psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Ist man ohne Hoffnung therapierbar?

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    30.05.2011
    Beiträge
    2
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard Ist man ohne Hoffnung therapierbar?

    w (23)

    Hallo liebe Forumleser,


    Ich stehe schon lange vor dieser Frage, ob man wenn man schon alle Hoffnung aufgegeben hat überhaupt erfolgreich therapierbar ist.

    Ich merke regelmäßig, dass ich mich sträube Hilfe anzunehmen. Selbst meine Tabletten nehme ich nicht regelmäßig, da ich keinerlei Grund sehe.

    In 2 Wochen gehe ich erneut in eine stationäre Therapie für etwa 3 Monate.



    Ist das überhaupt das richtige wenn ich mir nicht helfen lassen will ?
    Ging oder Geht es euch auch so ?
    Was habt ihr für Erfahrungen gemacht ?



    Vielen Dank schonmal im Vorraus.

    Viele liebe Grüße
    ZUQY

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    Ich stehe schon lange vor dieser Frage, ob man wenn man schon alle Hoffnung aufgegeben hat überhaupt erfolgreich therapierbar ist.
    hallo,

    wenn Du ganz ohne Hoffnung wärst, würdest Du nicht diese Frage stellen.

    Vll hast Du noch nicht begriffen, dass bei einer Therapie DU die Arbeit machen musst, und der Therapeut nur Dein Begleiter ist?

  3. #3
    Schreiberling
    Registriert seit
    14.05.2010
    Beiträge
    533
    Danke
    45
    203 mal in 129 Beiträgen bedankt

    Standard

    ich war zwei monate lang in stationärer behandlung. während dieser zeit war ich hoch empört, als mir eine therapeutin sagte, ich wolle gar nicht an mir arbeiten. ich verstand nicht, wieso sie das sagte, ich hatte doch augenscheinlich alles getan. ich ging zu den behandlungen, machte zumindest fast immer mit und war meinem empfinden nach ganz eifrig darin. eines tages, als ich schon lange wieder zu hause war und jede menge seelischer arbeit hinter mir hatte und zurück dachte, stellte ich fest, dass ich damals wirklich nicht bereit war, seelische arbeit zu tun.

    ich hab menschen erlebt, die alles mögliche dafür getan haben, sogar in bereiche der esoterik vorzustossen, ohne es wirklich tun zu wollen, weil es einfach zu schmerzhaft war und sie nicht bereit waren, diesen schmerz zu erleben. so konnten sie sich sagen, dass sie ja alles getan haben und gar nicht wussten, weshalb sie so erfolglos waren...

  4. #4
    Neuling
    Registriert seit
    30.05.2011
    Beiträge
    2
    Danke
    0
    0 mal in 0 Beiträgen bedankt

    Standard

    Ja Gabiannarele du hast recht anscheinend habe ich noch Hoffnung in mir.

    Worin liegt aber der Grund zu kämpfen zu arbeiten ?

    Was habt ihr für Ziele für die ihr kämpft ?

  5. #5
    Gast784
    Gast

    Standard

    Was habt ihr für Ziele für die ihr kämpft ?
    für mehr innere Zufriedenheit, für mehr Lebensqualität. Dazu passt aber nicht so ganz die harte Energie des klassischen Kämpfens. Aber das ist halt Definitionssache.

  6. #6
    Nachwuchs Autor
    Registriert seit
    29.04.2010
    Beiträge
    699
    Danke
    11
    64 mal in 60 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zugy, Du musst auf alles vorbereitet sein: Dass es noch Chancen gibt, die sich überraschend auftun, aber auch darauf, dass Dir irgendwann plötzlich ganz tiefgehend klar wird, vielleicht mit 20, 30, 40, 50 Jahren..., dass das Leben endlich ist, dass Du dann nicht völlig fassungslos bist, wenn Du von dieser Erkenntnis wirklich ganz durchdrungen bist.

