psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Innere Unzufriedenheit - Auswirkungen

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    10.11.2011
    Beiträge
    4
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Innere Unzufriedenheit - Auswirkungen

    Hallo Leute,

    ich bin derzeit etwas ratlos und suche nach ein paar Antworten auf meine Fragen.
    Dazu muss ich etwas ausholen damit man den Zusammenhang versteht.

    Ich bin 28 und lebte zwei Jahre lang als Single. Lernte viel über mich und der Phsyche meines Ich´s. Ich gewöhnte mir ein paar nervige Eigenheiten und Angewohnheiten ab und bin damit sehr zufrieden. Nur, der Wunsch nach einer Partnerschaft wurde immer stärker. Nach ein paar Anläufen klappte es und ich lernte meine jetzige Freundin kennen. Ein Sonnenschein von Frau! Ich liebe sie sehr und hab mich nach ca. 6 Monaten komplett auf sie eingelassen.

    Seit einiger Zeit macht mir meine Herzdame einen unzufriedenen Eindruck. Hab das Gefühl, dass sie sich von mir distanziert. Darunter leidet auch das Sexualleben stark.
    Klar, jeder hat mal Phasen in der man nicht "partnerkompatibel" ist. Nur, die Phase dauert mir zu lang und ich mach mir sehr viele Gedanken darüber. Auf Nachfrage hin, was denn los sei, bekomme ich ständig nur ein "ich weiß auch nicht"
    Auf die Frage hin ob es an mir liegen würde, bekomme ich ein klares "nein". Ich hab das mehrere Male gefragt und immer wurde es mit "nein" beantwortet.
    Mittlerweile kochen Dinge hoch, die von vorne herein klar angesprochen wurden bevor wir uns für eine Beziehung entschieden haben. Ich trainiere den Winter über jeden zweiten Tag um meinen Körper zu formen. Das schlägt sich auch auf die Ernährung nieder. Schokolade und Süsskram esse ich keinen, absolut keinen. Ich ernähre mich sehr bewusst, bin Kalorienzähler und esse Abends keine Kohlehydrate mehr.
    Sie nervt das total wenn ich Fleisch ohne Beilagen wie Reis etc. esse. Wenn ich trainieren gehe, geh ich trainieren und bin für 2h out of order. Das brauch ich für mich, da ich extrem Fett abgebaut hab und Angst habe wieder dick zu werden.
    In dieser Hinsicht bin ich sehr konsequent und weiche nicht vom Weg ab. Ein paar Dinge waren zu extrem und diese hab ich mir dann abgewöhnt. Das war nicht mehr vertretbar.

    Sorry, bissl abgeschweift, aber das gehört dazu

    Nun, als wir begannen unsere beiden Leben auszutauschen ging es natürlich um die Arbeit. Ich erzählte ihr von meinem Job und das er mir Spass macht auch wenn es sehr stressig ist. Sie erzählte mir von ihrer Laufbahn und ihrem derzeitigen Job. Anfangs begeistert. Ich guckte mir den Laden an und hab mir zeigen lassen was sie eigentlich macht.
    Sie schwärmte davon was sie den ganzen Tag leistet.
    Dann ging der Schichtleiter in der Firma von ihr in Rente. Seit diesem Zeitpunkt höre ich bei abendlichen Gesprächen nur noch:
    - der Laden regt mich auf
    - Kollegin A mobbt mich, Kollegin B geht mir auf den Sack
    - Kollege A hat sie dumm angeredet
    - Die Gegenschicht arbeitet nix oder ist zu langsam
    - die Kolleginnen essen am Platz (nicht erlaubt!)

    Ein ständiges Auskotzen also.
    Gut, ich setze mich damit auseinander und versuche ihr zu helfen. Die Lage wurde immer dramatischer. Hatte immer öfter schlechte Stimmung, jammert, dass sie nicht in die Arbeit will oder keinen Bock hat. Hat auch schonmal blau gemacht.
    Ich machte Vorschläge damit umzugehen. Was ich in dieser Lage, in der ich selbst war, gemacht habe oder was ich tun würde.
    Nichts davon kam bei ihr an. Schaltet auf stur und will davon nichts wissen.
    Sie macht nicht den Ansatz was zu ändern. Sie hat lediglich verlauten lassen sich um einen neuen Job umzusehen.
    Ich suchte ein paar Jobs raus aber ich erntete nur Desinteresse.

