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Thema: Internetsucht

  1. #1
    Gast554
    Gast

    Standard Internetsucht

    .

    Viele meiner Probleme hängen zusammen aber
    alles hier im Forum zu posten bevor meine
    Therapie losgeht wäre einfach zuviel.
    Meine Chatpartnerin sagte ich solle über meine Probleme
    klar werden um auf meine Therapie vorbereitet zu sein.
    Die Erkenntnisse die ich aus den zwei Foren gewonnen habe
    und hier noch gewinnen werde schreibe ich auf und nehme
    sie mit zur Therapie.

    Der Hauptgrund warum ich gekündigt wurde war meine extreme
    Internetsucht. Obwohl unsere Kunden mit meiner Arbeit immer
    zufrieden waren gab es einige Dinge die ich einfach nicht mehr
    hinkriegte weil ich ständig im Internet hing und wenn nicht
    dann dachte ich zumindest daran was im Netz ablief.
    Außerdem machten es mir meine Depressionen und Blockaden schwer
    manche Arbeiten auszuführen.
    Die ersten Wochen nach meiner Kündigung verließ ich meine Wohnung
    nur alle paar Tage ganz kurz um Lebensmittel einzukaufen ansonsten
    war ich fast den ganzen Tag im Internet.
    Mein Arzt hat mich angewiesen wegen meiner extremen Agressionen
    die ich seit circa einem halben Jahr habe Krafttraining zu machen, so
    komme ich wenigstens jeden zweiten Tag mal aus dem Haus und ein
    wenig unter Leute.
    Hobbies die ich früher hatte habe ich total schleifen lassen.
    Ich hatte mal wegen meiner panischen Höhenangst mit Freiklettern
    und danach mit Gleitschirmfliegen angefangen.
    Aber obwohl mir das großen Spaß gemacht hat und ich da auch unter
    Leute kam konnte ich mich nur noch selten dazu aufraffen.
    Ich bin eigentlich gerne mit anderen Menschen zusammen habe früher
    auch gerne meine Vewandten besucht aber da gibts ja auch Probleme.
    Ich möcht garnicht wissen wieviel Stunden am Tag ich
    im Internet bin. Und wen ich an die Zeit denke als ich noch gearbeitet habe,
    aufgestanden PC an und neben dem Zähneputzen usw. gesurft.
    Und so in der Art gings weiter bis zum ins Bett gehen.

  2. #2
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Standard

    Hallo Regensang,

    in meiner schlimmsten Depressionszeit, konnte ich mich nur schriftlich äussern und mich mitteilen. Ein Internetforum und msn chatten mit meinen liebsten Freundinnen und auch mit meinem Mann, weil wir uns nichs mehr zu sagen hatten, sosehr habe ich mich zurürckgezogen. Ich weiss garnicht ob es eine Sucht ist. Es hat mir auf jeden Fall geholfen mich nicht ganz zu verlieren.
    Kannst du dich aus dem Internet auch motivieren lassen, mehr rauszugehen oder empfindest du es als Erleichterung, wenn du dich anderen mitteilen kannst? Oder was bringt dir das Internet persönlich?

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

  3. #3
    Gast572
    Gast

    Standard Da steckt schon ein ganz wichtiger Punkt drinn!

    Hallo Regensang, Hallo knuddel, Hallo ihrs,

    Zitat Zitat von :knuddel:
    oder empfindest du es als Erleichterung, wenn du dich anderen mitteilen kannst? Oder was bringt dir das Internet persönlich?

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
    knuddel, da steckt schon ein wichtiger Punkt drinn, den ich z.B. direkt bejahen könnte: ....empfindest du es als Erleichterung, wenn du dich anderen mitteilen kannst?.... Ich denke, das ist ein Aspekt, der bei vielen Menschen zugkräftig ist, um ins Internet zu gehen, und Möglichkeit bringt, sich sein Herz auch zu erleichtern.

    ....Habe noch viel mehr dazu - später, da ich noch ein wenig arbeiten muss am Abend.

    Liebe Grüße
    Gedankenfeld

  4. #4
    Gast554
    Gast

    Standard

    .

