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Thema: Jordans Tagebuch

  1. #1
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    Standard Jordans Tagebuch

    Ich habe mich entschieden, meine Gedanken frei zu äußern, deshalb habe ich mich entschlossen hier auch ein Tagebuch zu führen.

    Ich denke seit letzter Woche nur an meine Freundin, wie sehr ich sie verletzt habe und wie sie sich fühlt und frage mich, wie ich so d***m sein konnte diese Freundschaft aufs Spiel zu setzen. Ich habe mich entschlossen, den Schritt zu tun, den Kontakt zu meiner Familie zu beenden, zumindest zu meinen Eltern. Sie haben mich nicht verdient, sie treten mich immer mit Füßen. Ich habe keine Lust mehr, mich von ihnen mehr runter ziehen zu lassen, mich von ihnen immer Beleidigen zu lassen, mich rum kommandieren zu lassen, ich will nicht mehr ständig hören, das ich an allem Schuld bin, das ich die Familie kaputt gemacht habe und das es als Tochter meine Pflicht ist den Kontakt zu meinen Eltern aufrecht zu erhalten und vor allem will ich mich nicht mehr von meinem Vater „erniedrigen“ lassen. Zumalen nach all dem, was sie mir angetan haben. Ich habe ein Recht, auf ein eigenes Leben, so sein zu können, wie ich bin, ich will mich nicht mehr vor anderen verstellen, ich will mir nicht mehr die ganzen Lügen von meinen Eltern anhören und ich selbst möchte nicht mehr mit Lügen leben, denn in unserer Familie lügt jeder jedem etwas vor und ich glaube, jeder weiß das jeder den anderen anlügt und allen ist das egal, aber ich will aus diesem Spiel aussteigen, ich mache das nicht mehr mit, ich kann nicht mehr damit leben, nicht wenn es andere auch noch beeinträchtigt. Die Frage ist nun nur, wie ich den Kontakt abbreche, ob ich einfach nicht mehr hinfahre oder denen vorher noch mal meine Meinung sage, oder besser nur einen Brief schreibe, aber mit dem Brief finde ich etwas feige.
    Ich kann auch meine Psychologin verstehen, dass sie jetzt auch sauer auf mich ist, weil ich ihr wichtige Details verschwiegen habe. Und das sie sich jetzt auch fragen tut, ob sie mir weiter vertrauen kann und ob das, was ich ihr erzählt habe, der Wahrheit entspricht. Sie hat mir in der letzten Therapiestunde klar und deutlich ihre Meinung zu dem ganzen gesagt und das war nicht ohne.
    Gestern Abend ging mir, das Gespräch vom Montag mit meiner Freundin und die Therapiestunde von gestern noch mal durch den Kopf und da war dann, dieser innere Druck und die Wut auf mich selber wieder da, wie schon oft in der letzten Woche, doch die ganze Woche habe ich dagegen angekämpft, aber gestern, konnte ich einfach dagegen nicht mehr ankämpfen und habe den Druck, mich selbst zu verletzen nachgegeben, denn wen interessiert es schon. Mir war gestern Abend dann alles egal. Und dann verließ mich auch der Lebensmut, ich habe ja nichts mehr zu verlieren, ich habe ja diese Woche schon alles verloren, was mir wichtig war. Meinen Eltern wäre es sowieso egal, wenn ich nicht mehr Leben würde, die wären vielleicht sogar froh darüber. Und ich bräuchte mir keine Gedanken mehr darüber zu machen, wie ich nun am besten den Kontakt abbreche.
    Aber dann fand ich, dass es doch Feige von mir wäre, einfach so aus dem Leben zu verschwinden. Ich will nicht, das andere dann sagen, erst andere so sehr verletzen und dann so davor weglaufen, nur um sich den ganzen nicht mehr zu stellen, was ich getan habe. Ich denke, das wäre nicht fair.

  2. #2
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    Seit heute fühle ich mich irgendwie wie,wie in Trance,kann nicht mehr klar denken,was vielleicht auch an der Medi liegen könnte.Ich wünschte mein Vatewr würde von heute auf morgen einfach grepieren,dann wäre das ganze Thema Kontakt abbrechen viel einfacher für mich,aber warum soll immer das einfach sein,wo man sich wünscht das es einfach wäre.Ich bin am Überlegen,ob meine Psychologin sich wieder beruhigt hat,oder ob ich den Termin am Donnerstag nicht einfach sausen lassen soll.Aber auf der anderen Seite,sollte ich mich dem ganzen Stellen,hab mir ja selber das ganze einbockt.Mal sehen,wie diese Woche wird.Auf so eine Woche wie letzte kann ich verzichten.Hatte letzte Woche ziemlich zu tun,die ganzen Meinungen die zum Teil sehr hart waren zu schlucken.Kaum hatte ich die eine Verdaut,kam die nächste.Im stillen,muss ich aber allen recht geben.Wollte mich diese Woche eigentlich komplett zurück ziehen,aber so wie ich das sehe,komme ich gar nicht dazu,denn ich muss mich um meine Rezepte kümmern,eigentlich einkaufen,Hausärztin-Überweisungen besorgen und Kontrolle-auweia da graut es mir auch davor da ich weiter abgenommen habe da gibts noch mal ne Meinung zu verkraften,am Mittwoch abend hab ich ein treffen mit Torsten und Co-eventuell,Donnerstag Psychologin und dann ist die Woche auch schon wieder so gut wie rum,wenn ich mir das ansehe,wird nix mit verkriechen.Naja und Samstag meine Schwester beim umsteigen helfen,wozu ich eigentlich kein Bock habe,aber ich hab es ihr nun mal versprochen.

