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Thema: Ich verstehe meine Eltern nicht!!!

  1. #1
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    Standard Ich verstehe meine Eltern nicht!!!

    Hallo,

    es wird ein bissel länger....

    vorab: ich liebe meine Eltern, aber ich verstehe sie nicht....

    Ich habe folgendes Problem, was zum Eklat führte....

    Meine Eltern finanzierten meiner Tochter (7 Jahre alt), Ballettunterricht für etwa 1 Jahr. Vor 3 Monaten meinte meine Tochter, dass sie das nicht mehr machen will. Okay, habe die an meine Eltern weitergegeben, sie waren nicht sehr erfreut. Seit einiger Zeit (5 Monaten) wurde an der Grundschule meiner Tochter ein Projekt mit dem Staatsballett gestartet, wo auch sie teilnahm. Der "Finalauftritt" war an einem Sonntag vor ca. 5 Wochen, auf einem großem Volksfest. Ich habe dies meinen Eltern auch angekündigt und ihnen gesagt, dass es sehr schön sein würde, wenn sie kommen. Der auftritt fand statt, meine Schwiegereltern und gute Bekannte waren da, nur meine Eltern nicht. Abens rief mich meine Mutter an, ich fragt warum sie nicht da waren. Antwort: Da sie (meine Tochter) mit Ballett aufgehört hat kommen sie auch nicht zu dem Auftritt aus dem Schulprojekt (ich kochte schon innerlich, blieb aber ruhig) und außerdem sind die Schwiegereltern ja auch da, die können sie nicht leiden...Im gleichen Atemzuge fragt sie, ob sie meine Tochter in 3 Tagen aus der schule abholen sollen. Ich sagte, dass muss ich abklären.....

    2 Tage später rief meine Mutter mich an und fragt was nun sei mit dem abholen. Ich sagte, dass das nicht nötig sei. Frage warum? Ich vermittelte meinen Unmut darüber, dass ich deren Verhalten extrem mies finde, ein 7-jähriges Kind so abzustrafen, nach dem Motto, "wenn du nicht , dann ich auch nicht". Man sie ist 7 Jahre alt! Die Frage,warum ich meine Tochter nicht einfach frage beantwortete ich damit, dass ich als Vater das so festlegen kann.
    Auf der einen Seite so ein Deinteresse auf der anderen Seite dies, dass passt nicht, denke ich.

    Ne Woche später ruft meine mutter mich wieder an...."Dein Vater ist völlig entsetzt..." Also hab ich ihn mir geben lassen (erst wollte er nicht). Nun ja dann kam er mit seiner typischen Art von oben herab, meine Meinung interessierte ihn nicht, er meinte ich verhalte mich wie ein dummer 8-Klässler (sowohl ich (33 Jahre alt) als auch mein Vater haben eine Promotion, obwohl ich das eigentlich nie raushängen lasse), dass ich empfindlich bin und so nicht weit kommen werde im Leben usw. auf meine Frau zu sprechen zu kommen (kennen uns 10 Jahre und sind seit 5 Jahren verheiratet) meinte er sinngemäß, dass sie sie eine andere Schwiegertochter gewünscht hätten.....) Ich bin aber relativ ruhig geblieben und meinte, dass sie Fehler nicht immer nur bei anderen suchen sollen....

    2 Wochen Funktstille, dann Anruf meiner Mutter...Sie sprach auf den AB, dass die mir so viel Liebe gegeben haben und dass ich ein brutales menschliches Schwein bin.

    Das ist der aktuelle Stand. Man sollte noch wissen, dass es in unserer Familie schon viele Konflikte gab (mit meiner Schwester (deren Mann ist meinen Eltern auch nicht recht), mit meiner Oma....meine Eltern haben keine Freunde)

    Gute Beispiele:
    -Meine Hochzeit: Es gab vorher einen riesigen Krach, und am Tag meiner Hochzeit hat meine Schwester meiner Mutter am Morgen irgendwas gesagt, was ihr nicht passte, mit der Folge, dass sie den ganzen Tag ein Gesicht zog, als ob jemand begraben wäre, auch auf den Fotos dort sieht sie aus, als ob sie gleich heult. Selbst bei der Trauung heulte sie, ich dachte wegen der Trauung, nein geirrt, wegen dem Gnatsch mit meiner Schwester.

