Hallo,
mir brennt seit einigen Tagen die oben genannte Frage auf den Fingernägeln. Ich weiß nicht mehr wie ich darauf gekommen bin, irgendwann vor ein paar Wochen ist mir so in den Sinn gekommen, daß es ja nicht normal sein kann, daß ich mich immer nur selbst verfluche und beschimpfe, nur weil ich bei meinem Lieblingsspiel (wohl gemerkt ein Spiel) einen falschen Schritt gemacht habe. Ein bisschen im Internet gesucht, fand ich dann das Buch "So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen". Ich hab's gerade erst angefangen, kann aber erstmal sagen, daß vieles, das beschrieben wird, auf mich zutrifft, anderes wiederum nicht. Den Faden weitergesponnen, kam ich heute auf den Trichter, daß ich ja schon ein selbstverletzendes Verhalten an den Tag lege. Beispielsweise ess' ich sehr unregelmässig. Ich habe seit drei Wochen Urlaub und habe in dieser Zeit ein paar Tage gehabt, an denen ich lediglich am Abend eine Kleinigkeit gegessen habe, als der Hunger zu groß wurde. Die Gruppentherapie, die ich seit eineinhalb Jahren mache (oder viel mehr über mich ergehen lasse) fruchtet deshalb so herzlich wenig, weil ich mich erst ein einziges mal als Thema gemeldet habe(wohlgemerkt in 18 Monaten! bei wöchentlichem Treffen).
Ich habe das Gefühl, daß es mir vollkommen egal ist, daß mir meine Gesundheit egal ist. Das ist in meinen Augen ja schon arg selbstverletzend.
Menschen, die sich z.B. Ritzen oder ähnliches, scheinen das ja bewußt zu machen. Ich hoffe ich werde jetzt nicht falsch verstanden, aber ich denke, daß Sie sich selbst hassen und damit eine Art Liebe zu sich haben, eben ein Selbstbewusstsein. Mein Verhalten allerdings deutet ja eher darauf hin, daß ich mir selbst völlig egal bin.
Ich weiß nicht wie seht Ihr das? Liege ich da falsch? Und was kann ich tun, um dieses Verhalten zu ändern? Oder besser wie bekomme ich denn ein Selbstbewusstsein?
Ich weiß, das muß jetzt sehr verwirrend für Euch klingen, so geht es mir aber auch.
LG
WalltwonKid


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). Vorher konnte ich mich irgendwie immer in ein gemachtes Nest setzen, also von Muttern, zu Freundin, zur nächsten Freundin ...
. Von daher kann ich nur vermuten, daß es vlt. schon immer so war. Mit 14 das erste mal viel zu viel gesoffen, die erste Zigarette, das kann man auch als Selbstschädigung bezeichnen, denke ich.
. Schätze mal, daß ich eben doch etwas mehr Kontakt zu Menschen brauche.
. Laut dem Buch macht das Sinn: Da ich mich nicht selbst lieben kann, brauche ich dazu jemanden Anderes. Den kennenzulernen, bedarfs es aber ein gepflegtes Äußeres.
. Ja es ist schon so, daß mir Komplimente/lob richtig gut tun. Wenn eine Schaltung klappt, die ich entwickelt habe (ähm, ich bin Elektroniker), dann bin ich im ersten Momnet schon ein wenig stolz darauf, aber ich kann damit sicherlich nicht tagelang hausieren gehen. Auch wenn ich mein Motorrad endlich fertig restauriert und durch den TÜV gebracht habe, werde ich es zwar meinen Kollegen präsentieren und auch meinen Freunden und Kumpels. Aber der Stolz darauf verfliegt sicherlich sehr schnell. Das war bisher immer so.

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