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Thema: kein selbstwertgefühl! es macht mich kaputt!>zerstört beziehung!

  1. #25
    Verleger Avatar von Darkstar
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    @probdi
    (indirekt, zum Mitlesen, auch @clivia)


    Ich stimme Dir zu, wenn Du sagst, dass ihr Partner ein Verhalten ihr gegenüber zeigt, das stellenweise unter aller Kanone ist und sie verletzt.

    Und dennoch:
    Zitat Zitat von prbdi
    Beende diese Beziehung der Mann ist ein Soziopath.
    Eine solche Aussage erscheint mir aus mehreren Gründen heraus weder hilfreich noch angemessen zu sein.

    Es geht hier doch nicht um die Verteilung von Schuld oder das Auszählen, wer jetzt mehr falsch macht. Das bringt keinen einzigen Schritt weiter, im Gegenteil!
    Es lenkt von den eigentlichen Baustellen ab.

    Mal ganz davon abgesehen: wenn es für die TE ein mildernder Umstand ist (der Verständnis und Nachsicht hervorruft), dass sie selbst eine verbogene Biographie hat (zu der auch der momentane Partner gehört) - warum dann nicht gleiches auch bei/für ihn?
    Du könntest sagen, er verhält sich unsensibel, ich-bezogen, vielleicht auch rücksichts- und gedankenlos ...
    ... muss er das aber alles bewusst so machen? Kann nicht auch er Defizite haben, die er sich nicht selbst ausgesucht hat und die er nun an ihr "auslebt"?

    Es macht sein Verhalten sicherlich nicht "verzeihbarer" - aber warum gleich alles so krass werten? Wem ist damit geholfen? Was bringt das der TE?
    Nichts! Weder ihr noch ihrem Partner, weder jetzt, in dieser konkreten Situation, noch in der Zukunft bei neuen Beziehungen ... warum es dann also dennoch machen ...
    Mal ganz davon abgesehen: ihn alleine auf Basis dieser wenigen Infos, die noch dazu aus dritter Hand kommen und nicht wirklich hinterfragt werden können (oder schreibt er etwa auch hier mit??), gleich als "Psychopathen" zu brandmarken ...
    Warum nicht "nur" das Verhalten eines Menschen bewerten (was in sich schon problematisch genug ist), sondern gleich den ganzen Menschen als solchen?

    Zitat Zitat von probdi
    Ich haben oben wiederholt meine Meinung zu ihm ausgedrückt, was du vielleicht nicht hören wolltest.
    Deine "Meinung" ... stimmt, mehr kann es ja auch nicht sein!
    Warum sie aber ihr gegenüber so bestimmt verteidigen, dass es fast schon nach unumstößlicher Diagnose klingen muss, nach der sie sich jetzt auch zu richten hat?
    Warum Dein säuerliches Reagieren, wenn ein TE dann mal nicht gleich macht (ist ja nicht nur in diesem Thread schon geschehen ...)?

    Noch ne Frage hinterher: warum wird sich hier so sehr auf das Verhalten von ihm eingeschossen?
    Es wird mehr über ihn (den Menschen) geredet und über sein Verhalten spekuliert, als auf die Prozesse der TE eingegangen ...

    Auch wenn ich nicht jemand bin, der sofort nach Trennung schreit: es wäre für die TE sicher angeraten, mehr Distanz in alles hineinzubringen.
    Räumliche Distanz und innere Distanz. Letzteres aber nicht nur zu ihm, sondern auch zu ihren eigenen Mustern ...
    Und diese Distanz bedeutet dann aber auch, die Dinge nicht immer nur aus der wertenden Ecke zu betrachten!

    Jetzt aber einfach nur zu fordern, dass sie sich trennen soll (selbst wenn es prinzipiell richtig wäre): sie kann es ja nicht!!
    Trennung alleine ist auch nicht die "Lösung": ihre eigenen Prozesse, die sie anfällig hierfür gemacht haben, laufen dann ja immer noch unverändert weiter ...
    Warum also sich auf dieses Kommando "Trenne Dich" versteifen, statt ihr dabei zu helfen, überhaupt erst einmal die erforderliche stabile Basis in ihr selbst finden zu können, um eine solche Entscheidung nicht nur treffen, sondern sie dann auch konsequent genug umsetzen zu können?

    Immerhin soll sie ja ihre eigenen Entscheidungen treffen - die, die sie auch selbst treffen will und dann auch vor sich selbst vertreten kann.
    Genau das will sie ja für sich selbst jetzt lernen ...
    Sich selbst wertschätzen, Eigenverantwortung, mit sich selbst in Einklang kommen ...

