psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
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Thema: kann keine Hilfe finden

  1. #1
    Neuling
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    Standard kann keine Hilfe finden

    Hallo,
    Ich habe folgendes Problem,. ich leide schon viele Jahre an depressionen, Borderline, nikotinsucht, Spielsucht, posttraumatische Belastungsstörung und evtl auch Burn-out
    Ich war schon viele viermal in stationörrer Behandlung zu letzt in einer Tagesklinik im Dezember.
    Die haben mich damals als stabil entlassen obwohl es mir keinen Deut besser ging, als ich reingegangen bin.
    Hatte auch ambulante Massnahmen ergriffen, war bei Suchtberatungsstelle psychologischem Dienst und Psychiater. Aufgrund meiner Erkrankung habe ich es einfach nicht geschafft regelmässig die Termine einzuhalten oder abzusagen.
    Hab einen weiteren versuch bei Beratungsstelle gemacht, doch auch der ist fehlgeschlagen, weil wir in dieser Zeit drei Umzüge hatten. Nun hat mich diese Stelle verständlicher Weise fallen lassen, wegs vertrauensbasis.
    Suchtberatungsstelle meint es geht nur stationör, aber ewig weit weg von Mann und Kinder.
    Tagesklinik meinte mir hilft nicht stationör sondern nur langzeitig ambulant.
    Psychiater fühlt sich nicht mehr zuständig, fragt mich was ich bei ihm will. soll mich an die gleiche stelle wenden wo ich auch in Tagklinik war.
    Es ist ein kreislauf, den ich einfach nicht mehr aushalte, fühle mich überall verstossen, habe keine Hoffnung mehr auf wirklich Hilfe, weil mich bei neuen Terminen auch immer wieder Panikattacken ergreifen und ich wie gelähmt in meiner Wohnung sitzen bleib oder wenns geht zum Spielen laufe um ja diesem schweißausbrauch zu entkommen.
    Kennt sich damit jemand aus.
    Es ist mein letzter Versuch für Hilfe, sonst weiß ich nimmer was ich tun kann/soll/werde

  2. #2
    Neuling Avatar von lebesde
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    Hallo, es klingt ja wirklich schockierend, was man hier mit dir veranstaltet - schon ein trauriges Bild für unseren Sozialstaat, wenn man Hilfesuchende ablehnt und einfach an die nächste nicht zuständige Behörde verweist. Darin sehe ich nicht wirklich eine Hilfe, wohl eher einen Beitrag zur Steigerung des Krankheitsbildes. Ich würde dieses Verhalten schon fast "unterlassene Hilfeleistung" nennen.

    Was ich dir jetzt noch als eine Anlaufstelle empfehlen könnte, wäre die Lebenshilfe - diese kümmern sich auch um psychisch kranke Menschen und können dir durchaus in deinen Anliegen auf den ersten Schritten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch die Arbeit in einer Werkstatt könnte dir helfen, da du zum einen unter Betreung stehst, aber auch in einem Alltag ohne den massiven Druck der Neuzeit in vollem Maße ausgesetzt zu sein.


    Mein Blog: www.leb-es.de

  3. #3
    Neuling
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    Hallo,
    und danke für die schnelle Reaktion.
    Das mit der Lebenshilfe weiß ich nicht wie es funktioniert, aber ichbe einfach kein vertrauen mehr zu allden Fachleuten.
    Mir wurde in der Tagesklinik geraten EU-Rente zu beantragen, damit ich mich auf die Therapien konzentrieren kann, aber gleichzeitig entlassen sie mich als stabil.
    Somit hält mich die Rentenstelle für arbeitsfähig, nichts mit Rente. Da mir aber jegliche Kraft und Antrieb zum bewältigen der Anlaufstellen fehlt, sitze ich hier nur noch mit dem Kindergeld meiner Tochter und zeitarbeitslohn von meinem Mann und somit rutschen wir jeden Monat noch mehr in die miesen. Ich könnte sogar arbeiten anfangen, da ich ein Jobangebot bekommen habe, aber wie soll ich das denn bewältigen, wenn ich nicht mehr schlafen kann und nur noch ein Schatten meiner selbst bin????
    Mein Mann kann mir nicht helfen, da er mit der ganzen überfordert ist. Ihm fehlt die Möglichkeit sich in mich rein zu versetzen und mich zu verstehen. ist nur hilflos

  4. #4
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    ich möchte noch anmerken, dass auch mein Psych von Betreuung gesprochen hat, aber ich habe einfach nur angst!!! Angst nicht mehr ich selbst zu sein, Angst nicht verstanden zu werden (was ja auch oft genug passiert) Angst, dass ich auch diese Termine nicht einhalten kann und wieder abgelhnt werde.

    Ich hatte vor ca 3-4 jahren schon mal betreutes ambulantes Einzelwohnen (also bei mir zu Hause) aber an ganz schlechten Tagen habe ich es werder geschafft die Tür zu öffnen, noch an ein Telefon zu gehen, ging soweit, dass ich mich natürlich dafür schäme dass ich so unzuverlässig bin.