    Hallo ihr Beiden

    Ich nutze das Internet hauptsächlich um mit anderen
    Menschen zu reden. Es ist eine Möglichkeit leicht
    und zu jeder Zeit die man möchte mit anderen Menschen
    zu reden. Vor allem ist es einfach andere "anzusprechen"
    Man ist anonym, man braucht keine Angst haben
    und selbst wenn etwas peinliches sein sollte
    so ist es halb so schlimm da einen der andere nicht sieht
    und nicht wirklich kennt.

    Das Internet ist auch eine Möglichkeit sich die Zeit zu
    vertreiben ohne große Anstrengungen.

    Ich habe es genutzt um Leute kennenzulernen die ich dann
    später besucht habe oder mit denen ich mich hin und
    wieder treffe. Allerdings nur mit denen aus meinem "Stammforum"
    weil es dort eben schon eine gemeinsame Interessenbasis gibt.
    Und man kann über seine Probleme reden und zwar
    auch über Dinge die man oft genug nicht mal mit seinen besten
    Freund redet.

    Das Internet war auch eine zeitlang eine Möglichkeit für mich
    anderen zu helfen und mich dadurch ein bißchen
    gebraucht zu fühlen.

    Früher habe ich gerne Verwandte besucht was ich schon lange
    nicht mehr gemacht habe. Ich bin gern mit anderen Menschen
    zusammen. Und ich brauche auch die Nähe zu anderen
    Menschen.
    Als mich zum Beispiel bei meinem letzten Besuch bei einem
    Forenkumpel dessen Freundin umarmt hat das tat mir richtig gut.
    Ich bin früher auch gerne zum Gleitschirmflugtraining gegangen
    da hab ich mich dann auch getraut mit den Leuten zu reden.
    Und als Abschluß gingen wir immer noch was trinken.
    Naja zur Zeit fehlt mir auch einfach das Geld um sowas zu machen.

  5. #5
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Standard

    Ab wann ist man denn Internet-Süchtig????

    Ich zum Beispiel habe viele neue Bekanntschaften durchs Internet geknüpft, durch Familienforen oder durch ein Diätforum. Wir treffen uns privat und schreiben uns sonst in den Tagebüchern(Threads wo wir vieles von uns reinschreiben) Ich habe sie im Internet durchs Schreiben kennengelernt und bisher kein mal bereut etwas Zeit ins Internet zu investieren. Ab wann ist es denn zuviel des Guten? Bin mir nicht sicher ob ich auch Internetsüchtig bin, obwohl ich das Medium erst seit 14 Monaten kenne und 4 Monate dazwischen abgenabelt war vom I-Net durch einen Klinikaufenthalt. Also Entzugserscheinungen hatte ich nicht, aber vielleicht auch deshalb, weil ich mit meinen Forumsschwestern in Briefkontakt geblieben bin.

    @Regensang
    Von deinen Ausführungen her, hörst du dich nach einem sehr unternehmungslustigen Menschen an. Oder irre ich mich. Ausserdem sehr mutig, Gleitschirmspringen war doch bestimmt eine besondere Herausforderung für dich und hatte so überhaupt nichts mit Internet zu tun. Wie ich jetzt in meinen Depressionen steckengeblieben bin hatte ich auch überhaupt keine Lust auf Treffen und wäre am liebsten ins Internet reingekrochen um mich geborgen zu fühlen. Es hat mich ein Stückweit aus den Depris geholt, durch die vielen Ansprechpartner die ich hatte. Wenn ich nur bei einer Therapeutin gewesen wäre hätte das von der Seele reden oder in richtiger Reihenfolge bringen länger gedauert, glaub ich.
    Ich habs irgendwie immer noch nicht verstanden. Bist du noch in deinem Stammforum, oder nicht mehr????

    @Gedankenfeld
    Ich freue mich schon auf deine Worte. Mich bringen solche Diskussionen immer dazu über mein eigenes Verhalten nachzudenken und es gegebenenfalls auch ändern, wenn es geht.

  6. #6
    Gast572
    Gast

    Standard Ab wann ist es Sucht?

    Hallo Regensang, Hallo knuddel<--so süß! Hallo ihrs,

    es stimmt m.E., dass man durch das Internet viele wertvolle Kontakte bekommen kann, dass man Freundschaften findet, sich geborgen dadurch fühlt - und es auch tatsächlich ist! - und sich sicher aufgehoben fühlt.
    (Find' ich toll formuliert von dir knuddel: ....kein mal bereut etwas Zeit ins Internet zu investieren...)

