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Thema: Ich weis nicht wie ich helfen soll oder kann!!

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich weis nicht wie ich helfen soll oder kann!!

    hallo an alle, ich schreibe hier einen Bericht als Neuling und weis nicht recht wie ich anfangen soll!

    Am besten ich schildere euch meine Beweggründe und Gefühle welche mich dazu bringen, mein Wort an euch zu richten.

    Meine besten Freunde die ich habe und welche ich schon seit vielen Jahren kenne, sind ein Pärchen. Mein großer und meine kleine sind wie Geschwister die ich nie hatte und ich würde ihnen mein Leben anvertrauen.
    Auch sie sind immer für mich da, auch wenn es in meinem Leben einmal verdammt mieß gelaufen ist.


    Diese Verbindung zwischen uns ist ein emotionales Band welches es für mich verdammt schwer macht in der jetzigen Situation.
    Die kleine ist sehr zerbrechlich auch wenn sie immer versucht taff zu sein. Sie versucht es immer allen recht zu machen und "vermeintliche Erwartungen" zu erfüllen.

    Nun alles zu beschreiben damit ihr genau wisst um wen es geht ist mir nicht möglich, da ich hier nicht Dinge erzählen möchte die keinen aussenstehenden etwas angehen. (bitte nicht falsch verstehen)


    Nun zum Problem:

    Die beiden waren vor kurzem im Urlaub und haben wie schon einmal versucht Urlaub zu machen, und sie ist wieder im Krankenhaus gelandet.
    Das letzte mal war es angeblich dehydration wärend einem Tauchkurs.
    Dieses mal hat der dortige Arzt wieder so etwas diagnostiziert, aber mein großer hat dem Frieden nicht getraut.
    Er hat die Symthome im Internet nachgeschlagen und musste feststellen das es sich um einen Nervenzusammenbruch handelt.
    Dies wurde hier in Deutschland auch bestätigt. Auf Details möchte ich verzichten.

    Ich habe nachdem ich die kleine gesehen habe und gemerkt habe wie ängstlich und unsicher sie ist, ein sehr ängstliches Gefühl in mir.
    Sie kann nicht schlafen, wacht schreiend auf, Herzrasen, kriegt keine Luft, fühlt sich ihrem Mann gegenüber sogar als Belastung und wollte ins Krankenhaus eingeliefert werden aus dem Grund.


    Ich habe die beiden nachdem ich zu einem Besuch aufgefordert worden bin zweimal besucht. Ich wollte mich nicht aufdrängen und habe mich deshalb auch telefonisch nur einmal gemeldet die letzten 10 Tage.

    Ich weis nicht wie ich mich verhalten soll oder wie ich helfen kann. Ich weis auch nicht ob der große trotz seiner sehr hohen Intelligenz dazu in der Lage sein wird auch emotional zu erfassen was in ihr vor geht.

    Es scheinen sich wohl seiner Aussage nach viele Dinge von Kindheit an bis ins heutige Geschäftsleben angestaut zu haben die ein Ablassventiel gesucht haben, welches sie nicht fanden. Nun ist es wohl schief gegangen.........

    Die Ärzte wollen auch nicht so richtig ran. Das PIA in Ludwigsburg hat wohl keine Möglichkeit denen zu helfen auf dauer da sie die kapazitäten nicht haben und haben sie gebeten zu einem Facharzt zu gehen. Der Psychotherapeut sagt aber sie müssen erst zu einem Psychologen und der Hausarzt hat sie doch tatsächlich noch eine Woche Krank geschrieben.........ich glaub ich spinne.

    Die Frau ist so verängstigt und verlohren, das sie einem nicht einmal drücken kann beim begrüßen, als wäre all ihre Kraft aus ihr gewichen............


    Kennt sich da jemand mit aus oder hat Erfahrungen auf dem Gebiet wie ich denen beiden helfen kann, wenn ich sie sehe.

    Ich fühle mich etwas hilflos dabei und die lektüren im Netz gehen vondem "normalen" Nervenzusammenbruch bis hin zum Burnout-Syndrom.

    Ich möchte mir da auch nicht zu viel anlesen, weil ich mich nicht verrückt machen möchte.

