Hallo Euch,
und danke, dass Ihr meinen Beitrag aufruft. Es ist ja schon einiges an Beiträgen bzgl. Ängsten in der Dunkelheit hier gepostet worden. Doch weil meine Angst sich davon doch unterscheidet, möchte ich Euch mein Problem schildern und hoffe, dass ich mich einigermaßen kurz fassen kann. Vorab: für Eure Hilfe wäre ich sehr dankbar, da mich die ganze Sache doch belastet und zunehmend nervt.
Kurz zu mir: ich bin (noch) 31 Jahre, weiblich und lebe in einer glücklichen Beziehung. Seit August letzen Jahres wohnen wir auch zusammen, was mir sehr gut gefällt.
Nun aber zu meinem Problem: Seit meiner Kindheit habe ich eine gewissen Angst vor dem Dunklen. Komischerweise mal mehr, mal weniger. Früher besonders wenn ich abends im Bett lag und das Licht losch. Alles an meinem Körper musste dann mit der Decke fest umhüllt sein, nirgendwo durfte auch nur eine Lücke sein, weil dann sonst ein fremdes Wesen eine Hand hineinstecken könnte. Auch der Kopf musste fast komplett bedeckt sein, damit mich da kein Wesen anfasst. Das ist heute zum Glück besser, weil ja mein Freund neben mir schläft und ich mich sicher fühle. Als ich noch alleine gewohnt habe, war es ganz schlimm. Auf jedes Geräusch habe ich gelauscht. Mein Fuss durfte auf keinen Fall aus dem Bett herausluken, weil sonst ein "Monster" unter meinem Bett diesen packt.
Nachts im Dunkeln aufstehen? Fast unmöglich! Ich hatte teilweise wirklich Panik. Auch früher als ich noch bei meiner Mutter gewohnt habe (bin erst mit 29 Jahren ausgezogen, aber das ist ein anderes Problem), hatte ich diese Ängste schon. Hatte immer den Gedanken im Kopf, dass die Tür aufgerissen wird und ein Wesen hineingestürmt käme.
Ich weiß, das klingt total verrückt! Das sage ich mir auch immer. Aber irgendwie nützt es nichts. Auch in den Keller gehen war immer ein Problem. Ich musste überall Licht machen, weil ich befürchtete ein Ungeheuer könnte aus einer dunklen Ecke geschossen kommen. Im übrigen ist es wirklich die Angst vor etwas Übernatürlichem bzw. ein Ungeheuer, nie vor Menschen!
Als Kind hatte ich schon eine übersteigerte Phantasie. Dachte der Morgenmantel der am Schrank hing, wäre der Zugang zu einer anderen, unheimlichen Welt und habe mir sogar Geräusche vorgestellt.
Den supergau an Panik habe ich dann allerdings letztes Jahr gehabt, nachdem ich den Film "I'm a legend" mit Will Smith gesehen haben. Für alle die ihn nicht kennen: es geht um Menschen, die durch eine Krankheit zu Zombies wurden, die übrigen Menschen gefressen haben und nur in der Dunkelheit sich frei bewegen können. Monatelang nach diesem Film hatte ich panische Angst in der Dunkelheit. Hatte immer das Gefühl, diese Zombies kommen aus der Dunkelheit geschossen. Es ist besser geworden. Aber es ist immer noch da. Morgens wenn ich aufstehe und muss durch den Flur zum Bad, dann steht in der Regel die Wohnzimmertür offen, also ein dunkler Fleck. Ich habe dann immer die Angst, dass da eine dunkle schemenhaft Gestalt oder auch Schatten steht und mich anstarrt. Ich renne dann fast immer ins Bad. Überall muss ich dann Licht machen. Den Rücken zu etwas dunklem drehen geht gar nicht. Das mit dem Flur ist jetzt ein Beispiel und ist aber auch auf andere Räume und Situationen übertragbar.
Es kann doch nicht sein, dass so ein Film mir so eine Angst macht? Ich bin doch eine erwachsene Frau und solche Ängste sind doch total albern!
Noch etwas macht mir Angst oder nennen wir es ein ungutes Gefühl. Meine Halb-Schwester leidet an chronischer Schizophrenie mit Verfolgungswahn, Stimmen hören, etc. Sie ist schon seit Jahren in einer Klinik und wird dort leider wohl auch nie wieder rauskommen, weil sie sich nicht behandeln lässt. Sie hält sich für gesund.
Weil diese Krankheit vererbar ist, mache ich mir doch sorgen. Ich habe Angst vor meiner Angst, dass sie eines Tages mit Halluzinationen einhergeht, sprich: dass ich auch schizophren werden.
Was ich vielleicht noch erwähnen sollte ist, dass meine Mutter schon immer an Übernatürliche Dinge geglaubt hat. Sie auch schon angebliche Begegnungen mit verstorbenen Verwandten hatte (nein, sie ist nicht geistesgestört, sie redet da auch ganz normal drüber). Ich selbst glaube jedoch an sowas nicht. Nicht mal an ein Leben nach dem Tod. Ich glaube auch nicht an einen Gott oder an eine Religion. Ich bin eigentlich ziemlich rational und dann wieder nicht. Weil ich doch vieles Sachen "unheimlich" und "gespenstisch" finde. Ein ganz schöner Widerspruch.
Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder habt Ihr Tipps für mich? Für einen Austausch, Erfahrungsberichte und Tipss wäre ich sehr, sehr dankbar. Ich kann mit meinem Freund über alles sprechen, aber das verheimliche ich ihm momentan noch, weil er schon einiges was meine Familie und mich betrifft "ertragen" musste bzw. muss. Ich will nicht, dass er denkt, dass ich auch noch total durchgeknallt bin, wie der Rest meiner Familie.
Sorry, dass der Text nun doch so lang geworden ist. Danke schon mal fürs Lesen! Freue mich über Eure Antworten!
Ganz liebe Grüße
Tina![]()


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ein ritter ohne furcht und tadel
Aber ich arbeite daran.

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