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Thema: Irgendwie brauche ich Hilfe

  1. #1
    Neuling
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    Standard Irgendwie brauche ich Hilfe

    Hallo,

    irgendwie brauche ich Hilfe, da ich nicht so ganz weiß, was mit mir los ist.

    Kurz zu meinem Background: Ich bin 25 Jahre Alt, bin Student und verdiene meinen Lebensunterhalt als Selbstständiger Coder. Und irgendwie bringt mich in letzter Zeit der Stress um, der mich umgibt.

    Bevor ich aber nun zu meiner ganzen Geschichte komme, will ich zunächst schreiben, was der Auslöser war, dass ich in diesem Forum schreibe. Am Freitag hatte ich eine ärztliche Untersuchung, das Sehvermögen wurde überprüft. Nichts dramatisches, genauso wie beim Führerschein: In die Maschine gucken und dann sagen, wo die Öffnung im Kreis ist - habe die Untersuchung locker bestanden. Doch am Ende wollte die Ärztin noch den Blutdruck messen. Es kam ein Blutdruck von 180 / 130 heraus, bei einem Puls von 125bpm - Werte, als ob ich gerade beim Joggen war. Etwa eine halbe Stunde später wollte die Ärztin mich nochmal sehen, als ich nicht mehr damit gerechnet habe. Die Werte waren dann ganz normal.

    Diese Woche ging der Stress bei mir am Dienstag los und zwar sehr heftig. Mein Opa war wegen einer Operation im Krankenhaus. Während der OP gab es Komplikationen und einen Herzstillstand. Am gleichen Tag musste er dann nochmal unters Messer. Über den ganzen Verlauf haben mich meine Eltern stets auf dem Laufenden gehalten. Aber die ganze Situation war unerträglich, vor allem die wenigen Sekunden vom Klingeln meines Handys bis zur Nachricht, dass mein Opa noch am Leben ist.

    Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich noch nie gut mit Stresssituationen umgehen konnte. Beispiel: Bei meiner Theorie - Führerschein Prüfung wusste ich alles, ich habe eine Frage auf dem Bogen unter dem ganzen Stress komplett übersehen - 6 Jahre ist es jetzt her und einfacher ist mein Leben nicht geworden.

    Meine Frage ist, was ich machen kann, um wieder zu Ruhe zu kommen und für den Stress nicht mehr so anfällig zu sein. Denn seit dem Dienstag kann ich auch nicht mehr wirklich effizient arbeiten. Ich kann es nicht direkt beschreiben, aber es geht irgendwie nicht...

  2. #2
    Painter
    Gast

    Blinzeln Hallo Jander

    Die Geschichte mit deinem Opa ist hart, ohne Frage, doch sie ist gut ausgegangen und sie ist bestimmt etwas was nicht alle Tage vorkommt. Der Menschliche Organismus regiert mit verschiedensten Symtomen darauf. Ungesund wird es jedoch erst wenn es über längere Zeit anhält, d.h. wenn der Stressor ständig präsent ist, man nicht lernt den Stress zu reduzieren oder abzubauen.
    Du machst dir selbst wahrscheinlich zuviel Stress, du musst lernen den Stress zu kanalisieren, zu kontrollieren oder einfach an dir abtropfen zu lassen.
    Wie heisst es so schön:

    Man gebe mir die Kraft Dinge zu ändern die ich ändern kann,
    die Gelassenheit Dinge zu hinzunehmen die ich nicht ändern kann
    und die Weisheit, das eine von dem andern zu unterscheiden.

    Mach dir keinen Kopf das schafft fasst niemand, aber der Weg ist das Ziel.

    Und mache dir mal keine sofortigen Sorgen wegen dem Blutdruck, der kann gerade bei jungen Menschen schnell mal über die Stränge schiessen, das ist eine ganz normale Reaktion, deswegen wollte die Ärztin ja nochmal messen.

    Auch die Prüfungssituation ist normal, wäre doch schön, wenn keiner nervös wäre. Alle würden 100% Leistung bringen
    Es gibt übrigens Massenhaft Bücher und andere Medien für Stressabbau, bzw. Entspannung und sogar einen eigenen Thread im Psychologieforum.

