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Thema: Ist mir noch zu helfen?

  1. #1
    Neuling Avatar von Levia
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    Unglücklich Ist mir noch zu helfen?

    hallo,

    ich bin 26 jahre alt, verheiratet und habe einen 5 jährigen sohn.

    seit ich denken kann, habe ich extreme probleme mit anderen menschen.
    ich rede ungerne und gehen leuten auch aus dem weg um nicht mit ihnen reden zu müssen. selbst das grüßen fällt mir schwer.
    ich muss mich extrem überwinden um zu telefonieren, besonders mit fremden menschen wird es schwer. zb wenn meine pferde mal wieder den schmied nötig haben, dann zögere ich es immer lange heraus, weil ich da einfach nicht anrufen mag.
    ich sehe fremde leute beim vorbei gehen nicht an, weil es mir unangenehm ist.
    ich habe es bißher in keiner firma lange ausgehalten, weil ich immer ein starkes bedrückendes gefühl hatte.
    ich kann kein gespräch anfangen, weil ich nie weiß über was und ich meinem gegenüber nicht auf den keks gehen will.
    ich habe immer angst, dass mich jemand besuchen kommen könnte, wenn mein mann nicht da ist, denn ich wüsste nicht was ich mit dem besuch machen sollte.
    ich kann keine eigenen entscheidungen treffen und muss immer meinem mann fragen ob ich etwas machen soll oder nicht.
    wenn ich leute in meiner nähe reden oder lachen höre, dann habe ich immer das gefühl es geht um mich und sie lachen mich aus.
    wenn ich mit leuten rede fällt mir die wortwahl schwer und ich komme oft ins stocken und habe meist das gefühl ich würde blödsinnig auf den anderen wirken.
    ich habe keine freunde und bin immer allein, weil ich einfach keine kontakte aufbauen oder pflegen kann. mir kommt es immer so vor als haben die anderen gar keinen bock auf mich.
    meine geburtstage würde ich allein verbringen, wenn mein mann nicht seine freunde einladen würde.

    oft sitze ich zu hause und weiß nicht weiter, fühle mich sehr unwohl und alleingelassen.

    bin ich krank?
    kann man mir helfen?
    und wenn ja wie?

  2. #2
    Neuling Avatar von Rudolf
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    Standard die dünnen Fesseln der Gewohnheit......

    Hallo Levia

    Glücklicherweise ist es nicht notwendig, endlich anders zu sein!

    Ich möchte Dir gerne eine Geschichte erzählen.

    Einem Dompteur gelingt es, einen Elefanten mit einem ganz einfachen Trick zu beherrschen.
    Er bindet das Elefantenkind mit einem Fuss an einen grossen Baumstamm.
    Sosehr es sich auch wehrt, es kann sich nicht befreien.
    Ganz allmählich gewöhnt es sich daran, dass der Baumstamm stärker ist als es selbst.
    Wenn der Elefant erwachsen ist und ungeheure Kräfte besitzt, braucht man nur eine Schnur an seinem Bein zu befestigen und ihn an einem Zweig anzubinden, und er wird nicht versuchen, sich zu befreien.
    Denn er erinnert sich daran, dass er diesen Versuch unzählige Male vergebens unternommen hat.

    Wie bei den Elefanten stecken auch unsere Füsse nur in einer dünnen Schlinge.

    Doch da wir von Kindsbeinen an die Macht jenes Baumstammes gewohnt sind, wagen wir nicht uns zu wehren.

    Und vergessen darüber, dass es nur einer einzigen mutigen Tat bedarf, um unsere Freiheit zu erlangen.

    Alles Liebe

    Rudolf


    http://www.soma-institut.com
    Geändert von Rudolf (19.07.2007 um 12:10 Uhr)
    "Ich wünsche Dir eine erfüllte und gesunde Zeit"

  3. #3
    Neuling Avatar von Levia
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    hm, ich finde mit dieser antwort macht man es sich sehr einfach.
    aber auch nur wenn man selber nicht betroffen ist.
    der sprung von dem einem zum anderen ist nicht nur ein einfacher steilsprung, sondern wohl eher ein pulvermannsgrab.
    man kann sich schlecht von heute auf morgen ändern, indem man einfach nur einmal mutig ist.
    ich muss dauernt "mutig" sein im privat- und im berufsleben und trotzdem wirft es mich immer wieder zurück.
    es brauch nur einmal eine blöde situation kommen und sei es nur ein unzufriedener kunde mit dem man sich auseinandersetzen muss und schon würde ich mich am liebsten für die nächsten tage einschließen.
    irgendwann geht es dann wieder ein paar tage gut aber mit sicherheit kamm wieder ein extremer, für mich extremer, tiefschlag und ich fange wieder von vorne an ohne überhaupt sehr weit gekommen zu sein.

    schwer zu erklären
    auf jeden fall ist es mit einer schönen geschichte nicht getan, wobei sie schon zutreffend ist.
    falle
    aus der reihe
    aus dem rahmen
    aus den wolken
    ins gewicht
    jemandem zur last
    wenn du willst
    in den schoß mir
    aber niemals in den rücken

