@probdi
(indirekt, zum Mitlesen, auch @clivia)
Ich stimme Dir zu, wenn Du sagst, dass ihr Partner ein Verhalten ihr gegenüber zeigt, das stellenweise unter aller Kanone ist und sie verletzt.
Und dennoch:
Eine solche Aussage erscheint mir aus mehreren Gründen heraus weder hilfreich noch angemessen zu sein.Zitat von prbdi
Es geht hier doch nicht um die Verteilung von Schuld oder das Auszählen, wer jetzt mehr falsch macht. Das bringt keinen einzigen Schritt weiter, im Gegenteil!
Es lenkt von den eigentlichen Baustellen ab.
Mal ganz davon abgesehen: wenn es für die TE ein mildernder Umstand ist (der Verständnis und Nachsicht hervorruft), dass sie selbst eine verbogene Biographie hat (zu der auch der momentane Partner gehört) - warum dann nicht gleiches auch bei/für ihn?
Du könntest sagen, er verhält sich unsensibel, ich-bezogen, vielleicht auch rücksichts- und gedankenlos ...
... muss er das aber alles bewusst so machen? Kann nicht auch er Defizite haben, die er sich nicht selbst ausgesucht hat und die er nun an ihr "auslebt"?
Es macht sein Verhalten sicherlich nicht "verzeihbarer" - aber warum gleich alles so krass werten? Wem ist damit geholfen? Was bringt das der TE?
Nichts! Weder ihr noch ihrem Partner, weder jetzt, in dieser konkreten Situation, noch in der Zukunft bei neuen Beziehungen ... warum es dann also dennoch machen ...
Mal ganz davon abgesehen: ihn alleine auf Basis dieser wenigen Infos, die noch dazu aus dritter Hand kommen und nicht wirklich hinterfragt werden können (oder schreibt er etwa auch hier mit??), gleich als "Psychopathen" zu brandmarken ...
Warum nicht "nur" das Verhalten eines Menschen bewerten (was in sich schon problematisch genug ist), sondern gleich den ganzen Menschen als solchen?
Deine "Meinung" ... stimmt, mehr kann es ja auch nicht sein!Zitat von probdi
Warum sie aber ihr gegenüber so bestimmt verteidigen, dass es fast schon nach unumstößlicher Diagnose klingen muss, nach der sie sich jetzt auch zu richten hat?
Warum Dein säuerliches Reagieren, wenn ein TE dann mal nicht gleich macht (ist ja nicht nur in diesem Thread schon geschehen ...)?
Noch ne Frage hinterher: warum wird sich hier so sehr auf das Verhalten von ihm eingeschossen?
Es wird mehr über ihn (den Menschen) geredet und über sein Verhalten spekuliert, als auf die Prozesse der TE eingegangen ...
Auch wenn ich nicht jemand bin, der sofort nach Trennung schreit: es wäre für die TE sicher angeraten, mehr Distanz in alles hineinzubringen.
Räumliche Distanz und innere Distanz. Letzteres aber nicht nur zu ihm, sondern auch zu ihren eigenen Mustern ...
Und diese Distanz bedeutet dann aber auch, die Dinge nicht immer nur aus der wertenden Ecke zu betrachten!
Jetzt aber einfach nur zu fordern, dass sie sich trennen soll (selbst wenn es prinzipiell richtig wäre): sie kann es ja nicht!!
Trennung alleine ist auch nicht die "Lösung": ihre eigenen Prozesse, die sie anfällig hierfür gemacht haben, laufen dann ja immer noch unverändert weiter ...
Warum also sich auf dieses Kommando "Trenne Dich" versteifen, statt ihr dabei zu helfen, überhaupt erst einmal die erforderliche stabile Basis in ihr selbst finden zu können, um eine solche Entscheidung nicht nur treffen, sondern sie dann auch konsequent genug umsetzen zu können?
Immerhin soll sie ja ihre eigenen Entscheidungen treffen - die, die sie auch selbst treffen will und dann auch vor sich selbst vertreten kann.
Genau das will sie ja für sich selbst jetzt lernen ...
Sich selbst wertschätzen, Eigenverantwortung, mit sich selbst in Einklang kommen ...
... und das entspricht im Prinzip dem bisherigen Muster ...Zitat von probdi
Das Außen gibt vor, was die TE zu machen hat - und wehe, sie kapierts nicht ...
Auch wenn Du es sicherlich gut gemeint hast: es bewirkt, mit etwas Pech, genau das Gegenteil von dem, was Du erreichen wolltest.
Mir würde (wäre ich Dein gegenüber) gefühlt die gleiche Augenhöhe hinter Deinen Aussagen fehlen - der Inhalt, die Logik alleine (und sind sie noch so "korrekt") machen es eben nicht aus ...


LinkBack URL
About LinkBacks


Zitieren


Lesezeichen