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Thema: Ist Sadismus behandelbar?

  1. #1
    Neuling Avatar von Morphogenetikum
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    Standard Ist Sadismus behandelbar?

    Gibt es Ansätze diese Verhaltensweise "abzugewöhnen"?

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Morphogenetikum für den sinnvollen Beitrag:

    Corax (07.12.2016)

  3. #2
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    Da es sich um tiefgreifende wertebasierte Einstellungen handelt, geht dass meiner Meinung nach sicherlich nur wenn A der Willen zur Veränderung da ist und B eine angemessene Verhaltenstherapie erfolgt.

    Spiegeln des Verhalten und Täter-Opfer-Konfrontation fällt mir dazu jetzt ad-hoc ein.

  4. #3
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    Der Wille bei Person A ist da, er kann sich so eine Therapie nur nicht vorstellen. Bzw. weiß diese Person nicht wie er es dem Psychotherapeuten erzählen soll ohne einen gewissen Blick zu bekommen.

    Spiegeln des Verhalten und Täter-Opfer-Konfrontation fällt mir dazu jetzt ad-hoc ein.
    Wie läuft das ab?

  5. #4
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    Nunja mit spiegeln meine ich jetzt nicht den Betroffenen eine reinzuhauen sondern vielmehr Methoden zu entwickeln, wo ihm das Ausmaß seines sadistischen Verhaltens bewusst wird.

    In der Täter-Opfer-Konfrontation (wenn beide, also auch das Opfer, einwilligen!) wird mittels Mediator eine Beziehung zwischen Täter und Opfer aufgebaut. Es wird häufig als strafprozessuale Begleitmaßnahme angewandt und neben der Strafmilderung erfolgt häufig auch eine Verhaltensänderung beim Täter.

  6. #5
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    Danke für die Erklärung

  7. #6
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    Hallo,

    ich muss meinem Vorredner (Vorschreiber) zustimmen. Man kann keinen anderen gegen seinen Willen verändern. Der Wunsch / die Einsicht / der Wille zur Veränderung muss von der betreffenden Person zumindest unterstützt werden.

    Es stellt sich dann aber irgendwo auch die Frage nach der Ausprägung von Sadismus (nicht nur Art, sondern auch Intensität; siehe auch Wikipedia) und der Notwendigkeit einer Behandlung.
    Die nächste Frage, die sich irgendwo und irgendwann stellt ist die Frage, ob Sadismus überhaupt komplett behandelt werden kann.

    Gruß
    Simon
    Ich bin kein Arzt, Therapeut oder Rechtsanwalt. Meine Postings entsprechen meiner (momentanen) Meinung zu einem Thema und können auch falsch sein. Wenn jemand etwas aus meinen Postings umsetzt / umsetzen möchte, dann ist er / sie für die Folgen selbst verantwortlich und sollte dies nur nach vorherigem Nachdenken tun.

  8. #7
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    Sadismus ist Selbsthass, der ersatzweise an anderen abgearbeitet wird. Der Betroffene erlebt es so aber nicht, sondern als seine Gefühl der Omnipotenz, dass ihn vor der Dammbruch-artigen Präsenz traumatischer Erlebnisse bewahrt. Ich füge anderen Schmerzen zu und beobachte die Reaktion, um das Leiden nachzuvollziehen, dass ich denke selbst nicht aushalten zu können. Sadismus ist eine ausgelagertes Nachvollziehen von dem, was mir unbewusst in der Kindheit gewaltsam angetan wurde. Der Sadist erlebt sich dabei paradoxerweise als Opfer mit Hilfe der Spiegelung. Da diese Art der Verarbeitung nicht alle Parameter der Empfindung enthalten, ist diese unvollständig und wird immer wieder neu initiiert. Der Sadist als Täter identifiziert sich in diesem Moment mit dem Opfer in seinem Leiden. Die Empathie wird dazu unterdrückt. In der sexuellen Variante ist ein gelegentliches Verkehren der Rollen mit zunehmenden Alter nicht selten, da es offenbar zu einer höheren Stufe der Verarbeitung gekommen sein muss. Dieser gereifte Sadist ist nun bereit, seinen Empfindungsradius auf sich zu erweitern, um zu einer Lösung frühkindlichen, traumatischen Konfliktes zu kommen. Einem Sadisten würde ich zur tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie raten, um diesen schweren Gang abzukürzen.

    VG Uwe

  9. Die folgenden 3 Benutzer bedankten sich bei uweko für den sinnvollen Beitrag:

    Corax (07.12.2016),Ricarda66 (04.12.2016),Saphira2016 (11.01.2017)

  10. #8
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    Zitat Zitat von uweko Beitrag anzeigen
    Sadismus ist Selbsthass, der ersatzweise an anderen abgearbeitet wird. Der Betroffene erlebt es so aber nicht, sondern als seine Gefühl der Omnipotenz, dass ihn vor der Dammbruch-artigen Präsenz traumatischer Erlebnisse bewahrt. Ich füge anderen Schmerzen zu und beobachte die Reaktion, um das Leiden nachzuvollziehen, dass ich denke selbst nicht aushalten zu können. Sadismus ist eine ausgelagertes Nachvollziehen von dem, was mir unbewusst in der Kindheit gewaltsam angetan wurde. Der Sadist erlebt sich dabei paradoxerweise als Opfer mit Hilfe der Spiegelung.
    Hallo Uweko,

    Sadismus ist ja ein sehr schwieriges Thema, du scheinst dich damit schon befasst zu haben. Dein Beitrag den ich sehr gut findet zeigt ein Wissen über die Thematik wie kommt es das du dich damit so gut auskennst?

    Ich hab hier im Forum ja auch schon mal einen Thread zu dem Thema aufgemacht, oft stößt man da ja auf Unverstöndnis eben weil das Thema so schwer gerade emotional zu fassen ist.

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