollegen war dann auch nicht mehr das beste. Dadurch Zukunftsängste, schlechtes Selbstbewusstsein etc.pp . Eines Tages bemerkte ich dann, das Tramadol eben dieses Verhalten unter Kontrolle bekam. Ich wurde Gesprächig und hatte beim reden keinerlei Hemmungen mehr. Das Verhältnis zu den Kollegen ist bestens kurz und gut, es geht mir bestens.

    Allerdings nur af Tramadol!! Und das Zeug macht mich fertig. Es ist schlecht zu beschaffen und hat schlimme Nebenwirkungen.

    Versteht mich nicht falsch! Ich habe ein ernstes Problem und mein Verhalten mit dem Mittel erscheint mir wesentlich normaler als Ohne. Allerdings muss ich vom Tramadol weg. Bitte schreibt hier keine guten Ratschläge und wird schon Beiträge rein. Das hilft mir nicht. Was Ich brauche ist eine Medikation die mich nicht fertig macht. Oder aber auch Konkrete Tips von Leuten, denen es ähnlich ging. Vielen Dank!

  2. #2
    Sophia-Charlotte
    Gast

    Standard

    Hallo Bastian,

    Tramadol ist ja in erster Linie ein Opiod, wird also zur Behandlung mäßig starker und starker Schmerzen verwendet. Es hat aber nur eine geringe Wirkung am Opiodrezeptor und wirkt hauptsächlich über Hemmung der Wiederaufnahme von Noradrenalin und Verstärkung der Freisetzung von Serotonin. Dieses sind beides Mechanismen, die auch Antidepressiva (hier vor allem SSRIs (also selektive Serotonin-reuptake-Inhibitoren) und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) verstärken.
    Es könnte also sein, dass das
    eines Tages bemerkte ich dann, das Tramadol eben dieses Verhalten unter Kontrolle bekam. Ich wurde gesprächig und hatte beim Reden keinerlei Hemmungen mehr.
    darauf zurückzuführen ist.

    Bitte schreibt hier keine guten Ratschläge und wird schon Beiträge rein. Das hilft mir nicht. Was Ich brauche ist eine Medikation die mich nicht fertig macht.
    Medikamentenempfehlungen wird dir hier keiner geben können und wollen.
    Dieses gehört nämlich in die Hände eines Arztes.

    Außerdem solltest du mal darüber nachdenken, ob du dein Problem nicht auch auf anderem Wege angehen könntest. Medikamente lösen nämlich keine Probleme und verändern auch keine Verhaltensweisen und Denkmuster, sondern kaschieren sie nur.

    Bitte schreibt hier keine guten Ratschläge und wird schon Beiträge rein. Das hilft mir nicht.
    Doch bist du überhaupt willig, wirklich etwas zu ändern?
    Eigentlich hättest du nur gerne schnell einen anderen Wirkstoff, um so weiterzumachen, wie bisher. Ist ja auch leicht: Tablette einschmeißen und sich nicht mehr mit sich selbst beschäftigen müssen...
    Doch da bin ich mir sicher, das hilft noch weniger als Ratschläge.

    Wenn du also meinst, unbedingt Tabletten zu brauchen, geh zum Arzt und schildere ihm dein Problem und ansonsten kann ich dir nur ans Herz legen, mal nach dem Warum zu suchen.
    Warum brauchst du Tabletten, damit es dir besser geht? Warum siehst du in ihnen den einzigen Weg zur Lösung? Warum blockst du alle anderen Möglichkeiten ab? Und warum willst du durch Tramadol zwar einerseits eine Erleichterung deiner Situation erreichen und auf der anderen Seite, aber nichts grundlegend ändern?

    Liebe Grüße,
    Sophia
    Geändert von Sophia-Charlotte (26.05.2011 um 14:01 Uhr)

  3. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei Sophia-Charlotte für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (26.05.2011),Kaja (27.05.2011),Suppenhuhn (15.07.2011)

  4. #3
    Neuling
    Registriert seit
    26.05.2011
    Beiträge
    4
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Danke

    Vielen Dank Sophia,


    ich wollte mit der Bitte - triviale Antworten zu unterlassen eigentlich nur verhindern, das Leute die alles besser wissen mir erzählen wie schlimm es ist das ich diese Medizin nehme. Auch das es doch soviele andere Möglichkeiten gäbe und und und. Leider ist das bei kontroversen Themen in den Foren so, das sich viele Leute zum Moralapostel berufen fühlen statt vor ihrer eigenen Haustür zu kehren. Die Folge ist das manchmal ein eigentlich interessanter Artikel durch nichtssagende Beiträge in Grund und Boden gelabert wird und die Aussage sich in besserwisserischen BlaBla verliert.

    Allerdings zählt Deine Antwort nicht dazu. Sie war sehr interessant und hat mir sehr geholfen.

    Ich will nur folgendes dazu sagen. Ich habe in meiner Kindheit nicht sehr viel Annerkennung bekommen. Das hat meiner Meinung nach dazu gefuehrt, das diese Selbstzweifel in mir entstanden sind. Allerdings habe ich all die Jahre mit Erfolg daran gearbeitet und es geht mir sehr sehr gut.
    Auch beruflich habe ich viel geschafft auch wenn das nicht so klingt.
    Allerdings ist diese Angst zu versagen tief in mir drin und es ist ein ständiger Kapf, den ich mit mir selber führe sozusagen gut drauf und kommunikativ zu sein. Du kannst Dir vorstellen, das es einem auf Dauer nicht leichtfällt, diese Maskerade aufrecht zu erhalten. Ich habe diesbezüglich auch schon mit einem Psychater gesprochen selbst Hypnose habe ich versucht aber ich bin nicht sehr empfänglich was gute Ratschläge usw. angeht. Ich weiss was mein Problem ist aber anscheinend gibt es für mich nur zwei Alternativen. Erstens , mit diesem Nachteil zu leben und drunter zu leiden oder zweitens, Tabletten zu nehmen. Das klingt übrigens schlimmer als es ist. Es gibt viele Menschen die Tabletten weil sie zu Depressionen neigen. Mir gehts anscheinend nicht anders. Leider. Gruss, Sebastian

    ps. ich bitte Rechtschreibung und Grammatik zu ignorieren, da ich nicht soviel Zeit hatte
    Geändert von Bastian2208 (27.05.2011 um 11:24 Uhr)

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!