Hallo liebe Forennutzer,
ich habe ein scheinbar unlösbares Problem, was mich andauernd belastet: der Führerschein bzw. meine endlose Odyssee bei diesem Thema.
Ende 2009 habe ich bei einer Fahrschule angefangen (eher aus Zwang, da ich baierend auf vorherigen Erfahrungen, z.B. Fahrrad fahren, mir das Autofahren nicht zugetraut habe). Zunächst kam die Theorie und alles lief gut, da ich auch eher der theoretische Typ Mensch bin (nie Probleme in der Schule gehabt usw.). Dann begannen meine ersten Fahrstunden. Der Fahrlehrer war sehr nett; ich war ziemlich selbstbewusst und dachte, dass ich den Führerschein doch schaffen würde und vorher zu viel Drama gemacht hätte. Die Theorieprüfung bestand ich beim ersten Mal mit 0 Fehlern problemlos. Ich nahm mir vor, dass ich den Lappen bis zum Sommer 2010 in der Tasche haben würde. Doch es klappte nicht. Ich hatte mittlerweile schon um die 50 Fahrstunden genommen und fuhr auch ziemlich gut. Auf einmal hieß es, mein Fahrlehrer wäre nun in einer ganz anderen Stadt und ich würde nun mit seiner Frau fahren. Diese war aber ein ganz anderer Charakter als er. Sie sprach kaum ein Wort mit mir (nicht mal Smalltalk), während wir fuhren und kritisierte mich kaum (was ich erstmal als gutes Omen deutete). Ich war mir immernoch ziemlich sicher, dass ich es schaffen kann. Im Juli war dann meine erste Prüfung. Ich bin gut gefahren, aber nachdem ich tadellos vorwärts eingeparkt habe, kam ich irgendwie nicht mehr aus der Lücke raus. Das Auto ist nach vorne gerollt und dann war Schluss. Der Prüfer meinte zu mir, als ich zurück gefahren bin: "Sie fahren doch eigentlich sehr gut. Beim nächsten Mal schaffen Sie das!" Wenn er doch nur recht gehabt hätte... Ich bin jetzt insgesamt 5 Mal durchgefallen und habe mehrere 1000 € bezahlt... Bei jeder Prüfung war es was anderes und ich wurde immer mutloser. Die Fahrlehrerin war wortkarg wie immer. Wir fuhren zur Prüfung ohne Unterhaltung, wir warteten auf den Prüfer ohne Unterhaltung, sie fing auch mit dem Prüfer kein Gespräch an. Sobald ich durchgefallen war, fuhren wir zurück, sie sagte kein einziges Wort. Wenn wir dann vor meinem Haus standen, fing das Theater an... Es war so, als wollte sie das Schweigen vorher nun mit Gelaber wettmachen. Ich wollte einfach nur aus dem Auto raus... Sie wusste irgendwie nicht mehr, was sie noch mit mir machen sollte. Ich bin zwischen den Prüfungen ein paar Mal gefahren, ohne dass viel Kritik kam. Die kam erst bei der Prüfung... Ich wurde jedes Mal mutloser, zumal alle anderen irgendwann einer nach dem anderen bestanden, nur ich nicht... Meine letzte Prüfung war im November 2010. Als ich wieder nicht bestanden hatte, war ich am Ende und meine Mutter auch... Ich legte über Weihnachten erstmal eine Pause ein, da ich mir nichts mehr zutraute. Ich dachte wieder an meine Gedanken, die ich vor der ganzen Fahrsculsache hatte und fühlte mich darin bestätigt. Ich hatte doch immer recht gehabt und bin fürs Fahren einfach ungeeignet... Dann raffte ich mich zu einem neuen Start auf. Ich kündigte bei der Fahrschule (denn vielen anderen ging es dort genauso wie mir) und fing bei einer neuen an. Der neue Fahrlehrer war ganz anders. Die Stimmung beim Fahren war viel lockerer und witziger. Allerdings verschlechterte sich das, als er langsam mitkriegte, wie ich fuhr... Im Gegensatz zur ersten Fahrschule wurde ich nun ständig kritisiert, was ich irgendwann einfach nicht mehr ertragen konnte. Es wurde alles zu viel, zumal es nicht besser wurde. Es wurden nun Defizite festgestellt, von denen ich vorher keine Ahnung gehabt hatte... Nach einigen Fahrstunden habe ich es einfach nur gehasst, immer in dem gleichen Zustand wie vorher zu sein, ohne jeglichen Fortschritt. Ich bekam zwar immer gesagt, was ich falsch machte, aber nicht, wie ich es verändern kann. Mein größtes Problem war und ist, dass ich mir selbst zu viel Stress mache (zu viel Nachdenken), demzufolge nicht vorausschauend fahre und Fehler mache, gerade weil ich keine Fehler machen will. Mein Fahrlehrer konnte sich nicht in mich hineinversetzen (genau wie die vorherige Fahrlehrerin!) und wusste auch nicht mehr weiter. Ich konnte die Fehler nicht ausbügeln. Schließlich bekam ich nur einen Prüftermin, weil sonst meine Theorie abläuft, nicht, weil ich gut fahren kann. Ich hatte schreckliche Angst, wieder durchzufallen, denn ich war mir sicher, dass es wieder so kommen würde (--> ständig die gleiche Kritik, keine Motivation, keine Hoffnung fürs Bestehen). Dann hat sich die Fahrschule mit meiner Mutter in Verbindung gesetzt und beschlossen, dass ich es erstmal mit dem Führerschein lassen solle. Die bevorstehende Prüfung wurde abgesagt.
Das ist nun schon ein paar Wochen her und ich bin ziemlich unzufrieden mit meiner Situation, da es nicht vorwärts geht. Ich will doch den Führerschein machen, aber es klappt einfach nicht! Ich habe das Gefühl, dass kein Fahrlehrer weiß, wie er mit mir umgehen soll und mir deshalb auch nicht helfen kann. Es ist schier auswegslos. Keiner weiß (weder die Fahrlehrer noch ich), wie ich meine Probleme in den Griff kriegen kann... Ich bräuchte mal ein paar Lösungsansätze, doch leider hat die niemand. Es ist, als würde ich in einer anderen Frequenz denken... Ich weiß langsam nicht mehr, was ich noch machen soll. Ist das vielleicht ein psychologisches Problem?
Kennt ihr vielleicht meine Situation und wisst, was am besten zu tun ist? Ich brauche echt Hilfe! Vielen Dank schonmal für eure Antworten!
Liebe Grüße!


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war es immer der EINE Prüfer oder andere?

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