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Thema: Jeden morgen wütend und deprimiert

  1. #1
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    Unglücklich Jeden morgen wütend und deprimiert

    Hallo Ihr Lieben,

    mein Name ist Tanija und ich habe seit langen Jahren Probleme mit meiner Psyche.
    An vielen Tagen wache ich auf und fühle mich traurig und deprimiert, das ganze mischt sich dann mit Wutgefühlen. Im Laufe des Tages vergeht dieses Gefühl meistens, oft zum Abend hin. Doch morgens geht es oft so weit, dass ich grundlos weinen muss und mich einfach nur noch nutzlos fühle. Früher habe ich deswegen oft Streit mit meiner Familie oder meinem Freund angefangen, nur um dieses Wutgefühl los zu werden. Danach ging es mir gut, aber nur so lang bis ich begriff, dass ich den Anderen verletzt habe. Das machte mich wieder traurig und deprimiert. Da ich diesen Kreislauf erkannte, fing ich an diese Gefühle runter zu schlucken, das mache ich jetzt seit einem Jahr, ich kann nicht mehr lachen, mir fällt es schwer mit Freunden Spass zu haben, verkrieche mich oft zu Hause und krübbel was mit mir los ist, warum ich nicht glücklich sein kann. Hintergründig muss ich sagen, ich studiere seit 4 Jahren noch bis Mitte 2012. Bin bei einer Prüfung durchgefallen und habe bald den letzten Versuch, wenn ich diese Prüfung nicht schaffe, habe ich den Master (das komplette letzte Jahr) umsonst studiert (nach dem 3. Versuchen wird man exmatrikuliert und das ist mein dritter Versuch), das übt zusätzlich einen sehr großen Druck auf mich aus. Meine Kindheit war nicht grade die Glücklichste, ich bin ein Scheidungskind (war 5 Jahre alt), mit meinem Stiefvater kam ich nie klar. Meine Mutter liebe ich sehr, aber auch sie hat so lange ich sie kenne leichte Depressionen gehabt und kaum gelacht.
    Ich will mit diesem Gefühl nicht mein ganzes Leben verbringen, was kann ich tun??? Ich war vor Jahren bei einem Psychiater, der schob das alles auf meine damalige Beziehung, aber diese Beziehung ist ewig vorbei, doch die Gefühle sind noch da. Nur traue ich mich deswegen zu keinem Psychologen mehr, habe Angst wieder abgewiesen zu werden. Warum kann ich nicht glücklich sein, ich habe seit 6 Jahren eine gute Beziehung, ich esse sehr gesund und frisch, ich habe keine hohen Schulden und einen Abschluss als Bachelor. Ich weiß, dass es mir gut gehen müsste, aber das tut es nicht. Ich brauche wirklich Ratschläge, es kann so nicht weiter gehen, so ein Leben ist nicht schön.

    Ich bin euch für jeden Rat dankbar.

  2. #2
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    Hallo Tanija
    Erst mal herzlich willkommen!!
    Das was Du da schreibst, zehrt ja mE mächtig an Deinem psychischem Wohlbefinden. Ich habe Deinen Bericht gelesen. Falls Du erlaubst, möchte ich auf den letzten Abschnitt eingehen.
    Du schreibst, Du warst bei einem Psychiater, von dem Du Dich abgewiesen gefühlt fühltest. Du hast laut Deinem Schreiben wohl schon mit dem Gedanken gespielt, nochmal zu einem Psychologen zu gehen. Doch möchtest Du das Gefühl des Abgewiesen werdens nicht noch einmal erfahren müssen. Wenn ich Dir dazu eine Frage stellen darf:
    -Wie sieht es in Deinem Leben allgemein in Hinsicht des "Gefühls, abgewiesen zu werden" aus?
    LG Sonnenkraut

  3. #3
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    Hallo Sonnenkraut,

    danke schön für deine Antwort.
    Mit dem "abgewiesen werden" habe ich eigentlich keine Probleme, das sollte nur erklären warum ich nicht zum Psychiater gehe. Ich bin jetzt 28 Jahre und hatte diese Morgendepressionen das erste mal mit ca. 14. Habe in meiner Jugend 2 Selbstmordversuche hinter mir. Habe dann mit 20 angefangen verschiedenen Tabletten (Flunitrezepam, Diazepam,...) in sehr hohen Mengen zu nehmen. Das Problem war, dass ich in eine Abhängigkeit geriet, mit der ich lange zu kämpfen hatte. Nehme jetzt seit 3 Jahren keine Tabletten mehr. Heute morgen bin ich aufgestanden und war so fertig, dass ich eine halbe Stunde geweint habe, danach ging es. Eine Freundin meinte auch, es kann daran liegen, dass ich schlechte Träume habe, doch ich kann mich seit Jahre nicht an meine Träume erinnern, nur an die die ich im Halbschlaf habe, aber das kommt auch nicht oft vor. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, ich habe das Gefühl es wird immer schlimmer.

    Liebste Grüße

  4. #4
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    Hallo Tanija
    Du schreibst,
    Im Laufe des Tages vergeht dieses Gefühl meistens, oft zum Abend hin.
    Was könnte Deiner Meinung nach im geistigen Sinne (Überzeugung, geistige Einstellung etc. ) dafür verantwortlich sein?
    LG

  5. #5
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    Hallo Sonnekraut,

    das Gefühl vergeht durch Ablenkung, entweder fahr ich zur Uni oder fange zu Hause an Belegarbeiten zu schreiben, zu lernen, mich mit Freunden zu treffen, Einkaufen zu gehen. Heute morgen beispielsweise war ich scheinend grundlos so wütend, ich habe angefangen zu saugen und habe dann den Staubsauger leicht demoliert, dann ging die Wut, das weinen kam. Als ich mich wieder gefangen habe, antwortete ich auf deine Frage, habe eine Zigarette geraucht und jetzt schaue ich TV. Und gerade im Moment geht es mir wieder relativ gut, also die Wut und die Traurigkeit sind erst mal gegangen. An anderen Tagen geht dieses Gefühl erst gegen Abend, wahrscheinlich je nachdem wie gut ich es schaffe mich abzulenken.

    Danke für dein Interesse und deine Hilfe.

    Herzliche Grüße

  6. #6
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    Hallo Tanija
    wahrscheinlich je nachdem wie gut ich es schaffe mich abzulenken.
    Dieser Gedanke ist bei mir auch schon aufgetaucht. Kannst Du es ein wenig aushalten, abzuwarten, welche Gedanken (Ängste, Sorgen, etc.) an die Oberfläche kommen? (die du womöglich verdrängst). Diese könnten Dich schon irgendwie beeinflussen. Denn so wie Du schreibst, sind sie häufig bei "Leerlauf" da. Ich habe das mal so gemacht, dass ich mir diese Gedanken aufschreibe, weil sie oft schon durch die nächsten verdrängt wurden und damit auch schon wieder im Vergessen sind.
    LG

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