    Ich hatte damals eine sehr tolle Betreuerin, die all die gEduld hatte. Aber die ist München, ich wohne jetzt in kaufbeuren, und da sieht es ganz anderst aus.....die Ärzte, Theraputen und beratungsstellen sind so überschwemmt, dass du funktionieren MUSST sonst bleibst auf der strecke, aber ich kann einfach nicht mehr funktionieren, bin total am ende und mit dem gnazen Haufen des Übels allein

  5. #5
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    Hallo

    Wenn ich Du wäre würde ich trotzdem zu der Suchtberatungsstelle zu Gesprächen
    hingehen und würde darauf bestehen,das dort weiter über diese ganze Sache ge-
    sprochen wird,was Dich belaste und für Probleme vorhanden sind,um zusehen was
    es für Lösungswege gibt!

    In Kaufbeuren gibt es doch auch eine Psychratische Klinik,weil hier in Memmingen
    ist ja auch eine Zweigstelle von dieser Klinik,

    Ich bin schon seit dem Jahre 1990,immer wieder bei Gesprächen in der Memminger
    Suchtberatungsstelle,da hast auch im Laufe der Zeit höhen und Tiefen gegeben,
    aber die helfen einem schon,auch mit Schuldenberatung usw!

    Du musst einfach am Ball bleiben,auch wenn Du manche Termine dort nicht wahr-
    nehmen kannst!

    Du kannst ja zB auch Termine per E-Mail absagen und da brauchst dann nicht anrufen,
    wenn Du ein Problem mit dem telefonieren hast!

    es gibt immer eine Lösung


    lg raskowitz

  6. #6
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    Hallo Lonelyeyes,
    ich stimme Raskowitz zu. Wenn du mal wieder eine Zeit im Kokon hinter dir hast, dann ruf deine Kontakte an, such deine Anlaufstellen auf und entschuldige dich einfach. Ich weiß, dass ist leichter gesagt als getan, aber in Scham stecken zu bleiben bringt, meiner Erfahrung nach, nichts.

    Im Kokon versuch die Ruhe zu bewahren und darauf zu warten, dass es wieder besser wird. Irgendwann wirds wieder heller und dann kannst du da anknüpfen, wo du vor dem Kokon aufhören musstest.

    Das ist alles unheimlich nervig, aber zumindest für mich ists der einzige Weg. Immer Schritt für Schritt langsam aber stetig vorankommen, dass bringt einen weiter. Langsam zwar, aber sicher. Immer wieder einsteigen, immer wieder den Faden aufnehmen.

    Such einfach weiter.

    Und noch ein Wort zum Schluß: Nach dem, was du geschildert hast, glaube ich auch, dass du nochmal einen stationären Aufenthalt brauchst (Ich bin aber kein Fachmann!). Das würde dir nochmal geballt was bringen und deine Familie entlasten.

    Wenn es dir weiter schlecht geht, dann schreib weiter hier am Board! Hier hören dir die Leute einfach zu und stehen dir bei, wie man via Internet einem beistehen kann.

    Ich wünsche dir gute Besserung und viel Kraft für die Zukunft.
    Marge

  7. #7
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    Vielen Dank für eure Rückmeldungen, vor allem so schnell.

    Das mit der Klinik hier in Kaufbeuren stimmt, da war ich ja auch in Tagesklinik.
    Hatte davor auch die Termine dort in der Suchtambulanz und bin einige male denen hinterher gerannt um neue Termine zu bekommen, aber ich bin erst gar nicht zur Ansprechpartnerin durch gekommen. Wurde immer geblockt, Rückruf versprochen usw. habe es permanent drei Wochen am Stück versucht und dann aufgegeben.
    Wie soll ich da eine Vertrauensbasis aufbauen können, wenn dich mich gar nicht wollen?
    Alles andere kann ich mir zur Zeit einfach nicht vorstellen. würde auch gerne an meiner alten Klinik anknüpfen, aber auch das geht nicht. Mir hat das Konzept sehr geholfen, doch ich hatte Probleme mit dem Rauchen und dort ist Rauchverbot....also wollen die mich auch nicht mehr aufnehmen.
    Denn wenn mir alles zuviel wird halt ich den Druck nicht aus und flüchte mich in eine Zigarette, ansonsten kommt selbstverletzendes Verhalten raus.

    Irgendwie klingt das alles wie fadenscheinige Ausreden, weiß ich selber, aber es entspricht nun mal meinen eigenen Erfahrungen.
    LG Petra

  8. #8
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    Hm - Rauchverbot? In den Kliniken, in denen ich bis jetzt war konnte man immer rauchen. Allerdings nur in den "Smoking Areas". Oder solltest du in der Klinik auch eine Entziehungskur vom Nikotin machen? Allerdings kann man doch niemanden in einer Tagesklinik auf Entzug setzen. Weder vom Alkohol, noch vom Nikotin.

    Liebe Grüße
    Marge

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