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Thema: immernoch

  1. #1
    Neuling
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    Standard immernoch

    N. hat sich am 4. Juli 2010 von mir getrennt. Und ich leide immernoch. Es war ein Sonntag und ich landete in der Klinik. Überdosis Atosil. Ich selbst habe oft daran gedacht die Beziehung zu beenden. Irgendwie macht mich Liebe krank. Nein, ich liebe krankhaft. Ich habe die Trennung immernoch nicht überwunden. Jeden Tag denke ich an ihn, obwohl ich ihn nie wieder sehen will. Niemals.
    Ich verdränge dieses Thema, sogar in der Therapie schaffe ich es immerwieder von diesem Thema abzulenken und auf meine anderen "Baustellen" zu kommen.
    Ist es vielleicht besser? Ich will einfach nicht mehr unter ihm leiden.

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    Irgendwie macht mich Liebe krank
    Wie kommst Du darauf? Glaubst Du, dass Du vorher gesund warst?

  3. #3
    Neuling
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    Standard

    In Beziehungen bin ich ein anderer Mensch. Kontrollzwänge, krankhafte Eifersucht, stätiges Misstrauen. Ich will immer und alles wissen. Ständig vermute ich, dass man mich hintergeht.

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    In Beziehungen erfahren wir uns selbst erst so richtig aufgrund der Resonanz des Gegenübers bzw aufgrund dessen, was dieser in uns auslöst.

    d.h. so lange wir alleine sind, können wir uns gern und gut in die Tasche lügen und uns was vormachen. Im Kontakt jedoch - und spätestens ins Liebesbeziehungen, wo wir anderen Menschen sehr nah kommen - kriegen wir die Rechnung dafür gemacht.

    Du kannst das als Chance zum Lernen durch Erkennen nehmen, was in Dir schief läuft. Das ist schmerzhaft und darum weicht man gern aus. Um die Möglichkeiten den Ausweichens einzudämmen, gibt es gerade in der stationären Therapie strenge Regeln. Wenn man es also nicht mehr schafft, in der Ambulanten den Raum für sich zu nutzen, und sein alltägliches Muster des Verdrängens und Vermeidens zu durchbrechen, sollte man mal über ne Stationäre nachdenken.

    Das heisst nicht, dass Du dauernd über ihn nachdenken sollst. Sondern es geht darum, Dein Verhalten, das Du hier beschreibst, von seiner Person zu entkoppeln. Also schau nicht auf ihn, sondern auf Dein Verhalten, auf den Schmerz, auf Deine Bedürfnisse und auch auf Deine Stärken. Er hat dies alles ausgelöst, aber es war alles schon vorher da.

  5. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (07.03.2011),lichthand12345 (07.03.2011),Rabenkind (07.03.2011)

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