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Thema: Ich schaffe es nicht über ihn hinweg zu kommen

  1. #1
    Neuling Avatar von Tasha
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    Standard Ich schaffe es nicht über ihn hinweg zu kommen

    Hallo zusammen. bei mir ist die Trennung noch recht frisch etwa 3 Wochen. Nach langen Bemühungen meinerseits musste ich diese Ehe aufgrund von aggressivität (mir und unserem 2 jährigen sohn gegenüber) und lieblosigkeit seinerseits vorübergehend beenden. So dachte ich.....
    Wir sind seit 2,5 jahren verheiratet und mein mann hat sich nach der geburt unseres gemeinsamen kindes sehr verändert.... er wollte nur noch weg, pc spielen etc.
    ich wollte unserer beziehung eine auszeit geben und bat ihn nach einem aggressionsausbruch auf unseren 2 jährigen sohn das haus zu verlassen.
    Anschliessend ging ich zum anwalt um ein beratungsgespräch zu führen und mich zu informieren wie alles von statten gehen soll. Einfach so, für mich, mein Sohn und meine Sicherheit. Er nahm úns unser familienauto weg, kurzerhand reparierte ich ein anderes auto (das wir sowieso anmelden wollten) und meldete es an, damit ich nicht ganz ohne dastand (lebe auf dem Dorf). Nach einer woche etwa besuchte er unseren Sohn danach bat ich ihn um ein gespräch um zu klären wie es weitergehen soll, er sagte sofort das er sich trennen wolle und ich mich informieren könne was für Unterhalt etc ich bekäme. Ich hatte doch gehofft das er einsichtig werden würde und bei uns bleiben möchte Mein herz brach in diesem moment, und ich erwiederte nur das ich mich bereits informiert hätte, sprich beim anwalt gewesen war. Er reagierte sehr schroff darauf und schrie herum das er mir den unterhalt nicht zahlen wird usw. Kurz darauf nahm er sich einen anwalt. Nahm alle Papiere (KFZ Brief vom gemeinsamen Auto) an sich. In meiner abwesenheit holte er alle seine sachen heimlich ab, nahm sogar seine töpfe mit obwohl er sie nicht braucht weil er bei seiner schwester lebt (hat mir nur ein paar uralte töpfe gelassen) und sperrte alle Konten für mich. Er verlangt als " entschädigung" für die ausgaben und arbeiten in unserem mietshaus, in dem ich wohnen bleibe, unser auto im Wert von 13000 euro (das noch nicht abbezahlt ist und auf dessen schulden ich sitzen würde) und sonst noch alles was wir in der ehe kauften ausser das ehebett. Ich habe ihm den hausschlüssel abgenommen damit er nicht erneut hier reinschleicht. Ich finde das so grausam was er mir und unserem sohn antut. und trotzdem schaffe ich nicht ihn nicht zu lieben. ich kann nachts nicht schlafen, heule viel und kann kaum essen. ich beschäftige mich sehr viel mit meinem kleinen aber ich falle tagtäglich in ein tiefes loch und komme kaum da raus. meine eltern sind bei mir und helfen mir so gut es geht aber ich kann ihn nicht hassen und habe unverständlicher weise noch immer hoffnung dass er zurück kommt obwohl das nach dem mist den er macht nicht mehr gehen würde. was soll ich nur tun damit ich es schaffe ihn zu vergessen bzw. zu hassen. es geht mir alles zu schnell!Jetzt haben mich freunde überredet alle seine übriggebliebenen sachen in die garage zu verfrachten damit er nicht mehr ins haus kommen muss. Diese art der abfertigung tut mir sehr weh, er ist schliesslich mein (noch) mann und der Vater meines Kindes. Hilfe, ich verstehe meine Gefühle nicht mehr! Er hat dieses Nachgeheule doch gar nicht verdient! übrigens sind wir beide 26 jahre alt und seit 4,5 jahren zusammen und ich arbeite nicht d. h. bin auf seine zahlungen angewiesen.

    Grüße Tasha

  2. #2
    Gast1006
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    Hallo Tasha,

    Nur einen Rat: Nehme Dir umgehend einen Anwalt/Anwältin ! - Schlösser auswechseln.
    und
    d. h. bin auf seine zahlungen angewiesen
    Nein, du bist nicht auf Ihn angewiesen - sondern er muss zahlen und das ist dein gutes Recht.

    Du wirst sehen, dass er nun sein wirkliches Gesicht zeigt - es herrscht nun leider eine Art Kriegszustand und in der Liebe wie im Krieg ist alles (auch das Negative) erlaubt.

