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Thema: Ich will nicht mehr

  1. #1
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    Standard Ich will nicht mehr

    Hallo Leute,

    ich weiß ich habe hier schon zwei Threads aber es passt da einfach nicht mehr rein.

    Aber ich möchte da einfach nicht mehr posten, auch weil es schon so lange her ist. Bitte gestattet es mir es hier zu tun.

    Alle Überschriften in diesem Forenbereich sind sich so ähnlich, in sovielen steht dasselbe aber ich reihe mich jetzt dennoch mal ein und eröffne mit den Worten, ich will nicht mehr.

    Es ist merkwürdig wie ich mich fühle. Ich sollte zufrieden sein mit dem was ich habe, weil es Millionen gibt auf der Welt die es weit schlechter haben und ich bin so egoistisch und bin unzufrieden mit meinem Leben. Auch wieder ein Grund weswegen ich mich selber schon fast verachte und dabei macht diese Art zu denken nicht einmal Sinn.

    Ich hasse mein Leben so wie es momentan ist und ich weiß nicht wie und ob ich es überhaupt ändern kann.

    Ich habe seit beinahe 4 Jahren mein Abitur und nichts seitdem erreicht, dabei bin ich seit 08 in einer Universität eingeschrieben aber da fing es auch schon an. Ich hatte das falsche Fach gewählt, habe gewechselt ohne nachzudenken, weil ich einfach weg wollte und wieder den Fehler gemacht ins falsche zu gehen. Jetzt studiere ich mein drittes Fach und sabotiere mich wieder selber. Ich lerne nicht genügend, besuche nicht genügend Vorlesungen und erreiche so gut wie nichts.

    Nebenher (auch seit 08) arbeite ich nebenher um mir das alles zu finanzieren und weil ich keinerlei Unterstützung von anderen Institutionen (Bafög etc.) erhalte. Zudem lebe ich bei meinen Eltern. Immernoch dabei bin ich 24 und will nur noch raus aber auch sie können mich nicht unterstützen. Ausserdem kriege ich bei meiner Familie die Krise da sie am zerfallen ist. Mein Vater ist Pflegefall und Frührentner (hat Selbstmordversuch hinter sich), meine Mutter überfordert und nervlich fertig und meine Schwester ist eine Stubenhockerin die Kunst studiert hat, jetzt wieder studiert und ohne mich in dieser Familie nur ausgenutzt wird. Sie verlässt das Haus nicht (kann es sich auch nicht leisten) und ich kann nicht raus solange sie hier ist, sonst lässt sie sich fertig machen... Insgesamt ist meine Familie auch noch hoch verschuldet und mein Vater will die Realität nicht akzeptieren. Er möchte das Haus nicht aufgeben und riskiert lieber die finanzielle Zukunft seiner ganzen Familie.

    Ich wollte mein Leben lang nur studieren und nun hasse ich diese Zeit mehr als alles was ich je erlebt habe.

    Meine Freunde m*****ieren im Leben vorran. Einer macht sich selbstständig, ein anderer hat eine Ausbildung gemacht und studiert jetzt neben dem Beruf BWL (zwar mit mäßigem Erfolg aber immerhin) und ein anderer hat seine schulische Ausbildung hinter sich und arbeitet (ist gleichalt wie ich und überlegt auch zu studieren).

    Wieder andere mit dennen ich 08 damals anfing sind bald fertig und ich habe NICHTS. Das sollte mich nicht kümmern aber zeige mir einen dem das egal ist.

    Freundin habe ich auch keine, wie auch. Könnte sie ja nicht mal mit nach Hause bringen. Meine Eltern streiten sich nur, meine Schwester lebt in einem Saustall und mit 24 Jahren, ohne Ziel im Leben, mit ******* Job und daheim bei Mama? Wer würde sowas wollen?

    Ich sage mir beinahe jeden Tag wie sehr ich mein Leben hasse, dass hat sich leider bereist eingebürgert. Ich würde so gerne gehen aber ich kann es nicht, egal was ich mache. Ich kann es mir nicht leisten aber ich will auch keine Ausbildung woanders machen und danach studieren, da es kaum einen Ausbildungsberuf gäbe der mich interessier. Ich möchte studieren und wenn ich das jetzt nicht tue, werde ich es nie. Das weiß ich einfach....

    Ich habe das noch nie jemandem gesagt. Ich hasse mein Leben, ich habe Angst vor meinem Leben. Mir ist alles egal, ich bin agressiv, ich traue mich mehr als früher, ich beschwöre Ärger heraus und tue Dinge die ich früher nie gemacht hätte... Meißtens kann ich mich mit meinem lockeren Mundwerk und meinem Humor rausreden aber irgendwann bau ich richtig Mist.

    ich habe keine Ahnung was mit mir los ist, ich komme mir vor als würde ich verdummen, ich werde immer öfters krank, ich mache mich selber fertig, ich sehe keinen Ausweg mehr und habe sogar schon mal an Selbstmord gedacht aber habe es nicht getan, weil ich das meiner Familie und meinen Freunden nicht antun kann. Ausserdem sind solche Menschen in meinen Augen Feiglinge. Das habe ich damals meinem Vater ins Gesicht gesagt, als er es versucht hatte und das hat ihn bis heute am Leben erhalten. Ich muss für meine Mitmenschen da sein, daher bin ich da. Ich will aber endlich auch mal glücklich sein und aufhören mein Leben vor mir her schieben zu müssen. Ich war immer organisiert, präzise, fleißig und angagiert und jetzt erkenne ich mich nicht mehr wieder. Ich empfinde Traurigkeit, Hass und ich denke ich habe eine richtige Depression. Ich habe sogar schon darüber nachgedacht mich zu besaufen und das ist kein gutes Zeichen, denn ich habe mein gesamtes Leben weder geraucht noch einen Tropfen Alkohol zu mir genommen (außer in Medikamenten oder im Essen, kann man ja nicht immer kontrollieren).