    Zitat Zitat von probdi
    Beende diese Beziehung ...
    ... und das entspricht im Prinzip dem bisherigen Muster ...
    Das Außen gibt vor, was die TE zu machen hat - und wehe, sie kapierts nicht ...
    Auch wenn Du es sicherlich gut gemeint hast: es bewirkt, mit etwas Pech, genau das Gegenteil von dem, was Du erreichen wolltest.
    Mir würde (wäre ich Dein gegenüber) gefühlt die gleiche Augenhöhe hinter Deinen Aussagen fehlen - der Inhalt, die Logik alleine (und sind sie noch so "korrekt") machen es eben nicht aus ...


    "Der Frosch, der im Brunnen lebt, beurteilt das Ausmaß des Himmels nach dem Brunnenrand."
    (mongolisch)
    -----------------------------
    Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.
    (Immanuel Kant, 1724 - 1804)

  2. #26
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    @Darkstar

    Wenn jemand am Ertrinken ist, sollte er schnellstens aus dem Wasser. Schwimmen lernen, die Hintergründe klären, wie es zum Unfall gekommen ist etc. sollte folgen.

    Ich bin prinzipiell nah an deiner Ansicht zu vielen Dingen Darkstar. Im konkreten Fall sehe ich jedoch seelischen Mißbrauch der schnellstens beendet gehört. Würde er sie mit der Hand schlagen, wären sich wohl alle einig - er ist jedoch perfider.

    Die Umfangreichen Prozesse die du anstoßen willst sind absolut ok - nur im Moment sehe ich den Notfall und klare Handlungsanweisungen im Vordergrund.

  3. #27
    katha
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    hi,
    also dieses gespräch:
    er ist auch so selbstbewusst...hat mir gestern auch gesagt" er weiß genau wie man frauen rumkriegt..die kommen denn von alleine und wollen mehr! als er mich das erste mal sah wusste er genau"die krieg ich!"
    es würden ihn immer alle angucken und ihn würde mal interessieren ob er wirklich alle abschleppen kann und wenn nich wie viele usw...
    boa leute...
    Ihm würde auch NIE ne frau fremdgehen! traut sich keine usw... das zahlt er hier geschickt heim usw...
    und was er da so abgelassen hat finde ich echt total mies...das ist nicht ok..

    und das:

    er ist auch so selbstbewusst
    wage ich zu bezweifeln...
    aus meiner erfahrung verhalten sich viele männer/auch frauen so (also mit allen möglichen knutschen, erzählen das sie die tollsten sind)...um ihr geringes selbstbewusstsein/ihre zweifel zu überspielen...

    ich hab beim lesen irgendwie das gefühl bekommen, dass er bei solchen gesprächen sein selbstwertgefühl puschen will..indem er sich groß macht und dich klein macht...ich hoffe man versteht was ich sagen will

    also er fühlt sich groß..weil du bei seinen geschichten neben ihm sitzt und immer kleiner wirst

  4. #28
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    @probdi

    Wenn der erste Schritt die Einsicht ist (im Sinne von: in sich hinein sehen und das Gesehene annehmen), dass es so wie bisher nicht weitergehen kann und darf, dann besteht auch die Einsicht, weiter an sich zu arbeiten, um erst gar nicht mehr in eine solche Lage hinein zu geraten. Auch dann, wenn der Leidensdruck der konkreten Situation mal vorerst genommen ist.

    Einsicht ist es, IMHO, noch lange nicht, wenn das Leid "nur" dazu führt, dass es ständig artikuliert wird ... aber nichts weiter erfolgt.
    Zumindest braucht es noch die Einsicht (und damit den Willen), dass man selbst etwas dagegen machen muss: es muss die eigene Entscheidung sein. Egal, ob man die dann folgenden Schritte von alleine gehen kann oder sich Hilfe dafür holt - und auch am Ball bleibt.

    Alles andere kann sehr schnell, ungewollt, zur Bevormundung führen - zumindest fühlt es sich für den "Geholfenen" so an. Je nach konkretem Fall kann das sogar jemanden in seinen Mustern festhalten - er bekommt ja die Verantwortung für etwas abgenommen ...

    Du hast natürlich Recht: es gibt Konstellationen, da geht es zuerst einmal darum, jemanden aus der Spirale rauszuholen, bevor der Rest auch nur greifen kann.
    Nur: es ist ein sehr schmaler Grat zwischen einem echten Notfall, der dies rechtfertigen würde, und Bevormundung.
    Die Frage ist ja: wer darf sich anmaßen, ab welchem Punkt über Dritte zu bestimmen - und nach welchen objektiven Maßstäben findet das dann auch statt ...

