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10.07.2009, 17:58
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#17 (permalink)
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Neuling
Registriert seit: 10.07.2009
Beiträge: 9
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Grundsätzlich ist es so,daß es verschiedene Typen von Antidepressiva gibt.Sicherlich sind Nebenwirkungen zu erwarten, wobei sich die bei Johanniskraut sicherlich gegen null bewegen werden. Auf jeden Fall ist ein Antidepressivum ein schweres Medikament und ein verantwortungsvoller Umgang unbedingt zu empfehlen.
Ich würde,wenn ich in die Lage käme, erst mal alle anderen (garantiert unschädlichen) Möglichkeiten nutzen, (un davon gibt es eine Menge),bevor ich Psychopharmaka nähme.
Auf jeden Fall ist Vorsicht geboten,aus vielerlei Gründen.
lb Grüsse
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10.07.2009, 18:20
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#18 (permalink)
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Gast
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Also nach neuerer Erkenntnis ist Johanniskraut bei leichten bis mittelschweren depressiven Schüben hochdosiert wirkungsvoll. Die Dosis sollte dabei 900 mg (!) pro Tag betragen (in Form von Extrakt logischerweise).
Aber: vielleicht wäre es sinnvoll, dein jetziges Medikament beim Namen zu nennen... Es gibt viele Antidepressiva und viele Anwendungsmethoden: Einfaches Medikament in unterschiedlichen Dosen, Medikamentenkombination mit unterschiedlichen Dosen für jedes Medikament (wenig verstärkt viel), Augmentationstherapie und und und...
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30.01.2010, 13:25
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#19 (permalink)
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Gast
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Hallo,
ich hätte mal ne Frage, und zwar bezüglich der Monatsblutung. Wie wirkt Johanniskraut auf diese?
Verstärkt oder vermindert es die Blutung?
Oder hängt das mit der Depression in Zusammenhang, wenn man Johanniskraut nimmt, wie stark die Blutung dann ist?
Bei mir ist es - ohne Johanniskraut - meist so, je stärker die psychische Belsastung desto stärker auch die Blutung. Pille oder hormonelle Verhütung mache und nehme ich nicht. Alerdings nehme ich das Psychofarmaka Abilify.
Liebe Grüße
Samantha
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30.01.2010, 20:42
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#20 (permalink)
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Gast
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Ich denke nicht, dass Johanniskraut das Ausmaß einer Regelblutung verändert.
Das Ausmaß einer Regelblutung wird quasi durch FSH und LH bestimmt. Da FSH über GnRh in der (Adeno-)Hypophyse produziert wird und eine Depression vereinfacht gesagt stressbedingt (langfristig) zu einer Vergrößerung der Hypophyse führen kann, wäre es indirekt erklärbar, weshalb es bei dir in psychisch belastenden Phasen zu Veränderungen im Ausmaß deiner Blutung kommen kann. Es wäre also ein indirekter Effekt der Depression und nicht eine Nebenwirkung irgendeiner Medikation.
Abilify hat nach meinen Informationen keine derartigen Nebenwirkungen.
Geändert von Gast2406 (30.01.2010 um 20:46 Uhr)
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31.01.2010, 01:12
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#21 (permalink)
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Gast
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Johanniskraut und Hormone
Vielen Dank,
für die sehr fundierte Erklärung.
Warum ich gefragt habe, war eigentlich nur, dass ich gehört habe:
A Johanniskraut sei für die Frauen in den Wechseljahren und damit
verbundene hormonell bedingte Depressionen.
B Johanniskraut verträgt sich mit der Pille nicht gut.
Was meint ihr dazu?
Liebe Grüße
Samantha
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31.01.2010, 10:29
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#22 (permalink)
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Gast
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A) Johanniskraut ist zu unerforscht, um es klinisch so sicher einzusetzen, wie andere Antidepressiva. Deshalb gibt es auch kein spezielles Einsatzgebiet dieses Wirkstoffs.
Depressionen im Klimakterium treten zwar auf, sind aber ebenfalls relativ unerforscht. Dennoch werden sie meist mit einem herkömmlichen Antidepressivum in Verbindung mit der zusätzlichen Gabe von Östrogenen behandelt, da vermutet wird, dass Veränderungen im Östrogenhaushalt zu depressiven Verstimmungen führen.
B) Denke ich auch nicht. Erwiesen ist nur, dass die Pille eine depressive Episode induzieren kann. Wenn Johanniskraut gegen depressive Verstimmung wirkt und die Pille jene erzeugt, ist es naheliegend, dass beides zusammen nicht gut funktioniert. Sinnvoller wäre es aber dann, die Pille abzusetzen, statt zusätzlich ein Antidepressivum einzunehmen.
