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Thema: Ist Sadismus behandelbar?

  1. #9
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    Zitat Zitat von uweko Beitrag anzeigen
    Sadismus ist Selbsthass, der ersatzweise an anderen abgearbeitet wird. Der Betroffene erlebt es so aber nicht, sondern als seine Gefühl der Omnipotenz, dass ihn vor der Dammbruch-artigen Präsenz traumatischer Erlebnisse bewahrt. Ich füge anderen Schmerzen zu und beobachte die Reaktion, um das Leiden nachzuvollziehen, dass ich denke selbst nicht aushalten zu können. Sadismus ist eine ausgelagertes Nachvollziehen von dem, was mir unbewusst in der Kindheit gewaltsam angetan wurde. Der Sadist erlebt sich dabei paradoxerweise als Opfer mit Hilfe der Spiegelung. Da diese Art der Verarbeitung nicht alle Parameter der Empfindung enthalten, ist diese unvollständig und wird immer wieder neu initiiert. Der Sadist als Täter identifiziert sich in diesem Moment mit dem Opfer in seinem Leiden. Die Empathie wird dazu unterdrückt. In der sexuellen Variante ist ein gelegentliches Verkehren der Rollen mit zunehmenden Alter nicht selten, da es offenbar zu einer höheren Stufe der Verarbeitung gekommen sein muss. Dieser gereifte Sadist ist nun bereit, seinen Empfindungsradius auf sich zu erweitern, um zu einer Lösung frühkindlichen, traumatischen Konfliktes zu kommen. Einem Sadisten würde ich zur tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie raten, um diesen schweren Gang abzukürzen.

    VG Uwe
    Das hat mir gerade unendlich viele Fragen beantwortet. Wo kann sich Person A bei einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie wenden und wie führt er den Psychotherapeuten am besten in dieses Problem ein, ohne ihn/sie zu schocken und auf eine gewisse "Liste" zu landen. Also wie fängt man am besten an dieses Problem sachte zu schildern, ohne dass die Alarmglocken anspringen. Person A möchte übrigens wissen ob so eine Therapie von einer Krankenkasse übernommen wird und ob die sadistischen Impulse sich medikamentös behandeln lassen würden.
    Übrigens, nein es geht nicht um den Sexualsadismus, sondern um den non-sexuellen Sadismus.

  2. #10
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    Zitat Zitat von Morphogenetikum Beitrag anzeigen
    Das hat mir gerade unendlich viele Fragen beantwortet. Wo kann sich Person A bei einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie wenden und wie führt er den Psychotherapeuten am besten in dieses Problem ein, ohne ihn/sie zu schocken und auf eine gewisse "Liste" zu landen. Also wie fängt man am besten an dieses Problem sachte zu schildern, ohne dass die Alarmglocken anspringen. Person A möchte übrigens wissen ob so eine Therapie von einer Krankenkasse übernommen wird und ob die sadistischen Impulse sich medikamentös behandeln lassen würden.
    Übrigens, nein es geht nicht um den Sexualsadismus, sondern um den non-sexuellen Sadismus.
    Du glaubst das man Psychotherapeuten schocken kann? Wenn sie gut sind merken sie ganz schnell worum es geht, auch schon bei kleinen Dingen. Außerdem ist Offenheit die Basis einer guten Zusammenarbeit.

  3. #11
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    Zitat Zitat von Ricarda66 Beitrag anzeigen
    Du glaubst das man Psychotherapeuten schocken kann?.
    Ja, weil auch sie in erster Linie erst einmal nur Menschen sind die zunächst zuhören und das gesagte auch emotional bewerten. Der Therapeut vermag seine Anwiderung verstecken oder überspielen können, aber fühlen wird er/sie es.

    Außerdem ist Offenheit die Basis einer guten Zusammenarbeit.
    Person A ist aber nicht bereit die Problematik anzusprechen wenn er auf eine Art Beobachtungsliste gesetzt wird. Oder anders gefragt: ab wann gilt die Schweigepflicht nicht mehr?
    Person A war nämlich schon als Kind gezwungenermaßen bei einem Schultherapeuten der jedoch die Verhaltensauffälligkeit dem Erziehungsberechtigten erzählte (Person A ist momentan 19 und nicht mehr in der Schule).

  4. #12
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    Zitat Zitat von Morphogenetikum Beitrag anzeigen
    Ja, weil auch sie in erster Linie erst einmal nur Menschen sind die zunächst zuhören und das gesagte auch emotional bewerten. Der Therapeut vermag seine Anwiderung verstecken oder überspielen können, aber fühlen wird er/sie es.
    .
    Ein Therapeut reagiert fachlich und auch emotional, schließlich geht es um die emotionale Aufarbeitung von Person A. Ist vielleicht besser wenn Person A selber darüber schreibt, Stille Post ist immer schwierig. Oder bist du Person A?

  5. #13
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    Zitat Zitat von Ricarda66 Beitrag anzeigen
    Oder bist du Person A?
    Nein ich bin nicht Person A.

  6. #14
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    Zitat Zitat von Morphogenetikum Beitrag anzeigen
    Nein ich bin nicht Person A.
    Was ist deine Motivation für Person A Infos einzuholen? Warum macht Person A das nicht selber?

  7. #15
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    Zitat Zitat von Ricarda66 Beitrag anzeigen
    Was ist deine Motivation für Person A Infos einzuholen? Warum macht Person A das nicht selber?
    Ich wüsste nicht was diese Fragen mit dem eigentlichen Thema zu tun haben...

  8. #16
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    Person A möchte übrigens wissen ob so eine Therapie von einer Krankenkasse übernommen wird und ob die sadistischen Impulse sich medikamentös behandeln lassen würden
    Ja, es wird übernommen, wenn Person A glaubhaft macht zu leiden, meist dargestellt durch eine überwiegende Ablehnung des persönlichen Umfeldes unter dem Einfluss der Verhaltens-bedingten Isolation, evtl depressive Komorbidität. Der Gang zum x-beliebigen Psychologen wird meist zur Empfehlung eines fachspezifischen Kollegen führen, wenn dieser selbst nicht dazu in der Lage ist. Dass Person A darunter leidet, davon gehe ich aus, da offensichtlich ein Abstellen gewünscht ist. Ein Psychotherapeut ist von der Offenbarung des Sadismus gewiss nie schockiert. Es ist sein Beruf, solche Art Leiden abzustellen.
    Medikamentös dürfte in Momenten des Dranges nur starke Sedierung mit bspw Benzos oder Barbituraten helfen, doch diese wirken leider auch im Alltag global und machen schnell abhängig; Ich würde wohl davon abraten, wenn nicht akute Fremdgefährdung vorliegt. Doch letztendlich muss darüber ein Arzt befinden.

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