    Tut mir leid das der Text so lange war aber wenn man einmal anfängt, kann man nur schwer wieder aufhören.

    Vielen Dank

  2. #2
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
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    Standard Auf zu neuen Ufern !

    Hallo The GreatNIck!

    Die Überschrift zu diesem Kommentar ist kein Zufallsprodukt sondern eher mit einer Frage verbunden : Ändert sich durch diesen Appel etwas oder liest Du
    beagtes wie all die anderen Überschriften eines Statements ? Ähnliche Probleme bedingen ebensolche Einleitungen, das spricht allenfalls für die User wenn sie
    verwandte Inhalte zur Sprache bringen.

    Suizidgedanken sind oft ein Synomym für einen letzten Hilfeschrei, Dein sehnlicher Wunsch nach Glücklichsein hat ähnliche Attribute. Somit habe ich
    die Gewissheit dass Du noch offen für Zuspruch und Anregungen bist :

    Frusterlebnisse hast Du hinreichend genügend zu verzeichnen, darüber braucht
    keine Übereinstimmung gefunden zu werden. Wo es hakt wird in den meisten Fällen im Bezug auf Deine Person zu suchen sein. Das darfst Du auf keinen Fall als Schuldzuweissung verstehen sondern als Vorschlag darüber nachzudenken.


    Liebe Grüße
    glasi
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

  3. #3
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    Standard

    Zitat Zitat von glasheuler Beitrag anzeigen
    Suizidgedanken sind oft ein Synomym für einen letzten Hilfeschrei, Dein sehnlicher Wunsch nach Glücklichsein hat ähnliche Attribute. Somit habe ich
    die Gewissheit dass Du noch offen für Zuspruch und Anregungen bist :
    Allerdings nur raus damit, sonst würde ich doch hier nicht um Rat fragen.

    Zitat Zitat von glasheuler Beitrag anzeigen
    Frusterlebnisse hast Du hinreichend genügend zu verzeichnen, darüber braucht
    keine Übereinstimmung gefunden zu werden. Wo es hakt wird in den meisten Fällen im Bezug auf Deine Person zu suchen sein. Das darfst Du auf keinen Fall als Schuldzuweissung verstehen sondern als Vorschlag darüber nachzudenken.
    Ich weiß aber das ich ebenfalls Schuld an meiner Situation bin aber was hast du herausgelesen was mir helfen könnte mich zu ändern? Wo siehst du das, oder ein Problem?

  4. #4
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    Standard

    Hallo, TheGreatNick,
    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    ich weiß ich habe hier schon zwei Threads aber es passt da einfach nicht mehr rein.
    kein Problem.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Aber ich möchte da einfach nicht mehr posten, auch weil es schon so lange her ist. Bitte gestattet es mir es hier zu tun.
    Aber klar doch. Da wird sich schon niemand beschweren.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Alle Überschriften in diesem Forenbereich sind sich so ähnlich, in sovielen steht dasselbe aber ich reihe mich jetzt dennoch mal ein und eröffne mit den Worten, ich will nicht mehr.
    Ist natürlich auch am besten, für solch einen Fall einen eigenen Thread zu eröffnen. Dies einfach in Form einer Antwort in einem bestehenden Thread zu packen wäre auch nicht das Klügste, da solches dann leicht versickert.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Es ist merkwürdig wie ich mich fühle. Ich sollte zufrieden sein mit dem was ich habe, weil es Millionen gibt auf der Welt die es weit schlechter haben
    Im Prinzip ist das schon eine recht vernünftige Einstellung, die Du da schilderst. Im eigentlichen Grunde und in extremeren Fällen wie Hilfeschreie, solange man's so nennen will, aber dann doch nicht mehr sinnvoll. Ich persönlich, nur als kleines Beispiel, habe Depressionen und, wie mein Name vermuten lässt, neurotische Störungen - und auch, wenn ich weiß, dass es eine Unmenge an Menschen auf der Welt gibt, denen es leicht bis wirklich sehr viel schlechter geht als mir, kann ich nicht jetzt euphorisch in die Luft springen und meinem Gott dafür danken, dass ich "nur" Depressionen und dafür kein AIDS oder keine Psychosen oder Multiple Sklerose habe oder was auch immer noch so furchtbar leidensvoll sein kann. Dem kleinen Kind aus Afrika mit AIDS geht es einfach beschissen, dem alten Greis von nebenan mit Schizophrenie geht es einfach beschissen und Dir geht es einfach beschissen. Und dazu kann man auch stehen, ohne von jemandem angemault werden zu müssen, dem es im eigentlichen Sinne noch schlechter als Dir geht.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    und ich bin so egoistisch und bin unzufrieden mit meinem Leben. Auch wieder ein Grund weswegen ich mich selber schon fast verachte und dabei macht diese Art zu denken nicht einmal Sinn.
    Nunja, Du hast schon recht. Aber verachte Dich nie, solange Du noch den Wille hast, etwas zu erreichen. Ein Abitur ist schonmal eine sehr gute Basis dafür. Warum bist Du egoistisch bzw. woran siehst Du das denn an Dir?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich hasse mein Leben so wie es momentan ist und ich weiß nicht wie und ob ich es überhaupt ändern kann.
    Glaube mir, das kannst Du. Und ich verstehe Dich, wenn Du sagst, Du hasst Dein zurzeitiges Leben. Ganz ehrlich, Bester: Jeder Mensch muss mal durch eine Krisenzeit, jeder hat irgendwann mal ein Leben zu kämpfen. Schau, ich bin jünger als Du und muss dafür kämpfen, dass ich über die Runden komme. Muss auch durch. Und ich weiß, dass es sich lohnt, da durchzugehen. Wenn man noch dabei ist, einen steilen Berg zu klettern, sieht man weit und breit nichts von einer schönen Aussicht, sondern nur harten Fels vor den Augen. Aber ist man durch... Zack! Ein wundervoller Ausblick und Du kannst auf Deine Leidenszeiten treten. Und das ist keine Erfindung.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich habe seit beinahe 4 Jahren mein Abitur und nichts seitdem erreicht,
    Das ist natürlich sehr schade und ärgerlich, aber auch verständlich. Einem nahen Bekannten von mir geht es in dieser Hinsicht sehr ähnlich (dieses Jahr ist schon das fünfte Jahr).