    Viel Glück !
    Geändert von Gast1006 (22.11.2009 um 09:57 Uhr)

  3. #3
    Gast784
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    hallo Tasha,

    vll ist das, was Du für Liebe hältst, die Erinnerung an die Liebe, die ihr anfangs füreinander hattet? Ich nehm an, Du hast ihn mal von ner anderen Seite kennengelernt. Wahrscheinlich hast Du Dich dann immer wieder von einem Moment zum anderen gehangelt, wo diese Seite von damals vll mal sichtbar war? Viele Frauen von gewalttätigen Männern sagen: er ist ja nicht immer so, er hat ja auch seine guten Momente. Das offenbart für mich immer das ganze Drama, wie sehr sich Menschen knicken und brechen lassen

    Die Zahlungen sind Dein gutes Recht und Du darfst nicht vergessen - er verdient sein Geld auch aufgrund dessen, dass Du ihm den Rücken frei gehalten hast mit Haushalt und Kindererziehung, und dafür auf Dein eigenes Geld verzichtet hast. Daher steht es Dir auf jedenfall zu.

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Butsche
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    Hallo Tasha,

    der Vater Deines Sohnes ist genau diesem gegenüber sehr unbeherrscht gewesen, hat sich seit Geburt des Kleinen letztendlich von Dir und von Euch abgewandt (anscheinend einer von den Menschen, der mit der neuen Situation Familie= aufeinander eingehen, füreinander einstehen, eigene Bedürfnisse etwas zurücknehmen usw. absolut nicht klar kommt), hat offensichtlich nicht kapiert, dass Dein Trennungswunsch ein Alarmzeichen zum Umdenken für ihn sein sollte, meint nun, Dir drohen und Dich fertig machen zu müssen - was kann Frau an einem solchen Wesen noch lieben??? Einem erwachsenen Menschen gegenüber aggressiv zu werden zeugt schon von einem nicht sonderlich gefestigten Charakter - aber kleinen Kindern gegenüber auszuticken, bedarf eines dicken Stoppschildes!

    Ich gehe davon aus, dass Du über die erste Beratung hinaus inzwischen beim Anwalt warst, falls nicht, mach das so schnell wie möglich, damit klare Verhältnisse geschaffen werden können und der Spuk (Druckaufbau durch abwegige Forderungen, Zahlungsunwilligkeitsbekundungen usw.) ein Ende bekommt.

    Euer Kleiner braucht Dich mit ganzer Kraft - schau also nach vorn.

    lg Butsche
    Nur wer die Herzen bewegt, wird auch die Welt bewegen können.
    (Ernst Weichert)

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von LABBI
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    Hallo Tasha,

    eine Frage zu dem Ganzen. War eure Sohn von euch beiden geplant? Wie war eure Beziehung vor der Geburt eures Sohnes?

    Ich möchte das Verhalten deines Mannes in keinster Weise für gut heißen oder so, aber manchmal gehören dazu auch zwei. V.a. wenn vorher ja scheinbar alles super gelaufen ist?

    Bin gespannt auf Antwort.

    Liebe Grüße
    Labbi
    " Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen " - Goethe -

  6. #6
    Neuling
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    Ich finde, Deine Freunde haben Dir einen guten Rat gegeben.

    Nun zum Thema hassen: Ich meine, Du sollst ihn gar nicht hassen.
    Hass ist ein Bumerang und kommt verstärkt auf Dich zurück.

    Loslassen ist Freiheit und Unabhängigkeit.

    Du hattest gute Gründe, Deinen Mann vor die Tür zu setzen. Und er zeigt Deinen Angaben zu folgen kein Interesse daran, die Beziehung wieder herzustellen. Ich habe allerdings den Eindruck, Dir war nicht ganz klar, was Du da tust, als Du ihn vor die Tür gesetzt hast. Die Konsequenzen, die das auch haben könnte, nicht wirklich zu Ende gedacht. Vielleicht hattest Du mehr die Hoffnung, dass er auf Händen und Knien zu Dir zurück kommt und nicht damit gerechnet, dass er dann wirklich einen Schlussstrich zieht. Nun ist es so. Wenn man eine Entscheidung getroffen hat, muss man mit den Konsepuenzen leben. Je mehr Du jetzt in Reue schwelgst, umso kleiner wirst Du und um so mehr wirst Du jetzt beim Rosenkrieg draufzahlen, weil Reue und Schuldgefühle Dich lähmen. Du sollst ihn nicht hassen aber Tatsachen anerkennen. Denke daran, warum Du ihn rausgeworfen hast. Deine Noch - Liebesgefühle können auch Ängste vor der Zukunft sein. Abhängigkeitsgefühle, die einem vorgaukeln, dass der Teufel, den man kennt, der bessere ist.