  4. #4
    Verleger Avatar von Waris
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    Also Rudolf, ich muss dir leider sagen, ich weiß auch nicht, wie diese Elefantengeschichte Levie helfen könnte und wo überhaupt der Zusammenhang zu ihren Problemen besteht.
    Levia, dein Problem besteht denke ich hauptsächlich an mangelndem Selbstbewusstsein und Sozialphobie.
    Die Sache, dass du denkst, da musst du dir immer wieder streng sagen, dass es nicht so ist. Sage dir es wirklich wörtlich in deinem Kopf. Sage dir selber, dass du dir quatsch einredest!
    Selbstbewusstsein kann man am ehesten erlangen, indem man sich selbst akzeptiert, so wie man ist. Mit allen Macken und Fehlern. du kannst keine Entscheidungen treffen. Na und? Dann kannst du es eben nicht. Du bist schüchtern, ja, ok. Versteh mich nicht falsch, du sollst jetzt nicht deine Probleme hinnehemen, statt was daran zu ändern. Aber Akzeptans ist die Grundlage des Selbstbewusstsein. Und wenn man dies ein wenig mehr hat, werden auch solche Probleme wie Unsicherheit andern gegenüber weniger. Du machst dir dann einfach nicht mehr so viele Gedanken mehr darüber, wie du auf andere wirkst. Du hast einen Mann, der dich liebt, also musst du auch liebenswerte Seiten haben. Nicht jeder muss einen großen Freundeskreis haben.

  5. #5
    Neuling Avatar von Levia
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    hm.. sicher hast du recht waris, aber wenn man gar keinen freundeskreis besitz, auch keinen kleinen, dann ist es nicht gerade schön. man hat ja auch mal das bedürfnis sich auszutauschen.
    ich muss aber wirklich daran arbeiten mich selber so zu nehmen wie ich bin, aber da es für mich schon nicht leicht ist, ist es für andere wahrscheinlich erstrecht nicht leicht.
    viele kommen ja schon auf mich zu, reden kurz mit mir (ich gebe dann mein bestes) und dann was es das auch schon. die suchen dann einfach keinen kontakt mehr und ich bin dann total verunsichert und versuche erstrecht nicht mehr kontakt aufzubauen. ich hab dann einfach das gefühl, die haben keinen bock auf mich und schon lass ich die leute in ruhe, weil ich nicht nerven will.

    alles nicht so einfach
    falle
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  6. #6
    Verleger Avatar von Waris
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    So wie du dich akzeptierst, werden es andere auch tun. Wenn du dich austauschen möchtest, dann musst die dies auch tun, über deinen Schatten springen. Ich denke, die Leute suchen keinen Kontakt zu dir, weil sie nicht wissen, dass du es willst. Sie tun es nicht deswegen nicht, weil sie dich nicht mögen. Versuche einfach etwas offener zu sein. Rede über irgendwas. Man weiß am anfang oft nicht, wie man ein Gespräch beginnen soll, das ist ganz normal und nix schlimmes. Hauptsache man signalisiert dem Gegenüber, dass man ein Gesprcäh anfangen will. Da reichen schon Floskeln wie :"schönes Wetter heute" "Hast du Feuer?" Oder ein Gespräch über das gestrige Fernsehprogramm etc. Das wird dir keiner Übel nehmen, glaub mir, so machen es alle, bis man sich eben besser kennt, lockerer ist und über persönliche Dinge reden kann. Versuchs doch einfach mal!

  7. #7
    Neuling Avatar von Levia
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    ich versuche es ja schon und werde es auch weiterhin versuchen. mein problem ist, dass mich im moment zu schnell der mut verlässt.
    oft rede ich mit jemanden, dann kommt irgendwas mittem im gespräch dazwischen und danach habe ich dann das gefühl, dass mein gegenüber mir gar nicht zugehört hatte oder es nicht interessiert hat was gesprochen wurde. es wird dann nicht gefragt, so von wegen : "und wie geht es weiter", oder so.
    ach blöde zu erklären, ich hoffe du verstehst was ich meine.
    oft habe ich es auch, dass ich mit jemanden rede und der sich dann mehr und mehr abwendet, wegschaut und abgelenkt scheint und dann fühl ich mich auch schon wieder fehl am platz.
    vielleicht sabbel ich auch uninteressantes zeugs oder bin einfach zu sensibel.

    im moment bin ich auch viel alleine, mein mann arbeitet viel und ist dann auch noch mit der band unterwegens, und dann bekomme ich so depressive phasen. echt nervig. dann ist mir nichts mehr recht, alles und jeder ist schlecht und ich könnte eigentlich nur heulen.
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  8. #8
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    Ja, ich verstehe genau was du meinst. Mir ging esauch schon so. Ich hatte auch Zeiten, wo ich dachte, keiner mag dich, keiner will was mit dir richtig zu tun haben. Das ist ein Teufelskreis, eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Wie gesagt, messe dem einfach nicht mehr so viel Bedeutung zu. Das ist leicht gesagt, ich weiß, denn es ist ja eigentlich das Gegenteil von dem was du willst. Es ist ähnlich, wie wenn man zu einem Dauersingle(like me,-)) sagt: "hör auf zu suchen, hör auf, dir einen Partner zu wünschen" .Aber so funktioniert es. Je weniger darauf achtest, wie ander auf dich reagieren, desto lockerer wirst du und dafür erntest du wie von selbst Symphathie. Schaffst du es nicht mehr aus eigener Kraft und bist zunehmend depressiv, warum nimmst du dir keine professionelle Hilfe? Es muss ja nicht gleich die "Therapie" sein. Manchmal helfen schon ein paar gute Gespräche und Denkanstöße.

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