Bald ist es ein Jahr her seit mein Vater diese Erde mit nur 63 Jahren verlassen hat. Bald habe ich Geburtstag, und es wird der erste Geburtstag sein, an dem ich nun Halbweise bin. Ich hatte nie eine gute Beziehung zu meinem Vater und doch habe ich Liebe für ihn empfunden, besonders in den letzten Jahren seines Lebens. 2 Mal die Woche bin ich ihm sehr nahe und zwar im Fitneßstudio. Sobald ich auf irgendeinem Gerät trainiere, spüre ich, wie er mich mit Bewunderung von oben anschaut und stolz auf mich ist. Mein Papa hatte Myasthenia gravis und machte immer wieder Übungen , sogar, als er sich nicht mehr wirklich auf den Beinen halten konnte. Und nun habe ich Arthrose. Der Arzt sagte: "Sie haben nur eine Chance, wenn Sie sich richtige Muskeln im Oberkörper antrainieren". Manche sagten: "Na ja, es ist wohl ein Witz. Wann willst du denn auch noch Sport machen?" Und ich tue jetzt das, so wie mein Vater, der von manch einem verspottet wurde "Bringt eh nichts" und spüre dabei seine Unterstützung. Das macht die Sache viel leichter.
Und manchmal vergesse ich, daß er nicht mehr lebt. Lg. Soreya


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