Ich mag mich, aber wenn andere mich nicht mögen, bin ich traurig. Und wenn andere mir vorwerfen, etwas Schlechtes getan zu haben, bin ich von mir selbst angeekelt. Auch wenn Leute mich mögen, gehe ich ihnen aus dem Weg, wenn sie ein mal ein schlechtes Wort über mich verloren haben oder bloß aus der Angst heraus, sie könnten es tun. Glücklicherweise durchschaue ich das alles sehr gut und kann es meistens steuern. Ich wünsche mir aber eher, herauszufinden, was die Ursachen solcher Gefühle sind und wie das psychologisch eingeordnet wird, damit ich mich noch besser darüber informieren und kann und besser Hilfe suchen kann. Das Problem ist, dass ich gespalten bin. Mal bin ich so, dass ich mir vorstellen kann, an jeder erdenklichen Krankheit zu leiden und völlig verrückt zu sein. Im Alltag ist es aber meistens so, dass ich denke, ich hätte überhaupt keine Probleme und wäre völlig normal. Das Schwierige daran ist, dass ich im "verrückten Zustand" zwar zu meinen Problemen stehen kann, mein Verhalten aber nicht mehr kontrollieren. Meine größte Angst ist, anderen in diesem Zustand zu schaden. Deswegen unterdrücke ich jedes Gefühl von Traurigkeit und bin so scheinbar zufrieden, innerlich aber noch viel trauriger. Wenn ich die Traurigkeit nicht rauslasse, führt das nur dazu, dass ich ständig aggressiv bin und irgendwann keinen Sinn mehr in meinem Leben sehe.


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