    Im konkreten Fall sehe ich jedoch seelischen Mißbrauch ...
    Ich wäre da etwas vorsichtiger mit den Bewertungen
    Nur weil er sich ihr gegenüber wie ein unsensibler Enddarmausgang verhält (laut Schilderung), muss er sie noch lange nicht missbrauchen - das hat eine ganz andere Qualität (auf beiden Seiten übrigens).

    ... der schnellstens beendet gehört.
    So weit okay ... wenn sie es denn auch selbst beendet, weil sie das auch selbst so will und für sich als richtig empfindet (womit wir wieder bei der Einsicht angelangt wären) ...

    nur im Moment sehe ich den Notfall und klare Handlungsanweisungen im Vordergrund.
    Mag sein ...
    Nur: "sehe ich den Notfall" ... "ich" ...
    Was wäre, wenn dieses ihn sehen ebenso klar und "begründet" wäre, wie Deine Diagnose "Psychopath"?

    Was wäre, wenn sie genau diese "Notfallsituation", in der sie sich befindet, brauchen würde, um überhaupt erst einmal in Richtung Einsicht kommen zu können? (Sie muss ja nicht gleich bis zum tiefsten Punkt durchfallen - es muss nur tief genug sein, um nicht gleich wieder ins business as usual zu verfallen, nur weil das Leid mal nachgelassen hat)

    Um in Deinem Beispiel zu bleiben: es nutzt ja nichts, jemanden gegen seinen Willen an Land zu ziehen, wenn er sich danach (sobald man nicht mehr aktiv auf ihn aufpasst) gleich wieder reinstürzt - weil er den Zusammenhang zwischen der Gefahr des Ertrinkens und ins Wasser gehen (noch) nicht herstellen kann?
    (Wenn die Herdplatte nur lauwarm ist: glaubst Du, dass es bei einem einmaligen "Ausprobieren" mit der nackten Hand bleiben würde?)

    Mal angenommen, sie würde Deinem Rat folgen und sich Knall auf Fall von ihm trennen (aber eben ohne wirkliche Einsicht, sondern nur, weil Du es ihr so gesagt hast):
    Da steht sie dann erst recht dumm da - ihre Prozesse wirken weiter plus sie hat eine Trennung vollzogen, die sie ebenfalls nicht wirklich verkraften kann (Beziehung und Trennung: beides bedeutet zuerst einmal Leiden ... das eine ist bekannt, das andere nicht).
    Und: sie steht dann im realen Leben dumm da! Du bist ja für sie nur in der virtuellen Welt des Forums "greifbar" - die Arbeit, die sie jetzt aber leisten müsste, kann nur im RL stattfinden.
    Mit realen Menschen, die auch real für sie da sind, wenn sie sie braucht.

    Wie willst Du das machen können?
    Dein "Rat", wärst Du der gute Kumpel aus dem Nachbarblock: kein Thema, dann wäre es okay.
    So aber?
    In Deinem Beispiel: Du ziehst sie nicht persönlich aus dem Wasser und kümmerst Dich nicht real vor Ort um ihre Erstversorgung - Du hast ihr ferngesteuert und mittels Drohne einen Rettungsring übergeworfen, sie damit aus dem Wasser gezogen ...
    ... und die Drohne samt Ring sind jetzt wieder im Hangar, hunderte Kilometer weit weg ...
    ... keine Überwachungskamera, kein Mikrofon, eine Telefonverbindung, die nur sporadisch funktioniert und bei der man nie weiß, wer gerade an der Gegenstelle abnimmt ...

    Sie war zwar im Wasser - aber eben auch nur an einer immer noch relativ seichten Stelle. Es war alles andere als angenehm, aber stehen und sich frei bewegen konnte sie noch.
    Was, wenn sie sich jetzt wieder rein verirrt, weil niemand da ist, sie auf dem ihr unbekannten Festland an die Hand zu nehmen und ihr die Richtung zu zeigen, die sie selbst nicht sieht?
    Nicht jede Stelle im Wasser ist seicht ...

    Lass uns doch mal abwarten, wie sie auf die neuen Posts reagiert
    Wir veranstalten hier ja keinen Wettkampf, wer die "bessere Hilfe" anbieten kann - ich hab ohnehin nicht vor, hier den Helfer zu spielen.