    Ich weis nur das die Ärzte sich nicht richtig ran trauen und sie auf der anderen seite auch nicht "eingewiesen" werden möchte. Da auch alle der Meinung sind das diese Ruhigstellung mit antidepressiva nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann.........


    Bitte um eure Meinungen..


    MFG Peter

  2. #2
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    Zur Diagnose kann man nichts sagen aus der Ferne, kann man auch nichts machen.

    Aber, ja, die Ruhigstellung mit Antidepressiva kann es meiner Meinung nach auch nicht sein. Allerdings wenn sie klagt, es weghaben will, bekommt sie eben welche. Die Ärzte haben ja letztlich auch keine Verantwortung für ihren Zustand, Ihre Probleme kommen ja woanders her.

    Ganz allgemein kann man sagen, daß es um Vergangenheitsbearbeitung gehen würde, damit der Patient versteht, woher seine Traurigkeit und seine Zustände kommen.

    Ich für meinen Teil bin nicht erstaunt, daß es jemanden urplötzlich ganz schlecht gehen kann. Die Lösung besteht nicht darin, daß jetzt auf Krampf weghaben zu wollen, schnell wieder normal sein zu wollen, das geht nicht, sondern im Gegenteil es gelten zu lassen, es anzuschauen. Sie ist jetzt erstmal so, da kann niemand was machen, kein Arzt der Welt. Sie müßte es eben aushalten, und ihr müsstet gelassen bleiben. Es ist normal wenn es jemandem eben auch mal schlecht geht. Dafür geht zunehmend die Basis verloren, wir haben eine Gesellschaft die nur toll und positiv sein will, dabei gibt es die unglückliche, die dunkle Seite eben auch. Wenn Du eins machen kannst, dann ihr durch Gelassenheit und Selbstverständlichkeit vermitteln daß es ok ist auch traurig zu sein. Schwierig allerdings wenn man das selbst nicht so sieht.

    Man kann schlecht sagen was passiert. Mancher fängt sich auch wieder so. Aber wenn das nicht so verläuft, täten alle gut daran, es als vollkommen normal hinzunehmen und es gleichzeitig selbstverständlich zu machen auch über schlechte Gefühle reden zu können. Die Innenwelt ist eben nicht nur schön.

    Dabei gilt daß von dieser Traurigkeit, und von diesen Zuständen eben letztlich jeder etwas in sich hat. Das gibt es nicht, da, die arme Depressive, und hier wir, die wir nur positiv sind und sie wieder aufrichten und positiv machen werden. Die Traurigkeit ist in jedem, die meisten nehmen sie nicht war. Und das ist auch was die Schockierung in einem verursacht, wenn man hinschaut. Es klingt in dem Moment in einem selbst an, man will damit nicht konfrontiert werden, man will den glücklichen Menschen wieder. Indem man also von der Traurigkeit wegführt, führt man die Person aber von sich selbst weg. Schwierig, eigentlich unmöglich, wenn diese selbst schon nicht will. Ihre Einstellung müsste sich ändern.

    Zur Kliniken wäre zu sagen, man muß suchen nach Stellen, die mehr machen als nur medikamentöse Behandlung. Es gibt bessere Stellen. Die Gesamtphilosophie ist dabei entscheidend. Wenn da irgendein 08-15 Behandlungskonzept besteht wirds wohl insgesamt nicht so toll sein. Manchen Stellen merkt man auch an daß sie gut sind. Man muß halt erstmal wissen wonach man sucht. Ein Tip wär z.B. mal nach Mendterschwaige zu googeln. Muß ja nicht die sein, aber deren Webseite zeigt für mich daß die ein gutes Verhältnis zur Materie haben und den Leuten geholfen wird.

    LG
    Geändert von Erwin (06.01.2012 um 22:31 Uhr)

  3. #3
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    Hallo Erwin,
    zum einen verstehe ich deine Meinung ganz gut, aber auf der anderen Seite kann man doch nicht einfach sagen man nimmt es eben hin wie es ist.....
    Das zurück kehren zur normalen Tagesordnung......
    Das kann doch kein Ansatz sein oder.
    Wir reden doch hier nicht davon das jemand plötzlich einseitig gelämt ist durch einen Schlaganfall und man ihn als freunde einfach akzeptiert.
    Wir reden doch von einem Menschen einem denkenden und fühlenden Wesen das nicht weis was passiert ist und aus welchen Gründen.....

