Hallo,
seit über einem halben Jaht habe ich eine neue Stelle. Da ich selbst Quereinsteigerin bin und mich zudem zurzeit noch weiterbilde, bin ich froh, diese gefunden zu haben. Zwar bekleide ich eine Position, mit der meine Weiterbildung und mein Studium nichts zu tun haben, dennoch arbeite ich gerne für meinen Chef.
Eigentlich könnte alles zufriedenstellend sein. Leider gibt es jedoch meine Vorvorgängerin, die ein Verhältnis mit meinem Chef hatte und denkt sich hierdurch innerhalb des gesamten Unternehmens in alles einmischen zu müssen und dürfen. Da ich den Chef direkt "manage", habe ich es natürlich um so schwerer, da sie auf fast alle Bereiche, die ich zu verwalten habe und den Chef betreffen, ebenfalls Zugriff hat!
Eigentlich erwartet man - jedenfalls sie, dass ich alles genau so mache, wie sie das immer gemacht hat. - Meine direkte Vorgängerin hat sich wegen der besonderen Situation freiwillig versetzen lassen. - Mein Chef selbst ist nach Aussage besagter Kollegin konfliktscheu und überlässt die unangenehmen Dinge gerne ihr.
Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und ich möchte es in meinem Leben zu etwas bringen. Für mich ist es sehr wichtig meinen Job zur 100 %igen Zufriedenheit zu erfüllen.
Mein Eindruck war, dass mein Chef mit mir zufrieden ist und die Zusammenarbeit mit mir angenehm findet.- Das hat mich eine ganze Zeit aufgebaut. - Die Situation mit besagter Kollegin war schon von Anfang an schwierig. Zwar hat sie anfangs den Eindruck erweckt, dass sie mich mag - habe jedoch schnell gemerkt, dass das nur aufgesetzt war und sie ein sehr berechnender und auf ihren Vorteil bauender Mensch ist, der andere Menschen schnell be- und verurteilt und eine klare Meinung über die Unfähigkeit und Fehler aller Anderen hat.
Da ich innerhalb der Probezeit angewiesen wurde bei Fragen auf sie zu zukommen, habe ich das anfänglich getan. Da ich jedoch schnell merkte, dass mir ihr Wichtig tun und sich in alles rein mischen nervte, habe ich schnell begriffen, was wichtig ist, was ich von anderen erfragen kann und womit ich notgedrungen zu ihr gehen muss.
Mir ist auch bekannt, dass bis zu 99 % der Belegschaft sich von ihr und ihrem Verhalten gestört fühlen. Jedoch unternimmt wegen des besonderen Standes, den sie beim Chef hat niemand etwas dagegen. (Hierzu möchte ich gerne das Stichwort "Mikropolitik" fallen lassen!)
Das die Dame aufbrausend und beleidigend ist, war mir bereits bekannt. Jedoch war nach meinem Urlaub das Mass voll! Es lag immer in meinem Interesse die Zusammenarbeit mit meinem Chef zu optimieren und meine Arbeit eigenständig zu erfüllen.
Da meine Urlaubsvertretung das genaue Gegenteil von mir ist, also absolut nicht eigenständig und in keinster Weise entscheidungsfreudig, "musste" sich besagte Kollegin innerhalb meiner Abwesenheit mit meinem Büro "vertraut" machen (ihre Worte).
Als ich aus meinem Urlaub kam, musste ich mir anhören, ich würde nicht mit- und nachdenken, wäre unachtsam und könnte nicht priorisieren. Sie habe es sich - angeblich im Sinne des Chefs - zur Aufgabe gemacht, mich auf Fehler hinzuweisen. Das hat sie dann auch zwei Wochen lange getan - und zwar täglich immer wieder und wegen jeder Kleinigkeit und mit unterschwelligen Botschaten, die mir immer wieder deutlich machen sollten, wie unfähig und dumm ich doch bin. Weiterhin hat sie mir zum wiederholten Male angeraten darüber nachzudenken, ob mein Studium in meiner Position sinnvoll wäre - hierzu muss ich sagen, dass ich mich im letzten Semester zum Ökonom befinde - oder ob ich diese Zeit nicht besser nutzen sollte um Überstunden zu machen etc .... Weiterhin hat sie mir Dinge, die sie leider aus meinem Privatleben mitbekommen hat vorgeworfen und damit ihre Meinung über meine Unfähigkeit unterstrichen. - Als ich mich versucht habe zu wehren, hat sie auf ihre langjährige Betriebszugehörigkeit und meine erst sehr kurze hingewiesen ...
Ich habe vorletzte Woche das Gespräch mit der Leiterin der Personalabteilung gesucht und auch versucht mit besagter Kollegin zu reden. - Leider hat mich das bislang noch nicht weitergebracht. - Ein Gespräch mit dem Chef konnte ich leider bislang aus terminlichen Gründen und ob der Tatsache, dass mein Immunsystem durch die seelische Belastung mittlerweile derart geschwächt ist, dass ich erkrankt bin, noch nicht führen.
Seit 1,5 Wochen nehme ich nun Schlaftabletten, habe Albträume und bin in meinem Arbeitsalltag völlig verunsichert, weil ich den Eindruck habe ständig kontrolliert und beobachtet zu werden und eigentlich alles falsch zu machen. - Ich hatte gehofft, dass sich meine Situation nach Beendigung der Probezeit bessern würde. - Das genaue Gegenteil ist zurzeit der Fall!
Natürlich weiß ich, dass ich Fehler mache. - Meine Aufgabe ist viel zu komplex um sie perfekt machen zu können. - Dennoch weiß ich auch, dass mir mein Chef vor gut einem Monat ein sehr positives Feedback nebst Gehaltserhöhung gegeben hat und dass die restlichen Kollegen mich immer für den reibungslosen und optimalen Ablauf loben.
Gerne würde ich mir Hilfe suchen, denn ich stehe kurz davor aufzugeben, weil ich das nervlich nicht mehr aushalte! Fakt ist jedoch, dass ich aus finanziellen Aspekten sehr auf diesen Job angewiesen bin und es zudem traurig finden würde, meine Zusammenarbeit mit meinem Chef wegen dieser Kollegin zu beenden.
Was kann ich tun?
Ist das schon Mobbing?!?
Für Ihre Hilfe und Ratschläge bin ich dankbar!


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren









Lesezeichen