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    dabei bin ich seit 08 in einer Universität eingeschrieben aber da fing es auch schon an. Ich hatte das falsche Fach gewählt,
    Was studierst Du denn bzw. was gedenkst Du zu studieren?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    habe gewechselt ohne nachzudenken, weil ich einfach weg wollte und wieder den Fehler gemacht ins falsche zu gehen.
    Welches falsche Fach?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Jetzt studiere ich mein drittes Fach und sabotiere mich wieder selber. Ich lerne nicht genügend, besuche nicht genügend Vorlesungen und erreiche so gut wie nichts.
    Aber warum genau? Das habe ich nicht herauslesen können. Weil Du zu überlastet bist, um Dich noch auf das Studium konzentrieren zu können? Behalte Deine Familie zwar immer im Auge, aber verärgere Dich nicht zu sehr durch die ganzen Umstände. Wenn Du erstmal richtig ins Studium einsteigst und Dir das Studium brennend heiß gefällt, wirst Du damit besser zurechtkommen. Das ist bei mir mit der Schule genauso. Ich hatte ein Jahr abgebrochen und quasi nichts mehr Sinnvolles während dieser Zeit gemacht, weil ich mich ständig wie ein Müllsack fühlte, aber als ich wieder ins Leben einstieg - es fiel mir nicht besonders leicht -, habe ich deutlich gespürt, wie ich mit den Alltagsproblemen einigermaßen besser zurechtkommen kann (nebenbei, damit Du mich irgendwo einordnen kannst: Mein Vater hat auch schon eine Art Suizidversuch hinter sich und ich lebe schon mein Leben lang mit meiner halben Familie (Mutter und Bruder) in einer engen Wohnung, sodass gerade ich als jemand, der Ruhe braucht, nie Ruhe findet).

