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Thema: Ich will da raus!

  1. #1
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    Standard Ich will da raus!

    Hallo,

    erstmal ein paar Infos von mir. Ich bin 27 Jahre alt, arbeitslos seid beinah 2 Jahren in einer Fernbeziehung.

    Arbeitslos bin ich vor einem Jahr geworden und ich glaube da fing das Übel erst richtig an. Sicher denke ich das viele weitere Faktoren als Ursache gibt, aber genau der Punkt hat mich nahezu gelähmt.
    Ich bin vor einem Jahr einfach nicht mehr zur Arbeit gegangen. Weil ich es einfach nicht konnte. Ich hatte so stark das Gefühl dass mein Freund mich seid Anfang 2009 betrügt und irgendwie dachte ich wenn ich einfach zu Hause bleibe dann geht das nicht dann habe ich ihn unter Kontrolle. Kurz darauf bestätigte sich leider mein Verdacht mein Freund hatte eine Affaire mit meiner zu dem Punkt besten Freundin. Ich war völlig fertig. Ich hatte es seid Neujahr im Gefühl dass da was ist aber beide stritten es immer ab und machten sich lustig. Ich habe ihm eine Chance gegeben aber seid dem ich nun Klarheit hatte ließ ich ihn keine Sekunde aus den Augen wir hatten fast täglich jede Sekunde Kontakt über Skype. Ich ging nur einkaufen wenn er auf Arbeit war oder auch einkaufen aber dann auch nur schnell und mit Bauchschmerzen aus Angst er tut es wieder. Ich meldete mich nicht Arbeitslos mein Geld wurde immer knapper ich pumpte meine Eltern an oder beklaute Mitbewohner.
    Seid November 2009 bin ich endlich arbeitslos gemeldet ich wusste wenn ich nicht irgendwann im Knast landen will oder verhungern, muss ich das für mich tun. Aber dennoch habe ich mich nicht einmal beworben. Ich habe Angst dass es wieder passiert. Obwohl ich sehr weiß wenn es passiert kann ich es nicht ändern aber ich würde es wohl auch nie erfahren denn noch ne beste Freundin habe ich nicht. Um ehrlich zu sein ausser ihn habe ich derzeit keinen. Ich habe versucht über Kontaktanzeigen neue Leute kennenzulernen. Hatte auch eine ganz liebe Zuschrift aber ich bin wie gelähmt wenn ich nur daran denke ihr zu antworten. Das tut mir leid für sie aber auch für mich.

    Anfang diesen Jahres war ich durchs Arbeitsamt zu ner Trainingsmaßnahme vermittelt worden. Ich war ganze zwei Wochen von 6 da. Eine krankgeschrieben und Rest unentschuldigt deshalb habe ich auch eine Sanktion bekommen. Der Arzt der mich krankschrieb checkte mich durch und ich weiß auch nicht er drückte die richtigen Knöpfchen und landete ziemlich schnell bei meinem Psychischen Problem er verschrieb mir Antidepressiva. Der bis dahin fast 3 Monate andauernde Durchfall verschwand ich meine auch jetzt habe ich ihn nicht mehr. Auch wenn ich die Tabletten nicht mehr nehme. Ich bin umgezogen war seid Januar wieder nicht mehr beim Arzt. Mein einzig sozialer Kontakt ist noch mein Freund aber seid meinem Umzug ich weiß auch nicht die Beziehung ist anders wir telefonieren nur noch einmal am Tag für ne halbe bis ganze Stunde. Sicher ist es wohl gesünder als 24h am Tag verbunden zu sein aber es geht mir nicht gut. Er hat wieder sein reales Leben ausserhalb unserer Beziehung aufgebaut. Ich will das auch ich will nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen und auf das Telefonklingeln warten. Aber andererseits wie oben erwähnt ich schaff es nicht. Ich weiß dass ich draußen nie jemanden ansprechen würde und im Internet reagiere ich nicht auf nette Freundschaftsmails.

    Ich weiß dass das Forum ansich auch keine Lösung sein kann oder ist aber ich dachte/denke es ist ein Schritt auf dem Weg zurück ins Leben.

    Vielen Dank fürs "zuhören", entschuldigt Fehler darum gehts hier ja auch nicht zu dem ist es früh und ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen.

    Liebe Grüße

    V.

  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Morgen Violett,

    die einzigste Möglichkeit aus diesem Fiasko wieder heraus zu kommen wäre, gegenüber dem Arbeitsamt Farbe zu bekennen. "Dieser Weg wird
    kein leichter sein" singt ein populärer Star, könnte auch für Dich zutreffen.