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31.01.2010, 14:27
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#23 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Sprawl
A) Johanniskraut ist zu unerforscht, um es klinisch so sicher einzusetzen, wie andere Antidepressiva. Deshalb gibt es auch kein spezielles Einsatzgebiet dieses Wirkstoffs.
Depressionen im Klimakterium treten zwar auf, sind aber ebenfalls relativ unerforscht. Dennoch werden sie meist mit einem herkömmlichen Antidepressivum in Verbindung mit der zusätzlichen Gabe von Östrogenen behandelt, da vermutet wird, dass Veränderungen im Östrogenhaushalt zu depressiven Verstimmungen führen.
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Hallo Swarl,
ich habe von Frauen gehört, die so behandelt werden, die haben meist MEHR Probleme als Frauen, die nie Östrogen eingenommen haben. Ich bin persönlich emotional sehr gegen Hormonbehandlungen eingestellt und würde mir zB auch nie eine Hormonspritze zur Verhütung geben lassen. - Diese Frauen leiden oft bis zu 10 Jahre an einer Krankheit, die sie ohne Behandlung gar nie in der Form hätten.
Nätürlich ist es bei gebärfreudigen Frauen
im Klimakterium, dass die sexuelle Bereitschaft zurückgeht.
Beispiel:
Einer Frau, die zur Schwangerschaftsfördrung einmal eine Zeit lang die Pille einnahm, sie aber absetzen musste, weil sie sexuellen Ekel vor dem Partner begann zu entwickeln, erst als der psychische Druck noch ein Kind zu bekommen nachlies, bekam sie noch eines mit 32 Jahren. Sonst hat sie nie Hormone bekommen oder genommen. Ihre Regel begann exakt mit 10 und endete exakt mit 50. Sie gibt an, nie Probeme deswegen gehabt zu haben und auch keine Eheprobleme mit der Sexualität weil ihr Mann gleichzeitig Diabetes entwickelte (Impotenz). Sie ist jetzt 70 und nach wie vor verheiratet. -
-Ich nehme daher an, dass den meisten Depressionen im Kimakterium eine falsche Erwartungshaltung potenter Ehemänner oder Partner zugrunde liegt. Auch eine gewisse Trennungsbereitschaft steigt, wenn die sexuelle Ebene nicht mehr gegeben ist.
Bei nicht gebärfreudigen Frauen ist es nätürlch, dass die Sexualität erhalten bleibt.
Zitat:
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Zitat von Sprawl;55424
B) Denke ich auch nicht. Erwiesen ist nur, dass die Pille eine depressive Episode induzieren kann. Wenn Johanniskraut [I
gegen[/I] depressive Verstimmung wirkt und die Pille jene erzeugt, ist es naheliegend, dass beides zusammen nicht gut funktioniert. Sinnvoller wäre es aber dann, die Pille abzusetzen, statt zusätzlich ein Antidepressivum einzunehmen.
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Das kann ich bejahen, dass die Piille depressive Phasen auslösen kann, besonders bei kinderlieenden und gebärfreudigen Frauen, die sich über das Kind als Person identifizieren. Ob es allerdings sinnvoller ist die Pille zu nehmen oder ein Antidepressivum oder Johanniskraut mute ich mir nicht zu, zu entscheiden, denn das hängt vom Einzelfall und der Schwere der Depression ab.
Wertgeschätzte Grüße
Samantha
Geändert von Gast4108 (01.02.2010 um 15:51 Uhr)
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18.05.2011, 14:24
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#24 (permalink)
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Neuling
Registriert seit: 14.05.2011
Beiträge: 7
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Johanniskraut hat sich in der Praxis als genauso wirkungsvoll erwiesen bei Depressionen wie chemische Medikamente...allerdings hift es nur wenn es hochdosiert und lange genug genommen wird!
Dosis:
leichte Verstimmungen 400mg bis 600mg; schwere Formen mind. 900mg Gesamtextrakt pro Tag
Dauer:
mindestens für drei Wochen dauernd, empfohlen wird eine Kur über 6 Monate, dann langsam zurückgehen oder wieder steigern je nachdem
Nebenwirkungen:
erhöhte Sonnenbrandgefahr
Bei leichten Angstzuständen hat Johanniskraut sich ebenfals als wirkungsvoll erwiesen, nicht aber bei schwereren Störungen.
Sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit sollte Johanniskraut nicht eingenommen werden.
Bei Einschlafproblemen hat sich die Kombination mit Hopfen und Baldrian als wirkungsvoll erwiesen.
geg
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