psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 9 bis 13 von 13

Thema: Kann man sich wirklich ändern?

  1. #9
    Nachwuchs Autor
    Registriert seit
    29.04.2010
    Beiträge
    699
    Danke
    11
    64 mal in 60 Beiträgen bedankt

    Standard

    Menschen kann durch die Einnahme von Neuroleptika ihre Persönlichkeit wiedergegeben werden. Wer im Vollbild jemand erlebt hat, der einen Schreianfall bekommen hat und vor lauter Angst am liebsten die Wände hochgekrochen wäre, der gewinnt eine Vorstellung davon, was für ein Segen Neuroleptika sein können. Sie ermöglichen diesen Menschen überhaupt erst, wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und auch einer geregelten Tätigkeit nachgehen zu können.

  2. #10
    Neuling
    Registriert seit
    09.01.2012
    Beiträge
    27
    Danke
    3
    Bedankte sich ein mal in einem Post.

    Standard

    Vielen lieben Dank für eure beiden Antworten.

    @Bertrand
    ich will nicht sagen, dass ich eine schöne Kindheit hatte. Meine Eltern sind beide selbst wohl ziemlich neurotisch drauf und Opfer ihrer eigenen Persönlichkeit und ihres Lebens geworden. Aber ich habe viele Menschen kennen gelernt, die eine deutlich belastendere Kindheit hatten und besser damit klar kommen. Es gab hin und wieder Gewalt zwischen den Eltern als auch uns gegenüber und meine Mutter ist wie oben beschrieben eine extrem histrionische Persönlichkeit, aber wie gesagt die Gewalt war jetzt nicht so ausschweifend, dass meine Eltern mir etwas gebrochen hätten oder Vergewaltigung etc. - so krass war es alles in allem nicht. Ich habe mich die letzten 2 Jahre innerhalb einer Gesprächstherapie damit auseinander gesetzt und warte immer noch darauf dass das Aufarbeiten meiner Kindheit meine neurotische Art bzw. Eigenschaft Neurosen zu bilden löst, aber glaube ehrlich gesagt nicht mehr daran.
    Nach intensivem Einlesen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es Menschen gibt, die wohl konstitutionell eher zu Neurosen und Fight-or-Flight-Reaktionen tendieren. So ziemlich alle Persönlichkeitseigenschaften werden zu einem maßgeblichen Teil offenbar mit vererbt. Ich bin seitdem ich denken (3. Lebensjahr) kann so extrem innerlich unruhig, reizbar und ängstlich, dass ich mich kaum sozial integrieren konnte. Das bedeutet, dass entweder etwas in den ersten drei Jahren drastisch schief gelaufen ist oder ich mit diesem Reaktionsmuster geboren bin.
    Daher suche ich wie du es korrekt formuliert hast nach Mitteln meine "überdrehte Amygdala" inkl. meinem überdrehtem Sympathikus abzuwürgen. Mich würde es sehr interessieren, ob jemand Antideppressiva (vA SSRI) oder so genannte "mood stabilizer" (Lamotrigin, Lithium etc.) nimmt und darüber berichten kann ob sich bei ihm oder ihr Persönlichkeitsveränderungen ergeben haben.
    Aktuell gehe ich viel Joggen. Das beruhigt mich. Trinke auch literweise Baldrian-Tee. Wenn es ganz krass kommt nehme ich Diazepam-Tabletten (Tranquilizer). Meditation scheint mir auch keine schlechte Idee zu sein, habe bisher aber leider keinen Einstieg gefunden. Das ist alles ganz hilfreich, aber ich suche was Effektiveres.
    Geändert von Zalzala (23.01.2012 um 17:07 Uhr)

  3. #11
    Nachwuchs Autor
    Registriert seit
    29.04.2010
    Beiträge
    699
    Danke
    11
    64 mal in 60 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zalzala, ich hatte auch einmal aus der SSRI-Reihe Citalopram ausprobiert. War nicht sehr beeindruckend für MICH. Bei dem einen wirkt das Medikament stärker, bei dem anderen nicht so intensiv. Dh., die Erfahrung mit diesen Medikamenten sind sehr subjektiv. Daher kann ich Dir nur raten, etliche aus den verschieden Gruppen auszuprobieren. Jeder reagiert auf Medikamente anders.

    Meine Frau hatte auch einmal ein Lithiumpräparat eingenommen wegen ihrer s.-a. Störung. Erfahrungsbericht: Dr. H. hatte ihr das Medikament verschrieben. Im Urlaub ließ er sich von seinem Neffen, auch Psychiater, vertreten. Er hatte meiner Frau von diesem Medikament abgeraten, da es als risikoreich gilt. Denn es müsste immer Tag für Tag zur selben Uhrzeit eingenommen werden, bei der Dosierung ist ein Vertun nicht erlaubt. Denn die Bandbreite, in der das Medikament ungefährlich ist, ist nur sehr schmal, sonst droht Vergiftung. Der Punkt ist eben: Nur in dieser schmalen Bandbreite wirkt es auch. Meine Frau hatte daraufhin umgestellt und kommt mit Fluanxol sehr gut zurecht.

    Es gibt Leute, die depressiv sind, haben sich Lithium verschreiben lassen, horten paar Dosen und bringen sich mit diesem Medikament um.
    Geändert von Bertrand (23.01.2012 um 23:46 Uhr)

  4. #12
    Neuling
    Registriert seit
    09.01.2012
    Beiträge
    27
    Danke
    3
    Bedankte sich ein mal in einem Post.

    Standard

    Danke für deine Antwort Bertrand.
    Hattest du durch das Citalopram Nebenwirkungen? Ich lese gerade über ein Anxiolytikum namens Buspiridon. Es soll wie Benzodiazepine wirken, macht aber angeblich nicht abhängig und wird bei generalisierten Angststörungen ein gesetzt. Es hat sehr wenige Nebenwirkungen. Ich werde nach den Klausuren mal auf den Psychiater zu gehen und ihn darauf ansprechen. Hat irgendwer schon Erfahrungen mit diesem Wirkstoff?

  5. #13
    Nachwuchs Autor
    Registriert seit
    29.04.2010
    Beiträge
    699
    Danke
    11
    64 mal in 60 Beiträgen bedankt

    Standard

    Zalzala, ich hatte im KH über 6 Monate Remestan forte für die Nacht bekommen. Hatte mich nicht süchtig gemacht. Citalopram oder jetzt Opipramol: Nebenwirkungen konnte ich nicht feststellen. Nur als ich von heut' auf morgen die Abenddosis von 2 Tabl. Opipromal absetzte, fühlte ich mich für einige Tage etwas unwohl. Bei solchen Medikamten sollte man sich behutsam ausschleichen.

Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Ähnliche Themen

  1. Es muß sich was ändern
    Von hallerin im Forum Therapieformen
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 09.01.2012, 13:52
  2. Kann er sich überhaupt ändern?
    Von Pummelfee im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 23.01.2011, 19:52
  3. Wie kann ich mich ändern
    Von Gast4494 im Forum Ängste
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 19.04.2010, 16:14
  4. Muster durchbrechen/sich selbst ändern
    Von schnattchen 31 im Forum Psychologie-Talk
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 11.03.2010, 11:00
  5. Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 02.12.2008, 14:33

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!