    Die werden Dir für eine gewisse Zeit den Geldhahn gänzlich zudrehen, danach kann es jedoch wieder geregelte Formen annehmen und Du hast
    wieder eine neue Chance.

    Wenn Du diese Sachen geklärt hast ist der Kopf zumindest freier dafür die
    Beziehung neu zu überdenken.


    Liebe Grüße
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  3. #3
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    Du magst vielleicht nicht ganz unrecht haben. Aber andererseits würde mich das noch tiefer schmeißen. Denn ohne Geld nix Miete, nix Lebensunterhalt. Da ich nicht mehr in ner WG wohne bin ich jetzt wirklich real alleine für meinen Lebensunterhalt verantwortlich. Vorher konnte ich mich überall durchschnorren. Nur mal ehrlich wer spielt da lange mit.

    Alleine die Angst vor dem nichts stehen zu können wenn ich so weiterlebe hat mich heute morgen zumindest schon mal wieder angetrieben endlich das Jobrad wieder in die Hand zu nehmen und Bewerbungen zu versenden. Und das gute ist sollte ich wirklich eingeladen werden werde ich auch hingehen denn ich weiß lehne ich ab oder vergeige ich es stehe ich wieder bei Null. Doch diesmal mit dem Unterschied dass ich nicht schummeln kann. Ich will wirklich wieder Arbeiten meine große Angst ist dass die Furcht vor einem weiteren Betrug von ihm mich irgendwann wieder aufprallen lässt. Wenn du verstehst wie ich das meine, mir ist bewusst dass ich gefesselt bin wegen der krankhaften Vorstellung ihn kontrollieren zu können wenn ich mein Leben aufgebe. Immer wieder fasse ich den Entschluss mich von ihm zu lösen doch kaum höre ich seine liebevolle Art am Telefon, seine wirklich verständnisvollen Erläuterungen wenn ich mal wieder nachhake. Ganz tief in mir weiß ich dass er mir das nicht nochmal antun würde aber oberflächlich geht die Vernunft verloren.
    Ach ich weiß es auch nicht. Ich will nicht mehr dass diese Angst, diese Eifersucht mein Leben bestimmt.

    Gruß V.

  4. #4
    Gast784
    Gast

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    hallo Violett, warst Du mal bei ner psychologischen Beratungsstelle, um dich über professionelle Hilfsangebote umfassend zu informieren? Ich werd das Gefühl nicht los, dass da ein passives Kernproblem hinter dieser Lähmung auf allen Gebieten (Eifersucht, Arbeit, Freunde) steht.

    Kann es sein, dass Du zudem die zwei punkteArbeit und Eifersucht schon ganz blöd miteinander "verknüpft" hast, also dass Dich Arbeiten gehen immer an den Betrug erinnert, warum Du dann natürlich Null Motivation fürs Arbeiten hast, ausser dem Existenzzwang? Diese Dinge gehören aber nicht zusammen, ist nun leider schwer ausm Kopf zu kriegen. Aber mach Dir mal klar, was Dir Arbeit - ausser der Existenzsicherung - noch bringen könnte. z.B. einen sicheren Rahmen, in dem Du mehr Ruhe hast, um Dein Eifersuchtsproblem anzuschauen, Abwechslung und Bestätigung, neue Kontakte, alles Dinge, die Dich unabhängiger machen von Deiner Beziehung.

    Bevor ich jetzt wieder unter Rhetts Generalverdacht komme, ich würde immer nur Trennungen probagieren (sry, Rhett, konnt ich mir nicht verkneifen ) Es geht mir nicht darum. Es geht mir darum, dass Du überhaupt wieder in eine Postion kommst, in der Du Deine freie Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit wieder erhältst und dann selbst in der Lage bist, diese Frage zu beantworten. Im Moment ist das vorrangige Problem, dass Du in einer Lähmung bist, die Dich auf allen Lebensbereichen blockiert. Es ist die Frage, was sitzt da in der Tiefe, denn das ist das Problem, nicht dass Du betrogen wirst, wenn Du nicht ein Wachhund daneben sitzt und deshalb Dein Leben für diesen "Job" aufgeben musst. Das ist lediglich die Auswirkung davon.
    Geändert von Gast784 (19.04.2010 um 08:33 Uhr)

  5. #5
    Wunderlampe
    Gast

    Standard

    Hallo violett

    Für mich hören sich deine Schilderungen an als wärst du regelrecht süchtig nach der Beziehung zu deinem Freund. Du bist abhängig von ihm wie von einer Droge und tust alles, dass du deine überlebenswichtige Dosis bekommst und dass du deine Quelle zu sicherst.

    Es wird Zeit, dass du dir Hilfe suchst, die dir aus diesem Suchtproblem hilft.

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