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Thema: Ich weiß nicht mehr weiter.

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich weiß nicht mehr weiter.

    Entschuldigt bitte den langen Text, aber ich möchte dass ihr das ganze ein bisschen nachvollziehen könnt..

    hallo, mein name ist mona und ich bin 17 jahre alt. Nachdem mein Opa starb, also quasi seit meinem 7ten Lebensjahr leide ich an unmengen vo Psychischen Problemen, angefangen mit Schulangst, Angst vor Erbrechen, Angst allein gelassen zu werden. Ich musste immer in der Nähe meiner Mutter sein, damit ich sicher gehen konnte dass es ihr gut ging und ihr nichts passiert. ansonsten bekam ich panik. konnte nicht in die schule gehen weil ich bei ihr sein musste.
    bin also auch schon seit meinem 7ten Lebensjahr bei einer Psychologin, die mir damals dazu verhalf, wieder in die Schule gehen zu können.
    dann hatte ich angst, wenn ich nicht zu hause schlafen konnte, wie zB schullandheim und habe dort immer nur geheult und hatte panikattacken, sodass ich von meinen Mitschülern sehr bald verachtet und nur ausgelacht worden bin. das war in der 4ten klasse. auch litt ich seit meinem 7 lebensjahr immer an extremen Bauchschmerzen und mit der gleichzeitig hoch kommenden Angst, mich übergeben zu müssen. ( warum ich diese Angst hatte, fand ich erst später mit einer Psychologin raus -> kurz bevor mein Opa starb ( prostata-Krebs ) erbrach mein Opa sehr stark und oft, und meine Mama hatte ihn zu Hause bis zum Schluss in unserem Haus gepflegt, d.h mein Bruder und ich haben alles mitbekommen. einmal war ich sogar ganz alleine mit meinem opa und konnte ihm nicht helfen, meine eltern waren kurz aus dem haus, mein bruder hatte sich zurück gezogen und ich stand neben dem Bett meines Opas, er rief nach Hilfe, und ich mit meinen 6 jahren wusste nicht was ich tun sollte.. )
    Magenspiegelungen und alle anderen Untersuchungen wurden durchgeführt, und ergab dass ich kerngesund war.
    erbrechen musste ich auch nie, egal wie oft ich 100% ig sicher war, dass es passiert.
    als ich noch jünger war ( 10, 11 ) , habe ich immer bei meiner mama bestätigung gesucht, ob ich mich denn jetzt übergeben muss. meine mama konnte es zwar nie wissen, meinte aber immer "nein" und versuchte mich zu beruhigen.
    weiter ging ich zur psychologin. habe drastisch abgenommen, weil ich das Essen verweigerte. wenn man nichts isst, muss man sich auch nicht übergeben.
    musste dann sogar ins Krankenhaus weil mein Zustand gefährlich wurde.
    Danach wieder in psychologische Betreuung, und die Lage wurde besser. Ich aß wieder und nahm auch wieder zu. Diese Brech- und Krankheitenangst wurde besser. ging wieder zur Schule, hatte Freunde.
    Besser gesagt hatte ich einen riesigen Freundeskreis, und diese Menschen wurden mein leben. Klar, Freunde sind jedem wichtig. aber für mich war es so wichtig sie zu haben. ich hatte wenig psychische Probleme, war eigentlich wieder ganz normal.
    als der Freundeskreis außeinander brach, ich war 13, nahm ich wieder rapiede ab, ohne es bewusst zu machen. ich aß einfach weniger, wurde dann auch krank, hohes Fieber und das nahm mich mehr mit als sonst, da ich wieder so dünn geworden war.
    ich lag lange lange im Bett und plötzlich fingen Gedanken an mich zu verfolgen, die ich nicht mehr los geworden bin. Zb ich könnte meiner Mutter was antun. oder ich könnte die Kontrolle verlieren und irgendjemanden umbringen, ohne es kontrollieren zu können.
    diese gedanken wurden mir plötzlich aufgedrängt und ich bekam panik. habe auch versucht mit meiner mama drüber zu reden, aber die meinte damals, es sei das Fieber, da ist man manchmal etwas wirr..
    es belastete mich ziemlich. und mit der Zeit fingen auch die Handlungen an, damit ich diese Gedanken weg bekam. ich fing an dauernd Hände zu waschen. Ekelte mich vor allem und jedem. Jeder Türklinke. Machte mir plötzlich Gedanken über Baktieren, Krankheiten oder Dinge die mein Vater ( oder andere Männer ) angefasst haben könnten, und fasste auch nichts mehr an, sondern immer nur mit dem Ellenbogen.
    War in der Zeit schon auf der Realschule und erinnere mich dass ich auch dort dann immer aufs Klo gerannt bin und mir die Hände wusch.
    War sehr zurück gezogen und gab mir die Schuld an allem, dass der Freundeskreis zB außeinander ging.
    Fing an zu schreiben ( ich schreibe schon immer ) aber jetzt fing ich an über diese Probleme zu schreiben, denn reden fiel mir schwer. Hatte immer Angst, jemand könnte mich für verrückt halten. ich behielt auch die Gedanken für mich. Ich hatte Angst vor mir selbst, deshalb wusch ich mir alles weg.
    meine Psychologin konnte mich nicht mehr behandeln, da sie keine "Verhaltenspsychologin" oder wie man das nennt war, und man mit ihr nur reden konnte und nicht aktiv mit Handlungen gegen die Zwänge ankämpfen konnte. Doch sie stellte fest, dass ich Zwänge hatte.
    Dann war ich erst mal bei keiner Psychologin. ich meinte immer, ich schaffe es den "******" zu lassen, so nannte ich es.
    nachts rannte ich immer wieder ins bad und wusch mir die hände. bis sie blutig und wund waren. manchmal hatte ich sogar handschuhe an, damit sie nicht dreckig wurden.
    Inerhalb der Jahre habe ich dann mehrere Zwänge entwickelt, Bewegungszwänge, ich muss mehr rechts oder links gegen. Gedankenzwänge, auch Kontrollzwänge.. Immer wieder nachzuschauen ob alles okay ist, meine eltern anrufen ob es ihnen gut geht. Mich selbst zu kontrollieren ob ich mich noch unter kontrolle habe, oder meinen Körper zu kontrollieren ob er gesund ist. Bin schon oft zum Arzt uns suchte bestätigung.
    Hatte Ängste vor allen Möglichen Krankheiten, Hirntumor, Schizophrenie. Hatte eine Derealisation ( fremdheitsgefühl )
    Letzten Sommer dann kam ich eine Schönklinik und wurde dort 8 Wochen lang behandelt. danach war besser.
    ich ziehe diesen ****** jetzt schon wieder ein weiteres Jahr mit mir rum und kämpfe mit einer Psycholigin dagegen.

