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Thema: Japan

  1. #17
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    Es geht hier nicht um die Darstellung deiner Spracharmut: "da er mit populistischen und fadenscheinigen Argumenten an einer Dolchstosslegende strickt", sondern mir um den Fakt, dass bislang die japanische Bevölkerung voll den KKW-Energiekurs mitgetragen hatte. Der Bevölkerung wurde in diesem Sinne auch nicht der KKW-Kurs von der Regierung aufgezwungen, sie hielt vielmehr diese Art der Energiegewinnung für vertreterbar und nicht hochriskant, sonst hätte es wohl schon eine starke ANTI-KKW-Bewegung in Japan gegeben. Denn Japan ist bekanntlicherweise ein energiearmes Land, aber mit energieintensiven Industrien gespikt. Für diesen Kurs wird dem Land jetzt eine grausame Rechnung präsentiert.

    Erst durch diesen hohen Blutzoll wird auch dem letzten Japaner hoffentlich klar werden, dass man nicht einfach an beliebigen Orten KKWs hinstellen kann.
    Geändert von Bertrand (19.03.2011 um 00:33 Uhr)

  2. #18
    Gast1006
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    Hallo,

    Denn Japan ist bekanntlicherweise ein energiearmes Land,
    Wieso das denn ?

    Japan hätte durchaus andere Möglichkeiten, mit Thermalenergie, Wasserenergiegewinnung sowie Wind ... wenigstens ein Energie-Mix herzustellen.

  3. #19
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    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen

    Da ich aber Deine Beiträge generell sehr schätze, wollte ich Dir zumindest eine Rückmeldung dalassen.

    Vll krieg ich später noch meine Betroffenheit in Worte.
    @Gaby,

    Danke.

    Hallo,

    derzeit mischt sich in meine Betroffenheit gegenüber den Menschen in Japan auch Besorgnis über das Verhalten der Verantwortlichen. Da werden Arbeiter an die Unglücksstelle geschickt, die ihren Einsatz höchstwahrscheinlich nicht lange überleben werden und dann gibt man ihnen auch noch eine Mitschuld, wenn sie verstrahlt werden. So wie es derzeit aussieht, müssen noch lange Zeit Arbeiten an den Unglücksreaktoren durchgeführt werden. Ob man immer wieder Menschen finden wird, die sich für das "Wohl des ganzen Volkes" verheizen lassen ? Und immer wieder Beschwichtigungen, um dann kurze Zeit später wieder zugeben zu müssen, dass die Lage doch nicht unter Kontrolle ist. Wie müssen sich die Menschen fühlen, die das Erdbeben und den Tsunami überlebt und vielleicht Angehörige verloren haben? Sind sie überhaupt in der Lage, die psychische und physische Kraft zur Bewältigung dieses persönlichen Dramas aufzubringen, wenn sie an die unsichtbare Gefahr der Strahlung im Essen, im Trinkwasser und in der Luft denken?

    LG
    Anna
    Geändert von Anna55 (26.03.2011 um 11:48 Uhr)

  4. #20
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    Zitat Zitat von Dino Beitrag anzeigen
    Hallo Anna55

    Atomkraft hin oder her, die Not der Menschen in Japan überschattet alles. Alles haben sie verloren. Die Bilder die man sieht, lassen einen erschaudern. Unsere Probleme treten in den Hintergrund, vor diesen Menschen die alles verloren haben. Werte kann man ersetzen, aber ein Menschenleben nicht.

    Gruß Dino


    Hallo Dino,

    so empfinde ich das auch.
    Momentan gehen mir mehr die Gedanken an die betroffenen Menschen durch "Kopf, Herz und Bauch" als alles andere.

    Sicherlich sind auch die politischen Überlegungen wichtig, aber derzeit bin ich gedanklich und emotional mehr bei den Betroffenen.
    Kann natürlich daran liegen, dass Japan und seine Menschen für mich im Leben eine entscheidende, persönliche Rolle gespielt haben und immer spielen werden, solange ich lebe.
    Viele Grüße

    "Klee"



  5. #21
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    Hallo Klee

    Selbst in allergrößter Not, so wie ich das bei den Nachrichten beurteilen kann, tragen diese Menschen die überlebt haben, ihr Schicksal mit einer bewundertswerten Ruhe. Man kann natürlich nicht beurteilen, wie es in den Menschen aussieht. Ich mag nicht daran denken, wenn eine ähnliche Katastrophe bei uns passiert wäre.

    Viele Grüße Dino

  6. #22
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    Hallo Klee, hallo Dino,

    ich sehe es auch so, dass die betroffenen Menschen im Vordergrund stehen müssen, aber sie haben doch das auszubaden, was von "oben" verordnet wird. Wenn nur im Umkreis von 30 Kilometern evakuiert wird, obwohl man mehr evakuieren müsste, aber die Möglichkeiten dafür garnicht vorhanden sind, werden die betroffenen Menschen irgendwann mit ihrer Gesundheit bezahlen müssen, genauso wie die verstrahlten Arbeiter oder diejenigen, die verseuchtes Essen konsumieren. Man kann die politischen Entscheidungen nicht vom Wohlergehen der Menschen trennen. Dass sie es mit so bewundernswerter Fassung tragen, liegt wohl nicht zuletzt an der japanischen Kultur und Wesensart.

    LG
    Anna

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