Hallo zusammen,
im Mai 2008 starb mein Vater nach seinem nur 10 monatigen Kampf gegen Krebs.
Ich (26) hatte immer einen sehr guten Draht zu ihm. Nach dem Tod sprachen mich Kollegen an, dass es bewundernswert sei wie ich damit umgehe. Nur 2 Tage gefehlt, keine Durchhänger, ... sie fanden das komisch. Ich irgendwie auch... eine richtige Traurigkeit kam nämlich nie auf - außer abends ab und zu.
Ich rede oft von meinem Vater und hab immer ein Strahlen im Gesicht und rede in der Gegenwart z. B. "Mein Vater ist Lackierer" statt "war Lackierer" etc.
Neulich geschah etwas ganz komisches. Als ich wieder von den lustigen Erlebnissen sprach, schaute mich mein Freund ernsthaft an und sagte "Sei mir nicht böse wenn ich dir das jetzt sage aber: Ist dir klar, dass dein Papa nicht mehr lebt???" Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Er nahm mich in den Arm uns sagte "Du redest als würde er leben aber das tut er nicht mehr. Das musst du leider akzeptieren!" Ich bekam einen furchtbaren Heulkrampf. Es ist wirklich noch nicht "angekommen" bzw. ich will es nicht wahr haben und will es nicht akzeptieren!!! Ich habe Angst dass er dann ganz weg ist. Als meine Mutter seine Sachen zur Altkleidersammlung brachte war ich aus dem Häuschen und sagte "Das kannste doch nicht machen?! Die Sachen gehören doch Papa!!!" Bin ich verrückt?


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macht einen echt traurig und machtlos, weil mann sich nicht
Was aber meiner Meinung nach absoluter Unsinn ist.

Da gibts einen schönen Spruch: Nur wer vergessen ist, ist wirklich tot.

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