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Nebenher (auch seit 08) arbeite ich nebenher um mir das alles zu finanzieren und weil ich keinerlei Unterstützung von anderen Institutionen (Bafög etc.) erhalte.
    Wenn Du nicht studierst, werden sie Dir keinen Cent hergeben. Aber wenn Du erstmal anfängst, richtig zu studieren (fange möglichst bald damit an und denke nicht an Verzögerung) und dem Amt erzählst, dass Du Probleme bei Dir zuhause hast, hast Du in aller Regel einen Anspruch auf BAFöG. Da würde ich doch schonmal etwas härter auf die Türe klopfen. Und außerdem gibt es ja Studenten-BAFöG. Warum kriegst Du keine Unterstützung?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Zudem lebe ich bei meinen Eltern. Immernoch dabei bin ich 24 und will nur noch raus aber auch sie können mich nicht unterstützen.
    Abgesehen vom Alter geht es mir hier genauso wie Dir. Du als eigentlicher Student hast ja schon eher den Vorteil für Unterstützungsanrecht. Du hast doch auch nun eine Arbeit. Was passiert mit dem Geld, das Du dabei verdienst?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ausserdem kriege ich bei meiner Familie die Krise da sie am zerfallen ist. Mein Vater ist Pflegefall und Frührentner (hat Selbstmordversuch hinter sich), meine Mutter überfordert und nervlich fertig und meine Schwester ist eine Stubenhockerin die Kunst studiert hat, jetzt wieder studiert und ohne mich in dieser Familie nur ausgenutzt wird.
    Ja, das kann ich gut verstehen. Aber Du sollst Dich nicht so sehr daran belasten. Ich weiß, es ist immer belastend, aber Du solltest erstmal zusehen, dass Du eine stabile Stütze für Dein eigenes Leben bekommst.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Sie verlässt das Haus nicht (kann es sich auch nicht leisten) und ich kann nicht raus solange sie hier ist, sonst lässt sie sich fertig machen...
    Fertig machen? Wie das, Bester?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Insgesamt ist meine Familie auch noch hoch verschuldet und mein Vater will die Realität nicht akzeptieren. Er möchte das Haus nicht aufgeben und riskiert lieber die finanzielle Zukunft seiner ganzen Familie.
    Wow, ihr habt sogar ein Haus. Das weckt Träume in mir...
    Hast Du ihm das auch so gesagt, wie Du es hier sagtest?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich wollte mein Leben lang nur studieren und nun hasse ich diese Zeit mehr als alles was ich je erlebt habe.
    Warum denn ein Leben lang? Danach zu arbeiten und Geld zu verdienen wäre was exzellentes, meinst Du nicht auch?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Meine Freunde m*****ieren im Leben vorran. Einer macht sich selbstständig, ein anderer hat eine Ausbildung gemacht und studiert jetzt neben dem Beruf BWL (zwar mit mäßigem Erfolg aber immerhin) und ein anderer hat seine schulische Ausbildung hinter sich und arbeitet (ist gleichalt wie ich und überlegt auch zu studieren).
    Dass Deine Freunde etwas weiter als Du sind, sollte besser erstmal egal sein. Mein Idol Albert Einstein hatte auch eine tolle Karriere, wie ich sie nie haben würde. Kümmere Du Dich erstmal nur um Dich selbst. Und das ist kein Egoismus. Egoismus geht schon etwas anders. Außerdem hast Du im Gegensatz zu Deinen Freunden private Probleme, da kann man Dir nichts vormachen.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Wieder andere mit dennen ich 08 damals anfing sind bald fertig und ich habe NICHTS. Das sollte mich nicht kümmern aber zeige mir einen dem das egal ist.
    Dir sollte das egal sein. Und mir ist es auch egal, dass meine vorigen Schulkameraden schon dieses Jahr das Abitur machen und ich noch ein Jahr mehr machen muss. Man sollte nicht zu egoistisch sein, das ist schon eine richtige Einstellung von Dir, aber man sollte das Ego auch nicht verachten. Es ist ja Dein Leben. Und seitens Deiner Freunde ist es das Leben Deiner Freunde.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Freundin habe ich auch keine, wie auch. Könnte sie ja nicht mal mit nach Hause bringen. Meine Eltern streiten sich nur,
    Ich würde mich darüber erstmal nicht sooo sehr aufregen. Eine Freundin kann man immer noch später haben, Ende 20er, Anfang 30er oder noch später, wie man will. Und Du könntest, wenn Du eine Freundin hättest, ja noch zu ihr gehen und es ihr verständlich machen, dass es Dir nicht passt, wenn sie zu Dir kommen würde. Für eine Freundin (!) sollte das eigentlich kein Problem sein, meinst Du nicht auch so?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    meine Schwester lebt in einem Saustall und mit 24 Jahren, ohne Ziel im Leben, mit ******* Job und daheim bei Mama? Wer würde sowas wollen?
    Hat sie nicht studiert? Sie wird auch schon ihren Weg finden. Und wenn sie schon ihr Weg gefunden hat, ist es doch wunderbar.

    TEIL 2 FOLGT
    Geändert von Neuro (20.01.2011 um 00:04 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich sage mir beinahe jeden Tag wie sehr ich mein Leben hasse, dass hat sich leider bereist eingebürgert. Ich würde so gerne gehen aber ich kann es nicht, egal was ich mache.
    Jetzt geht es natürlich noch nicht. Erstmal was Vernünftiges anfangen, dann wird's schon klappen. Entscheide Dich: Studium und dafür eventuell länger bei Mama wohnen (falls trotz Anfrage kein BAFöG) oder Arbeit und dafür eher weg?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich kann es mir nicht leisten aber ich will auch keine Ausbildung woanders machen und danach studieren, da es kaum einen Ausbildungsberuf gäbe der mich interessier. Ich möchte studieren und wenn ich das jetzt nicht tue, werde ich es nie. Das weiß ich einfach....
    Du hast recht. Oder aber auch wird Dich selbst Deine Traumbranche nicht mehr aufnehmen wollen, weil eine große Lücke im Lebenslauf auftritt, sodass das Studium eigentlich für die Katz wäre. Also: Wenn Du studieren willst, dann jetzt sofort.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich habe das noch nie jemandem gesagt.
    Deinen Eltern es anzuvertrauen wäre keine schlechte Idee. Probiere es doch bitte mal.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich hasse mein Leben, ich habe Angst vor meinem Leben.
    Und was gedenkst Du gegen Deine Angst zu tun?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Mir ist alles egal, ich bin agressiv, ich traue mich mehr als früher, ich beschwöre Ärger heraus und tue Dinge die ich früher nie gemacht hätte... Meißtens kann ich mich mit meinem lockeren Mundwerk und meinem Humor rausreden aber irgendwann bau ich richtig Mist.
    Ganz bestimmt hast Du hier recht. Geht mir oft ähnlich. Aber suche Dir erstmal das aus, was Du nun tun willst: Studium oder Ausbildung? Denk erstmal nur an Dich und schiebe die familiären Probleme in den Hintergrund. Sonst kommst Du nie raus.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    ich habe keine Ahnung was mit mir los ist, ich komme mir vor als würde ich verdummen,
    Weniger verdummen. Aber nicht den Mut verlieren. Ich glaube jedenfalls an Dich.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    ich werde immer öfters krank, ich mache mich selber fertig, ich sehe keinen Ausweg mehr und habe sogar schon mal an Selbstmord gedacht aber habe es nicht getan, weil ich das meiner Familie und meinen Freunden nicht antun kann. Ausserdem sind solche Menschen in meinen Augen Feiglinge.
    Warum denn Feiglinge?
    Ich habe manchmal auch Selbstmordgedanken, aber ich weiß nun: Würde ich es wirklich tun oder auch nur versuchen, wäre ich der größte Feigling von allen.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Das habe ich damals meinem Vater ins Gesicht gesagt, als er es versucht hatte und das hat ihn bis heute am Leben erhalten.
    Finde ich auch klasse. Siehst Du? Du hast Deinem Vater damit sehr geholfen. Hast es also doch zu etwas gebracht. Und jetzt musst Du etwas für Dich bringen. Du kannst in Deinem Vater die Motivation sehen, er ist Dein Stolz, was auch immer Gott geschehen lassen will.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich muss für meine Mitmenschen da sein, daher bin ich da.
    Das ist eine gute Lebenseinstellung, die hier aber:

