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Thema: Kann mir denn wirklich keiner einen Rat geben???

  1. #1
    Neuling
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    Standard Kann mir denn wirklich keiner einen Rat geben???

    Hallo nochmal,

    ich hatte bereits geschrieben, dass ich unbedingt einen Rat benötige. Ich weiß allein nicht mehr weiter.
    Ich habe vor in eine Klinik mit einer Einweisung zu fahren und dann so lange dort zu bleiben bis die mich aufnehmen können. Ich habe extra meine Schwester, Schwiegermutter und Freundin bei mir damit ich das nicht alleine machen muss.
    Bei mir wurde eine progr. Zwangsstörung festgestellt und ich brauche jetzt Hilfe!
    Dürfen die mich wegschicken? Ich habe ja eine Einweisung. Hat das schon mal jemand gemacht?

    Ist jemand in dieser Situation und vielleicht mal gewesen und kann mir einen Rat geben?

    LG

  2. #2
    Gast784
    Gast

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    Für Notfälle gibt es in größeren Kliniken psychatrische Ambulanzen. Da kannst Du genauso hin, wie wenn Du Dir den Fuß gebrochen hättest.

  3. #3
    Neuling
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    Wie wär es, wenn du einfach mal bei der Klinik anrufst? Die werden dir da bestimmt weiterhelfen.

  4. #4
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    Ja ich weiß aber meine Angst besteht u.a. darin, dass die mein Problem nicht als schlimm genug ansehen. Ich kann einfach nicht mehr das Haus allein verlassen, kann kein Geld mehr abholen oder auch meine eigenen Taschentücher oder Kassenzettel wegschmeißen. Ich kann leider schon etwas länger nicht mehr arbeiten und Auto fahren und vieles mehr. Ich bin nicht mehr in der Lage einen Alltag zu beschreiten und das macht mir ganz große Angst. Ich weiß nicht mehr wie ich damit klar kommen soll. Stelle ich mich an? Müsste ich mich mehr zusammen reißen, stärker sein? Von einer Psychologin auf der Arbeit die leider keine Therapie mit mir machen kann weil sie MA beratend zur Seite steht wurde mir schon gesagt, dass ich jeden Tag mit einem Zusammenbruch rechnen muss und das will ich einfach nicht. Auf der einen Seite das Denken es sei nicht schlimm und auf der anderen Seite das Denken ich kann nicht mehr. Das ist doch ein Widerspruch!

  5. #5
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    Ich habe bereits bei mehreren Kliniken angerufen die mir empfohlen wurden. Bei einer Klinik habe ich ein Vorgesprächstermin Ende Dezember bekommen aber das ist zu weit weg. Bei den anderen warte ich noch auf eine Antwort, aber da wurde mir auch schon vorweg gesagt, dass eine Soforteinweisung nicht möglich ist.
    Ich habe mich als ich noch aus dem Haus gehen konnte bei einer Tagesklinik angemeldet aber auch die hatten erst im Dezember einen Vorgesprächstermin. Und das hat sich ja leider schon erübrigt weil ich eben das Haus nicht verlassen kann allein und ich nicht jeden Tag jemanden bitten kann morgens eben vorbei zu kommen. Die haben ja alle ihre eigenen Leben.
    Ich werde von allen wirklich super unterstützt bis auf von meinen Eltern. Da habe ich das Gefühl, dass sie sich für mich schämen und irgendwie scheine ich sie auch nicht zu interessieren so selten wie die sich melden.

  6. #6
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    Ich weiß nicht mehr wie ich damit klar kommen soll. Stelle ich mich an? Müsste ich mich mehr zusammen reißen, stärker sein?
    Zwänge können ganz schön belastend sein, sodass man da selber nicht mehr rauskommt. Da bringt dir zusammen reißen nicht viel, wenn du nicht weißt, wie du mit den Zwängen umgehen musst. Hast du schonmal ne Therapie gemacht?



    Ja ich weiß aber meine Angst besteht u.a. darin, dass die mein Problem nicht als schlimm genug ansehen.
    Mach dir mal nicht soviele Sorgen. Das kannst du aber nur herausfinden, wenn du da anrufst. Am besten so früh wie möglich, wenn du das Problem schon lange hast.



