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Thema: Kann es sein das er mich vermisst, aber es nicht wahrhaben will?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Kann es sein das er mich vermisst, aber es nicht wahrhaben will?

    Guten Morgen zusammen,

    ich hab ein gewisses Problem mit meinem Ex, für den ich noch immer sehr viel empfinde.

    September 2010 haben wir uns getrennt, und er ist auch sofort aus unseren gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Er trennte sich von mir nach einem Streit der von mir ausging. Da wir schon seit einiger Zeit Probleme in der Beziehung hatten musste ich mal auf den Tisch hauen, und unsere Probleme offen legen.
    Nach dem Gespräch stellte er auf einmal plötzlich fest, dass seine Gefühlslage sich mir gegenüber geändert hatte. Er erkannte das er wohl schon länger nur noch Freundschaftliche Gefühle für mich hatte, obwohl er sich vorher seinen Gefühlen für mich sehr sicher war, aber jedoch nie wirklich darüber nach gedacht hatte.

    Jetzt hat sich seit einiger Zeit sein Gesundheitszustand verschlechtert. Bevor wir zusammen gekommen sind klagte er immer über sehr starke Kopfschmerzen. Nachdem wir zusammen gekommen sind gingen diese weg und seit dem war er auch sehr selten krank. 1 1/2 Monate nach der Trennung fingen diese wieder an. Ist natürlich jetzt die Frage ob seine Kopfschmerzen psychologischer Natur sind. Unser Verhältnis zueinander ist schon etwas kompliziert. Wir sehen uns regelmäßig durch meinen Sohn den noch immer regelmäßig sehen möchte, obwohl er nicht der Leibliche Vater ist kümmert er sich noch immer jede Woche mehrmals um ihn (er lebte mit dem Kind seit der Geburt zusammen)

    Seit der Trennung muss ich jedoch zugeben das er sich immer recht komisch mir gegenüber Verhalten hat. Auf der einen Seite stößt er mich weg und verhält sich mir gegenüber eher unfreundlich, aber auf der anderen Seite sucht er ständig meine Nähe und will noch immer Sex.

    Was ich mich frage ist ob es sein kann das er seine wahren Gefühle net erkennen will. Er hat die Trennung auch mit sich alleine ausgemacht, und mit keinem darüber geredet.i Er bombardiert sich mit Überstunden auf der Arbeit, lenkt sich Wochenende mt PC spielen oder Lanpartys ab.

    Ich Blicke nicht wirklich bei ihm durch....
    Was soll ich davon halten,....

    Liebe Grüße

    Akarikia

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Akarika,

    die Frage ist doch vielmehr: was willst DU eigentlich?

    Und die Unklarheit, die bei euch herrscht, geht ja auch zu einem guten Teil von Dir aus. Denn Du schreibst:

    ...für den ich noch immer sehr viel empfinde.
    Das ist der springende Punkt. Du musst für Dich klar kriegen, was Du willst, was Du bereit bist zu geben, oder eben nicht und welcher Basis Du diese Beziehung, diesen Kontakt, oder wie immer Du das auch nennen willst, haben willst.

    Entsprechend wirst Du das kommunizieren, mit ihm übereinkommen, oder eben irgendwann die Kommunikation abbrechen und entsprechend konsequent handeln.

    Aber dieses ewige Fragen nach dem, was der ANDERE will (wir haben das hier immer wieder in Freds), das lenkt nur vom eigentlichen Problem ab, nämlich dass man selber mit dem Thema noch nicht durch ist und eine unklare Position hat mit der Folge des unklaren (Nicht-)Handelns.

  3. #3
    Neuling
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    Standard Wenn ich das selber wüsste

    Sagen wir das mal so. Ich würde ihn gehen lassen wenn ich wüsste er würde wirklich nicht mehr zurück kommen. Da wir das Kind haben erschwert es die Situation noch dazu, wir sehen uns so oft.

  4. #4
    Gast784
    Gast

    Standard

    naja, die ehrlichste und klarste Aussage, die Du da machst, ist wohl die, dass Du es selber nicht weisst.

    Das gehört erstmal wahrgenommen und anerkannt.

    Pause.

    Und dann geht es um die Frage(n), wie setze ich meine eigene Unklarheit sozialverträglich um.

    Da ist erstmal das Kind. Kinder werden oft "vorgeschoben" für ungelöste Probleme auf der Beziehungsebene. Das ist der Grund, warum sich Probleme, die man vor der Trennung auf der Beziehungsebene hatte, nach der Trennung auf der Elternebene weiter ausagiert werden.

    Nun ist er noch nicht mal der leibliche Vater. Es ist also die Frage, wie sehr musst Du Dich wirklich mit ihm arrangieren? Wie alt ist das Kind jetzt?

    Du hattest bei einem Satz leider einen Tippfehler. Wer will da wen sehen? Der Sohn ihn oder er den Sohn?
    oberste Priorität: dem Sohn solls gut gehen.
    Wenn Dein Sohn schon so groß ist, dass er eine Vater-Sohn-Beziehung zu ihm hat, dann macht das sicher Sinn, sich praktisch mit Deinem Ex auf eine Art "Umgangsrecht" zu einigen.

    Dies könnt ihr aber z.B. auf neutralem Boden sehr sachlich beim Sozialdienst des Jugendamtes regeln. Die sind da gern behilflich, mit euch z.B.eine schriftliche Erklärung (völlig rechtsunverbindlich) zu machen, wer welche Pflichten und Rechte wie und wann wahr nimmt.

    Dann gibt es nämlich auch kein vorgeschobenes Interesse von seiner Seite, weil er z.B. ihn benutzt, um Dich sehen zu können. Genauso wenig kannst Du diesen Kontakt dazu missbrauchen, um etwaige Engpässe in der Betreuung, oder wie auch immer zu überbrücken, indem Du ihm (unbewusst) vll beziehungsrelevante Krümel hinstreust.

    Ihr könnt euch da, oder z.B. auch beim Kinderschutzbund oder einer Familienberatungsstelle Rat holen, wie ihr den Kontakt mit dem Kind gestalten könnt, ohne dass ihr miteinander darüber ständig konfrontiert seid. Da Du ja sicher das alleinige Sorgerecht hast, musst Du Dich in rechtlichen Dingen schon mal nicht mit ihm auseinander- bzw zusammensetzen.

    Ihr könnt zu einem Mediator gehen (kostet, aber lohnt sich), und da eure Art des Umgangs bezüglich des Kindes aushandeln und festlegen.
    Es geht ja alleine um eine Besuchsregelung, für die keinerlei Rechtsanspruch besteht.

    Dann gibt es da noch so Sachen, dass Du Dich mit seiner Gesundheit und seinem Kopfschmerz befasst. Es ist ja sogar in einer Beziehung wohl seine Sache, sich darum selber zu kümmern und sich die Fragen zu stellen. Wenn er das nicht tut und entsprechend nicht für sich sorgt, dann brauchst Du das auch nicht machen. Nur er allein kann dafür sorgen, dass er entsprechende Hilfe bekommt und so für Ab-hilfe sorgen.
    Es ist also nicht Deine Sorge, sondern seine Sorge.

    Du bist allem Anschein nach wie auch immer mit ihm noch verstrickt. Und eine Lösung wird sich wohl erst dann ergeben, wenn Du da ehrlich zu Dir bist und Dich gut beobachtest, was Du alles denkst und tust, um diese Verstrickung nicht sehen und nicht lösen zu müssen.
    Geändert von Gast784 (03.04.2011 um 09:20 Uhr)

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