Hallo,
ich bin Anna, 15 Jahre alt und ich lebe mein Leben wie ein Buch/Film und genau so will ich auch dieses Tagebuch schreiben.
Heute morgen bin ich mal wieder um 5 Uhr auf gestanden, weil mich meine Gedanken geweckt haben. Nach dem ich geguckt hatte, ob es allen gut geht und einem langen Spaziergang mir meinem Hund, Fin, gemacht hatte, ging es mir schon besser. Zur Abwechslung startete ich mal gut gelaunt in den Tag. Doch meine gute Laune verflog recht schnell wieder. Gleich zwei Arbeiten verhauen. Ich war super enttäuscht und hätte heule können, doch meine Gedanken sagten mir "Anna, nicht enttäuscht tun, du bist doch ein fröhliches Mädchen. Nicht traurig sein, denk dran sonst könnten blöde Sprüche kommen". In der Schule sagte ich nicht mehr viel, so tief saß doch die Enttäuschung. Danach ging ich in einen Einkaufsladen, um mir Rasierklingen zu holen. Und dann saß ich auf meinen Bett und wie immer schnitt ich mir die Unterschenkel auf. Trotzdem ging es mir nicht besser, noch tief saß nun die Enttäuschung. Ich wollt mich doch nicht mehr "ritzen".
Doch, dass war nicht genug für heute. Meine Mutter kann auch nicht mal einen Tag friedlich sein und recht machen kann man ihr gar nichts. Mach dies, mach das...
-Ich dachte ich soll die Daten raussuchen?
-Ja, aber warum ist die Wäsche noch nicht aufhängt?
-Weil ich erst ein fertig machen wollte...
So geht das, jede Tag. Was soll ich machen?
Jetzt hab ich es endlich geschafft, mich in mein Zimmer zu verkriechen. Und wenn ich mir jetzt den Tag so angucke, wird der Schmerz wieder größer. Die Angst vor dem nächsten Tag kommt. Erstmal gucken ob es allen noch gut geht. "Puh" alles in Ordnung. Doch schlafen kann ich trotzdem nicht. Ich muss diesen Schmerz vergessen, ich muss mich "ritzen". Ich sag mir: "Danach, geht es mir doch auch nicht besser". Doch der Versuchung kann ich nicht widerstehen.


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