    -Als ich meine jetzige Frau vor etwas 10 Jahren kennenlernte, hat meine Mutter sie anfangs mit dem Vornamen meiner Exfreundin angesprochen!

    -Ich hatte im April Geburtstag, bei der familiären Feier, meinte ich etwas zu Statik, mein Vater hat mich vor meinem Schwiegervater und meinem "Schwiegeropa" dann so abgehandelt, als ob ich ein Idiot bin....

    -Meine Eltern fragten meine Frau etwas wegen Rente. Meine Frau macht sich schlau, sie hat beruflich damit zu tun (hat es studiert), und meine Eltern (?) glaubten ihr nicht und gingen trotzdem zu einer Beratungsstelle...

    Meine Eltern suchen die Fehler immer bei anderen, nie bei sich selbst. Sie haben noch nie gesagt "Mensch du hast ja recht", oder "So habe ich das gar nicht gesehen" geschweige denn von "Es tut mir leid". Immer wird mit dem Finger auf die anderen gezeigt. Ich habe schon das ein oder andere Mal probiert mit denen zu Reden....alles wird dann immer totgeschwiegen und die Sache mit dem brutalen Schwein.....ich war immer darauf aus es allen recht zu machen, das geht nicht....Ich weiß dass ich auch genügend Fehler mache und wenn ich einen mache entschludige ich mich in der Regel auch......

    Bin ich zu empfindlich? Ticke ich falsch? Was soll ich machen?

  2. #2
    Neuling
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    Hallo skydiver,

    ich gebe Dir jetzt mal eine "Standard-Antwort", die ich so auch schon gehört habe und an die ich glauben will :

    Du hast es mit einer anderen Generation zu tun und da sind solche Verhaltensmuster oft anzutreffen. DU tickst schon richtig, Deine Eltern aus ihrer Sicht der Dinge aber auch. Nur weil sich das beißt, fällt es auf, dass ihr anders tickt!

    "Wir haben Dir alles gegeben und was ist der Dank dafür?"

    Freie Entwicklung und damit verbundener Stolz auf das "Kind" (also Dich) sind nicht normal! Abhängigkeit, Untergebenheit und lebenslange Dankbarkeit dagegen werden mit einer Selbstverständlichkeit eingefordert - für Deine Eltern IST das selbstverständlich und folglich sind sie von Dir und Frau und Enkel durch und durch enttäuscht.

    Du kannst in einem offenen Gespräch versuchen, Deine Sichtweise zu erklären. Kann sein, dass es was bringt. Du kannst Deine Eltern so hinnehmen, wie sie sind - ändern wirst Du sie niemals!, oder Du brichst den Kontakt ab. Dann muss es Dir das aber auch mit allen Konsequenzen wert genug sein und dabei mußt Du auch an Deine Tochter denken, die vielleicht "trotz allem" gerne ihre Großeltern kennenlernen will.

    Mehr kann ich Dir leider nicht dazu sagen. Mit meiner Mutter habe ich keinen Kontakt mehr. Meine "Schwiegeroma" ertrage ich nur, weil sie ab und an auch mal gute Seiten hat und weil man mir immer wieder eintrichtert, dass das alles gaaaanz normal für die älteren Generationen sei...

  3. #3
    Gast784
    Gast

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    Hallo Skydiver,

    gut, dass Du zumindest so ehrlich bist und erkannt hast, dass Du bei dem Gezicke keine Ausnahme machst und auch dazu neigst, die Dinge vll zu persönlich zu nehmen. Bei einigen Beispielen habe ich zumindest gedacht: das kann auch ganz anders gemeint sein (z.B. mit der Rentenberatungsstelle), oder zumindest hätte man darüber hinweg sehen können.