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich will aber endlich auch mal glücklich sein und aufhören mein Leben vor mir her schieben zu müssen.
    Ist noch besser.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich war immer organisiert, präzise, fleißig und angagiert und jetzt erkenne ich mich nicht mehr wieder.
    Habe Mut! Die Fähigkeiten sind noch alle da, nur hinter dem Schatten verschollen. Nur Du weißt sie aufzufinden. Ich werde Dir nicht den Weg weisen können, aber hinter Dir stehen.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich empfinde Traurigkeit, Hass und ich denke ich habe eine richtige Depression.
    Apropos Depressionen: Warst Du eigentlich schonmal bei einem Facharzt für Deine Probleme? Erstmal bei Deinem Hausarzt?

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Ich habe sogar schon darüber nachgedacht mich zu besaufen und das ist kein gutes Zeichen,
    Ist es auch nicht. Und nie würde es eines sein.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    denn ich habe mein gesamtes Leben weder geraucht noch einen Tropfen Alkohol zu mir genommen (außer in Medikamenten oder im Essen, kann man ja nicht immer kontrollieren).
    Alle Achtung. Ich habe es dazu nicht gebracht. Mache nur weiter so. Aber das mit der Sache "Studieren oder Ausbildung" solltest Du dringend für Dich klären.

    Zitat Zitat von TheGreatNick Beitrag anzeigen
    Tut mir leid das der Text so lange war aber wenn man einmal anfängt, kann man nur schwer wieder aufhören.
    Ich hoffe, ich konnte Dir irgendwie behilflich sein. Wenn ich etwas b a r s c h (sorry, Zensur...) rüberkam, bitte ich, das zu entschuldigen, denn so ist es keineswegs gemeint. Ich verstehe Dich in vollen Zügen, teilweise aus eigener Erfahrung und ich denke nicht, dass jetzt eine Runde Mitleid Dir wirklich etwas bringen würde.



    Gott nimmt keine Lasten. Er stärkt die Schultern.


    Mach's gut.
    Neuro
    Geändert von Neuro (20.01.2011 um 00:07 Uhr)

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Neuro für den sinnvollen Beitrag:


  7. #6
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    Hallo Neuro

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Nunja, Du hast schon recht. Aber verachte Dich nie, solange Du noch den Wille hast, etwas zu erreichen. Ein Abitur ist schonmal eine sehr gute Basis dafür. Warum bist Du egoistisch bzw. woran siehst Du das denn an Dir?
    Ich bin jemand der immer nur anderen helfen will aber nicht aus dem Bestreben mein Image zu verbessern wie es jetzt viele Psychologen und Kulturwissenschaftler behaupten, nein. Bei vielen Sachen die ich mache möchte ich nicht einmal das es jemand erfährt. Ich will nur das es denn Leuten gut geht.

    Ausserdem hasse ich es über mich zu reden und wenn mir Leute fragen stellen. Früher war ich wesentlich geselliger. Die zuletzt genannte Entwicklung kam auch erst in den letzten Jahren und gefällt mir nicht, da ich mich weniger öffne wie früher. Ich habe halt immer Angst das sie über mein Studium reden wollen und das ist ein Thema das ich nicht mag, weil es mir mein Versagen aufzeigt. Dabei glaube ich sollte ich dazu stehen. Lügen bringt auch nichts.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Glaube mir, das kannst Du. Und ich verstehe Dich, wenn Du sagst, Du hasst Dein zurzeitiges Leben. Ganz ehrlich, Bester: Jeder Mensch muss mal durch eine Krisenzeit, jeder hat irgendwann mal ein Leben zu kämpfen. Schau, ich bin jünger als Du und muss dafür kämpfen, dass ich über die Runden komme. Muss auch durch. Und ich weiß, dass es sich lohnt, da durchzugehen. Wenn man noch dabei ist, einen steilen Berg zu klettern, sieht man weit und breit nichts von einer schönen Aussicht, sondern nur harten Fels vor den Augen. Aber ist man durch... Zack! Ein wundervoller Ausblick und Du kannst auf Deine Leidenszeiten treten. Und das ist keine Erfindung.
    Nette Worte aber... Naja, soweit muss man erstmal kommen.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich sehr schade und ärgerlich, aber auch verständlich. Einem nahen Bekannten von mir geht es in dieser Hinsicht sehr ähnlich (dieses Jahr ist schon das fünfte Jahr).
    Ja, ich kenne noch jemandem denn es so geht, ich weiß ja ich bin nicht allein aber es tut einfach nur weh.

