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Thema: ich leide unter einer sozialen Phobie

  1. #1
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    Standard ich leide unter einer sozialen Phobie

    Hallo,

    ich habe vor etwa 2 Monaten einen Post hier geschrieben:
    http://www.psychologieforum.de/sehr-...habt-5490.html

    Zu diesem zeitpunkt wusste ich nicht was mein wahres Problem ist, woher mein Stottern und meine psychischen Probleme kommen. Nun kann ich mit sicherheit sagen das ich unter einer "sozialen Phobie" leide.

    Zitat
    "eine schlechte Kindheit, in der wir wenig Liebe und Zuwendung bekommen, keine Sicherheit und Geborgenheit empfinden und immer nur Negatives über uns hören, fördert die Entstehung eines geringen Selbstwertgefühls und damit die Angst vor Ablehnung und Kritik."

    Das ist der Grund meiner Probleme.
    Ich hatte eine schwierige Kindheit, da mir meine Eltern nie das Gefühl geben konnten geliebt und akzeptiert zu werden. Sie haben mir das Gefühl vermittelt nicht ausreichend zu sein. Nicht geliebt. Das ist so ein unglaublich schreckliches Gefühl. Dadurch habe ich angefangen mich selbst zu verändern nach den Vorstellungen und Einstellungen, die meinen Eltern entsprechen. Aber alles was ich tat und versuchte änderte an dem Gefühl nichts gemocht/anerkannt zu werden. Sie gaben mir nie so richtig das Gefühl ihr Sohn zu sein. Unabdingabr geliebt zu werden. Ich hab mich oft (immer) alleine und überfordert gefühlt. Es war schrecklich, dieses Gefühl der Leere (dasich z.T. auch huete noch in mir trage). Angefangen hat es das meine Eltern mich im alter von 2 Jahren für 8 Monate bei meiner Oma gelassen haben und das war damals ungemein schlimm, schrecklich für mich. Da ich dachte das es an mir liegt das Sie mich zurückgelassen haben. Naja und dann habe ich versucht alles richtig zu machen und der beste Junge der Welt zu sein, aus Angst das Sie mich nochmals verlassen.
    Meine vater ist einer ist mit mir sehr kritisch umgegangen. Denn er kritisierte viel und Lobt sehr wenig. Das ist ganz klar schlecht für die Erziehung. Und meine Mutter kann Gefühle nicht so gut zeigen, genau so wie mein Vater. Sie kommen mir selbst heute sehr sehr Gefühlskalt rüber. Sie geben/gaben mir immer das Gefühl sich für mich nicht zu interessieren. Wenig Aufmerksamkeit zu geben. Das ist selbst heute noch so. Allerdings habe ich gemerkt, dass Sie beide große psychische Lasten mit sich tragen, die duch ihre eigene Kindheit entstanden sind, da diese auch sehr schwierigg gewesen ist. Naja zumindest bin ich das Opfer all dieser einflüsse. Und habe mein ganze Kindheit versucht endlich geliebt/gemocht zu werden. aber alles scheiterte. Sodass ich im alter von 14-20 Jahren kaum bzw. gar nicht mit meinen Eltern geredet habe. Ich war einfach enttäuscht und verärgert ihnen nie gerecht zu werden. So habe ich meine anerkennung und Liebe bei anderen Menschen gesucht. Insbesonder Freunde/Kumpels und sie als einer Art Familienersatz angesehen. bis mir in den letzen 2-3 jahreen klar wurde, dass irgenwie mit mir etwas gar nicht stimmte. Ich war nämlich von ihrer Meinung,ihrem denken abhängig. Alles was sie sagten war für mich wichtig fast sogar heilig. Ich tat alles um bei ihnen Anerkennung zu bekommen. Sodass sich mein stottern, das mit 17 angefangen hat, immer mehr verstärkte. Sodass ich heut mit 22 Jahre recht oft stottere. Zuvor habe ich nicht gestottert außer im alter von 5 Jahren ein halbes Jahr (Kindheitsstottern).
    Aber der punkt ist, das ich mein ganzes leben mich von den anderen abhängig gemacht habe. Von ihrer meineung von ihrem verhalten zu mir. Ich habe versucht perfekt zu sein. Und so einen großen Perfektionismus in soziale sowie zwischenmenschliche Beziehungen gelegt. Sodass ich mir vieles abgekupfert habe was gut ankommt. Sei es der Humor, die Sprechweise das äußerlliche auftreten, die gestiken. Alles. Ich will/wollte immer lustig sein , immer tolle dastehten, nie fehler machen , von anderen sogar als vorbild angeshen möchte. Einfach alles um als cool angesehen zu werden und somit anerkannt und als leibesnwert betrachtet zu werden. Den anderen etwas voraus sein, damit sie mich gerne habe. Sodass sich durch den Druck und die Lebensaufgabe, beliebt und anerkannt zu werden, mein stottern entwickelt und verstärkt hat. Alles in allem belastet mich meine soziale Phobie sehr. Manchmal werde ich sogar depressiv und falle in ein Loch. Ich habe ungeheure Angst von anderen Abgelehnt und Kritisiert zu werden, sodass ich immer darauf achte gut anzukommen, die richtigen Worte zu finden und dabei so mir Druck aufbauen (angst) und ins stottern rutsche. Immer. Egal mit wem ich rede, egal ob eltern, freunde, verwandte, arbeitskollegen, studienkollegen. einfach alle. So ist mein Leben. Jede einzelene Minute in meinem Leben dreht sich darum was ander von mir denken/denken könnten, wie sich mich finden etc. Das ist echt grausam. Dabei bekomme ich immer Angstschweiß, wenn ich mit ander Menschen in Kontakt bin -mit ihnen rede. Und das Stottern ist für mich ungemein schrecklich da ich mich dadruch minderwertig fühle. Ich sehe das stotern als blamieren an. So dass ich eine Angst vor dem Stottern entwickelt habe. Das mein stottern verstärkt. Durch das alles habe ich ein geringes Selbstwertgefühl und somit Selbstvertrauen.