    So verhakelt wie ihr seid, und weil das anscheinend die gängige Familienkommunikation ist, würde ich mehr auf Abstand gehen. Die Herkunftsfamilie ist einfach auf Platz 2, die Gegenwartsfamilie auf Platz 1. Basta.

    Ich würde sie pro forma zu Dingen, die das Kind betreffen (Geburtstag, Aufführungen usw.) einladen. So haben sie immer die Möglichkeit, am Leben ihrer Enkelin teilzuhaben. Wenn sie nicht wollen, gilt: wer nicht will hat schon gehabt. Ende.

    Außerdem könnt ihr ja euch überlegen, ob ihr an Weihnachten und Ostern oder so zusammen feiern wollt, im Sinne von Familienvollversammlung. Wenn man sonst nix miteinander zu tun hat, kann das ja ganz nett werden.

    Allerdings sollte euch eines klar sein: ihr dürft dann die Eltern auch nicht in die Pflicht nehmen, wenn es euch grad mal reinpasst, also: "Mutti kannst du die kleine mal betreuen, ich hab da keine Zeit", oder finanzielle Verpflichtungen übertragen. Entweder - oder. Da die aber anscheinend gerne alte Rechnungen präsentieren und mit Mimosen verwandt sind, würde ich mich lieber für das "oder" entscheiden - also keine verbindlichen Aufgaben geben. Statt dessen Einladungen - aber selber nicht vergessen, dass Einladungen unverbindlich sind. Und nicht von Dir aus dann das persönliche Rumgezicke anfangen. Wenn sie nein sagen, akzeptiere es und erwarte keine Erklärungen. Sonst geht das Spiel von vorn an. Wenn sie sich nicht mehr künstlich aufregen können, verliert das ganze vll auch irgendwann an "Reiz"

    Ich weiss ja nicht, wie die zu euch als Eltern waren. Aber oft ist es so, dass die nervig werden, wenn sie in Rente sind, weil sie nix mehr zu tun haben, aber gebraucht werden wollen. Ist ja auch verständlich. Ich habe da Glück mit meinen Eltern, die genießen ihr Rentendasein mit Reisen usw. Ich möchte für meine Eltern schon da sein, aber wenn die ihrem Ruhestand keinen anderen Sinn geben könnten, als sich bei den Kindern dauernd einzumischen, würde ich schon Grenzen setzen. Man ist nie zu alt, um dazu zu lernen und sich sinnvolle Beschäftigungen zu suchen.

    lg Gaby

  4. #4
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    Nun ja ich manchmal auch ein bissel empfindlich bin, gebe ich zu! Was mich diesmal besonders geärgert hat ist aber, dass Töchterchen so abgestraft wird, denn es handelte sich ja um 2 voneinander unabhängige Dinge. Aber das wollen die ja nicht verstehen Mutterliebe in alle Ehren, wer würde sein Kind denn "brutales menschliches Schwein" nennen? Mein Problem ist ja, dass ich bis vor einigen Jahren ein ziemlicher "Schlaffi" war, habe eigentlich nie etwas gesagt. Man(n) / Frau wird aber auch reifer und man muss auch persönliche Grenzen aufzeigen "bis hierher und nicht weiter". Jedoch wird immer alles auf die anderen abgewälzt, und später heißt das dann immer "deine arme Mutter" usw. Austeilen ja, aber wehe dem der auch mal austeilt. Hoch oben auf dem Ross sitzend und die Hände in Unschuld waschend...

    Thema Feiertage....zu Weihnachten kommen meine Eltern nicht mehr, weil sie sich angeblich wie das 3. Rad am Wagen fühlen und sie meine Schwiegereltern nicht mögen....so lange alles so läuft wie sie wollen ist das ok, wenn jedoch nicht dann brennt der Baum.

    Ändern werden sie sich wirklich nicht mehr....

