Hallo,
ich habe vor einigen wochen schonmal hier über mein befinden berichtet.
hab mir in letzter zeit viele gedanken über mich und meine situation gemacht, was mir fehlt, was alles falsch läuft.
bin zu folgenden ergebnissen gekommen:
-1.mein hauptproblem ist wohl, dass ich (wie im titel steht) keinen wirklichen halt im leben habe. es gibt keinen leitfaden, nichts an dem ich mich ausrichte und das mir eine gewisse sicherheit/stabilität gibt. ich habe eigentlich nichts, für das ich mich interessiere, irgendwie scheint mir alles egal zu sein, vor allem bin ich mir auch selbst so ziemlich egal. ich mache mir eigentlich nie gedanken über die zukunft, was ich mal erreichen will usw. weil es mir die meiste zeit egal ist. ich lebe nur den moment, was später einmal ist kann mir doch jetzt egal sein!?
kommt diese problem daher, dass ich oft keinen bezug zu mir selbst habe also kein selbstbewusstsein. weiß eig gar nicht so richtig wer ich bin, was mich ausmacht... oder ist es umgekehrt??
-> was macht einen zu dem was man ist?
ich bin jetzt 24 und hab das gefühl mein ganzes bisheriges leben nur herumgeirrt zu sein auf der suche...ja auf der suche nach was eigentlich?...auf der suche nach mir selbst??
-2.diese unbeständigkeit zieht weiter ihre kreise:
ich hatte schon in der grundschule probleme den anschluss an soziale kontakte zu meinen mitschülern zu halten (steht auch in meinen zeugnissen)
ich habe nie richtige freunde gehabt, eher nur kumpel. also heißt ich hab schon auch mal sowas wie einen besten freund gehabt, aber es war immer alles nur oberflächlich... hatte früher auch nie das verlangen nach tieferen zwischenmenschlichen beziehungen. vllt weil ich es von zuhause nicht anderst kannte?
ich bin nicht in der lage emotionen in beziehungen zu anderen einfließen zu lassen oder zuzuordnen.
desshalb fällt es mir enorm schwer kontakte aufrecht zu erhalten bzw bin dazu kaum in der lage. von mir aus kommt eigentlich gar nichts, wenn sich niemand bei mir meldet komm ich auch gar nicht auf die idee mich bei einem meiner freunde zu melden.
-3. es bleibt nie mal etwas länger gleich/beständig ich fühle mich manchmal total innerlich zerrissen, dann wieder total gleichgültig(ist doch alles ok so). mal ziehe ich mich tagelang zurück und will nichts unternehmen und niemanden sehen aber gleichzeitig fühl ich mich allein und mir ist langweilig bzw. halte es fast nicht mehr aus nichts zu tun. so könnte ich die liste ewig weiterführen. es geht immer hin und her...
so das sind die drei probleme die schon sehr lange so sind und mich zur zeit beschäftigen. früher hab ich mir nie gedanken über mich gemacht.
dazu kommen noch kleinere probleme:
-schlafstörungen
-unwirklichkeitsgefühle
-slebstzweifel (mag-mich-selbst-nicht)
-selbstverletzung
-hilflosigkeit
das schlimme ist, dass ich gerade wieder in so einer phase bin, wo ich denke ich schaff das da alleine raus, is doch alles halb so wild. irgendwie wird sich schon was ändern...oder ich könnte mich eigentlich wieder mit meiner jetzigen situation abfinden. ich kann einfach alles so hinnehmen...
aber ich weiß, dass es nicht so ist, das hat die vergangenheit ja gezeigt!
ich hab aber die hoffnung noch nicht ganz aufgegeben! bin gerade auf der suche nach einer geeigneten therapie für mich (der letzte versuch war ein reinfall, die therapeutin (heilpraktikerin) wollte mir nur irgendwelche medikamente gegen die schlafstörungen andrehen)
es muss sich einfach etwas ändern, so kanns doch nicht weitergehen! war schon viel zu lange so...
habt ihr irgendwelche tipps oder ratschläge für mich? oder könnt aus eigener erfahrung sprechen?
ich bin für jede antwort dankbar
liebe grüße fable


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