    Das weitere abrutschen in eine depression und der Übergang zur Suizied gefährdung ist nicht weit
    Wenn der Mensch sich einfach dem normalen gegenüber sieht kann man sich doch auch völlig unverstanden fühlen und es wird schlimmer.
    Ich finde den Ansatz nichts machen zu können oder zu sollen sehr destruktiv.

    MFG

  4. #4
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    Hallo,

    schaue vielleicht mal hier:

    http://www.celenus-kliniken.de/celen...herrenalb.html

    Ich habe mal gehört, dass diese eine hervorragende Klinik sei.

    Alles Gute für Deine Freundin

    Thessa

  5. #5
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    Zitat Zitat von Ein Freund Beitrag anzeigen
    Hallo Erwin,
    zum einen verstehe ich deine Meinung ganz gut, aber auf der anderen Seite kann man doch nicht einfach sagen man nimmt es eben hin wie es ist.....
    Das zurück kehren zur normalen Tagesordnung......
    Das kann doch kein Ansatz sein oder.
    Wir reden doch hier nicht davon das jemand plötzlich einseitig gelämt ist durch einen Schlaganfall und man ihn als freunde einfach akzeptiert.
    Wir reden doch von einem Menschen einem denkenden und fühlenden Wesen das nicht weis was passiert ist und aus welchen Gründen.....

    Das weitere abrutschen in eine depression und der Übergang zur Suizied gefährdung ist nicht weit
    Wenn der Mensch sich einfach dem normalen gegenüber sieht kann man sich doch auch völlig unverstanden fühlen und es wird schlimmer.
    Ich finde den Ansatz nichts machen zu können oder zu sollen sehr destruktiv.

    MFG
    Ich kann verstehen daß mein Vorschlag Skepsis hervorruft. Nein, es ist das Gegenteil von destruktiv, es bedeutet anzunehmen was eben da ist, um über Akzeptanz wieder zu einem besseren Zustand zu geraten. Indem es als Fremdkörper, als nur schädliches, nur zu unterdrückendes Etwas aufgefasst wird, wird der Zustand quasi für die Ewigkeit konserviert. Die Ablehnung, die Schockierung, sorgt gerade für die Chronifizierung. Und gerade wenn sie früher ein Mensch war der nur aufgedreht, nur positiv war, das wäre genauso ein widernatürlicher, letztlich krankhafter Zustand. Daraus erwacht man zwangsläufig irgendwann mit einer riesigen Depression.

    Also es geht gerade NICHT darum zur normalen Tagesordnung überzugehen, sondern sich damit auseinanderzusetzen, darüber ins Gespräch zu kommen, die Schockiertheit abzulegen und für sich Gründe zu suchen.

  6. #6
    Neuling
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    Hallo Thessa, danke für den Link, aber eine Klinik ist der allerletzte Weg der beschritten wird!

    Hallo Erwin, es tut mir leid, aber ich glaub da hab ich in deinem ersten Beitrag was falsch interpretiert was ich da las. Ich habe zwischen den Zeilen ein ignorieren heraus gelesen fälschlicher Weise.
    Deine weitere Ausführung ist ein einleuchtender Ansatz für die Lage. Nur mir fällt es eben schwer, nicht aktiv etwas beitragen zu können.

    Ich habe mich auch distanziert von den beiden und ihnen gesagt das ich nicht anrufen werde. Sie sollen entscheiden wenn sich einer von beiden mit mir unterhalten möchte. Druck scheint der gänzlich falsche Weg zu sein.
    Sie hatte jetzt insgesamt 3 mal Besuch und jedesmal war es eigentlich nach 20min zu viel, auch bei meinem.
    Sie reden viel und versuchen unausgesprochenes an zu sprechen und wirklich gar nichts mehr als selbstverständlich oder normal an zu sehen, hat mir mein großer berichtet.

    Einkaufszentren gehen gar nicht und selber Auto fahren geht auch nicht!

    Also warte ich............. auch wenn es mir sehr sehr schwer fällt.

    Gruß Peter

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