Hallo Leute,
ich weiß ich habe hier schon zwei Threads aber es passt da einfach nicht mehr rein.
Aber ich möchte da einfach nicht mehr posten, auch weil es schon so lange her ist. Bitte gestattet es mir es hier zu tun.
Alle Überschriften in diesem Forenbereich sind sich so ähnlich, in sovielen steht dasselbe aber ich reihe mich jetzt dennoch mal ein und eröffne mit den Worten, ich will nicht mehr.
Es ist merkwürdig wie ich mich fühle. Ich sollte zufrieden sein mit dem was ich habe, weil es Millionen gibt auf der Welt die es weit schlechter haben und ich bin so egoistisch und bin unzufrieden mit meinem Leben. Auch wieder ein Grund weswegen ich mich selber schon fast verachte und dabei macht diese Art zu denken nicht einmal Sinn.
Ich hasse mein Leben so wie es momentan ist und ich weiß nicht wie und ob ich es überhaupt ändern kann.
Ich habe seit beinahe 4 Jahren mein Abitur und nichts seitdem erreicht, dabei bin ich seit 08 in einer Universität eingeschrieben aber da fing es auch schon an. Ich hatte das falsche Fach gewählt, habe gewechselt ohne nachzudenken, weil ich einfach weg wollte und wieder den Fehler gemacht ins falsche zu gehen. Jetzt studiere ich mein drittes Fach und sabotiere mich wieder selber. Ich lerne nicht genügend, besuche nicht genügend Vorlesungen und erreiche so gut wie nichts.
Nebenher (auch seit 08) arbeite ich nebenher um mir das alles zu finanzieren und weil ich keinerlei Unterstützung von anderen Institutionen (Bafög etc.) erhalte. Zudem lebe ich bei meinen Eltern. Immernoch dabei bin ich 24 und will nur noch raus aber auch sie können mich nicht unterstützen. Ausserdem kriege ich bei meiner Familie die Krise da sie am zerfallen ist. Mein Vater ist Pflegefall und Frührentner (hat Selbstmordversuch hinter sich), meine Mutter überfordert und nervlich fertig und meine Schwester ist eine Stubenhockerin die Kunst studiert hat, jetzt wieder studiert und ohne mich in dieser Familie nur ausgenutzt wird. Sie verlässt das Haus nicht (kann es sich auch nicht leisten) und ich kann nicht raus solange sie hier ist, sonst lässt sie sich fertig machen... Insgesamt ist meine Familie auch noch hoch verschuldet und mein Vater will die Realität nicht akzeptieren. Er möchte das Haus nicht aufgeben und riskiert lieber die finanzielle Zukunft seiner ganzen Familie.
Ich wollte mein Leben lang nur studieren und nun hasse ich diese Zeit mehr als alles was ich je erlebt habe.
Meine Freunde m*****ieren im Leben vorran. Einer macht sich selbstständig, ein anderer hat eine Ausbildung gemacht und studiert jetzt neben dem Beruf BWL (zwar mit mäßigem Erfolg aber immerhin) und ein anderer hat seine schulische Ausbildung hinter sich und arbeitet (ist gleichalt wie ich und überlegt auch zu studieren).
Wieder andere mit dennen ich 08 damals anfing sind bald fertig und ich habe NICHTS. Das sollte mich nicht kümmern aber zeige mir einen dem das egal ist.
Freundin habe ich auch keine, wie auch. Könnte sie ja nicht mal mit nach Hause bringen. Meine Eltern streiten sich nur, meine Schwester lebt in einem Saustall und mit 24 Jahren, ohne Ziel im Leben, mit ******* Job und daheim bei Mama? Wer würde sowas wollen?
Ich sage mir beinahe jeden Tag wie sehr ich mein Leben hasse, dass hat sich leider bereist eingebürgert. Ich würde so gerne gehen aber ich kann es nicht, egal was ich mache. Ich kann es mir nicht leisten aber ich will auch keine Ausbildung woanders machen und danach studieren, da es kaum einen Ausbildungsberuf gäbe der mich interessier. Ich möchte studieren und wenn ich das jetzt nicht tue, werde ich es nie. Das weiß ich einfach....
Ich habe das noch nie jemandem gesagt. Ich hasse mein Leben, ich habe Angst vor meinem Leben. Mir ist alles egal, ich bin agressiv, ich traue mich mehr als früher, ich beschwöre Ärger heraus und tue Dinge die ich früher nie gemacht hätte... Meißtens kann ich mich mit meinem lockeren Mundwerk und meinem Humor rausreden aber irgendwann bau ich richtig Mist.
ich habe keine Ahnung was mit mir los ist, ich komme mir vor als würde ich verdummen, ich werde immer öfters krank, ich mache mich selber fertig, ich sehe keinen Ausweg mehr und habe sogar schon mal an Selbstmord gedacht aber habe es nicht getan, weil ich das meiner Familie und meinen Freunden nicht antun kann. Ausserdem sind solche Menschen in meinen Augen Feiglinge. Das habe ich damals meinem Vater ins Gesicht gesagt, als er es versucht hatte und das hat ihn bis heute am Leben erhalten. Ich muss für meine Mitmenschen da sein, daher bin ich da. Ich will aber endlich auch mal glücklich sein und aufhören mein Leben vor mir her schieben zu müssen. Ich war immer organisiert, präzise, fleißig und angagiert und jetzt erkenne ich mich nicht mehr wieder. Ich empfinde Traurigkeit, Hass und ich denke ich habe eine richtige Depression. Ich habe sogar schon darüber nachgedacht mich zu besaufen und das ist kein gutes Zeichen, denn ich habe mein gesamtes Leben weder geraucht noch einen Tropfen Alkohol zu mir genommen (außer in Medikamenten oder im Essen, kann man ja nicht immer kontrollieren).
Tut mir leid das der Text so lange war aber wenn man einmal anfängt, kann man nur schwer wieder aufhören.
Vielen Dank


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