zwischen dem "nicht mehr und nicht weniger":
Zitat von Empath
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zwischen dem "nicht mehr und nicht weniger":
Zitat von Empath
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Empath,
mach Dir mal keine Sorgen, dass ich nicht zu Ende gelesen haben könnte - das habe ich durchaus. Aber eben nicht nur diesen einen Post von Dir ...
Ich mache es kurz:
Hättest Du Dich differenziert sowohl mit meinem Post als auch dem Auslöser für ihn (= Deinen Aussagen) auseinandergesetzt, dann hättest Du auch verstehen können, was ich geschrieben habe und, vor allem, warum ich es getan habe.
Wenn ich jetzt Deine "Antwort" betrachte, dann erscheint es mir müßig, Dir Prozesse erläutern zu wollen - also lasse ich es bleiben.
"Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
(mongolisch)
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„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
(Immanuel Kant, 1724 - 1804)
ich hab vor einiger zeit mal ein buch gelesen, in dem stand, dass körper und seele so eine art matrix oder kontrollstelle in sich haben, die dafür sorgen, dass beides einigermassen im gleichgewicht bleibt. ich fand das irgendwie logisch und es erklärt auch, warum wir solche mühe habe, gewohnheiten schnell zu verändern. gestern nun hab ich durch eine diskussion über aufschieberitis begriffen, dass diese eigentlich eine feine sache ist und durchaus ihre vorteile hat, wie alles, was unser inneres so tut. man muss nur die positive absicht dahinter erkennen.
also, aufschieberitis ist ein mechanismus, der verhindert, dass wir total ausbrennen. er fordert die notwendigen pausen ein, die wir brauchen, aber durch unser vernünftiges und sozialisiertes verhalten nicht machen wollen. wenn du den ganzen tag in der schule warst und gelernt hast, braucht dein körper eine pause und will nicht gleich wieder ran. er muss die energie wieder auffüllen und dafür sorgen, dass dir neue kraft zur verfügung steht. dazu braucht er ruhe und frieden und es ist nachvollziehbar, dass er in diesem moment eher zu spass und spiel neigt als zu neuer mühevoller arbeit.
eins hab ich auch begriffen und das ist, dass dieser teil, der uns auf diese weise beschützt, im hier und jetzt lebt und zwar in dem augenblick, in dem er gerade ist und er sieht nur das, was jetzt gerade passiert. ich erklär das mal an einem beispiel. auf dem weg zum bahnhof in dem stadtteil, wo ich lebe, gibt es zwei wege, die ich gehen kann. einer ist ein wenig hügelig, dafür aber kürzer und der andere ist flach und glatt, aber länger. die hügel sind winzig und trotzdem ziehe ich jedes mal, wenn ich kaputt bin, den langen weg vor, weil er gerade und flach ist. ich sehe nur, dass ich einen hügel hoch muss, der mich kraft kostet, aber ich sehe dabei nicht, dass ich kraft sparen kann, weil der weg kürzer ist. das heisst, das innere lebt nur in dem moment und sieht die zukunft nicht.
in deinem fall sieht dein inneres nur, dass du in dem moment keine kraft mehr hast und lässt dich die dinge, selbst wenn sie leicht zu erledigen sind, nicht mehr tun. du musst erst auftanken, bevor du wieder frisch an deine aufgaben gehen kannst. das heisst, du musst dir auf jeden fall eine grössere pause zubilligen. später dann kannst du, wenn du immer noch widerwillen dagegen verspürst, in winzigen schritten an das ganze gehen, im grunde genommen ist das so eine art austricksen deines inneren mechanismus. konzentrier dich nur immer auf den nächsten schritt, denk nicht an den grossen berg, sondern immer nur an den nächsten einzelnen winzigen schritt. wenn du beides beachtest, die pausen und die winzigen schritte, solltest du gut klar kommen.
die schule bedeutet für dich einen arbeitsort und wenn du heim kommst, ist das der ort der erholung. möglicherweise wäre es für dich eine gute variante, dich nach der schule in einen klassenraum zu setzen und die hausaufgaben dort zu machen, ohne ablenkung von tv und computer. wenn du dann nach hause kommst, dann mit gutem gewissen und kannst das zuhause als reinen ort der erholung nutzen. und noch was, der geist ermüdet nicht so schnell, wenn du immer für kurze zeit für verschiedene fächer lernst.
ausserdem ist das problem bei vielen fächern, dass sie so wenig anwendbar rüber gebracht werden, aber im netz finden sich mit sicherheit viele seiten, die solches wissen in anwendbarer form rüberbringen oder du kannst es selbst in einen solchen kontext bringen.
Danke! Ich fand das Beispiel mit den beiden Wegen sehr schön!
(Wie ich auch in eurer Interessensgemeinschaft geschrieben hab ich auch ein ziemliches Aufschiebeproblem.)
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