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Thema: Ja-Sager ohne eigene Meinung

  1. #1
    Neuling Avatar von Rabbit
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    Standard Ja-Sager ohne eigene Meinung

    Hallo!

    Letzte Woche habe ich ein Problem an mir festgestellt das ich möglichst schnell loswerden möchte.

    Bei einem Meeting in der Arbeit wurde es mir mehr oder weniger ins Gesicht gesagt das ich ein ziemlicher "Ja-Sager" bin. Ich wurde dabei nicht bloßgestellt oder so und bin auch irgendwo froh das mir der Fehler aufgezeigt wurd und ich so die Chance habe das zu ändern.

    Als ich drüber nachgedacht habe hat sich das eigentlich auch bestätigt, bei den meisten Gespächen nehme ich nur als Zuhörer teil. Meistens gilt es bei den Gesprächen darum das irgendjemand ein Problem mit nem Arbeitsablauf o.Ä. hat. Kann auch sein das ne Aufgabe auf uns zu kommt und das geregelt werden muss. Wie auch immer, meistens gibt es da dann auch schon einen Lösungsweg der dann von der gleichen Person eingebracht wird, auf jeden Fall kam es nie vor das wir dann da saßen und erstmal grübel mussten.

    Für mich ist die Sache dann meistens schon gegessen, der Vorschlag ist ein Weg der zum Ziel führt und fertig. Da weiß ich dann auch nichts zu sagen, der nächste Schritt für mich währe es dann den Vorschlag umzusetzen. Wie kann ich denn zu einem Vorschlag "Nein" sagen wenn mir selbst keine Alternative einfällt. Die weitere Diskussion der anderen besteht dann eigentlich nur noch aus Gerede ohne dabei etwas zu sagen.
    Falls dann doch ein zweiter Lösungsweg entsteht, fühl ich mich nicht dazu in der Lage eine Entscheidung zu treffen. In den meisten Fällen sehe ich eben zwei unterschiedliche Wege die beide ihre Vor- und Nachteile haben aber dennoch zum gleichen Ziel führen. Ist also vollkommen gleich welchen Weg man nimmt.

    Es sieht also so aus das etwas festgelegt wird und ich, ohne Kommentar oder Kritik dazu, der Arbeit dann nachgehe.
    Eine Vorgesetze hatte das dann aber auch nicht unbedingt als schlecht angesehen, sie meinte wenn ich ne Aufgabe bekomme erledige ich das in der Regel auch in dem vorgegebenen Zeitraum. Bei anderen sieht sie noch keine Ergebnisse wenn der Termin näher rückt und wenn sie nachfragt wird sie gleich in Diskussionen verwickelt.

    Ich habe auch das Gefühl das dort viel zu viel rumgeredet wird, teilweise finden Meetings statt für Dinge die zwei Mitarbeiter mit zwei Sätzen erledigen können.

    Letzendlich fühle ich mich auch etwas eingeschüchert weil ich den Runden die mich betreffen mit 24 stets der Jüngste bin, die anderen Kollegen sind zwischen 35-40 und haben auch entsprechende Berufserfahrung.
    Ich kann mir aber auch nicht vorstellen das ich aus schlichter Unwissenheit keine (mündlichen) Beiträge leiste. Immerhin bin ich auch schon 6-Jahre dabei und habe nebenher auch ein 3-Jährige Weiterbildung gemacht. Also es ist nicht so das keine Infomationen zu mir fließen.

    Ich bin tatsächlich eher ein ruhiger und introvertierter Typ, aber das Problem bezieht sich eigentlich nur auf die Arbeit. In meinem Freundeskreis rede ich sehr gerne mit egal um welche Themen es geht, auch in der Familie gibt es keine Probleme dort kommt es auch nicht selten vor das ich ne andere Meinung habe und die dann auch zur Geltung bringen möchte. Genauso wenig lasse ich mir im Alltag von Ärzten oder Verkäufern irgendwas aufschwatzen, im Gegenteil, wenn ich die richtige Laune habe bin ich auch recht froh wenn da plötzlich so ein Telefonmensch vor der Tür steht und mir mal wieder das tollste, schnellste und günstigste Produkt anbieten möchte..

    Naja, vll kann mir da jemand Tipps geben oder hat Erfahrung damit.

