psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 8 von 10

Thema: Ist es ein Zwang...

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    24.05.2010
    Beiträge
    29
    Danke
    18
    7 mal in 7 Beiträgen bedankt

    Standard Ist es ein Zwang...

    ... wenn man unangenehme Gesprächsituationen immer wieder im Kopf durchgeht, bis man sie dann doch vielleicht irgendwann führt.
    Ich versuche immer zu testen, wie ich mich geben würde,
    was die Person sagen würde,
    wie sie reagieren würde,
    gegen welche Angriffe müsste ich mich schützen?
    Hab ich überhaupt eine Chance nicht alles zu vermasseln?
    Ist es normal sich einem fiktiven Gesprächspartner gegenüber zu verteidigen?

    Es kommt immer automatisch und es fällt mir schwer es zu unterbinden. Ich denke immer ich muss mich darauf vorbereiten und dann laufen die Gespräche doch immer ganz anders.

    Und dann wenn ich stundenlang gegrübelt habe und etwas noch unangenehmeres dabei herauskomme,
    verfalle ich automatisch in meine Tagträume/Fantasien.

    Alles zusammen nimmt immer sehr viel Zeit ein und hindert mich daran die meisten Dinge wirklich zu realisieren. Kennt ihr das?
    Kennt ihr eine Trick, wie man diese "Gespräche" unterbinden kann? Ich führe sie nicht laut, nur in meinem Kopf und die Situationen erscheinen immer sehr real. Meistens vergesse ich die Angelegenheiten, bzw verschiebe sie,
    da mein Gehirn (?) irgendwie glaubt, ich hätte es ja schon angesprochen.
    Kann man da etwas gegen tun? Etwas das nicht zu sehr auf Disziplin und Ordnung setzt?

    lg
    euer Chaos

  2. #2
    Painter
    Gast

    Standard

    Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, das ich mir die Rahmenbedingungen zurecht lege.
    Das heisst: ich bereite mich evtl. auf das Thema vor.
    Erzähle mir selbst das ich das kann, das ich meinem Gesprächspartner in die Augen schaue, meine Erwartungen nicht zu hoch schraube und wenn ich dann ganz entspannt in den Bauch atme, das Gespräch gar nicht so schwer wird.

  3. Die folgenden 2 Benutzer bedankten sich bei Painter für den sinnvollen Beitrag:

    HopelessChaos (27.05.2010),Lilli 2010 (27.05.2010)

  4. #3
    Neuling
    Registriert seit
    24.05.2010
    Beiträge
    29
    Danke
    18
    7 mal in 7 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo Andreas,
    das mit den Rahmenbedingungen wäre wahrscheinlich ganz gut,
    aber ichbin so chaotisch und dann drifte ich wieder ab
    in Szenarien, die mich an meiner Handlung zweifeln lassen.
    In letzter Sache versuche ich Dinge "spontan" also einfach
    los gehen und auf mich zu kommen lassen,
    es ist etwas leichter.
    Vielleicht sollte ich ja Atemübungen machen? Hmm dann kann ich evtl objektiver mich ins Getümmel stürzen.
    Ich hab immer Angst etwas falsches zu sagen oder fertig gemacht zu werden ich weiß nicht wie ich damit umgehen kann und ich will vor anderen Leuten nicht weinen. Und in letzter Zeit bin ich stressbedingt dafür anfällig.
    Eigentlich müsste ich gelassener werden, aber wie weit ist der Schritt von gelassen bis desintereissiert?

    lg
    Chaos

  5. #4
    Schreibkraft Avatar von waiting
    Registriert seit
    27.02.2010
    Beiträge
    294
    Danke
    14
    55 mal in 37 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo HopelessChaos, auf jeden Fall ist es nicht unnormal, wenn man sich Gesprächssituationen schon vorher, aber genauso auch hinterher (was ich alles hätte sagen können) durchkaut. Ja, man denkt sich aus, was alles auf einen zukommen könnte, meist negative Dinge und wie Du schon sagst, am Ende ist ohnehin alles anders, weswegen es nur bedingt sinnvoll ist, dieses Gedankenkreisen. Dagegen helfen könnten verschiedene Dinge. Bewusst den Gedankenkreislauf unterbrechen, sich sagen, wenn es so weit ist, kann ich mir immer noch Gedanken darum machen (funktioniert bei mir recht gut, aber es dauerte, bis dieser Weg griff) und was bei mir sehr gut hilft, aufschreiben. Immer wieder alle Gedanken aufschreiben, alles, was im Kopf nicht zur Ruhe kommt. Es hat den Vorteil, dass es auf Papier ist, man muss sich keine Gedanken mehr machen, dass man was vergisst davon, weswegen es ja auch immer kreist, es geht raus aus dem Kopf und man kann eventuell schlafen. Manchmal habe ich auch sehr lange und immer wieder geschrieben, es gab dann nur kurze Gedankenpausen, doch auch das ist hilfreich.