    Grüße von Andreas

  3. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Jander,

    Stress dauerhaft in den Griff zu kriegen, geht nur durch kontinuierliches Üben. Abgesehen davon, dass man natürlich gucken muss, ob und was organisatorisch gemacht werden kann, um die Stressquelle selbst zu dezimieren, wirkt es ausgleichend, wenn man regelmäßige Entspannungselemente pflegt, um den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung zu trainieren. Ein einfaches und gutes Mittel ist Progressive Muskelrelaxion (nachgoogeln, gibts auch CDs), eine Freizeitgestaltung, die Deine Tätigkeit ausgleicht (also wenn man viel sitzt, in der Freizeit viel Bewegen, bei intellektueller Arbeit in der Freizeit was körperliches machen usw.), lieber aktive Erholung als passiven medialen Dauerreiz usw.

    Wie Painter schon sagte - wir haben hier irgendwo eine kleine Sammlung zu dem Thema.

    lg Gaby

  4. #4
    Neuling
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    Standard

    Hallo Gaby, hallo Andreas,

    erstmal vielen Dank fürs Feedback. Ich werde mal nach entsprechender Literatur & CDs suchen.

    Aber ich muss auch Gaby recht geben, dass in meinem Leben sich auch organisatorisch etwas ändern muss, damit das Stressleven dauerhaft sinkt. Die Frage ist jedoch, wie man so etwas durchsetzt.

    Ich habe jetzt mal den heutigen Tag Revue passieren lassen und es gab vier Situationen, die mich aufgeregt haben.

    1) Schon heute morgen. Meine Oma hat mich gebeten, dass ich sie auf dem Weg zur Arbeit beim Krankenhaus absetze. Als sie in mein Auto eingestiegen ist, hat sie mit der Tür (der Wagen ist erst 2 Monate alt) einen Pfosten der Tiefgarage erwischt. Anstatt einfach mal "Entschuldigung" zu sagen, war ich Schuld, weil ich ihr gesagt habe, sie kann die Tür ruhig ganz aufmachen, wenn der Wagen so steht. Zum Schluss hieß es dann, den "Schaden" hätte jemand anders verursacht. Da habe ich dann auch nichts mehr zu gesagt.

    2) Etwa eine Stunde später klingelt mein Handy, laut der Rufnummer ist es meine Mutter. Ich hebe ab.. nichts passiert. Ein weiteres Mal, wieder nichts... So ging es etwa 10 Mal, bis ich es geschafft habe, zwischen den Anrufen selbst rauszuwählen. Wenn man mich so penetrant versucht zu erreichen, gehe ich davon aus, dass es wichtig ist oder irgendetwas passiert ist. Was war? Ihr Handy ist heruntergefallen und sie wollte mal testen, ob es noch geht.

    3) Bei der Arbeit gab es auch eine kleine Stresssituation. Ein Kunde hat wehement behauptet, dass ein Menü im Programm nicht sieht. Als ich mich bei Ihm auf dem Rechner eingewählt habe, war der Menüpunkt natürlich da und alles hat funktioniert. Aber so etwas ist für mich eher Berufsrisiko. Gerade so etwas lasse ich nicht wirklich an mich herankommen.

    4) Zu Hause angekommen, Briefkasten geleert. Post von der Stadt: Mahnung weil eine Rechnung angeblich nicht bezahlt wurde, obwohl das natürlich schon längst geschehen ist.

    Okay, wegen 3) und 4) ärgert man sich etwas und dann ist es vorbei. Aber gerade der Stress, den mir heute meine Eltern verursacht haben, geht mir doch schon sehr nahe.

  5. #5
    Gast784
    Gast

    Standard

    Hallo Jander,

    zu Punkt 2: sag das doch Deiner Mutter, dass Du bei dem Geklingel von Wichtigkeit ausgeht und Dich das ärgert, wenn sie nur Dummfug damit macht. Und dann überleg Dir, ob Du nicht Zeiten einrichten willst, wo Du nicht erreichbar bist. Und dann ist in der Zeit das Teleläut eben abgestellt. Basta.

  6. #6
    Painter
    Gast

    Standard Hi Jander

    Und deiner Oma solltest du in Zukunft die Tür aufhalten, dann kann nicht nur nichts passieren, sondern du bist sogar höflich!

    läßt sich auch auf andere Situationen ummünzen, nennt sich dann Kontrolle behalten, teilweise ganz wichtig gegen Stress, manchmal reicht es sogar wenn man glaubt man habe die Kontrolle.

    Denk mal an die Flugangst, stresst unheimlich viele Menschen. Beim Autofahren welches viel gefährlicher ist, hat man das gefühl von totaler Kontrolle, wenn man am Steuer sitzt. Geht halt im Flieger nicht.

    Grüße von Andreas

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