Hallo ich bin w25 und hatte letztes Jahr eine schwere Krankheit, aufgrund dessen kann ich mich nicht mehr richtig konzentrieren (vor allem auf Arbeit ein Problem!!!) und mir macht nichts mehr Freude.
Ich weiss auch nicht recht wo ich jetzt anfangen soll, daher schreibe ich einfach drauf los, wie es mir in den Sinn kommt.Hoffe ihr könnt trotzdem folgen.
Also zu meiner Kindheit: Ich bin bis 5 bei meiner richtigen Mutter aufgewachsen, woran ich mich kaum erinnern kann, dann kam ich 2 Jahre ins Kinderheim und dann in eine Pflegefamilie. Meine Pflegeeltern trennten sich als ich 12 war, ab da war meine Kindheit vorbei und ich musste selbstständig sein und kam auch nicht mehr mit meinem Pflegevater klar, mit 18 zog ich aus. Heute kommt meine Kindheit hoch, sie war nicht schön. Nie eine richtige Familie gehabt.
Zu meiner jetzigen Situation: Ich bin in einer Beziehung und wir leben auch zusammen. Ich muss sagen mein Freund ist zwar immer für mich da und hört mir auch zu, aber er kennt depressive Stimmungen gar nicht und kann sich auch nicht in mich hineinversetzen.
Wir haben aufgrund unserer Arbeit fast kaum Zeit füreinander, einer von uns ist immer von der Arbeit so erschöpft, dass einiges wie z.B. der Sex zu kurz kommt. Gemeinsame Unternehmungen sind auch nicht wirklich drinne wenn wir mal gemeinsam frei haben.
Habe seit einigen Monaten, seit ich meine Ausbildung beendet habe, richtig böse Depressionen, ich habe an nicht mehr Freude, alles strengt mich an, hinzu kommt meine Sozialphobie, da ich viel enttäuscht wurde von Menschen die mir nahe standen, seit langer Zeit ziehe ich mich nur noch zurück und meide andere Menschen so gut es geht. Nur mit meinem Schatz fühle ich mich geborgen und bin so wie ich bin. Nur mit ihm brauche ich mich nicht verstellen zu jemanden der ich nicht bin.
Mir macht auch das Arbeiten keinen Spass, nicht dass ich nicht arbeiten möchte, ich komme einfach mit dem Leistungsdruck nicht klar. Fühle mich ausgebrannt, ständig perfekt sein müssen, wenn man nicht wie eine Maschine funktioniert muss man Angst haben den Job zu verlieren.
Ich philosophiere so oft über die Gesellschaft und über das Leben.
Wenn ich mir die Geschichten von älteren Menschen anhöre die so in den 70er Jahren aufgewachsen sind, wie locker und leicht es damals alles war, und vor allem das Geld was du verdienst war etwas wert. Man konnte mit 1 Gehalt zu zweit leben. Früher wurden einem die Jobs hinterhergeschmissen, heute musst du dipl. studiert sein und selbst dann kann es passiern das du „überqualifiziert“ bist.
Heute kann man froh sein wenn man mit 2 Gehältern auskommt, wir leben nicht einmal über normale Verhältnisse, wir sind auch nicht markenverseucht und nicht immer auf den neuesten Stand was Handys usw. angeht..................
..................Ach es gibt so viel worüber ich noch schreiben könnte, habe aber jetzt keine Kraft mehr, ich mache jetzt erst mal schluss und schreibe die Tage weiter.
Vielleicht gibt’s ja jemanden der genauso fühlt, denkt.......


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