Hey )

seit meinen 8.Lebensjahr leide ich unter Angstzuständen und Zwängen.
Damals fing es damit an das ich in der 3 Klasse war und einfach ein Außenseiter war es mir schwer viel Kontakte/Freundschaften zu knüpfen, weil ich so schüchtern war. Dann hab ich mir anscheind eine Therorie entwickelt habe den Kindern die buntesten Sachen erzählt die ich angeblich besitze oder erlebt waren (natürlich alles lügen) ich wollte deren Annerkennung haben einfach nur zu ihnen gehören. Dummerweise kommen lügen ja immer raus und das auch in der Grundschule! Danach waren sie alle sauer auf mich und ich wurde gehänselt, getreten und mein schlimmstes Erlebniss da war das sie so getan haben das ich "Luft" wäre sie haben mich getreten,geschlagen und bespuckt und dabei die ganze Zeit betont "Oh schau mal Luft die trete ich jetzt mal". Danach habe ich angefangen die Schule zu schwänzen bin aus dem Haus gegangen habe mich versteckt und wenn der Bus mit meinen Klassenkameraden nach Hause kam bin ich auch nach Hause gegangen was nur eine Woche gut ging und meine Eltern das dann auch mitbekommen haben. Man hat drüber geredet und wollte somit was ändern das Ende vom Lied in der Grundschule ich war wieder Außenseiterin und musste damit leben bis zur Orientierungsstufe. Dort hatte ich dann endlich Freundschaften aber auch nur zwei Jahre lang dann ging die einen auf das Gymnasium die anderen auf die Realschule und ich blieb auf der Hauptschule. In der 7.Klasse lernte ich dann meine "beste" Freundin kennen uns konnte nichts und niemand trennen ich fand sie "total cool" und sie hatte so viele Freunde und leider auch die falschen. Ich habe viel mit ihr und ihrer Clique rumgehangen, es wurde geklaut,Alkohol getrunken und fing an meine Eltern und auch mich selber zu belügen und mich zu ändern so das ich dazu gehörte.
Uns war die Schule egal und wir fingen an zu schwänzen und einfach so in den Tag zu leben ohne wirklich drüber nachzudenken was wir da eigentlich tun und was das für Konsequenzen für uns zieht. Wieder zahlreiche Gespräche ohne großen Erfolg. Und dann passierte das allerschlimmste für mich meine Oma starb wir waren ein Dreamteam. Sie war das allerwichtigste und größte für mich in meinem Leben und ich hatte sie die Wochen davor so vernachlässigt wegen diesen Leuten die sich meine Freunde nannten und aus mir einen schlechten Menschen machten der meinte mit 13 Jahren schon rauchen,trinken und klauen müsste.
Für mich brach eine Welt zusammen und ich kann bis heute 6Jahre nach dem Tod meiner Oma einfach nicht verstehen warum sie schon so früh sterben musste?! Sie fehlt mir so sehr

Ich wandte mich von "meinen Freunden" ab,der Kontakt brach nach und nach ab (was sie nicht gut fanden mir drohten,meine ach so gute Freundin die Klasse gegen mich aufhetze,ich wieder gemobbt und gehänselt wurde, dann ging ich einfach nicht mehr zur Schule,brach die Schule ab)

Nebenbei brach die ganze Familie auseinander wegen dem Tod meiner Oma.Meine Mama hat noch 3 Geschwister // zwei Schwestern und ein Bruder//
Die große Schwester meiner Mama hatte ein wenig Ärger mit meiner Mum was sie anscheind zur Berechtigung nahm sie komplett auszuschließen was die Beerdigung betraf. Sie war so gar nach der Beerdigung der Meinung sie will klagen das meine Mama und wir (meine Schwester,mein Bruder & ich) nicht mehr den Friedhof betreten dürfen. Sie hat auch das ausräumen der Wohnung meiner Oma übernommen und die ganzen Kinderbilder von mir und meinen Geschwistern entsorgt,meine Milchzähne und mein Geburtsring alles weg. Ich versteh nicht wie ein Mensch so sein kann - ich verachte sie dafür!

Kurz darauf haben meine Eltern sich getrennt.Meine Mama hat sich in ihren neuen Mann verliebt (mittlerweile 5 Jahre verheiratet) womit ich anfangs nicht zu recht kam. ich konnte nicht verstehen das diese ganze Familie auseinander bricht und ich wollte das auch nicht. Um mit meinen Schmerz klar zukommen fing ich an mich selber zu verletzten mir die Beine aufzuritzen,lief nachts von zu Hause weg und schlief neben dem Grab meiner Oma ich bin mir nicht sicher ob ich das nur getan habe um mit meinem Schmerz klar zukommen oder auch in der Hoffnung das meine Eltern sich gemeinsam sorgen um mich machen und wieder zusammen kommen. Das brachte alles nichts. Ich bekam eine Betreuerin vom Jugendamt die zweimal die Woche zu mir kam zum reden und sowas und entschloss mich dazu bei meinem Vater zu leben ich wollte ihn nich alleine lassen. Mein Vater hatte jetzt mich und meinen Bruder (der unter der Woche bei der Bundeswehr war). Ich habe die Wohnung geputzt,Wäsche gewaschen,ihm abends Essen gemacht und morgens Brote für die Arbeit geschmiert. Ich habe die Rolle meiner Mama übernommen, sehr gerne hatte Spaß daran und mir gings den Umständen entsprechend gut damit.
Bis er seine neue Lebensgefährten kennengelernt hat plötzlich war sie da hat meine Rolle übernommen.