    Vielleicht könntest Du mit der philosophischen Erkenntnis von Albert Camus kontern, dass das Leben ABSURD ist. Das hat er in seinem Kultbuch: "Der Mythos vom Sysiphus" ausführlich entwickelt.

    "Die Götter hatten Sisyphos dazu verurteilt, unablässig einen Felsblock einen Berg
    hinaufzuwälzen, von dessen Gipfel der Stein von selbst wieder hinunterrollte. Sie hatten
    mit einiger Berechtigung bedacht, daß es keine fürchterlichere Strafe gibt als eine unnütze und aussichtslose Arbeit", trotzdem wälzt er den Felsblock jedesmal wieder mit einem Lächeln auf den Lippen nach oben. Denn: "Es gibt kein Schicksal, daß durch
    Verachtung nicht überwunden werden kann."

    Warum nun gerade Du mit dieser Erkrankung geschlagen bist? Wenn es keine einsichtige Reaktion des Körpers/der Psyche auf irgendein früheres Ereignis gibt, dann könnte ich darin keinen Sinn erkennen. Sie ist sinnlos, wenn sinnlos, ist es auch ein Darübergrübeln sinnlos, dann ist dafür der passende Ausdruck: ABSURD.

    Aber Du solltest auch die Welt erkennen können. Wenn die Tabletten dafür hilfreich wären, dann solltest Du sie einnehmen. Aber Camus hatte auch den Tod verachtet, weil der über ihn bestimmen wollte. So sehe ich das auch mit Deiner Erkrankung. Wer maßt sich an, über Dich bestimmen zu wollen? Momentan tut das offensichtlich Deine Erkrankung. Keiner sollte über Dein Leben bestimmen, deswegen musst Du Dich von diesem Zwang, der von Deiner Erkrankung auf Dich ausgeübt wird, mit allen Mitteln befreien.
    Geändert von Bertrand (16.06.2011 um 00:25 Uhr)

  7. #7
    Neuling
    Registriert seit
    20.06.2011
    Beiträge
    29
    Danke
    3
    3 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zitat Zitat von Zuqy Beitrag anzeigen
    Worin liegt aber der Grund zu kämpfen zu arbeiten ?

    Was habt ihr für Ziele für die ihr kämpft ?
    Der Grund ist wohl die Tatsache das du lebst und wenn du lebst dann solltest du alles erdenklich daran setzen so zu leben wie es dir gefällt.
    Sicherlich gibt es immer Hürden die überwunden werden müssen ob sie nun physisch oder psychisch sind ist nicht relevant, denn das interessiert die Allgemeinheit nicht. Es sind Dinge an denen nur du Selbst etwas ändern kannst (und auch musst wenn du so nicht klar kommst) und selbst wenn dich etwas einen Schritt zurück wirft, dann stehst du auf und gehst zwei Schritte voran!
    Mein Ziel ist ganz einfach, als ich mich entschieden hab zu leben und zwar aus eigenen Stücken nicht weil mich eine Person in die Welt gesetzt hat, war mein Ziel weiter zu leben und zwar so wie es am besten ist.
    Es wird wohl auch reichen sich erstmal kleine Ziele zu setzen zum beispiel ein Job zu finden den man gern macht oder ein Instrument zu lernen, irgendwas und sobald man das erreicht hat dann freut man sich, dass man etwas geschafft hat und hat die Kraft weiter voran zu gehen.

Ähnliche Themen

  1. Endstation Hoffnung
    Von aleyna im Forum Depression
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 27.12.2010, 18:26
  2. Nicht therapierbar?
    Von Aptrgangr im Forum Therapieformen
    Antworten: 59
    Letzter Beitrag: 15.09.2010, 20:37
  3. Hoffnung verloren
    Von Hoffnungslos im Forum Depression
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 21.03.2010, 21:45
  4. meine letzte hoffnung...
    Von r-c-j im Forum Depression
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 17.03.2010, 15:38
  5. Hoffnung?
    Von Salt&Tears im Forum Ängste
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 08.02.2008, 06:13

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!