    Was studierst Du denn bzw. was gedenkst Du zu studieren?
    Wollte immer Anthropologe werden, dass gibt es aber bei uns in Deutschland so nicht...

    Ich fing auf Drängen der Eltern mit Informatik an, obwohl ich wußte das ich es nicht mochte. Habe das zwei Semester lang gemacht, bin dann Übergangsweise in Physik gewechselt (da war der Suizidversuch meines Vaters usw. wurde allgemein Schlimm. Habe die meißte Zeit nur gearbeitet und war daheim) und bin jetzt im zweiten Semester Jura (wieder auf Drängen der Eltern, da ich sonst nirgends genommen wurde). Das ist alles nicht das was ich machen wollte. Dazwischen habe ich mich immer fleißig beworben. Mit mäßigem Erfolg. Habe ja keine Wartesemester.

    Wurde man in Wien aufgenommen, konnte es aber aus finanziellen Gründen nicht antreten. Das hat mir einen schweren Schlag versetzt.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Welches falsche Fach?
    Ich gebe meinen Traum aber immernoch nicht auf. Ich habe gehört das man quereinsteigen kann und auch wenn ich eigentlich in die biologische Richtung wollte, so kann ich wenigstens den Quereinstieg in die Kulturwissenschaften machen und das ist schließlich auch ein großer Bestandteil der Anthropologie. Besser als nichts. Leider müsste ich aber dann wieder "wechseln" oder zumindest ein Dualstudium machen


    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Aber warum genau? Das habe ich nicht herauslesen können. Weil Du zu überlastet bist, um Dich noch auf das Studium konzentrieren zu können? Behalte Deine Familie zwar immer im Auge, aber verärgere Dich nicht zu sehr durch die ganzen Umstände. Wenn Du erstmal richtig ins Studium einsteigst und Dir das Studium brennend heiß gefällt, wirst Du damit besser zurechtkommen. Das ist bei mir mit der Schule genauso. Ich hatte ein Jahr abgebrochen und quasi nichts mehr Sinnvolles während dieser Zeit gemacht, weil ich mich ständig wie ein Müllsack fühlte, aber als ich wieder ins Leben einstieg - es fiel mir nicht besonders leicht -, habe ich deutlich gespürt, wie ich mit den Alltagsproblemen einigermaßen besser zurechtkommen kann (nebenbei, damit Du mich irgendwo einordnen kannst: Mein Vater hat auch schon eine Art Suizidversuch hinter sich und ich lebe schon mein Leben lang mit meiner halben Familie (Mutter und Bruder) in einer engen Wohnung, sodass gerade ich als jemand, der Ruhe braucht, nie Ruhe findet).
    Ich fühle mich mehr wie ein Pfleger und eine billige Arbeitskraft der seine Freizeit mit ein bißchen studieren verbringt. Ich kann nur sehr wenige Stunden in der Woche ins Studium investieren und das wirkt sich auch auf die Noten aus. Ich muss auch dazu sagen, dass ich mein Studium nicht besonders mag. Ich möchte gerne mit vollen Herzen dahinterstehen und das kann ich jetzt nicht einmal mit einer Vene...

    Zudem leide ich an Schlafstörungen. Ich schaff es erst sehr spät in der Nacht einzuschlafen und habe keinen Schlafrythmus. Was meine Konzentrationsfähigkeit imenz stört. Ausserdem fühle ich mich jedesmal wenn ich in die Uni gehe als ob man mir den Magen raus reist. Ich fühle mich einfach unwohl.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Wenn Du nicht studierst, werden sie Dir keinen Cent hergeben. Aber wenn Du erstmal anfängst, richtig zu studieren (fange möglichst bald damit an und denke nicht an Verzögerung) und dem Amt erzählst, dass Du Probleme bei Dir zuhause hast, hast Du in aller Regel einen Anspruch auf BAFöG. Da würde ich doch schonmal etwas härter auf die Türe klopfen. Und außerdem gibt es ja Studenten-BAFöG. Warum kriegst Du keine Unterstützung?
    Zuerst hatten meine Eltern zuviel verdient (ging alles in dei Schulden) und jetzt kann ich keine Leistung nachweisen, da ich zu oft gewechselt habe. Ich bekäme vielleicht für ein Semester 150 Euro im Monat und das müsste ich auch noch voll zurückzahlen und das bringt mir nichts.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Abgesehen vom Alter geht es mir hier genauso wie Dir. Du als eigentlicher Student hast ja schon eher den Vorteil für Unterstützungsanrecht. Du hast doch auch nun eine Arbeit. Was passiert mit dem Geld, das Du dabei verdienst?
    Mit dem Geld finanziere ich was anfällt, unterstütze meine Schwester die nebenher nicht arbeitet... Nicht fair ich weiß aber das würde sie auch nicht packen und ab und zu leih ich meinen Eltern was.

    Denn Rest spar ich. Ich habe mir letzten Februar mal eine viertägige Reise gegönnt, da ich einfach mal raus musste.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Ja, das kann ich gut verstehen. Aber Du sollst Dich nicht so sehr daran belasten. Ich weiß, es ist immer belastend, aber Du solltest erstmal zusehen, dass Du eine stabile Stütze für Dein eigenes Leben bekommst.
    Ja...

