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Thema: kann ich meinem Sohn helfen?

  1. #1
    Neuling
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    Standard kann ich meinem Sohn helfen?

    Bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen.
    Mein Sohn hatte schon von klein auf einige Probleme. Fragte manchmal 10 mal nach den selben Sachen, behauptete der Thomas in seinem Kopf wolle das wissen. Eine Zeit lang mußte er alle 5 Minuten aufs WC usw. Bei einem Kind nimmt man das nicht so tragisch. Auch der Arzt nicht.
    Inzwischen ist er erwachsen. Jetzt finde ich es nicht mehr so lustig.
    Er hat sein Leben allerdings gut im Griff. Aber so Reste aus seiner Kindheit sind geblieben. Er geht 10 mal an ein Auto, schaut hinein, er will wissen, wenn er den Kopf schief legt, ob man dann die 0 am Tacho sehen kann.
    Ob an dem Türschild zwischen dem 1. und dem 2. Buchstaben eine Lücke ist.
    Ob die eine Kante genauso lang ist wie die andere. Usw. Lauter banale, unwichtige Sachen. Ich riet ihm 1mal nachzuschauen und es sich aufzuschreiben. Kann er alleine diese Zwänge überwinden? Wie? Es nervt ihn, sagt er. Er meint es beschäftigt ihn 2 Tage, dann ist es unwichtig, bis das nächste kommt. Werden solche Sachen mit Tabletten behandelt?
    Es ist nicht so, dass ihn das rund um die Uhr beschäftigt, aber es ist schon recht störend auch für ihn.

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Christine,

    Zwänge lassen sich recht gut psychotherapeutisch behandeln, wenns denn Zwänge sind. Wird man erst mal genau feststellen müssen. Zwänge können ja auch Begleiterscheinungen von was umfassenderen sein.

    Wenn es ihn selbst stört, wäre er dann bereit zu einer Therapie? Er kann sich ja einfach mal in einer Psychologischen Beratungsstelle informieren oder mit dem Hausarzt darüber reden.

  3. #3
    Neuling
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    mich würde interessieren ob jemand die gleichen Symtome hat. Wie funktioniert denn so eine Therapie. Muß er seinen Wunsch immer wieder nachzuschauen unterdrücken? Ist dieser Rat von mir sich die Sache zu notieren richtig? Damit er nicht dauernd alles überprüfen muß.

  4. #4
    Neuling
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    hallo christine ,

    falls es eine zwangserkrankung ist, kann sie medikamentiös oder mit der sogenannten konfrontation behandelt werden.
    die konfrontation würde bedeuten, dass er sich din die folgende situation begibt, die diesen zwangsimpuls auslöst und diesem nicht nachgibt. das heisst, dass er zb. an der fensterscheibe des autos nicht auf den tacho schaut.

    das kann aber bedeuten, dass es zu einer symptomverschiebung kommt, dass heisst, dass er neue zwänge bekommt.

    zwänge selbst können verschiedene ursachen haben, die man von einem ganz wichtig: erfahrenem psychotherapeuten diagnostizieren/behandeln lassen sollte.

    woher ich das alles weiss?
    ich litt als 10jähriger unter zwangsgedanken und seit ca. 5 jahren unter zwangshandlungen. es sind viel zuviel, um sie auf zu zählen.

    ich würde dir und deinem sohn dringend empfehlen einen erfahrenen therapeuten aufzusuchen.

    ursachen für zwänge können zb sein :

    -selbstunsicherheit (zwänge haben beruhigende wirkung, weil man immer dasselbe mehrmals ausführt. zb. auf das taccho schauen)
    -struktur (weil man chaotisch in dem tag hinein lebt und nur bei den zwängen eine gewisse struktur bekommt: zb. 10 mal durch das autofenster sehen)

    die beiden ursachen treffen auf mich zu und es gibt sicher noch einige andere sachen.

    ich wünsche dir noch viel glück und wie gesagt suche am beste einen therapeuten.

    lg

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