    Und was eigentlich ganz schlimm für mich ist, ist die Tatsache, das ich nicht weiß wie ich richtig bin, was mein wahrer Charkter ist, denn ich habe mich in meinem Leben ständig angepasst und verändert und den anderen zu gefallen, sodass ich heute nicht mal weiß welche meiner eigenschaften/Charakterzüge meiner natur entsprechen und welche ich antrainiert habe, sowie fast alles im leben.

    Seit einigen Wochen beschäftige ich mich mit meiner stärkung meines Selbstvertrauen meines Selbstwertgefühls und lese die Bücher:

    - Ängste verstehen und überwinden - von Doris Wolf
    - So gewinnen sie mehr Selbstvertrauen - von Rolf Merkle

    beide Bücher haben mir die Augen geöffnet und helfen mir auf meinem Weg, von der sozialen Phobie zu befreien.

    Ist alles ziemlich lang gewodern, ich weiß, aber das ist mir alles ungeheur wichtig.

    Ich hoffe das mir jemand einen Rat geben kann oder ähnliche Erfahrungen und Hilfestellung dazu schreiben kann.

    Vielen Dank fürs durchlesen

    Beste Grüße
    Alchemist

  2. #2
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    Standard

    Hallo Alchemist,

    Mir kommen deine geschilderten Erfahrungen mit der sozialen Phobie sehr bekannt vor. Vor allem das Gefühl, seine eigene Identität nicht zu kennen und so abhängig von Anderen zu sein, finde ich interessant. Das hat mich früher mehr belastet, tut es jetzt aber immer noch.

    Aber allein eine Person, bei der man Fehler machen darf und sich neu definieren kann, kann einem schon ein Paar Schritte weiter bringen. Das kann ein Therapeut sein, aber auch jemand, dem du sehr vertraust. Ich bin in Therapie, auch wegen ähnlicher Ängste. Ganz abbauen wird man diese Ängste nie, aber man lernt vor allem, besser damit umzugehen und zu sich selber zu stehen.

    Hoffe, das hilft ein wenig.
    "Ich stamme aus meiner Kindheit wie aus einem Land."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei A Day In The Life für den sinnvollen Beitrag:

    Lilli 2010 (25.05.2010)

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