    Es hat keiner ein Foto von Deinem Mann gemacht, als er gerade voller Zorn und Wut auf Euren kleinen Sohl losgeht. Niemand hat sein Gesicht fotografiert, als er Dich anschrie, dass Du keinen Unterhalt bekommst. Niemand hat sein schadenfrohes Grinsen fotogerafiert, als er Dir die Konten sperrte und das Auto mitnahm. Fotos werden nur von guten Zeiten geschossen, die absolut nichts mehr mit der heutigen Realität zu tun haben. Erinnere Dich jetzt an diese negativen Dinge, ohne zu hassen, nur um eine spur Realität in Deine jetzige Situation hinein zu bringen. Du musstest Dein Kind schützen, Dein Verhalten war richtig. Und jetzt kämpfst Du um Deine Existenz.

    Du schreibst, Du bist von Deinem Mann finanziell abhängig. Das weiß Dein Mann auch, und mir kommt es so vor, dass er da den Hebel ansetzt, um seine Wut gegen Dich herauszulassen. Er will sich zwar von Dir trennen, aber nicht zahlen. Sein Geld ist ihm wichtiger als Dein finanzielles Wohlergehen (und das seines Sohnes), er will so viel wie möglich davon selbst behalten und es bietet ihm ja auch die Chance, Dir Schwierigkeiten und Sorgen zu machen, da Du "ihn" ja in dieser Hinsicht wohl am meisten brauchst. Ein gutes Druckmittel. In solchen Situationen lernst Du einen Menschen von seiner schlechtesten Seite kennen, die wenigsten Trennungen laufen ruhig ab.

    Ich denke auch: Nehme Dir einen guten Anwalt und lass diesen das regeln. Ein paar Tipps von mir: Vermeide den persönlichen Kontakt zu Deinem Mann, mach alles nur noch über Deinen Anwalt. Spreche mit Deinem Mann auch nicht mehr persönlich am Telefon. Auch wenn er sagt:" Wir sind doch erwachsene Menschen und können das selbst regeln". Das ist meist nur der Anfangssatz und der Beginn von einer Menge Stress. Alles nur noch über den Anwalt, der macht das sachlich und viel besser. Wenn Briefe von der Gegenseite kommen, lass sie erst von einem guten Freund/ Freundin oder irgend einem Vertrauten aus Deiner Familie öffnen und lesen. Das holt die Spannung da raus, auch wenn man hinterher darüber noch mit der Vertrauensperson reden kann. Und: Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Egal was er von seinem Anwalt schreiben lässt, bewahre die Ruhe, in einem Jahr lachst Du darüber. So kommst Du einiger Maßen gut durch diese Zeit durch.

    Alles Gute!

  7. #7
    Neuling Avatar von Tasha
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    Danke für die Antworten.
    Zur Frage..... ja unser Kind war ein Wunschkind und mein Mann kommt mit meiner Veränderung nach der Schwangerschaft nicht klar. Ich bin mir bewusst dass ich auch Fehler gemacht habe, aber die habe ich versucht zu bereinigen (habe ihm viel Freiraum gegeben usw.). hat alles nix genützt.

    Mein Mann hat sich komplett umgemeldet, alles was zu ändern war hat er bereits geändert. Ich meine wir sind seit 4 Wochen getrennt und er hat mich schon komplett vergessen. Das tut unsagbar weh, ich kanns nicht in Worte fassen. Er ist total freundlich zu mir, lächelt mich ständig an, zeigt keinerlei Reue oder Trauer. Mir würde es fast besser gehen wenn ich seine Trauer spüren könnte aber da ist nix! Stattdessen spiele ich ihm vor wie egal mir alles ist aber ich war noch nie eine gute Schauspielerin und wenn wir dann auseinander gehen kommen mir meistens die Tränen. Ganz aus dem Weg gehen kann ich ihm nicht, sein Sohn hat das Recht ihn zu sehen und so muss ich das ebenfalls ertragen. ich versuche meine Gedanken darauf zu lenken was er getan hat und wie er uns behandelt hat aber das bringt nicht viel. Jeden Tag kommt irgendein Brief (Rechnung, Ummeldung) die mich ständig an den Gedanken erinnern das es nun kein Zurück mehr gibt. ich bin schon richtig krank, mein Körper warnt mich ständig (Magen-Darm schon seit 4 Wochen) aber ich kann dieses Gefühl des Versagens und der Trauer nicht abstellen. Ich werde eure Tips beherzigen und konzentriere mich verstärkt auf meinen Sohn, ich hoffe das es nicht so lange dauern wird. Danke für das Mitgefühl und die Beteiligung an den Problemen Anderer

    liebe Grüße Tasha

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