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Fertig machen? Wie das, Bester?
    Meine Schwester ist meines Vaters billige Arbeitskraft und sie lässt sich auch noch ausnutzen.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Wow, ihr habt sogar ein Haus. Das weckt Träume in mir...
    Danke, jetzt fühl ich mich richtig toll... Aber freu dich nicht zu früh. Es gehört eigentlich der Bank und es ist nur eine Frage der Zeit bis wir es verlieren.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Hast Du ihm das auch so gesagt, wie Du es hier sagtest?
    Ja. Aufgrund des Hirnschades und weil er in solchen Sachen ein sturer Idiot ist, hat er so irrational darauf reagiert das weitere Diskussionen mit ihm keinen Wert mehr haben.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Warum denn ein Leben lang? Danach zu arbeiten und Geld zu verdienen wäre was exzellentes, meinst Du nicht auch?
    Wär was tolles aber soweit kann ich jetzt noch nicht denken, dass würde mich fertig machen... Ich weiß die jetzige Situation ist irgendwann mit Ende 20 nur noch eine Erinnerung aber jetzt lebe ich diese Erinnerung nun mal und da gehört es dazu, dass ich versuche meinen Traum zu retten. Ich will mir nicht irgendwann mal vorwerfen aufgegeben zu haben.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Ich würde mich darüber erstmal nicht sooo sehr aufregen. Eine Freundin kann man immer noch später haben, Ende 20er, Anfang 30er oder noch später, wie man will. Und Du könntest, wenn Du eine Freundin hättest, ja noch zu ihr gehen und es ihr verständlich machen, dass es Dir nicht passt, wenn sie zu Dir kommen würde. Für eine Freundin (!) sollte das eigentlich kein Problem sein, meinst Du nicht auch so?
    Wenn man sich wohl fühlt. Kommt das Selbstvertrauen und mit Selbstverstrauen kommen die Frauen. Das muss wahr sein, dass reimt sich.

    Nein, ich suche was festes. Ich will keine Abenteuer auf diesem Gebiet.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Hat sie nicht studiert? Sie wird auch schon ihren Weg finden. Und wenn sie schon ihr Weg gefunden hat, ist es doch wunderbar.
    Sie hat sofort ihre Nische gefunden und schon ein volles Kunststudium hinter sich.

  8. #7
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    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Jetzt geht es natürlich noch nicht. Erstmal was Vernünftiges anfangen, dann wird's schon klappen. Entscheide Dich: Studium und dafür eventuell länger bei Mama wohnen (falls trotz Anfrage kein BAFöG) oder Arbeit und dafür eher weg?
    Es ist egal was ich mache. Arbeiten muss ich. Meine Mutter würde sich wünschen mich unterstützen zu können. Sie weiß wie ich mich fühle, sie ist wie ich. Besser gesagt ich bin wie sie. Sie durfte damals nicht studieren. Musste eine Ausbildung machen und wurde arbeiten geschickt. Heute hat sie einen Job den sie hasst. Daher steht sie hinter mich und versteht es das ich weiter suche.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Du hast recht. Oder aber auch wird Dich selbst Deine Traumbranche nicht mehr aufnehmen wollen, weil eine große Lücke im Lebenslauf auftritt, sodass das Studium eigentlich für die Katz wäre. Also: Wenn Du studieren willst, dann jetzt sofort.
    Eine Ausbildung kriege ich jetzt aber auch nicht mehr. Ich muss studieren und am Schluss auch was vorweisen können.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Deinen Eltern es anzuvertrauen wäre keine schlechte Idee. Probiere es doch bitte mal.
    Habe ich schon längst. Was sollen die denn machen?

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Und was gedenkst Du gegen Deine Angst zu tun?
    Runterschlucken und ab und zu in weinend einschlafen. Naja, wenn ich einschlafen.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Ganz bestimmt hast Du hier recht. Geht mir oft ähnlich. Aber suche Dir erstmal das aus, was Du nun tun willst: Studium oder Ausbildung? Denk erstmal nur an Dich und schiebe die familiären Probleme in den Hintergrund. Sonst kommst Du nie raus.
    Ich will studieren. Ich kenne soviele die abgebrochen haben und jetzt eine Ausbildung anfangen. Die fühlen sich als hätten sie aufgegeben und so will ich mich nicht fühlen.

    Ich möchte studieren! JETZT ERST RECHT!

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Weniger verdummen. Aber nicht den Mut verlieren. Ich glaube jedenfalls an Dich.
    Das mit dem verdummen ist, denke ich, nur ein Gefühl. Ich bilde mich schon weiter und trainiere Körper und Geist.