    Ich möchte nur noch einmal festhalten, das Ja-sagen bezieht sich nicht darauf das ich es anderen Recht machen will und meinen Willen dabei in den Hintergrund stelle.
    Meine Meinungslosigkeit sieht auch nicht so aus das ich je nach Situation die Meinung von einem anderen übernehme und vertrete, es sieht bei mir wohl eher nach Desinteresse aus

    Und diese Problematik beschränkt sich nur auf meinen Arbeitsplatz

    Wenn Jemanden da noch etwas unklar ist, ich bin recht offen geb gern weitere Infos, letztendlich suche ja ICH nach Hilfe.

    Gruß
    Rabbit
    Geändert von Rabbit (01.11.2010 um 12:30 Uhr)

  2. #2
    Gast1006
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    Standard

    Hallo,

    hast du denn überhaupt Entscheidungsgewalt ? Könntest du einfach eine Anweisung der Vorgesetzten mit NEIN entgegnen und deine DING durchziehen ?

  3. #3
    Neuling Avatar von Rabbit
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    Hallo Kümmerer!

    Interessante Frage, ich bin mir nicht sicher was dann passieren wird, weil ich das noch nie gemacht habe (und auch nie einen Anlass dafür gesehen habe).
    Letztendlich würde das bei meinem direkten Vorgesetzten wohl Konsequenzen mit sich ziehen. Meiner Ansicht nach ist er jetzt nicht die geborene Führungsperson da recht locker, er ist aber das genaue Gegenteil von mir, sprich: Der redet wie ein Wasserfall, wenn ich nicht nach seinen Vorstellungen arbeite tratsch er das weiter und es schadet letztendlich meinem Ruf in der Firma.

    Prinzipiell komme ich aber ganz gut mit ihm zurecht, bei einigen Sachen die in meinen Bereich fallen und ich praktisch der "Fachmann" für bin zieht er mich auch mal zu Rate, ob das was ich sage dann verwertet hängt davon ab was besser in seine Planung passt.

    Kurz: Ich könnte mich einer Anweisung direkt wiedersetzen, das würde aber für mich negative Auswirkungen haben. Wenn ich mich aber einer Anweisung wiedersetze und einen Alternativplan biete der zum gleichen Ziel führt, wird das kein Problem sein.

  4. #4
    Schreiberling Avatar von Neroli
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    Hallo Rabbit,
    jetzt wäre doch die Gelegenheit, aufzustehen und zu sagen: Nein! Mir ist es wichtig, dass die Ziele erreicht werden. Welcher Weg dorthin eingeschlagen wird, wird mir erst dann wichtig, wenn ich deutlich erkennen kann, dass es einen besseren Weg gibt.
    LG Neroli

    Some people feel the rain. Others just get wet.

  5. #5
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo Rabbit,

    eine Führungsperson muss auch was zu führen haben. Wenn ich was führe dann habe ich die Entscheidunggewalt.

    Hast du über Menschen, Prozesse oder Abläufe in deiner Firma diese Entscheidungsgewalt , Verantwortung und Bezahlung ??????

    Diese Kaste der Mitarbeiter nennt man umgangssprachlich -> Leitende Angestellte oder Management.

  6. #6
    Neuling Avatar von Rabbit
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    Hi Kümmerer,

    nein, ich bin definitiv KEINE Führungsperson in der Firma.

  7. #7
    Gast1006
    Gast

    Standard

    Hallo Rabbit,

    ok ... geht es nicht um führen ... sondern um geführt werden.

    Deine Vorgesetzten sind es Leid, dass du in Besprechungen rumpennst! Damit untergräbst du das Führungsbild !

    Das was von dir, durch die Blume gesagt, erwartet wird, ist dass DU aktives Zuhören zeigst. Die Fragen zu stellen, die gewünscht werden um eine Besprechung am Laufen zu halten. Die Beiträge zu bringen, die deinen Vorgesetzten deine Wertschätzung zeigen!

    Du sollst sozial hygienisch richtig funktionieren! Du sollst zeigen -> Leistung (die bringst du ja) geht nur mit "Dabei-Sein". Dann kommst du in deiner Kaste auch weiter !

  8. #8
    Neuling Avatar von Rabbit
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    Hey,

    danke auf jeden Fall für den Hinweis, ich werd das die nächste zeit anpacken.
    Gut wenn man mal ne sichtweise von Jemand anderen bekommt, da werden gleich ein paar Sachen klarer.

    Gruß Rabbit

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