  3. #3
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    ich hoffe, es stört dich nicht, wenn ich hier einfach mal reinfrage. Wenn ja, kein Problem. Sag's einfach, dann lösch ich den Betrag wieder.

    Ich wollte einfach mal fragen warum du deiner Schwester eigentlich helfen musst? Du hast gesagt, dass sie zwei Kinder hat. Und sie wohnt anscheinend nicht mehr bei euren Eltern. Ich gehe also davon aus, dass sie älter als 14 ist und das somit auch alleine auf die Reihe kriegen sollte, oder?

  4. #4
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    Nein stört mich nicht.
    Meine Schwester ist etwas älter als ich.Aber ich denke mit dem Umsteigen ist doch etwas schwierig mit zwei Kindern, Kinderwagen (das jüngste ist erst 9Monate und das andere 6Jahre)und Gepäck,sie hat Angst,das ein Kind noch im Zug ist und ein Kind draußen und der Zug fährt weiter.Und ich bin ein Mensch der gerne helfen tut.Kann in dem Punkt nicht nein sagen,ich weiß sollte ich aber ab und zu mal machen.
    Jordan

  5. #5
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    Ich finde mein Gewicht gar nicht so extrem wenig,wie meine Hausärztin meint.
    Was meine Psychologin betrifft,werde ich innerhalb der nächsten Woche überlegen,ob es noch sinn hat mit ihr die Therapie fort zu setzen,oder nach einer Lösung suchen,das wir wieder auf irgendeinen gemeinsamen Zweig kommen,was ich aber fast bezweifle.
    Und J****, keine Ahnung,aber wenn er so weiter nervt werde ich einfach komplett dicht machen.
    Wenn ich jetzt alles hin schmeißen würde,dann hätte ich meinen inneren Frieden,denn zur Zeit hält mich einfach nichts mehr.Innerhalb kürzester Zeit habe ich,in meinem Leben, alles selber kaputt gemacht.Und da ist sie wieder,die Schuld.

  6. #6
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    Ich habe versagt.
    Wieso bin ich nur wieder mitgefahren,obwohl ich es nicht wollte.Ich hasse ihn und er weiß ganz genau,das er das „Spiel“in der Hand hat und er weiß ganz genau,das ich zu feige bin,mich gegen ihn zur Wehr zu setzen,aber ich will mich nicht mehr von ihm unter Druck setzen lassen,nicht mehr unter seiner Gewalt leiden.Wenn einer aus der Familie dieses Leben verlassen würde,hätte ich es geschafft aus diesem Teufelskreis auszubrechen.Alle wären froh,keiner würde eine Träne vergießen für einen Menschen,der einfach zu feige ist und nichts auf die Reihe bekommt. Alkohol und Tabletten die alles erträglicher machen ein neuer Kreis,der sich wieder bildet und von dem keiner etwas wissen darf.Ich suche nach einem Weg und finde keinen,nur ein Abgrund in der Nähe.

  7. #7
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    Ich habe heute einen Brief an meine Eltern geschrieben indem ich ihnen geschrieben habe,was ich fühle,denke und was sie getan haben und wie es mir damit geht.
    Wenn es nach anderen geht,war es richtig und ich sollte mich gut fühlen,aber ich fühle mich damit nicht gut.Irgendetwas in mir sagt mir,das es ein Fehler war.Ich habe das Gefühl,das es falsch war und ich fühle mich mit meinen Gefühlen allein gelassen.Habe das Gefühl,das es keiner Versteht, das ich das ganze anders sehe.Das einzige was bleibt,ist die negativen Gefühle mit Tabletten und Alkohol zu betäuben.Und keiner scheint zu verstehen,das ich mit diesen Gefühlen nicht leben kann,denn sie werden nicht vorbei gehen.

  8. #8
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    Ich habe in den letzten Wochen,Monaten viele Fehler gemacht,die ich mir selber nicht verzeihen kann.
    Was mein Ziel ist,weiß ich nicht mehr.Nur ich kann so nicht mehr weiter leben.Die Zeit des Leidens und der Schmerzen soll endlich vorbei sein.Diese Zeilen sollen nicht sagen,das ich unbedingt meinem Leben ein ende setzen will,sondern sollen eher ein Eingeständnis meiner Niederlage sein.Was sich daraus ergibt ist eine andere Frage.
    Ich werde mich wieder in meine eigene Welt zurück ziehen,in der ich als Teenager gelebt habe und werde abwarten,wohin mich diese Welt führt,in der ich vor ein paar Jahren ausgebrochen war.

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