Zunächst einmal glaube ich nicht, dass es entscheidend ist, ob zwei Menschen im selben Haus/der gleichen Wohnung gelebt haben. Aber das nur nebenbei.
Zum Dilemma der Auflösung:
Ich hatte das ein oder andere kürzere Kennenlernen, wo nach wenigen Monaten klar, war "das passt nicht wirklich" und wir getrennter Wege gingen. Ich wunderte mich dann, dass ich im Vergleich zur Länge und Intensität der Beziehung weit überproportional unter der Trennung litt.
Es hat lange gedauert, bis ich heraus fand, dass ich nicht um diesen bestimmten Menschen trauerte, sondern darunter litt, privat wieder ganz am Anfang zu stehen mit ungewisser Zukunft. Diese bei Null anfangen machte mir dann Angst und ich fühlte mich planlos.
Früher habe ich dies übrigens auch überhaupt nicht materiell oder organisatorisch gesehen. Mittlerweile hat sich meine Einstellung da aber ein wenig geändert. Ein Paar, dass jahrzentelang zueiander steht, gemeinsam plant und aufbaut, hat es einfacher als eine Frau mit wechselnden Partnerschaften. Ich bin z.B. selbständig tätig. Ich kenne kaum eine Frau, die dies wagt ohne Mann mit festem, guten Einkommen im Hintergrund. Ich würde ja nicht mal Arbeitslosengeld bekommen.


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