    Wenn Du so ein wichtiges Gespräch vor hast und Angst hast, dass Du nicht alles richtig rüber bringen kannst oder wenn Du Angst hast, nicht reden zu können, weil Du dann eventuell anfängst zu weinen, dann schreib alles auf, kannst Du dann einfach rüber reichen. (eine Praxis, die für mich recht gängig ist). Ansonsten ist auch für mich das Spontane ganz gut. Immer dann, wenn der Druck und die Erwartung zu groß werden. Dann will ich etwas tun und dann gehe ich auch los immer mit dem Gedanken, Angst habe ich sowieso und wenn ich das jetzt in Angriff nehme, dann weiß ich hinterher wenigstens ob meine Angst begründet ist und habe gleichzeitig eine mindestens 50 %ige Chance, dass es gar keinen Grund für diese Angst gibt. Für mich ist das besser. Lieber Klarheit, egal welcher Art als dieses ewige Hoffen und Bangen und dann ewig gelähmt sein. Ich sag mir immer, wenn die Angst groß genug ist, dann muss ich eben was machen.

    Lieben Gruß, waiting
    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

    Khalil Gibran

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei waiting für den sinnvollen Beitrag:

    HopelessChaos (27.05.2010)

  7. #5
    Neuling
    Registriert seit
    24.05.2010
    Beiträge
    29
    Danke
    18
    7 mal in 7 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo,
    danke erst einmal für deine Antwort.
    ich versuche etwas aktiver Gedankengänge zu unterbrehen, wenn sie zu sehr ins negative gehen und immer wieder kreisen. War mir nicht ganz sicher, ob das normal ist. Aber in zu hohem Ausmaße wahrscheinlich eher nicht.

    Das schlimme bei diesen Gesprächen ist, dass man die unangehmen Situationen immer und immer wieder druchlebt und dadurch werden sie irgendwie noch schlimmer.

    Jetzt muss ich auf jedenfall noch meine anderen Zietdiebe berücksichtigen.

    lg
    Chaos

  8. #6
    Painter
    Gast

    Standard

    Ich hab immer Angst etwas falsches zu sagen oder fertig gemacht zu werden ich weiß nicht wie ich damit umgehen kann und ich will vor anderen Leuten nicht weinen. Und in letzter Zeit bin ich stressbedingt dafür anfällig.
    Das schlimme bei diesen Gesprächen ist, dass man die unangehmen Situationen immer und immer wieder druchlebt und dadurch werden sie irgendwie noch schlimmer.
    Angst ist natürlich ein gemeiner Gegner, aber mir scheint das dir ein wenig positives Denken ganz gut tun würde. Mit "Hilfe ich hab Angst und was ist wenn..." kommt man nicht weiter.
    Lege dir Strategien zurecht die funktionieren könnten - geh davon aus das sie es tun und modifiziere wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend war.
    Bleib so locker und gelassen wie du nur kannst - Desinteresse ist was ganz anderes und wird von anderen bestimmt nicht gesehen wenn es nicht da ist...

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Painter für den sinnvollen Beitrag:

    HopelessChaos (27.05.2010)

  10. #7
    Neuling
    Registriert seit
    24.05.2010
    Beiträge
    29
    Danke
    18
    7 mal in 7 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ich arbeite daran gelassener zu werden .
    Die Zeit zum grübeln werde ich zukünftig einschränken
    ich hoffe ich vergesse es nicht, wenn es darauf ankommt.
    Es gibt soviele Dinge zu beachten

  11. #8
    Schreibkraft Avatar von waiting
    Registriert seit
    27.02.2010
    Beiträge
    294
    Danke
    14
    55 mal in 37 Beiträgen bedankt

    Standard

    Eine Verhaltensänderung dauert seine Zeit. Nimm Dir nur kleine, ganz spezielle Schritte erst mal vor, sonst verlierst Du vor zu vielen guten Vorsätzen die Übersicht und gar nichts klappt. Eine Verhaltensänderung verlangt erst einmal, dass man begreift, dass etwas nicht so läuft, wie es soll und man dann erst lernen kann, es auch zu SEHEN, wenn es passiert. Das wäre schon ein Schritt vorwärts. Die entsprechende Situation wahrzunehmen. Und erst danach kann man Gedanken entwickeln, was man tun müsste. Und dann genau das tun. Das dauert seine Zeit und dann noch mal, bis das veränderte Verhalten nichts Besonderes mehr ist, das Arbeit erfordert und genaue Wahrnehmung, sondern irgendwann automatisiert in den Alltag integriert ist. Bis dahin macht es Arbeit und Unsicherheit, wie viele neue Dinge es eben einfach tun. Aber es ist zu schaffen.

    Lieben Gruß, waiting
    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

    Khalil Gibran

  12. Der folgende Benutzer bedankte sich bei waiting für den sinnvollen Beitrag:

    HopelessChaos (28.05.2010)

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Ekel und Zwang
    Von carapax im Forum Zwänge
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 04.02.2010, 11:15
  2. Tötungsgedanken/Zwang
    Von forsakenguy im Forum Zwänge
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 22.01.2010, 22:16
  3. zwang?oder wie?
    Von hidden im Forum Zwänge
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 20.04.2009, 16:30
  4. Zwang zu starren
    Von Paradoxon im Forum Zwänge
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 30.11.2007, 07:03

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!