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  5. #29
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    @Darkstar

    Das schöne an diesem Forum ist ja, dass es verschiedene Stile gibt und sich der TE das raussuchen kann was ihm passt. (Natürlich ist genau das auch die Gefahr, nämlich dann den bequemeren Weg zu gehen) Wenn Menschen den Überblick verloren haben, bin ich etwas direktiver (wie du ja schon richtig gemerkt hast). Ich glaube nicht, das die TE diesen permaneten Druck aus der Beziehung weiter gut verkraftet und sich erstmal Distanz verschaffen sollte.(Raus aus der Situation) Und Darkstar sei doch mal ehrlich: gibt du nach deiner besimmt auch umfangreichen Lebenserfahrung der Beziehung eine Chance? Ich denke lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

    Die TE hat einige Beispiele von sich gebracht, dass sie außerhalb dieser konkreten Beziehungssituation ein offener und lebenslustiger Mensch ist - deshalb vertraue ich ihr und glaube, dass sie ohne diese Beziehung wieder aufblüht.

    Natürlich gehörte dem Partner auch geholfen - nur der schreibt hier ja nicht.

  6. #30
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    Hi,

    Die TE hat einige Beispiele von sich gebracht, dass sie außerhalb dieser konkreten Beziehungssituation ein offener und lebenslustiger Mensch ist - deshalb vertraue ich ihr und glaube, dass sie ohne diese Beziehung wieder aufblüht.
    Es dürfte ja aber nicht das Ziel ihres Lebens sein, als dauerhafter Single über die Erde zu wandeln

    Meine Fragen (und mehr als diese stellen mache ich auch nicht) haben ja auch genau diesen Hintergrund gehabt: war sie als Single wirklich glücklicher, selbstbewusster und mit mehr Selbstwertgefühl ausgestattet - oder macht es das Single-Dasein nur leichter, die dennoch vorhandenen Defizite auf diesen Gebieten zu kaschieren
    (Auch mal ein Bild: Wenn ich, angenommen, von Mathematik keine Ahnung, dafür aber umso mehr Lücken bei ihr, habe, wird es mir selbst eher nicht in seiner Tragweite zu Bewusstsein kommen, solange ich nicht an meinem Arbeitsplatz als Kaufmann sitze. In meiner "Freizeit" kann ich diesen Dingen nämlich problemlos aus dem Weg gehen - das geht ganz vollautomatisch und unbewusst - also: habe ich dann wirklich Ahnung von Mathe, die sich nur dann verflüchtigt, wenn sich die Bürotür hinter mir schließt ... )

    ... gibt du nach deiner besimmt auch umfangreichen Lebenserfahrung der Beziehung eine Chance?
    (Wert-)Neutrale Antwort: so, wie sie sich momentan gestaltet - nein.
    Nur: es sind hierbei beide beteiligt, die, jeder für sich, zum Scheitern beitragen.
    Ein sich trennen (verständlich, naheliegend und momentan auch sinnvoll) alleine wird da nicht wirklich etwas bringen. Spätestens bei der nächsten Beziehung kann es wieder von vorne losgehen - oder in eine andere Form der Abhängigkeit führen.
    "Gesund" wird es wohl eher nicht werden können ...

    Was das Verkraften angeht: ab einem gewissen Punkt völlig d'accord.
    Bis zu diesem: nimm es mal als den Anlauf, den es brauchen kann, um sich selbst wirksam genug in den eigenen Allerwertesten zu treten - weil man ohne dies weiter im Kreislauf drin bleiben wird
    (Das wäre in meinen Augen übrigens die Grenze, um die es vorhin ging ...)

    Natürlich gehörte dem Partner auch geholfen ...
    Jain: wenn er es denn selbst will ...
    Ansonsten: es ist sein Leben und seine Verantwortung - da würde ich mich dann auch völlig bedeckt halten.

    Das schöne an diesem Forum ist ja, dass es verschiedene Stile gibt und sich der TE das raussuchen kann was ihm passt.
    Bingo! Deswegen kann es auch ganz nützlich sein, wenn man sich über die unterschiedlichen Ansätze auch mal etwas detaillierter unterhält - nicht um zu sehen, wer da jetzt "im Recht" sein könnte, sondern um auch mal etwas Licht auf die Hintergründe und Begründungen werfen zu können.
    Das Warum und Woher ist ja auch oft interessant

    Wie gesagt: mal sehen, was sie antworten wird.
    Vorher ist dies alles doch mehr Spekulation mit Tendenz zum OT.


    lg


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