    Danke, wenigstens einer.
    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Warum denn Feiglinge?
    Ich habe manchmal auch Selbstmordgedanken, aber ich weiß nun: Würde ich es wirklich tun oder auch nur versuchen, wäre ich der größte Feigling von allen.
    Eine extreme Meinung zum Selbstmord zu haben hält Menschen am Leben. Ich habe eine Klassenkameradin mal vom Suizid abgehalten. Zumindest glaube ich, dass ich es war. Das war damals unklar, da soviele sich um sie bemüht hatten aber es hieß mal das ich als einziges tatsächlich zur ihr durchdrang.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Finde ich auch klasse. Siehst Du? Du hast Deinem Vater damit sehr geholfen. Hast es also doch zu etwas gebracht. Und jetzt musst Du etwas für Dich bringen. Du kannst in Deinem Vater die Motivation sehen, er ist Dein Stolz, was auch immer Gott geschehen lassen will.
    Du bist religiös, dass ist für mein kein Problem. Ich bin selber auch sehr spirituell. Das ist eine Eigenschaft die mir ebenfalls sehr weiter hilft.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Habe Mut! Die Fähigkeiten sind noch alle da, nur hinter dem Schatten verschollen. Nur Du weißt sie aufzufinden. Ich werde Dir nicht den Weg weisen können, aber hinter Dir stehen.
    Ich neige dazu Menschen zu verblüffen wenn ich es will. Die Fähigkeiten sind noch da. Ich denke das meine Erfahrungen sie eher noch gestärkt haben.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Apropos Depressionen: Warst Du eigentlich schonmal bei einem Facharzt für Deine Probleme? Erstmal bei Deinem Hausarzt?
    Ich habe eine zweifelhafte Meinung zu Therapeuten, zwar wollte ich selber auch mal einer werden aber ich habe bisher noch keinen getroffen der tatsächlich fähig war.

    Meine gesamte Familie (außer ich) ist in psychiatrischer Behandlung und ich darf immer die Katastrophen bereinigen die diese Deppen hinterlassen (sorry aber bei manchen stimmt der Ausdruck). Einmal habe ich mit einem geredet und dieser hat alles gleich wieder verdreht. Als ob er mir nicht zugehört hätte. Das war nichts für mich.


    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, ich konnte Dir irgendwie behilflich sein. Wenn ich etwas b a r s c h (sorry, Zensur...) rüberkam, bitte ich, das zu entschuldigen, denn so ist es keineswegs gemeint. Ich verstehe Dich in vollen Zügen, teilweise aus eigener Erfahrung und ich denke nicht, dass jetzt eine Runde Mitleid Dir wirklich etwas bringen würde.
    Ich bin ein Zyniker der fließend Sarkasmus und Ironie spricht. Ich halte das aus. Manchmal kann Mitleid gut sein. Damit zeigt die Person das sie dir wenigtens soweit zugehört hat um zu wissen das sie jetzt nicht lachen sollte... Das ist schon viel wert. Ich selber habe ja niemanden zum reden. Meine Freunde will ich damit nicht behelligen und meine Familie bezieht immer alles auf sich. Bei anderen geht es immer gleich wieder um sie und ich steh wieder da und tröste die anderen.

    Zitat Zitat von Neuro Beitrag anzeigen
    Gott nimmt keine Lasten. Er stärkt die Schultern.
    Ich nehme was kommt. [/QUOTE]

  9. #8
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo GreatNick,

    ich lese jetzt nicht mehr im Detail die alten Freds nach, aber ich habe noch in Erinnerung, dass wir uns schon darüber unterhalten haben, dass es Deiner Familie letztlich nicht besser geht, nur weil Du Dich opferst. Durch Deine Verstrickungen mit ihr lässt Du Dich lediglich in ihren Sumpf reißen.

    Deine Eltern haben ihre Geschichte, die sie an den Punkt, an dem sie nun sind, geführt hat. Sie könnten sich professionelle Hilfe holen, aber müssen es ja nicht, weil ihr Kinder das für sie austragt. Und ihr bringt euch damit um euer eigenes Lebensglück. Du könntest mit Deiner Schwester (je nachdem, wie alt sie ist) zum sozialen Dienst, Jugend- oder Familienberatungsstelle gehen und fragen, ob es für sie passende Betreuungsprojekte gibt. Wenn es bei ihr das selbe Problem ist, wie bei Dir - dass sie nicht in ihr eigenes Leben kommt, weil sie sich aus den familiären Verstrickungen nicht befreien kann, solltet ihr beide vll mal ne psychol. Beratungsstelle in Erwägung ziehen. Dass Deine gesamte Familie psychatrisch behandelt wird, sollte Dich nicht abschrecken. Psychatrisch heisst ja nicht automatisch psychotherapeutisch. Und psychotherapeutisch heisst nicht automatisch systemisch. Hier fehlt aber meinem Eindruck nach ein Blick auf das komplette Familiensystem, weil das alles zusammen hängt.

    Vll brauchst Du erstmal nen absoluten Ausstieg, z.B. ein paar Monate work & travel. Das finanziert sich doch mehr oder weniger von selbst, so wie ich die Idee mal verstanden habe?! Und wenn Du zurück kommst, siehst Du, wie es Dir geht. Es gibt auch andere Möglichkeiten, zu was zu kommen. Du könntest erstmal jobben, Dir als Quereinsteiger eine Ausbildung berufsbegleitend finanzieren, oder eine Lehre machen, oder Du weisst dann, was Du wirklich für ein Ziel hast und ziehst einen entsprechenden Studiengang durch, ohne Dich zu sabotieren. Die Sabotage hat vermutlich am meisten mit Deiner Verstrickung mit der Familie zu tun. Es bleibt zu wenig Kraft bei Dir. Und es ist Dir sozusagen nicht erlaubt, in Dein eigenes Leben zu treten, da die Eltern Dich brauchen. Das ist aber Unrecht, denn sie müssen ihr Schicksal schon selbst lösen. Ihr könnt ihnen das nicht abnehmen, ihr könnt es ihnen nur ermöglichen, sich mit ihrer Situation nicht konfrontieren zu müssen. Dafür seid ihr aber nicht auf der Welt.

    Viel Kraft!
    Geändert von Gast784 (20.01.2011 um 05:36 Uhr)

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