    Ich leide stark darunter und merke, wie ich mich von ihr zu distanzieren zu beginne.
    Habe selbst zur Zeit nur Kraft meinen Job zu machen und zu trainieren. Wenn ich noch Kraft über hab, dann gebe ich sie ihr. Mit dem Ergebnis, dass ich mir anhören darf, dass ich zu extrem in Ernährung und Sport bin. Das ich nicht den Mund nicht aufmache wenn es mir nicht gut geht.
    Durchaus habe ich damit Probleme und lerne damit besser umzugehen. Ich musste viele Jahre mit meinen Problemen selbst fertig werden. Es gab niemand, der sich mir annahm. Das liegt aber in meiner Kindheit begraben. Ich hatte nie eine schlechte Kindheit um das auszuschliessen. Da liegt ein anderes Problem vor.
    Mittlerweile bohrt sie nur eine Stunde in mich rein bis ich auspacke. Vorher waren das Tage! Hier aus meiner Sicht ein klarer Fortschritt. Sie sieht das nicht und ist davon genervt, dass ich das Maul nicht aufbekomme.

    Ich hab derzeit nicht die Bohne an Ahnung wie ich mich verhalten soll.

    Vielleicht könnt ihr mir ein paar Erfahrungen schreiben.

    Ich wäre jedenfalls sehr dankbar, weil ich unter keinen Umständen aufgeben möchte.

    Wenn ihr noch Fragen habt, dann könnt ihr fragen!

    Grüsse

  2. #2
    Verleger Avatar von Physalis
    Registriert seit
    20.03.2011
    Beiträge
    2.169
    Danke
    98
    333 mal in 274 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Gixxer,

    wie lange seid ihr denn nun schon ein Paar? Lebt ihr zusammen?

    Hm, das mit dem Trainieren und der Ernährung ist so eine Sache. Ich ernähre mich auch sehr konsequent und trainiere sehr oft - aber als Single! In einer Beziehung habe ich immer eingesehen, dass ich weder permanent Sport machen kann, noch bei gemeinsamen Essen nur Eiweiß essen kann....Eine Beziehung braucht halt Zeit und gemeinsame Mahlzeiten sind eben auch wichtig.

    Da muss man wohl wissen, was man möchte: Eine Partnerschaft, oder den perfekten Körper.....

    Ich kann auch verstehen, dass es Dich nervt, wenn sie nur noch über ihren Job meckert. Sicher nimmt man Anteil an den Problemen des Partners, aber es muss auch noch Raum für Lachen und Unbeschwertheit bleiben.

    Mir scheint es so, als sei jeder von euch beiden in seinen eigenen Dingen verstrickt und es bleibt nicht viel Zeit/Kraft für den anderen übrig. Du beschäftigst Dich mit Job, Ernährung und Sport, sie hängt in ihrem Ärger auf der Arbeit fest.....Da ist das Risiko des Sich-Entfernens groß.

    Wollt Ihr Familie?

    LG,

    Physalis

  3. #3
    Neuling
    Registriert seit
    10.11.2011
    Beiträge
    4
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Moin!

    Wir sind jetzt 6 Monate zusammen und seit ca. 4 Monaten wohnt meine Holde bei mir. Mit beiderseitigem Einverständnis natürlich.

    In Punkto Ernährung hatten wir den ein oder anderen Disput. Sie kann wohl essen was und wann sie will. Die Mengen an Süsskram sind ungeheuerlich, die sie verdrückt und da wächst kein Gramm hin. Bei mir sieht die Sache anders aus.
    Gemeinsame Mahlzeiten waren anfangs schwierig. Mittlerweile essen wir zusammen. Ich lass halt die Kohlehydrate abends einfach weg. Den Punkt haben wir also halbwegs im Griff.

    Ich hab meine Trainingseinheiten schon von täglich auf 4mal die Woche reduziert. Ich wollte es ihr von Anfang an nicht zumuten, dass ich jeden Tag im Studio abhäng. Das es so nicht geht, wusste ich vorher.

    Familie ja, nur nicht jetzt. Wir fahren beide leidenschaftlich Supersportler und sind in der warmen Jahreszeit auf der Strasse zu finden. Das Risiko ist hoch genug und Nachwuchs ist derzeit fehl am Platz. Dafür fühlen wir uns auch noch nicht reif genug. Und zu früh ist es auch noch.

    Womöglich hab ich es verlernt mich um meine Partnerin richtig zu kümmern.

    Grüsse

Ähnliche Themen

  1. Gespräche und deren Auswirkungen in der Kindheit
    Von dasLoch im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 03.09.2011, 21:01
  2. Innere Unzufriedenheit
    Von Prodigy911 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 10.01.2011, 08:51
  3. Diese innere Unzufriedenheit/ Wer bin ich?
    Von Chaos im Forum Minderwertigkeitsgefühle
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 19.04.2010, 21:09
  4. Körperliche Auswirkungen von Problemen?!?
    Von TeL im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 19.03.2008, 15:49
  5. Psychische Auswirkungen von Armut
    Von Gast784 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 12.02.2008, 05:28

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!