    Nun ist es ja die Frage, ab wann ist es also Sucht - und Sucht ist negativ gefärbt.

    Ich sehe es so, dass es Sucht ist, wenn der Mensch sich ganz und gar in die Thematik seiner persönlichen Sucht hineinbegibt, und zwangsläufig auf anderen Ebenen des Lebens "zumacht". Das heißt also, das "Außen", die Außenwelt, die eigene Welt wird verlagert, das "Außen" erfährt mehrere Definitionen. Dann ist es für mich naheliegend, dass derjenige, der eine intensive Internetsucht hat, sich selbst, andere, die Welt als solche, das Leben als solches, von sich selbst zurückweist, nicht mehr "dort" hinausgehen will, weil er es nicht kann . Also braucht derjenige nun eine "Ersatzwelt", da er ja lebt, fühlt, denkt, und - wie jedes Lebewesen - einen Pfad für sich benötigt. Aber die Betonung liegt meinerseits auf dem Wort "kann". Und da genau ist der Ansatzpunkt m.E., warum "kann" er es nicht? Also im Außenleben (Natur, Stadt, Land, Geschäfte, Aufgaben, Beruf etc.) existieren?.... Er selbst - also der Internetsüchtige - verwährt es sich einerseits selbst, weil er sich dessen nicht für fähig hält (aus persönlichem Schmerz, psychische Probleme die derjenige nicht mehr bewältigt etc.), und irgendwo keinen Mut mehr dazu hat, und zum anderen verwährt er der Außenwelt den Zugang zu sich, weil er sie als unbehaglich, bedrohlich, für sich selbst einfach zu "riesig" empfindet, mit "Ihr" einfach nicht mehr klar kommt. Es fehlt dann - nach meiner Sicht - die Grunddefinition der Welt für denjenigen - er hat ein festgefahrenes Muster von der Welt in sich geprägt, das viele negative Aspekte für ihn aufweist und was er nicht mehr bewältigen kann. ---->Was kann/könnte man nun also tun?
    ---->Herausfinden, welche "Eckpunkte" sind das, die ihm selbst die Außenwelt versperren, die er selbst der Außenwelt sperrt. Da heißt es Aufräumarbeit ist angesagt! Am besten geht das mit einer schriftlichen Auflistung Punkt für Punkt, auf der einen Seite die positiven Dinge aufschreiben, die man in der Außenwelt sieht, und auf der anderen Seite die negativen Dinge aufschreiben, die man in der selbigen sieht. Dann kommt die zweite Liste, auf der man ebenso verfährt, nur eben mit der "virtuellen Welt". Ich bin davon überzeugt, dass dabei ganz viele schöne Sachen ganz unverhofft zum Vorschein kommen, die vielleicht nur "verschüttet" worden sind.... Da kann man dann konkret ansetzen!

    Internet ist etwas Tolles, Schönes, Buntes, Lehrreiches! Ja, ja und wieder ja! Aber: es ist nur ein Teil der Welt im Insgesamten! Sonst müsste man gleichzeitig die ganze Welt auf dem Bildschirm haben (mit allem, was dazu gehört) und natürlich "überschnacken" dabei, wenn man sich das ganze Geplapper, alle Eindrücke, Geschehnisse usw. auf ein mal betrachten sollte. Es ist zwar das weltweite Netz - okay - aber es ist nur ein Ausschnitt jeweils!

    Vergrößere wieder deine Welt Regensang, indem du z.B. gezielt anfängst draußen einfach mal zu beobachten: die Tiere, den Himmel, die Geräusche mal genau hören usw. . Stück für Stück und jeden Tag ein paar Minuten mehr - fange langsam an, z.B. 1.Tag 5 Minuten aufmerksame Beobachtung draußen an der frischen Luft - du musst ja nicht weit weg gehen. Dann 2.Tag 10 Minuten und vielleicht ein paar Schritte mehr. Mache dir anschließend jeweils Notizen, was dir alles aufgefallen ist, wie du dich dabei fühltest, welche Gedanken es bei dir formte. Glaube mir, das kann dich zügig wieder im Einklang mit der Welt bringen - nur diesmal mit der ganzen Welt, so, wie es sie ausmacht: Natur, Erde, eigene Umgebung, eigene direkte Kontakte, virtuelle Ausschnittswelt. Das Ganze bildet dann ein abgerundetes Weltbild, welches im Einklang steht, im Gleichgewicht ist. Die Erlebnisse, die du dann draußen gemacht hast, kannst du wiederum mit einbeziehen in deine virtuelle Welt. Somit verbindest du die "beiden" Welten wieder miteinander, und dein Interesse für "draußen" wird mehr und mehr wieder wachsen.

