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Thema: Ist das Kampf oder Aufgabe?

  1. #1
    Schreibkraft Avatar von monkey
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    Standard Ist das Kampf oder Aufgabe?

    Hallo Fori´s

    woran kann ich feststellen, ob ich kämpe oder aufgebe?

    Gibt es da Punkte, Erscheinungen anhand deren ich mich richten kann? Es ist einfach so schwer zu unterscheiden,... manchmal. Darf ich wirklich sagen, ich bin krank,- oder entscheide ich mich bewußt für dieses leidvolle bequeme Leben?

    Wie erkenne ich meinen Willen? Habe ich doch mehr in der Hand als ich glaube, mehr als ich will?

    Was sind eure Antworten, wenn ihr euch diese Fragen stellt?

    Danke
    Viele Grüßle
    monkey

  2. #2
    Roman Verfasser
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    Standard

    Man müßte sich den konkreten Fall anschauen. Oft ist man überkritisch und macht sich schlecht an Stellen wo man gar nicht müßte, in Wirklichkeit ist alles normal, und selbst die angeblich schlechte Sache hat ihren (tieferen, manchmal nicht ganz einfach zu sehenden) Grund. Das ist häufiger der Fall als man denkt. Andererseits gibt es genug Stellen an denen man sich oder anderen z.B. versichert, daß man dies oder jenes "auf gar keinen Fall tun würde", dabei ist man gerade dabei genau das zu tun was man unbedingt vermeiden will und sozusagen in der aktiven Verdrängung. Aber selbst dann, alle Dinge haben ihren Sinn, auch aufgeben.

  3. #3
    Schreibkraft Avatar von free 93
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    hi,

    das sind sehr gute fragen die ich mir selbst auch schon oft gestellt habe und je nach stimmungszustand anders beanwortet habe

    es kommt einem manchmal einfach so vor, finde ich, das man nur am kämpfen ist tag für tag und föllig fertig deswegen ist, aber in wahrheit ist man nur meister des verdrängens und ist deswegen so geschaft und hat eig. schon augegeben.

    ich denke man erwartet einfach oft zuviel von sich und macht sich vorwüfe dass man schon aufegeben hat und mehr kämpfen muss, obwohl man nicht mehr kann(?). da wären wir schon bei deinem nächsten punkt: will ich eig krank sein? mache ich es mir in meiner isolierten welt in der ich "nicht anders kann" bequem und schütze ich mich so vor möglichen enttäuschungen?? oder bin ich krank und wenn ich gesund wäre wollte ich leben??

    das sind eben diese fragen die man sich selbst stellen muss um herauszufinden ob man gesund werden WILL und ob man genug dafür kämpft!! oder ob man es nicht alleine will ODER kann...

    das ist wohl auch genau das was die meisten "kranken" so fertig macht und weswegen sie sich vorwürfe machen und warum man so viel grübelt...

    aber antworten darauf sind individuell und seehr schwer zu beantworten meiner meinung nach, aber vllt auch nur deswegen weil das GENAU die fragen sind die ich selbst mir tagtäglich stelle

    lg free
    Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.
    Gabriel Laub


    Bevor ich falle, falle ich lieber auf!!

  4. #4
    Schreibkraft Avatar von Rhett66
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    Liebe Monkey,

    vielleicht ist es ein bißchen wie mit der Müdigkeit. Innerhalb gewisser Grenzen haben wir es schon ein Stück weit in der Hand, ob wir ihr nachgeben und uns schlafen legen oder ob wir der Erschöpfung widerstehen, weil wir unbedingt noch zu Ende bringen wollen, womit wir gerade beschäftigt sind. Hängt sicher auch damit zusammen, wie wichtig uns das Ziel ist.

    Und ebenso wie mit der Müdigkeit und dem Schlafen - beginnt jeden Morgen ein neuer Tag. An dem einen kämpfst Du. An dem andern vielleicht nicht. Und solange Du solche Fragen stellst, hast Du nicht grundsätzlich aufgegeben, sondern nimmst immer wieder den Kampf auf, wenn auch vielleicht nicht täglich und nicht bewußt.

    Je bewußter es uns ist, daß wir gerade im Kampf stehen, desto anfälliger werden wir auch für das Aufgeben. Arbeiten wir dagegen einfach auf unser Ziel hin und kommen nicht auf die Idee, daß wir ja auch aussteigen und - aufgeben - könnten, dann halten wir auch länger durch.

    Ob Du sagen "darfst", Du wärst krank? Nun, auch das entscheidest Du bis zu einem gewissen Grade selbst. Es gibt Leute, die gehen wegen eines grippalen Infekts zum Arzt und lassen sich 2 Wochen freistellen. Und es gibt welche, die ignorieren das, solange es geht. Aber auch die sind in der Zeit nicht voll leistungsfähig, auch wenn sie's nicht wahr haben wollen.

    Was möchtest Du denn wahr haben?

    Liebe Grüße,
    S

  5. #5
    Roman Verfasser
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    Ich bin dafür, daß man sich, wenn man eh schon kritisch auf sich blickt, seine Fehler sieht, sich im Zweifelsfalle grundsätzlich Absolution gibt.

    Wenn man eh schon aufgegeben hat, kann man es nicht mehr ändern, dann ginge es nur noch um das Warum, und welchen Sinn das ergibt. Wenn man das alles schon weiß, und das Warum eher in der Vergangenheit liegt, dann hilft es nichts, dann muß man trotzdem weiter sich durchbeißen. Man kann eben nur so viel wie man kann, das heißt es akzeptieren.

    Und klar "will" man auch krank sein. Die Krankheit stabilisiert einen doch. Man könnte gar nicht sein, ohne auf seine spezifische Weise zu kompensieren. Das bekommt man nicht ausgeschaltet, ausgeschlossen, kann man vergessen. Man kann darüber bescheid wissen, und das beste draus machen, das ja. Aber Umformung ist ein Ding der Unmöglichkeit. Vielleicht besteht das Problem also eher auf Seiten des Anspruchs.

  6. #6
    Schreibkraft Avatar von monkey
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    Danke für das Mitteilen eurer Gedanken.

    Ja stimmt. Die Entfernung zu meinen Zielen,- oder der Anspruch diesen näher zu kommen, zeigt mir, ob ich aufgegeben habe oder noch kämpfe.

    Nur zu leicht glaube ich, daß es nicht möglich ist meine Ziele zu erreichen,- gibt es doch immer ein "aber" und die "trozdems" gehen mir manchmal aus.

    Das Gefühl des bewußten Aufgebens ist zum Glück grad nicht da, also werde ich nochmal schauen, wieviel mehr geht,- und ich weiß auch, es geht mehr. Nochmal ein Stückchen mehr Richtung Ziel, ist ja nix schlimmes.

  7. #7
    Schreibkraft Avatar von Rhett66
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    Zitat Zitat von Erwin Beitrag anzeigen
    Wenn man eh schon aufgegeben hat, kann man es nicht mehr ändern ...
    So sehe ich das nicht. Man kann irgendwann an den Punkt gekommen sein, daß man meint, aufgeben zu müssen. Bei einem Schachspiel wäre das Spiel damit vorbei und man hätte es verloren. Aber wenn es um Leben und Tod geht - und irgendwie gehts doch darum! - dann kann sich schon am nächsten Tag eine neue Situation ergeben haben, die wieder das "Trotzdem" liefert, um den Kampf wieder aufzunehmen.

    Ich wünsche Dir jeden Tag ein neues Trotzdem, monkey! :-)

    Gruß
    S

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