    habe seit ich 14 war einen festen Freund den ich über alles liebe.
    das größte Problem das ich aber in dieser Beziehung habe ist auch wieder die Kontrolle. Wenn ich ihn nicht erreiche, denke ich er betrügt mich.
    dann ruf ich 100 mal an, ich hab mich da nicht mehr unter kontrolle.
    er hat mich auch schon ab und zu angelogen, deshalb zweifle ich an allem was er sagt.
    ich muss auch dazu sagen dass ich mein ganzes Leben an diesen Mann gehängt habe. ( er wird im November 18 )
    diese woche ist er auf einem seminar. und für mich ist es unerträglich. ich weiß nicht ob ich fähig bin für eine beziehung. ich habe so sehr angst ihn zu verlieren. deshalb würd ich immer am liebsten wissen was er macht oder obs ihm gut geht.
    er hat mich noch nie betrogen!
    daran zweifle ich aber auch. selbst wenn ich eigentlich weiß dass er treu ist.
    er war schon mal tief in der drogenszene drin ( bevor wir zusammen kamen )
    und danach hat er mich wegen dem ****** oft angelogen, nein er habe nicht gekifft und und und, bis ich raus gefunden habe dass ers getan hat.
    musste dann immer stundenlang an ihm rum reden, bis er es zugab. war schon mit der kraft am ende und habe geheult.
    dann hat ers zwar zugegeben, aber trotzdem hat er gelogen. er wusste ich war dagegen, konnte es ihm zwar nicht verbieten, aber er meinte auch immer er hört auf damit.
    jetzt macht er den erzieher, und darf sowas gar nicht mehr machen.
    er hat es auch schon ewig nicht mehr getan.
    trotzdem zweifle ich an allem. ich sterbe an dem gedanken wenn er nicht anruft man er gesagt hat. und schwöre mir immer, ihm nicht hinter zu telefonieren und ihn auch mal zappeln zu lassen und warten auf mich.
    ich weiß er liebt mich, er weiß von meinen probleme und hat immer zu mir gehalten, war immer da.
    ich schreibe heute, weil diese woche besonders schwer ist für mich. ich kann auch mit niemanden drüber reden, vor meinen mädls in der schule tu ich immer so als wär ich die normale freundin die ihren freund auch mal ein paar tage nicht hört und sieht, aber in wirklichkeit habe ich panik und angst er würde fremdgehen.
    vor allem wenn er jetzt auf diesen seminar ist..

