Hallo!
Letzte Woche habe ich ein Problem an mir festgestellt das ich möglichst schnell loswerden möchte.
Bei einem Meeting in der Arbeit wurde es mir mehr oder weniger ins Gesicht gesagt das ich ein ziemlicher "Ja-Sager" bin. Ich wurde dabei nicht bloßgestellt oder so und bin auch irgendwo froh das mir der Fehler aufgezeigt wurd und ich so die Chance habe das zu ändern.
Als ich drüber nachgedacht habe hat sich das eigentlich auch bestätigt, bei den meisten Gespächen nehme ich nur als Zuhörer teil. Meistens gilt es bei den Gesprächen darum das irgendjemand ein Problem mit nem Arbeitsablauf o.Ä. hat. Kann auch sein das ne Aufgabe auf uns zu kommt und das geregelt werden muss. Wie auch immer, meistens gibt es da dann auch schon einen Lösungsweg der dann von der gleichen Person eingebracht wird, auf jeden Fall kam es nie vor das wir dann da saßen und erstmal grübel mussten.
Für mich ist die Sache dann meistens schon gegessen, der Vorschlag ist ein Weg der zum Ziel führt und fertig. Da weiß ich dann auch nichts zu sagen, der nächste Schritt für mich währe es dann den Vorschlag umzusetzen. Wie kann ich denn zu einem Vorschlag "Nein" sagen wenn mir selbst keine Alternative einfällt. Die weitere Diskussion der anderen besteht dann eigentlich nur noch aus Gerede ohne dabei etwas zu sagen.
Falls dann doch ein zweiter Lösungsweg entsteht, fühl ich mich nicht dazu in der Lage eine Entscheidung zu treffen. In den meisten Fällen sehe ich eben zwei unterschiedliche Wege die beide ihre Vor- und Nachteile haben aber dennoch zum gleichen Ziel führen. Ist also vollkommen gleich welchen Weg man nimmt.
Es sieht also so aus das etwas festgelegt wird und ich, ohne Kommentar oder Kritik dazu, der Arbeit dann nachgehe.
Eine Vorgesetze hatte das dann aber auch nicht unbedingt als schlecht angesehen, sie meinte wenn ich ne Aufgabe bekomme erledige ich das in der Regel auch in dem vorgegebenen Zeitraum. Bei anderen sieht sie noch keine Ergebnisse wenn der Termin näher rückt und wenn sie nachfragt wird sie gleich in Diskussionen verwickelt.
Ich habe auch das Gefühl das dort viel zu viel rumgeredet wird, teilweise finden Meetings statt für Dinge die zwei Mitarbeiter mit zwei Sätzen erledigen können.
Letzendlich fühle ich mich auch etwas eingeschüchert weil ich den Runden die mich betreffen mit 24 stets der Jüngste bin, die anderen Kollegen sind zwischen 35-40 und haben auch entsprechende Berufserfahrung.
Ich kann mir aber auch nicht vorstellen das ich aus schlichter Unwissenheit keine (mündlichen) Beiträge leiste. Immerhin bin ich auch schon 6-Jahre dabei und habe nebenher auch ein 3-Jährige Weiterbildung gemacht. Also es ist nicht so das keine Infomationen zu mir fließen.
Ich bin tatsächlich eher ein ruhiger und introvertierter Typ, aber das Problem bezieht sich eigentlich nur auf die Arbeit. In meinem Freundeskreis rede ich sehr gerne mit egal um welche Themen es geht, auch in der Familie gibt es keine Probleme dort kommt es auch nicht selten vor das ich ne andere Meinung habe und die dann auch zur Geltung bringen möchte. Genauso wenig lasse ich mir im Alltag von Ärzten oder Verkäufern irgendwas aufschwatzen, im Gegenteil, wenn ich die richtige Laune habe bin ich auch recht froh wenn da plötzlich so ein Telefonmensch vor der Tür steht und mir mal wieder das tollste, schnellste und günstigste Produkt anbieten möchte..
Naja, vll kann mir da jemand Tipps geben oder hat Erfahrung damit.
Ich möchte nur noch einmal festhalten, das Ja-sagen bezieht sich nicht darauf das ich es anderen Recht machen will und meinen Willen dabei in den Hintergrund stelle.
Meine Meinungslosigkeit sieht auch nicht so aus das ich je nach Situation die Meinung von einem anderen übernehme und vertrete, es sieht bei mir wohl eher nach Desinteresse aus
Und diese Problematik beschränkt sich nur auf meinen Arbeitsplatz
Wenn Jemanden da noch etwas unklar ist, ich bin recht offen geb gern weitere Infos, letztendlich suche ja ICH nach Hilfe.
Gruß
Rabbit


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