  5. #5
    Neuling
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    Es scheint, als nähmen Deine Eltern billigend in Kauf, Dich über Deine Tochter abzustrafen. Sie wissen mit Sicherheit ganz genau (oder leider gerade nicht weil fehlender Weitblick und fehlende Sensibilität), dass sie Dich damit noch viel mehr unter Druck und Strafe setzen können. Sie suchen sich ein schwaches Opfer, das damit nichts zu tun hat, anstatt sich direkt mit Dir zu messen!


    Und wenn ich das mit Weihnachten und "Familiengehabe" lese.... ICH würde an Deiner Stelle den Kontakt komplett beenden. Ein Mittelmaß wird es hier auch nie geben, sprich einen losen Kontakt nur von Deiner Tochter mit ihren Großeltern. Sie werden dann versuchen, massiven Druck auf Dein Kind auszuüben ("Deine Eltern wollen uns ja nicht in der Familie haben, Deine Mutter konnte uns noch nie leiden, Dein Vater hat uns verstoßen, nachdem, was wir alles für ihn getan haben" usw. usf.).

    Schwierig... wie kommt Deine Tochter denn mit den Großeltern zurecht?

  6. #6
    Gast1006
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    @Ellan


  7. #7
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    Nun ja ich denke, dass sie nicht mich abstrafen, sondern ich sie. Ich glaube meine Eltern kommen einerseits nicht damit klar, dass ich auf Grund einer in ihren Augen belanglosen Sache so reagiere (ich habe doch aber versucht ihnen zu erklären, was mich extrem ärgerte) und andererseits, dass ich mich jetzt nicht mehr melde. Defakto ist das große Problem, so denke ich, dass ich in der Vergangenheit meistens wieder den Kontakt gesucht habe und Problem eigentlich, bis auf wenige Ausnahmen, selten wirklich geklärt habe und zu schnell wieder in den Alltag übergegangen bin. Jetzt bin ich jedoch an einem Punkt, wo ich mich nicht mehr weglullen lassen möchte. Ich vertrete meinen Standpunkt und bekommen einerseits Missachtung (ich verhalte mich wie ein Achtklässler) und Herunterspielerei zu hören und andererseits ne üble Beschimpfung (brutales menschliches Schwein) an den Kopf geworfen....Ich war (bin) ein sehr gutmütiger Mensch, der allen alles recht machen möchte und das ist mir jetzt zum Verhängnis geworden....Meine Frau sagt immer ich passe von meinem Wesen gar nicht in die Familie...

    Sowohl meine Tochter als auch der Junior fragen nicht nach den Großeltern. Die Große fragte zwar was los ist ( ich gesagte, dass sich Papa mit Oma und Opa gestritten hat), ab da aber dann bis zum jetztigen Zeitpunkt eigentlich nicht mehr.

    Wie es weitergeht, kann ich nicht sagen.....bin mir nicht sicher, die Konsiquenzen muss ich erstmal abchecken. Mein Problem ist ja auch, dass ich weiß, dass ich im Recht bin (bin ich doch oder?), in mir drinnen aber eine innere Unruhe vorherrscht....

  8. #8
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Skydiver,


    Du hast doch sehr klar erkannt, dass Du auch das Deine zu dem ganzen Theater dazutust. Also kanns doch gar nicht um die Frage nach Recht gehen. Denn diese Rechthaberei auf beiden Seiten ist doch nur zusätzliches Öl fürs Feuer. Es kann eigentlich nur darum gehen, den Kindern und Großeltern in IHRER Beziehung nicht im Weg zu stehen. Aber deswegen musst Du Dich nicht verausgaben und faule Kompromisse machen. Zum Glück können die sich auch immer mehr ohne Dein Zutun um ihre Beziehung kümmern, je älter die Kids werden.

    Wg. Weihnachten nochmal: warum macht ihr es nicht so, dass ihr an einem Tag Deine Eltern und am anderen Tag Deine Schwiegereltern besucht? Haltet die Familien doch getrennt, dann werdet ihr nicht in deren Konflikte zermalmt.

    lg Gaby

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