    klar, das hängt auch miti meiner krankheit zusammen.
    meine zwänge werden schlimmer und ich komme einfach nicht mehr dagegen an. ich bin zu müde und ganz ehrlich ich bin es auch leid. ich habe keine lust und keine kraft mehr für diese gedanken die in meinem kopf kreisen und auch das doofe zwanghafte rum gerenne nachts, halte ich nicht mehr aus, vor allem weil ich um 6 schon wieder raus muss in der früh.
    ich bin schulmüde, ich packe die schule auch nicht mehr. wenn ich das zu meiner psychologin sage, habe ich immer das gefühl, sie meint ich wäre faul.
    dabei kämpfe ich schon seit jahren mit dieser schule und bin jetzt in der 9ten klasse. das jahr hat schon schlecht angefangen mit den noten.
    meine mutter ist sauer und meint auch ich bin faul.
    und ich schaff einfach gar nichts mehr. ich habe einige ziele vor augen, aber meine krankheit hindert mich daran zu glauben, dass ich es schaffen kann. ich habe keine geduld mehr zu lernen und meine psychologin meint auch ich hätte vlt. ein kleines aufmerksamkeits defizit problem, das heißt ich könnte mich schwer auf best. dinge konzentrieren..
    100 % kann sies ncht nachweisen.

    ich weiß gar nicht warum ich das hier rein schreibe. aber mit wem soll ich noch drüber reden, es bringt doch eh nichts.
    ich zerstöre meine Beziehung, wenn ich so bin wie ich bin.
    ich zerstöre mein ganzes Leben, und am schluss steh ich wieder alleine da, nur der Zwang bleibt.
    gibt es hier jemanden, der aus so einem tiefen Loch wieder raus gekommen ist?
    ich trage diese Probleme 10 Jahre mit mir rum, und glaubt mir, ich bin es leid. immer zu kämpfen und zu kämpfen und immer wieder zu versagen, mir reichts..!

  2. #2
    Gast5147
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    Hallo Blümchen ,

    ich habe eine Frage.
    Diese Sache mit Deinem Großvater scheint ja ein traumatisches Erlebnis für Dich gewesen zu sein. Hat da später mal jemand aus Deiner Familie mit Dir gesprochen? Zum Beispiel die Krankheit erklärt, kindgerecht?
    Bei solchen Sachen (ich kenne das auch), braucht man als Kind einen familiären Halt und jemanden (z.B. die Mutter), die beruhigend auf einen einwirkt. Kennst Du das?

