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Thema: Ich weiß nicht wohin...

  1. #1
    Neuling
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    Standard Ich weiß nicht wohin...

    Hallo!

    Es geht mir schon länger nicht mehr gut, fühle mich total überfordert mit allem. Familie, Beruf, Haushalt, etc..
    Ich weiß auch, dass ich einige wichtige Dinge aufzuarbeiten habe und habe mich deshalb letztes Jahr um eine Psychotherapie bemüht. Seit Juli/August 2010 stehe ich in 2 Praxen auf der Warteliste, bislang ohne Ergebnis.
    Als ich gerade in der Hoffnung auf Entspannung zur Mutter-Kind-Kur war, ist die Situation eskaliert. Seitdem geht gar nichts mehr. Die Ärzte/Psychologen dort haben getan was sie konnten (Diagnose: Depressionen) und bereits Kontakt mit meinem Hausarzt aufgenommen. Empfohlen haben sie mir eine Tagesklinik. Noch während der Kur habe ich mich darum gekümmert, um zu erfahren, dass die hiesige Tagesklinik Wartezeiten von 6-7 Monaten hat.
    Nach meiner Rückkehr (vor 4 Tagen) bin ich sofort zum Hausarzt und habe ihn quasi angebettelt, mir irgendwas zu geben, da die Situation einschl. der körperlichen Beschwerden (Erbrechen etc.) nicht auszuhalten ist. Er riet mir dringend zu einer stationären Therapie und hat mir einen Termin für eine Psychotherapie vermitteln können, die in 1 Monat starten kann. Da ich nicht stationär sein möchte (Familie etc.) sollte ich zumindest die Ambulanz in Anspruch nehmen und/oder einen Psychiater aufsuchen. Ein Anruf in der Ambulanz der zuständigen LWL-Klinik brachte mich auch nicht weiter, weil die für meinen Wohnort Zuständigen gerade in ein anderes Gebäude ziehen und somit keine Zeit haben. Beim Psychiater bestehen ebenfalls Wartefristen für einen Ersttermin von ca. 3 Monaten.
    Nun weiß ich nicht mehr, was ich machen soll. Ich kann so nicht weitermachen, aber Hilfe bekomme ich nirgends. Ein Medikament habe ich zur Überbrückung bekommen, das nehme ich jetzt seit 2 Tagen. Zumindest das Erbrechen hat aufgehört. Aber ich bin nicht in der Lage, den Alltag hier zuhause zu gestalten und mich angemessen um die Kinder zu kümmern. Meine Schuldgefühle deshalb sind unsagbar. Arbeiten könnte ich gar nicht, der Arzt hat mich erstmal krankgeschrieben.
    Bis zur Psychotherapie dauert es noch 1 Monat, und auch dann wird es mir ja nicht sofort besser gehen. Bleibt mir denn nichts anderes übrig, als die stationäre Aufnahme? Auch wenn ich das nicht will bzw. die Notwendigkeit nicht sehe? (Bin nicht suizidgefährdet!)
    Ich habe irgendwie das Gefühl, ich bin "im falschen Film" gelandet.

    Wer weiß Rat?

  2. #2
    Gast9035
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    Hallo Trine,

    was ist mit Deinem Ehemann bzw. der Vater der Kinder? Bist du alleinerziehend? Wieviele Kinder sind es denn?

    lg
    Meer

  3. #3
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    Mein Mann ist ganztags berufstätig und somit den ganzen Tag ausser Haus. Momentan über Pfingsten ist er natürlich zuhause und tut was er kann. Aber an meinem Bauchgefühl ändert das leider überhaupt nichts.
    Ich habe 2 Jungs, 10 und 7 Jahre alt.
    Mein Mann würde jede meiner Entscheidungen akzeptieren und auch unterstützen. Aber ich kann irgendwie momentan gar keine Entscheidung treffen.

  4. #4
    Gast9035
    Gast

    Standard

    Es gilt ja für dich die vier Wochen zu überbrücken, bis zur Therapie.
    Was ich jetzt raten würde, aber ich weiss ja nicht, ob es dein Mann mitmacht:
    für mindestens eine Woche ALLEINE irgendwohin gehen: aufs Land, an ein See mit Hotelauftenhalt. (wenn die Arbeit stress macht, kannst du das als Urlaub verbuchen lassen, keine Ahnung).

    Ich finde du musst jetzt erst mal weg von deiner Überlastung: Familie, Kinder, Haushalt...

    Du musst ja zu Dir kommen, wie soll das gehen, zu hause?
    Und selbstverständlich KEIN Handy oder so mitnehmen und fragen, wie gehts den Kindern?
    Eine Woche oder vier fünf Tage würden auch schon helfen, finde ich.
    Und dann sind es noch drei Wochen die es zu überbrücken sind.

    Vielleicht für diese Zeit dann eine Liste machen: wie kann ich mich entlasten, was kann ich delegieren. Vielleicht sollte Dein Mann Urlaub nehmen und mit Kindern wegfahren, damit du alleine sein kannst.

    Ich habe halt das Gefühl, Du musst jetzt für dich sein.

    was meinst du?
    Meer

  5. #5
    Neuling
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    Zitat Zitat von das Meer Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte Dein Mann Urlaub nehmen und mit Kindern wegfahren, damit du alleine sein kannst.

    Ich habe halt das Gefühl, Du musst jetzt für dich sein.

    was meinst du?
    Meer
    Das ist völlig richtig, ich müßte hier raus aus allem. Aber Urlaub hatten wir gerade und ich bin seit 4 Tagen aus der anschließenden Kur. Genutzt hat es ja alles nichts, eher im Gegenteil.
    Mein Mann würde jetzt garantiert keinen Urlaub bekommen. Und den bräuchte er, um die Kinder zu versorgen, wenn ich wegfahren würde. Und er kann nicht mit den Kindern wegfahren, sie müssen zur Schule.
    Ob ich alleine wegfahren könnte, wäre noch die zweite Frage. Ich bin momentan nicht in der Lage, IRGENDETWAS auf die Beine zu stellen. Ich setze mich noch nicht mal hinter`s Steuer, weil ich so unruhig, fahrig, unkonzentriert und nervös bin.

  6. #6
    Neuling
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    Sag mir doch bitte jemand, wo ich SOFORT Hilfe bekommen kann! Wie macht Ihr das denn, wo doch überall Wartelisten bestehen???? Ich habe solche Angst, dass hier was passiert.

  7. #7
    Neuling
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    Hallo,

    probier es mal hier:

    Gemeinschaftspraxis
    Dr. Faude | Dr. Faude | Dr. Keller | Dr. Leimbrock
    Beethovenstraße 3a
    D-54470 Lieser
    Tel: +49 (0)6531 95300
    Fax: +49 (0)6531 953030


    Ich weiß ja nicht wo du wohnst, vielleicht passt es ja.

    Die haben eine Psychosomatische Belegabteilung in einem Krankenhaus in Bernkastel-Kues. Ich war 4 Wochen dort, hat mir sehr geholfen, dann siehst du zumindest wie es weitergehen soll...

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