psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: In der Pubertät mit 26??

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    17.03.2011
    Beiträge
    5
    Danke
    1
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Frage In der Pubertät mit 26??

    Hallo,
    ich bin neu hier und habe keine Ahnung, ob ich mich jetzt an der richtigen Stelle eintrage. Eben las ich einen Beitrag von einer 17jährigen Schülerin und fand mich in ihrem Beitrag wieder. Die Angst beim Melden, die Unfähigkeit mit Mitschülern smalltalk zu halten, die Angst vor Ablehnung...all das begeleitet mich, da ich eine Schule des zweiten Bildungsweges besuche. Ich frage mich, kann das sein, dass ein Ich irgendwie konseviert ist und man auf dem emotionalen Stand eines pubertierenden ist? Es ist auch so, dass ich meinen Platz in der Welt noch nicht gefunden habe, es war eher so, dass als ich 13 war, ich intelligenter,ernster und nachdenklicher war als die anderen und schon gar nicht mehr Kind.Also als meine Freunde über Haarefärben sprachen, da war ich mit Philosophie beschäftigt, aber jetzt, wo ich versuche den Schulabschluss zu erreichen...fühle ich mich plötzlich wie ein kInd und merke, ich habe irgendwie die Sozialisation verpasst....ich habe jahrelang Drogen genommen, weil ich mit dem Tod meines Vaters nicht klar kam...ist es so: konservieren Drogen und bin ich jetzt emotional in der Pubertät? Es ist halt so, vom Verstand war ich schon immer sehr weit und alle haben mich überschätzt, so hatte ich auch mit 15 bereits eine eigene Wohung...aber innerlich,also emotional war ich ein kleines Kind ( oh, man...das hört sich jetzt bestimmt total verkorkst an) und bin das jetzt irgendwie immernoch, weil da ja nie irgendetwas drangekommen ist, es ist nicht gewachsen. Kann das sein?

    Lg claudelle

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Claudelle,

    Für mich hört sich das überhaupt nicht verkorkst an, sondern sehr schlüssig. Vermutlich warst Du mit dem Tod Deines Vaters in jeder Hinsicht überfordert, mangels Beistand, oder weil der Verlust zu existenziell wurde, so dass Du Dir die Jahre anders "helfen" musstest, um irgendwie durchzukommen.


    Die Drogen können durchaus für eine Reifeverzögerung verantwortlich sein. Denn schließlich nimmt man Drogen, um bestimmte Dinge nicht spüren zu müssen, um sie nicht durchleben zu müssen. Reife kommt aber nur durchs Durchleben. Ansonsten holt einem das verdrängte Thema eben dann später irgend wann nach. Und das vll nicht in dem Bewusstseinsstand, den man schon haben könnte.

    Aber deswegen ist es nicht zu spät. Dann stellst Du Dich diesen Gedanken und Gefühlen eben jetzt. Bedauern über das Versäumte gehört dazu. Aber das vergeht auch wieder, wenn man die Hürde diesmal gemeistert, anstatt verdrängt, hat.

    Auch wenn man in manchen Dingen zu schnell "reifen" muss, kann es ein Ungleichgewicht geben und andere Dinge bleiben dafür irgendwo unterwegs stecken, weil für sie keine Kapazitäten an Bewusstsein und Kraft sind. Aber auch das lässt sich nun ausgleichen, wo Du in ruhigeren Gewässern segelst.
    Geändert von Gast784 (17.03.2011 um 15:49 Uhr)

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Gast784 für den sinnvollen Beitrag:

    claudelle (18.03.2011),Quo Vadis? (17.03.2011)

  4. #3
    Neuling
    Registriert seit
    06.07.2011
    Beiträge
    12
    Danke
    1
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hey Claudelle!

    Ich glaube ich kann ein bisschen verstehen, wie du dich fühlst!
    Ich fühle mich selbst "weiter" als andere aber gleichzeitig auch total zurückgeblieben

    Das löst in mir nur große Unsicherheit aus, die aber auch von meinen Eltern kommen könnte.
    Was mir im letzten Jahr ein wenig geholfen hat, ist, einfach mal Dinge allein zu machen. Ich war allein mal 2 Tage in einer anderen Stadt und habe mich selbst mal gezwungen, das zu machen, was ich will. Bin alleine auf Partys gegangen und habe einfach mal mit fremden Leuten gesprochen, so habe ich lustige Dinge erlebt, gemerkt, dass das alles nicht schlimm ist, und mich so auf andere Weise der Gesellschaft genähert und selbst gestärkt. So kannte mich niemand dort und falls ich mich blamiert hätte, wäre es nicht schlimm gewesen und andererseits hatte ich auch Erlebnisse, die gut waren... man, irgendwie schwer zu erklären, was ich meine.
    Aber du bist zumindest nicht die Einzige und es ist auch nicht schlimm, denn jeder geht seinen eigenen Weg, in seiner eigenen Reihenfolge und in seiner eigenen Geschwindigkeit

Ähnliche Themen

  1. Artikel auf SPON - Männliche Pubertät
    Von Lib im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 36
    Letzter Beitrag: 28.06.2010, 19:43
  2. Pubertät - Erwachsensein
    Von Gast4137 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 09.05.2010, 19:02

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!