    Ich finde es arg erschreckend, dass Du schon derart früh solche Ängst erleben musstest und ja immer noch musst. Ich frage mich immer, was da mit dem Umfeld nicht stimmt, dass Du überhaupt kein Fundament hast ...
    Ich habe den Eindruck, es hat Dich nie jemand aufgefangen, ist das richtig?
    (ich warte mal, was Du noch schreibst)

    LG

  3. #3
    Neuling
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    hallo, nach dem Tod meines Opas wurde gar nicht drüber geredet, da meine Eltern das Gefühl hatten, ich habe es gut verarbeitet. An den einen Dezember-Abend wurde mein Opa vom Krankenwagen geholt. In der Früh kam die Nachricht dass er gestorben ist. Und an dem selben Tag bin ich noch mit den Nachbarskindern Schlittenfahren gegangen, während mein 5 Jahre älterer Bruder in sein Zimmer verzogen hat und geweint hat. Ich habe nicht geweint, nicht drüber geredet. Plötzlich kamen diese Ängste. Wie aus dem Nichts.
    die Bindung zu meinem Opa war eine sehr starke Binung. Ich lebte meine ganze Kinderheit ( solange mein Opa eben da war.. ) vor allem bei meinem Opa der in der Einliegerwohung im selben Haus gelebt hat. Ich hab den ganzen Tag bei im verbracht, bei ihm gegessen, bei ihm gespielt. Als ich mein Fuß gebroche hatte, hat er mich im Rollstuhl durch die Welt gefahren. Er war wie eine "Mama" für mich und in meiner Kindheit ( bis ich 7 war ) war ich mehr bei ihm als bei meinen Eltern. Mein Papa ist und war auch schon immer voll berufstätig den ganzen Tag. Nach dem Tod meines Opas wurde meine Mutter die Bezugsperson. Sie hat auch schon so einiges mit mir durchgemacht, das tut mir auch alles so leid..

  4. #4
    Gast5147
    Gast

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    Wenn Du Dir aussuchen könntest, wie Du leben willst (egal wie utopisch es ist!), wie sähe das denn aus?

  5. #5
    Neuling
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    das kann ich dir gar nicht so genau sagen. ich bin so unglücklich dass ich gar nicht weiß wie ich mir helfen soll. meine mutter wäre für einen weiteren aufenthalt in einer klinik.
    das einzige was ich mir wünschen würde wäre, einfach mal eine nacht durchzuschlafen ohne diese aufdringichen gedanken.
    dann würde ich gerne den druck in der schule aushalten und mich auch auf die schule konzentrieren können,.
    ich würde gern meiner Umwelt vertrauen und auch meinem Freund wieder glauben können ohne ihm kontrollierend hinter zu telefonieren..
    das zerstört die Beziehung und er ist meine wichtigste Bezugsperson, deshalb hab ich so angst dass er mich betrügt, habe minderwertigkeitskomplexe und glaube dass ich ihm nie reiche..
    schon allein dass er mich heute noch nicht angerufen hat gibt mir den rest, wo ich doch eigentlich weiß dss er auf nem seminar ist.
    ich sollte mich nicht mehr so sehr an menschen binden, ich hänge immer alles dran..

  6. #6
    Gast5147
    Gast

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    Deine Mutter wäre für einen Aufenthalt in einer Klinik, und Du?
    Das was Du hier schilderst ist meines Erachtens ohne unterstützende Hilfe von Fachkräften nicht zu beheben. Es muss ja noch nicht einmal "behoben" werden; es wäre ja schon ein sehr großer Schritt für Dich, zu lernen, mit all diesen Ängsten umzugehen.

    Warum es also nicht nochmal versuchen mit einem Klinikaufenthalt?
    Was sollte Dich hindern?

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