    Ich kann einfach nicht mehr das Haus allein verlassen, kann kein Geld mehr abholen oder auch meine eigenen Taschentücher oder Kassenzettel wegschmeißen. Ich kann leider schon etwas länger nicht mehr arbeiten und Auto fahren und vieles mehr
    Wieso kannst du das Haus nicht alleine verlassen. Was fühlst du dann? Wovor hast du Angst?

  7. #7
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    Okay ich hab grade mal in deinem anderen Thread gestöbert

    Ich kann mittlerweile nicht mehr allein das Haus verlassen, mache von allem ein Foto um sicher zu gehen, dass mir z.B. durch einen angestellten Herd nicht die Wohnung abbrennt
    Was du jetzt am besten machen musst ist folgendes... gehe mal aus dem Haus ohne die Fotos zu machen und bleib eine Zeit lang draußen. Am Anfang kannst du die Zeit ja begrenzen und dich dann immer mehr steigern. Du wirst merken, dass die Angst mit der Zeit verschwindet. Wenn du es alleine nicht schaffst, dann gehe mit nem Freund oder nem Verwandten raus, mit dem du währenddessen über deine Gefühle reden kannst.

    Wenn du das mit den Fotos weiter machst oder sogar nicht mehr aus dem Haus gehst stärkst du den Zwang nur und es wird immer schwerer. Du kannst dir das ganze wie eine Kurvenfunktion vorstellen.
    Wenn du das erste mal aus dem Haus gehst ohne vorher die Fotos zu machen, wirst du ziemliche Angst haben. Aber diese Angst wird beim zweiten Mal schon weniger sein und beim dritten mal noch weniger... . Sie wird mit der Zeit mehr und mehr nachlassen, da du merkst, dass nichts passiert und deine Wohnung nicht abbrennt.
    Wenn du allerdings die Fotos machst bevor du rausgehst, den Herd tausen mal kontrollierst usw. wird die Angst beim nächsten Mal genauso groß sein, da du deinen Zwang dadurch jedes Mal bestätigst.

    Sag dir einfach selber "STOP" wenn die negetiven Gedanken hochkommen. Versuche an was Anderes zu denken.
    Geändert von carapax (02.11.2010 um 19:20 Uhr)

  8. #8
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    Mir wurde von einem Arzt eine Verhaltenstherapie empfohlen. Ich habe auch wirklich viele Therapeuten in meiner Stadt abtelefoniert aber entweder die gingen nicht dran sodass ich eine Nachricht auf dem AB hinterlassen habe und sie haben sich nicht zurück gemeldet oder ich habe die Aussage bekommen, dass man erst einmal keine neuen Patienten annehmen kann. Es ist also nie zu einer Therapie gekommen. Mein Psychologe hat mir dann Citalopram aufgeschrieben was ich seitdem nehme und mich um Geduld gebeten. Nun kann ich also auch keine ambulante Therapie mehr machen wegen dem Problem nicht aus dem Haus zu kommen.

    Es fing damit an, dass ich Angst hatte ich habe den Herd angelassen. Obwohl ich sehr oft wusste, dass es nicht sein kann weil ich ja nicht dran war. Meine Freundin die auch mit mir zusammen wohnt musste aber dennoch sehr oft wieder mit mir von der Arbeit aus nach hause fahren damit ich das überprüfen konnte. Das gind auch eine zeit lang gut doch dann half mir auch das nicht mehr also habe ich angefangen der Herd zu fotografieren, zwischenzeitlich kam der Kühlschrank und sämtliche Fenster und Wasserhähne hinzu. Die Fotos beruhigen mich aber auch nicht mehr, ich bin schon so weit, dass ich die Fotos anzweifel. Als ich dann das erste Mal krank geschrieben wurde habe ich versucht meinem "Check" so nennen wir es mittlerweile, durchzuführen und allein raus zu gehen. Ich bin nur ein paar Meter weit gekommen und fing an zu weinen und bin zurück gerannt. Bei einem zweiten Mal habe ich ganz große Panik bekommen und habe angefangen zu weinen und konnte mich nicht mehr von der Stelle bewegen.

    Wenn ich wieder einmal, egal in welcher Situation eine Panikattacke bekomme habe ich von der Psychologin auf der Arbeit eine Klopftechnik gezeigt bekommen die mich beruhigt, das funktioniert nur leider nicht immer.

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