Hallo!
Ich bin 18 und mache bald Abitur. Natürlich mache ich mir viele Gedanken, was ich später mal machen will, ob ich studieren soll, wenn ja, was etc etc.
Ich war schon als Kind sehr unsicher, habe nie "einfach mal gemacht", wie ich wollte, wenn andere mir davon abgeraten haben.
Ich fühle mich seit einiger Zeit eigentlich richtig gut, hatte eine leichte Depression, bin noch in Therapie, meine Therapeutin ist sehr nett und stärkt mich ziemlich, es geht mir immer besser.
Ich habe oft Momente, in denen ich zielstrebig durchs Leben gehe, weis, was ich will, was nicht etc. Also insofern finde ich, dass ich mich im Vergleich zu dem kleinen schüchternen Mädchen, das ich früher mal war, positiv sehr verändert habe
Das einzige Problem, die Unsicherheit bricht immer noch schlagartig durch.
Ich lasse mich, auch wenn ich genau weis, was ich eigentlich will, wenn ich einen "Traum" habe, den ich verwirklichen will, von anderen so leicht verunsichern. Dann habe ich Zweifel an allem, die gehen sogar soweit, dass ich das Gefühl kriege, dass meine Vorstellungen und Pläne völlig unrealistisch sind und ich "falsch" denke.
Beispiel:
Ich habe einen Traum, den ich schon lange habe. Ich will später mal nicht in Deutschland wohnen (Gründe sind jetzt nicht so wichtig). An dieses Ziel klammere ich mich und das gibt mir auch immer Kraft. Es muss nicht sofort nach der Schule sein, IRGENDWANN eben, möchte ich weg hier und woanders mein Leben aufbauen.
Vorhin habe ich (mal wieder) meiner Mutter von meinem Traum erzählt und dann hinterfragt sie mich eben so, von wegen "Warum, was genau mich denn hier stört" Ich kann die Fragen zwar genau beantworten, jedoch versteht sie meine Gründe nicht so richtig und dann kommen so Antworten wie "Das bildest du dir nur ein" "Das ist in DIR, dieses Gefühl, dass du dich hier nicht wohl fühlst, das liegt an dir"
Dann kriege ich furchtbare Zweifel...im Moment fühle ich mich furchtbar. Ich bin 1. wütend auf sie, dass sie so was immer in mir auslösen muss. 2. habe ich Angst, dass sie Recht haben könnte, und ich mir alles nur einbilde und ich es auch nicht schaffen könnte und 3. bin ich wütend auf mich selbst, dass ich keine besseren Argumente für sie finden kann...
Kann mich jemand verstehen?
Wie kann ich diese Unsicherheit loswerden?
Ich arbeite schon ewig (erfolgreich, finde ich) an mir, aber es ist trotzdem noch so stark, dieses Gefühl, nicht selbstständig genug zu sein und alles falsch zu machen :'(


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