Ich fing an wieder raus zu gehen irgendwas musste ich mit dem Tag anfangen ich hatte ja jetzt keine Aufgabe mehr die übernahm ja die Freundin meines Vaters.Lernte einen guten Kumpel kennen und durch den meinen Freund (4 Jahre zusammen mittlerweile)
er steht mit beiden Beinen fest im Leben damals als wir uns kennenlernten schon Ausbildung zum Verwaltungsfachangstellten (mittlerweile ausgelernt und einen Festvertrag),Führerschein,Auto.... All das wovon ich weit entfernt war ich. Mein Leben war perspektivlos. Ich kam mit mir und meinem Leben nicht klar. Aber ich konnte das sehr gut überspielen. Spielte die Harte - doch im inneren war ich zerbrechlich. Ich lernte vor mich hinzuleben ausschlafen, Fernsehen und am Wochenende war mein Freund da. (lebten 40km entfernt)

Dann circa vor 2,5Jahren der nächste "Schock" für mich. Mein Vater verkündet mir das er zu seiner Freundin zieht mit ihr und ihren 4 Kindern zusammen ich habe mich echt gefreut für ihn bis seine Freundin dann der Meinung war für mich und mein großen Bruder sei da kein Platz. Also mussten wir kurzer Hand zu meiner Mutter ziehen was auch ok war bis auf die Tatsache das ich Zwänge entwickelt habe = ich musste Putzen es musste alles sauber sein um mich herum was immernoch so ist ich bekomme die Krise wenn etwas nicht sauber ist ich kann dann einfach nicht ruhig sitzen wie sagt man: Bekomme dann Hummeln im Hinter. Und ich fing an beim gehen/spazieren meine Schritte zu zählen immer in Zehner-Schritten 1..2..3..4..5..6..7..8..9..10 - 1..2..3......

Für mich musste sich was ändern ich wollte raus aus meinem Leben wollte es hinter mir lassen dachte ich kann woanders neu anfangen - mein Leben ändern und bin dann zu meinem Freund gezogen (40km weit weg von meinen Eltern,der alten Schule und der Vergangenheit).

Ich war mir sicher hier fang ich ein neues Leben an!

Ich machte ein 3 monatiges Praktikum im Altenheim.
Und wollte meinen Hauptschulabschluss machen das Arbeitsamt bot mir eine Maßnahme an in der ich den Hauptschulabschluss nach zwei Jahren bekommen hätte. Ganze 3Tage habe ich das ausgehalten. Danach hatte ich einen Nervenzusammenbruch. Ich hatte das Gefühl die Mitchüler reden über mich,hatte Angst wieder Außenseiter zu werden,vielleicht sogar wieder körperliche Gewalt zu erleben. Ich hatte nachts ständig diesen Traum - wo ich "wieder Luft" war sie mich alle treten und bespucken. Nach 3 Tagen war ich wirklich nicht mehr stark genug das zu verstecken. Ich hatte mich selber und meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle,die Tränen fließen und mein Körper zitterte. Darauf fuhren wir zu meinen Hausarzt der diese Situation mit einer Beruhigunsspritze und einer Therapie behandelte.

Somit fing ich eine Therapie an. 2-3 mal die Woche hatte ich Gespräche bei meiner Therapeutin.Meine Zwänge liesen leit nach sie waren zwar noch da aber sie übrnahmen nicht mehr zu sehr mein Leben und meinen Alltag. Schule war für mich trotz allem gestorben und ich suchte im Internet nach einer Lösung trotzdem den Hauptschulabschluss zu machen.

Und machte dann durch eine Nichtschülerprüfung ( ich habe mich zu Hause auf den Abschluss vorbereitet und wurde an einer Hauptschule geprüft) meinen Hauptschulabschluss nach mit Erfolg.

Plötzlich dachte ich ich hätte alles wieder im Griff. Brach die Therapie ab meldete mich an der Berufsschule an und wusste ich will Pflegeassistentin werden. Die Schule nahm mich auf und nun besuche ich sie seit August 2011 diese Schule. Anfangs gefiel es mir so gut.Ich wollte gute Noten schreiben das diesmal durchziehen,mache sogar jetzt meinen Führerschein.

Doch letzte Woche hat mich alles wieder eingeholt. Es ist eine schulische Ausbildung der größte Teil spielt sich nunmal in der Schule ab - das auch gut so. Ich mag die Mädels aus der Klasse total wir sind auch eine kleine Klasse alles harmoniert. Nur mein Praktikumsplatz ist ein Alptraum -.- es wird gelästert,gestichelt und gehetzt!! Letzte Woche habe ich mir das angetan aber seit Montag blockiert mich etwas dort wieder hinzugehen. Ich habe Angst dort wieder zu sein. Habe seit Montag so dolle Bauchschmerzen und meine Zwänge kontrollieren wieder meinen Alltag! Fängt jetzt etwa wieder alles von vorne an???