Narzissmus wird im engeren Sinne mit übersteigerte Selbstliebe und Eitelkeit gleichgesetzt. Und diese Definition meine ich.
Narzissmus wird im engeren Sinne mit übersteigerte Selbstliebe und Eitelkeit gleichgesetzt. Und diese Definition meine ich.
...und das ist auch gut so!
Ich denke, stolz kann man sein, wenn man etwas bestimmtes geleistet hat!
Stolz, finde ich, hat NICHTS mit Arroganz oder Narzissmus zu tun!
Es ist ein Gefühl, welches den Menschen einholt, wenn man eine für sich akzeptable Leistung vollbracht hat, auf die man z.B. länger hin gearbeitet hat!!!
Ich bin stolz und ich steh dazu, denn: Ich habe es geschafft aufzuhören Drogen zu konsumieren- obwohl meine Lebensumstände in dieser Zeit mehr als schlecht waren! Ich habe Bilder fertig gemalt, dessen Technicken ich mir selbstständig aus Büchern beigebracht hatte! Ich habe Dinge in meinem Leben verändert...ja klar bin ich stolz darauf...wo ist das Problem???
Die Frage, die sich mir bei diesem Thema eigentlich stellt: Welch ein Mensch steckt dahinter, der ergründen möchte, warum Menschen stolz sein können?
Ist es eine Art "Neid", auf sich selbst nicht stolz sein zu können?
....sorry und Hallo erstmal- ich platze hier so rein, obwohl ich mich noch nicht vorgestellt hatte! Hm, na ja, ein wenig wisst ihr ja jetzt schon von mir!![]()
Ylle schreibt
Narzissmus wird im engeren Sinne Entweder "positiver" oder "negativer" N. Scheint mir auch verständlicher zu sein.
Stolz ist eine Emotion - so wie Liebe, Furcht, Angst und Hass auch.
Der Maßstab, an dem wir Stolz ableiten, kann sowohl im eigenem Weltbild abgeleitet werden sowie an gesellschaftlichen Normen orientiert sein.
Im ersteren Fall fühlt man sich bestätigt - am anderen sonnt man sich in der gesellschaftlichen Anerkennung.
Berechtigt oder nicht berechtigt?!
-> Stolz messen wir an unserem eigenen Maßstab, der subjektiv ist.
Ist Liebe berechtigt?
Ist Furcht berechtigt?
Ist Angst berechtigt?
Ist Hass berechtigt?
Geändert von honeymoon (12.01.2012 um 23:23 Uhr)
Das Glück - Kein Reiter wird's erjagen, es ist nicht dort und ist nicht hier.
Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.
Theodor Fontane
Ich denke, dass der Begriff "positiver Narzissmus" ein eher widersprüchlicher ist,
da Narzissmus nur scheinbar Selbstliebe einschließt, deren Abwesenheit er
durch eine "unechte", übersteigerte Egomanie kompensiert, um so Selbstunsicherheit, die bis zur Selbstverachtung gehen kann, zu verdecken.
Für mich gibt es keinen positiven Narzissmus.
Eine positive wertschätzende Haltung gegenüber sich selbst drückt sich für mich durch Selbstachtung und Selbstliebe aus.
"Stolz" ist ein schrecklich dehnbarer Begriff. Für ein angemessenes Selbstbewusstsein ist der Stolz, als Reaktion auf eine selbst erbrachte Leistung, eines der essenziellsten Attribute überhaupt. Ist es nicht der Stolz, der uns antreibt unsere Ziele zu erreichen und uns auch in schwierigen Momenten Kraft geben kann? Wo wären wir ohne ein Gefühl, dass uns im Moment des Erfolgs belohnt und unser bisheriges Handeln bestätigt?
Mit einer kirchlichen Argumentation, bezüglich des Stolz als Todsünde, kann ich mich nicht zufrieden geben. Die Todsünden sind ein rein theologisches Konstrukt, welches sich nicht Anhand der Bibel belegen lässt. Sie entstanden zu einer Zeit, in der die Kirche schon fast mit Tyrannei regierte und die Angst der Menschen nutzte, um die eigenen Taschen zu füllen. Aber lassen wir das.
Mit "Stolz" kann jedoch auch bewusst manipuliert werden. Bestes Beispiel dafür ist wohl das dritte Reich, wo die Menschen durch Propaganda so manipuliert wurden, dass Nationalstolz zum perfekten Nährboden für den Rassismus wurde. Das ist natürlich nur ein Beispiel von vielen. Jede Ideologie und jede Diktatur nutzt den Stolz auf seine ganz eigene Art und Weiße.
Stolz als Reaktion auf eine selbst erbrachte Leistung oder stolz auf eine nahestehende Person zu sein halte ich für absolut gerechtfertigt und sehe es als besonders wichtig für eine gesunde Psyche. Man beachte auch, dass diese Emotion etwas angeborenes ist, was jeder Mensch beherrschen sollte. Die Natur wird sich bei diesem "Hormonrausch" schon ihren Teil gedacht haben.
Stolz als Mittel zur Manipulation ist eine gefährliche Sache, die nicht selten in unnützer Gewalt endet. Wer dadurch manipuliert wird, der hat diese Form des Stolz erst zu diesen Zeitpunkt erlernt, sprich es handelt sich nicht mehr um angeborenen Stolz.
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