    Lass' die Welt wieder ein bei dir! Aber beginne systematisch - will sagen: erst einmal deine eigene Welt wieder erweitern - draußen in freier Natur, und dann die "andere" Welt (in der du ein Bestandteil nun mal bist) wieder einlassen - insofern dich selbst auch als Bestandteil der Welt wieder zu dir zurückkehren lassen. Das heißt, dass du dich ganz neu definierst, neu strukturierst. Ganz einfach: das du wieder ganz und gar lebendig bist! ---->übrigens finde ich das ganz toll mit dem Gleitschirmspringen!

    es grüßt euch
    Gedankenfeld

  7. #7
    Gast554
    Gast

    Standard

    .

    Hallo ihr Beiden

    Es heißt Gleitschirmfliegen nicht Springen, man springt nicht
    aus einem Flugzeug sondern startet von einem Berg/Hang aus.^^
    Die größte Höhe die ich bisher unter mir hatte waren 100 Meter
    aber selbst das läßt mir schon das Adrenalin unter die Schädeldecke
    knallen. Man fühlt sich dadurch mal wieder richtig lebendig.

    Ich schätze mal das ich pro Tag so mindestens 12 Stunden
    im Internet bin.

    knuddel: so unternehmungslustig bin ich
    nicht aber ab und zu mag ich schon mal gerne was machen und mutig
    bin ich auch nicht ich habe auch heute noch Angst wenn ich mit dem
    Gleitschirm starte und dann in der Luft hänge.
    In meinem "Stammforum" bin ich immer noch das sind ja die einzigen
    zu denen ich während der Sperre in meinem Problemforum Kontakt
    hatte.

    Hm Gedankenfeld ich sollte wirklich mal wieder
    einfach nur so rausgehen und meine Umwelt bewußt wahrnehmen denn
    ich hänge selbst wenn ich draußen unterwegs bin mit den Gedanken
    immer noch in der virtuellen Welt.

    Es ist wieder passiert.
    Die virtuelle Welt ist für mich fast realler als die wirkliche.
    Ich bin heute wieder total durchgedreht. Ab und zu könnte ich
    echt um mich schlagen. Die Sperre bei meinem Problemforum
    ist heute zu Ende gewesen nun bin ich wieder gesperrt.
    Ich konnte nicht auf die Forderung der Admins eingehen das ich
    nicht mit unter 18jährigen im Forum reden soll.
    Eigentlich wäre es ja kein Problem ich habe dort genügend Erwachsene
    Ansprechpartner aber allein das ich durch diese Regel
    diskriminiert werde verhindert das ich sie akzeptieren kann.
    Ich habe ein wenig in meinem Tagebuch gewütet und auch sehr
    deutlich gemacht was ich von dem Verhalten der Admns dort halte.
    Hm irgendwie ist es richtig wie ein Zwang meine Sturrheit bei manchen
    Dingen ist da wirklich total ausgeufert ich drehe da am PC fast
    durch und könnte die Wände hochgehen ich gebe dabei bestimmt
    kein schönes Bild ab. Ich bin sturr nicht uneinsichtig wenn
    etwas richtig ist sehe ich es ein.
    Geändert von Gast554 (03.03.2007 um 03:00 Uhr)

  8. #8
    Schreibkraft Avatar von Sephiroth
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    Danke
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    Standard

    dieses im I-net ausrasten kenne ich sehr gut ^^

    dabei hat es aber finde ich nichts mit real und irreal zu tun!
    wenn man sich über reale leute im I-net aufregt ist das nichts anderes als wenn man sich mit menschen im dierekten kontakt auseinander setzt...

    stuhr bin ich da im I-net wie im realen leben ^^ also kein unterschied

    mfg torben
    Oh quam sancta, quam amoena

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